Schadenersatz für erschossenen Jagdhund

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Es wundert mich ein wenig, wie hier der Wert des Hundes ermittelt wird. Sachgerecht wäre hier das Vergleichswertverfahren. Die Gestehungskosten spielen für den zu ermittelnden Wert eigentlich keine Rolle, entscheidend ist der Wert vergleichbarer Hunde, die man als Ersatz kaufen kann.
 
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ist doch Kaffeesatz lesen.. Es steht weder dort, um was für einen Terrier es sich handelte, noch wie dieser Hund ausgebildet war. Es macht schon einen Unterschied,, ob man ihm beibrachte,, nicht ins Haus zu schexxen, irgendwann nach Ruf, oder Pfiff zu kommen und zu stöbern, oder einzuschliefen. Oder ob dieser Hund im Vollgebrauch durchgearbeitet und geprüft war. Dann wäre die Entschädigung für die Ausbildung, ein Witz.
 
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Bei einem Terrier ist die Wertermittlung etwas schwieriger als bei einen Vorstehhund, da es weniger Verkaufsfälle gibt, und somit die Sammlung an Preisen etwas dürftig sein dürfte.
Sachgerecht ermittelt man Kauffälle ähnlicher Hunde, versieht diese mit zu und Abschlägen und kommt so zu dem Wert des Hundes.
Dabei ist es allerdings irrelevant, wie viele Stunden man darein investiert hat, oder welchen Stundenlohn man sich zugesteht.
 
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Ich glaube Claas hat da ein paar gute Beispiele auf seiner HP zur Wertermittlung. Der "Gamechanger" ist die Zuchttauglichkeit.

Leztes Saison hätte ich fast einen Schützen vom Stand geholt. Er brüllt nach Hunden, da vor seinen Stand im einen Brombeereschlag Sauen seien.

Wir schicken Hunde rein(mit Westen) und der Vogel "flagt" stumpf in die Brombeeren rein.... Schxxx Verhalten vom schützen.

Andere Situation morgens am Sammelplatz. Hundeführer mit mehreren Hunden, schwarz im Haar. Weder Warnhalsung noch sonstiges. Diese Hunde in einer Rotte Sauen in Bewegung.... subjektiv fahrlässig
 
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...
Wer seinen hochwohlgepriesenen "ausgebildeten" Zuchthund wirklich so sehr schätzt/braucht, der schickt ihn nicht ins Treiben , so einfach ist das ...!!!

Das meinst Du jetzt aber nicht wirklich ernst, was Du da schreibst, oder? Wenn wir jagdlich gute Hund, die zuchttauglich sind, zur Jagd nicht mehr einsetzen, läuft das für meinen Geschmack in die restlos falsche Richtung.

....für mich ist dieses Gehetze eh nicht mehr zeitgemäß, weil, wenn richtig gedrückt wird , braucht es keinen bekloppten Terrier der an jeder Sau hängt ......! Das Wild kommt vertraut und nicht hochflüchtig , für Schützen, Treiber und Hunde (falls dabei) , viel entspannter und ungefährlicher.....!
Außerdem , wer wirklich so sehr an seinem Hund hängt , verheizt ihn nicht auf Treiben , nur damit andere ihren Spaß haben.....nur mal so am Rande.....!
Grüße +WMH Olli

Ich bin ganz bei dir, dass das 'klassische' Hetzen im Meuteverbund nicht opportun ist. Es ist aber auf gut organisierten Jagden mit guten Stöberhunden sehr wohl so, dass einzelne Hunde - vielleicht auch mal zwei - dem Wild laut (auch außer Sicht!!!) folgen und das Wild nicht immer ruhig ziehend kommt. Vorgenanntes gilt speziell für Sauen.

Wenn man Sauen auf die Läufe bringen möchte, wird es regelmäßig nicht reichen, ein paar bunt gekleidete Menschen ins Treiben zu schicken um die den Job übernehmen zu lassen. In so einem Treiben erscheint es eher sinnvoll, so gut wie keine Menschen in den potenziell gefährlichen Bereichen zu haben.

Wer entsprechend seinen Stöberhund bei einer Bewegungsjagd einsetzt, der verheizt ihn doch nicht um anderen Spaß zu bereiten. Da sind wir allerdings nahe an der Fragestellung zum Sinn einer Bewegungsjagd. Sie sollte eben üblicherweise nicht dazu dienen, irgendwelche Gäste zu entertainen ... und schon gar keine, deren diesbzgl. Charakter zweifelhaft ist. Vor diesem Hintergrund werden Verkaufs-Bewegungsjagden aus meiner Sicht zu Recht kritisiert.


grosso
 
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...

Wer entsprechend seinen Stöberhund bei einer Bewegungsjagd einsetzt, der verheizt ihn doch nicht um anderen Spaß zu bereiten. Da sind wir allerdings nahe an der Fragestellung zum Sinn einer Bewegungsjagd. Sie sollte eben üblicherweise nicht dazu dienen, irgendwelche Gäste zu entertainen ... und schon gar keine, deren diesbzgl. Charakter zweifelhaft ist. Vor diesem Hintergrund werden Verkaufs-Bewegungsjagden aus meiner Sicht zu Recht kritisiert.


grosso
Bis vor ca. zwei oder drei Jahren hätte ich dir vollumfänglich zugestimmt.
Die stetig zunehmende Anzahl der Grauhunde und entscheidener, ihre Verhaltensänderung bei Bewegungsjagden keine Ausweichstrategie mehr zu bevorzugen, stellt neue Fragen.

