Schaft beizen wann und wie?

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#1
Ich weiß es geben sehr viele Threads zum Thema Schaft um/aufarbeiten / Lackschaft in Ölschaft / ....
Und es gibt auch jede Menge Info's im Netz.
ABER mich beschäftigt aktuell ein Thema, was ich nirgendwo so wirklich erklärt bekommen habe.

Wenn ich einen Schaft habe, den ich entölt habe und schon mehrfach geschliffen habe, dieser Schaft ist durch die Behandlung sehr hell geworden.
Der Schaft soll hinterher geschlossene Poren haben. Wann und wie bekomme ich den Schaft am besten dunkel?

Einmal gibt es eine Variante, bei der "gefärbtes" Walnussöl aufgetrage wird, dann Porenfüller und dann Öl (ich nenne die mal "Birchwood Casey Variante").

Eine Andere Lösung ist:
Schaft beizen, dann Porenfüller und dann ölen.

Oder: Porenfüller und dann Leinöl/Tungöl mit Alkanwurzelextrakt mischen und den Schaft ölen.

Bei den ersten beiden Varianten (vorallem bei der "Schaft beizen und ölen) heißt es, dass das Öl die Beize wieder "raus zieht" und das Holz fleckig werden kann.

Bei der Dritten habe ich das Problem, dass das Öl und der Alkanextrakt keine Lösung ist sondern nur ein Gemisch.
Dringt das dann noch ein oder setzen sich die Farbpikmente an der Oberfläche ab?

Wie macht man es richtig?
 
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#2
Ich weiß es geben sehr viele Threads zum Thema Schaft um/aufarbeiten / Lackschaft in Ölschaft / ....
Und es gibt auch jede Menge Info's im Netz.
ABER mich beschäftigt aktuell ein Thema, was ich nirgendwo so wirklich erklärt bekommen habe.

Wenn ich einen Schaft habe, den ich entölt habe und schon mehrfach geschliffen habe, dieser Schaft ist durch die Behandlung sehr hell geworden.
Der Schaft soll hinterher geschlossene Poren haben. Wann und wie bekomme ich den Schaft am besten dunkel?

Einmal gibt es eine Variante, bei der "gefärbtes" Walnussöl aufgetrage wird, dann Porenfüller und dann Öl (ich nenne die mal "Birchwood Casey Variante").

Eine Andere Lösung ist:
Schaft beizen, dann Porenfüller und dann ölen.

Oder: Porenfüller und dann Leinöl/Tungöl mit Alkanwurzelextrakt mischen und den Schaft ölen.

Bei den ersten beiden Varianten (vorallem bei der "Schaft beizen und ölen) heißt es, dass das Öl die Beize wieder "raus zieht" und das Holz fleckig werden kann.

Bei der Dritten habe ich das Problem, dass das Öl und der Alkanextrakt keine Lösung ist sondern nur ein Gemisch.
Dringt das dann noch ein oder setzen sich die Farbpikmente an der Oberfläche ab?

Wie macht man es richtig?
Ich beize meine Schäfte nach dem Endschliff , danach sättige ich mit Säurefreiem Schleiföl und dann beginne ich mit dem Auftrag des Leinöles .
Als Beize verwende ich selbst angesetzte Nußbaumbeize .
 
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#3
Was genau ist "säurefreises Schleiföl"?
Das ist ja kein Porenfüller.

Hält Porenfüller überhaupt auf Öl?
 
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#5
Von CCL gibt es eine Schaftbeize, zusammen mit Porenfüller etc. im Set. Die CCL Produkte funktionieren.
 
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#6
Danke Lüderitz!
Die Set‘s kenne ich (auch die von Birchwood).
Was mir bei den Ölen nicht gefällt ist, dass da Sikkative drin sind.
Auch bei der Beize wohl.
Meine Überlegung war schonmal, nur mit Alkanwurzelextrakt, evtl Porenfüller und auf alle Fälle Leinöl oder Tungöl zu arbeiten,

Zudem kann ich CCL nur bei Frankonia finden.
Und da kaufe ich nichts mehr!!!
 
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#7
Auf ehemals geöltem Schaft Beize aufbringen ist nicht so ganz einfach.

CCL ist meines Wissens wasserbasiert, das funktioniert nicht, oder es wird möglicherweise fleckig.

Spiritusbasierte Beize verwenden, gibt's ebenso bei Dictum.

Alkanawurzel und Beize ist doppeltgemoppelt, spar dir das.

Beizen, durchschleifen, bei den Schliffen jenseits von 600er Korn Porenfüller benutzen, wenn fertiggeschliffen, ich habe das bis zum 1000er gemacht, ölen. Die Ölschichten kann man auch noch zwischenschleifen mit Bimsmehl.
 
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