Schiessen und Jagen mit der Querflinte

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Vor 60 Jahren kaufte ich bei Frankonia eine 16er Doppelflinte mit Ejektor. Die hat mich seither begleitet und nie enttäuscht. Ist ein ungarisches Gewehr. Seit ein paar Jahren schiesse ich damit auch Stahlschrot ohne Probleme. Auf Tontauben, wenn ich mal nicht mit dem Bock schiessen will. Im Wald nur Blei, ich will nicht mit Stahl belastete Bäume ins Sägewerk schicken, die dann dort aussortiert werden.
Ein Problem, was wir nicht haben. Bäume die vor 45 schon standen, sind oft schon mit Splitter.
 
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Meine Güte, wegen ein paar Stahlschroten, die viell. irgendwo mal in der Rinde sitzen, muß keiner so sehr Mitgefühl mit der Sägeindustrie aufbringen, das ist übertrieben. Die fliegen bei der Werksentrindung in den Rinden-Haufen...

Kriegsbedingte Geschoß- oder Bombensplitter, um die noch viel Holz gewachsen ist, sind eine andere Nummer - da wird Ausschuß sortiert ! (übrigens auch bei Hochsitz-Nägeln von Jägern ;))
 
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Ein Hochsitznagel macht ungefär den selben Ausschlag der Instrumente wie 10 Stahlschrote. Ich war voriges Jahr bei Holmen und habe das Sägewerk besichtigt. Da konnte man sehen wie fein die Istrumente reagieren. Die brauchbaren Bäume gehen geradeaus , die Anderen werden zur Seite geschleudert und landen dann in dem Holz aus dem später Papier entsteht. Frag mal einen Waldbauer nach dem Unterschied in der Bezahlung von den 2 Sorten. Du wirst Dich wundern. Die Holz und Papierkonzerne sind seehr gegen Stahlschrot im Wald. Wir werden sehen, ob die Regierung das Rückrat hat, sich gegen die grüne Maffia in Brüssel zu wehren.
 
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Die Mehrheit schiesst in der Schweiz Schrotgrösse 1 oder 2.

Bei der Vorlage je nach dem persönlichen Geschmack. Viele schiessen aus älteren Kombinierten die Rottweil Waidmannsheil oder bei 12er Läufen die Rottweil Semi Magnum. Aber es werden auch oft aus den neueren Waffen stärkere Vorlagen verschossen.

Funktionieren tut es hervorragend, weil die entsprechende Schiesskultur vorhanden ist. Dazu gehört in erster Linie Erfahrung und Selbstbeherschung und weniger das grosse Können als Flintenschütze.

Der daenische Verband der Schweisshundefuehrer sagt:
Schwerere Schrote (Wismut oder Wolfram) #1-4 - v0 min. 370m/s
Leichtere Schrote (Weicheisen, Zinn oder Zink) #1-2 - v0 min. 400m/s

Geschossen werden soll auf das Blatt.

Kupferschrote sind dabei scheinbar noch nicht getestet bzw. es gibt nicht genug Erkenntnisse. Blei ist in DK generell verboten.

Ich will auf dem Thema nicht weiter rumreiten, bin nur eben ueber die explizite Empfehlung gestolpert.
 
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Im weiteren, da wir hier in DK ja nun schon ziemlich lange Erfahrung mit Weicheisen haben, habe ich versucht herauszufinden wie es im Moment nun tatsaechlich gehandhabt wird.
Zunaechst kommt die Forderung nach Bismut oder anderen "Nicht-Eisen" Schroten ausschliesslich aus der Ecke "Forstwirtschaft bzw. holzverarbeitende Industrieen". Es geht dabei nicht nur um den Schutz der Saegeblaetter, sondern insbesondere auch um Verfaerbungen des Holzes, und das kann leider auch das Holz tiefer verunstalten, selbst wenn die Schrotkugel nur in der Rinde sitzt. Wir diskutieren aber gerade in einem daenischen Forum, dass offenbar mehr und mehr Reviere jetzt dennoch doch Weicheisen freigeben. Selbst in den "Staatlichen Waeldern", so in dem Revier dass unser Verein gepachtet hat. Es ist allerdings eine relativ junge "Plantage", also kein alter gewachsener Wald mit irgendwelchem sichtlich wertvollem Baumbestand.

Ich selbst habe fuer mich entschlossen, ausschliesslich mit Bismut zu jagen.
 
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Und last but not least, bin ich dann noch zufaellig ueber die daenische Firma "B4HUNT" gestossen, wen es interessiert, der kann es sich selbst ansehen:
B4HUNT Shooting Practice

Im Prinzip verschiesst man kleine Plastikkugeln aus seiner eigenen Schrotflinte, druckluftbetrieben. Ob es wirklich was taugt kann ich nicht sagen, habe auch nur eine, dafuer sehr wohlwollende Rezension im daenischen Forum gelesen.
 