Ob wir dann zunehmend einem "Verheizen" näher kommen wird sich zeigen. Mein jetziger DW wird ggf. mein letzter Stöberer sein.
 
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Typisch, dass die hundelosen Schnorrer mit dem lächerlichen Schadenersatz von 2.100 Euro völlig "zufrieden" sind, es betrifft sie ja nicht und sie haben keine Ahnung vom realen Ausbildungsaufwand.
Wenn mir ein Schlaumeier so käme, könnte er seine Stücke ab sofort und für alle Zeiten höchstselbst im Dickicht etc. aufspüren, hoch machen und nachsuchen.

Auch der Stundensatz von 10 Euro für die Ausbildung ist eine Zumutung, das entspricht gerade mal dem Mindestlohn und wird den fachlichen Anforderungen für die Ausbildung in keinster Weise gerecht.

Von Futter-, Material-, Fahrt- und Tierarztkosten etc. ist überhaupt nicht die Rede.

Es wäre interessant zu wissen, wie hoch der materielle Ausbildungsaufwand z.B. für einen Polizei-, Zoll- oder Militär-Diensthund bewertet wird, denn damit kann ein ausgebildeter und geprüfter Jagdhund am besten verglichen werden.
Aus meinder Sicht wäre für so einen Jagdhund eine Entschädigung von mindestens 12.000 bis 15.000 Euro angemessen, wobei das nur der materielle Verlust ist, den Rest kann man ohnehin nicht mit Geld bezahlen.
An der Stelle der Klägerin würde ich mir das nicht gefallen lassen und in Revision gehen.
 
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Typisch, dass die hundelosen Schnorrer mit dem lächerlichen Schadenersatz von 2.100 Euro völlig "zufrieden" sind, es betrifft sie ja nicht und sie haben keine Ahnung vom realen Ausbildungsaufwand.
Wenn mir ein Schlaumeier so käme, könnte er seine Stücke ab sofort und für alle Zeiten höchstselbst im Dickicht etc. aufspüren, hoch machen und nachsuchen.

Auch der Stundensatz von 10 Euro für die Ausbildung ist eine Zumutung, das entspricht gerade mal dem Mindestlohn und wird den fachlichen Anforderungen für die Ausbildung in keinster Weise gerecht.

Von Futter-, Material-, Fahrt- und Tierarztkosten etc. ist überhaupt nicht die Rede.

Es wäre interessant zu wissen, wie hoch der materielle Ausbildungsaufwand z.B. für einen Polizei-, Zoll- oder Militär-Diensthund bewertet wird, denn damit kann ein ausgebildeter und geprüfter Jagdhund am besten verglichen werden.
Aus meinder Sicht wäre für so einen Jagdhund eine Entschädigung von mindestens 12.000 bis 15.000 Euro angemessen, wobei das nur der materielle Verlust ist, den Rest kann man ohnehin nicht mit Geld bezahlen.
An der Stelle der Klägerin würde ich mir das nicht gefallen lassen und in Revision gehen.
Grundsätzlich bin ich da bei Dir, allerdings wird beim "Wert" eben unterschieden zwischen mit/ohne Papiere und mit/ohne JGHV Prüfungen.
Ein papierter Hund mit voller Zuchttauglichkeit und sämtlichen Prüfungen, da bist schon nur für Prüfungsgebühren, Vereinsmitgliedschaft, Wild und Fahrerei die veranschlagten 790€ los. Ganz ohne Ausbildungskosten für Kurs/Trainer.
Daher ist in diesem Fall mit Sicherheit von einem papierlosen Hund mit max. BP auszugehen. Und selbst da ist es zu wenig.
Ein Urteil eines mit Sicherheit jagdfeindlichen Richters.
Bildet aber die Realität ab.
Und Hundeführer wissen dass es so ist.
 
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7 Dez 2018
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Aus meinder Sicht wäre für so einen Jagdhund eine Entschädigung von mindestens 12.000 bis 15.000 Euro angemessen, wobei das nur der materielle Verlust ist, den Rest kann man ohnehin nicht mit Geld bezahlen.

Welchen Ausbildungsstand hatte der 20 Monate alte Terrier ?
Würdest Du Deinen veranschlagten Preis auf dem Markt erzielen wenn man den Hund verkauft
hätte ?

Ideelle Werte werden vor Gericht nicht berücksichtigt, da sie monetär auch nicht zu beziffern sind.
Darüber hinaus gelten Tiere in Deutschland rechtlich als Sache.
Insofern ist das Urteil nachvollziehbar.

Wäre ich der Unglücksschütze, hätte ich allerdings freiwillig noch ein paar große Scheine oben drauf gelegt.
 
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