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Habe als erste Flinte eine gebrauchte Bdf von Beretta gekauft, mit der ich damals auch die Schießprüfung absolvierte. Nach den ersten jagdlichen Einsätzen damit sah ich bei einem befreundeten Händler eine Suhler 50E, die sofort das "Willson"-Teil-Syndrom auslöste. Meine Frau, die damals dort den Jagdscheinkurs besuchte, schenkte mir genau diese wunderschöne Flinte. Habe die Flinte gerne auf der Jagd geführt. Für den Stand kaufte ich mir dann eine englisch geschäftete Simson Mod. 35 mit Halb-Biberschwanz-Vorderschaft, die mir sehr gut lag. Langsam wird die Gute etwas klapprig. Eine 16er Sauer, Baujahr 53 aus dem väterlichen Bestand steht auch noch im Tresor, kommt aber mangels regelmäßiger Gelegenheit auf Niederwild selten raus. Die Beretta Bdf ist lange verkauft. Musste dann irgendwann noch einer 16er Simson Bdf Asyl gewähren. Aber die Querflinten sind die absoluten Favoriten. Wenn ich groß bin, kommt irgendwann eine 20er aus Suhl, englisch geschäftet mit Seitenschlossen. Ich weiß nur noch nicht so ganz genau, wie ich das hinbekomme, dass meine Frau mir die schenkt...

:unsure::unsure::unsure:
 
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Ich schoß 1981 meine Jägerprüfungs-Tontauben mit der 16er Sauer Royal meines Vaters , belächelt von den ganzen 12er BDF Schützen. 1., 2.. 4 . Taube zerplatzten , fertig.
Später schaffte ich mir eine baugleiche Bühag an. Mit nix anderem hab ich jemals Standbesuche und Flintenjagd betrieben, letztere ist mittlerweile bei mir sowieso höchst selten geworden. Diese beiden Jagdflinten als 16er Quer stehen heute bei mir im Schrank und sie liegen mir aus alter Gewohnheit blind.
Die jugendliche Prägung wirkte so stark, dass ich mir vor 13 Jahren aus einer anderen guterhaltenen Suhler DF eine DB bauen ließ, meine liebste Waffe für die herbstliche Schalenwilddrückjagd.
Das Interesse an plastiklochgeschäfteten Grossmagazingeradezugbüchsen als Jagdgewehr ist bei mir total verkümmert, womit es mir sehr gut geht.:D
 
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DB aus DF ist sicher machbar und bei 16er-Läufen liegen diese auch nicht so weit auseinander.
Kommt auch auf das Kaliber an und 8x57IRS oder auch 7x57R sind denkbar.
Ein schwäbischer Büma hat spanische Hahn-20er und 28er DF in DB geändert
 
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Anfang der 80er Jahre hatte ich mir -noch ohne deutschen Jagdschein- auf gelbe WBK um kleines Geld auf der IWB in Stuttgart eine italienische DF mit Greener-Querriegelverschluss in 12/70 als Einsteigerflinte geholt. Sie war damals in den Anfangszeiten des Dornsbergs eine zwar von den Cracks belächelte aber dennoch für unsere Verhältnisse brauchbare Alternative zu den großen Marken. Ein Naturtalent aus unsere damaligen Gruppe zauberte mit ihr manch einem neugierig vorbeischlendernden Semiprofi bewundernde Blicke ins gestrenge Gesicht und auch mir gelangen gelegentlich schöne Doubletten.

Auf die Jagdausflüge nach Canada durfte seinerzeit nur der Franchi-Halbautomat mit, aber als in den 90er Jahren der Jagdschein Einladungen zu Niederwildjagden brachte, war die DF in Kombination mit der schwarzen Waidmannsheil der Favorit auf Hase, Fuchs sowie Fasan und leistet bis heute bei der Jagd auf Wasserwild zuverlässig Dienst im Revier. Erst letzte Woche war wieder mal ein Kormoran zu nahe in ihre Reichweite gekommen. Bei den anstehenden Entenjagden ist sie sicher wieder (im Wechsel mit der Maxus) mit von der Partie.

Fazit: Natürlich hätte ich auch Freude an einem fein ziselierten Edelstück aus englischer Meisterhand, aber ich glaube nicht, daß damit meine Strecke wesentlich größer ausfallen würde.
 
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steve

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Gab es ja - im kleineren Rahmen - längere Zeit auch in Suhl, als side by side cup. Organisiert u.a. von Ziegenhahn & Sohn.
 
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Ich schoß 1981 meine Jägerprüfungs-Tontauben mit der 16er Sauer Royal meines Vaters , belächelt von den ganzen 12er BDF Schützen. 1., 2.. 4 . Taube zerplatzten , fertig.
Später schaffte ich mir eine baugleiche Bühag an. Mit nix anderem hab ich jemals Standbesuche und Flintenjagd betrieben, letztere ist mittlerweile bei mir sowieso höchst selten geworden. Diese beiden Jagdflinten als 16er Quer stehen heute bei mir im Schrank und sie liegen mir aus alter Gewohnheit blind.
Die jugendliche Prägung wirkte so stark, dass ich mir vor 13 Jahren aus einer anderen guterhaltenen Suhler DF eine DB bauen ließ, meine liebste Waffe für die herbstliche Schalenwilddrückjagd.
Das Interesse an plastiklochgeschäfteten Grossmagazingeradezugbüchsen als Jagdgewehr ist bei mir total verkümmert, womit es mir sehr gut geht.:D
Es scheint bei uns Gemeinsamkeiten zu geben. Ich schieße auf der Jagd 16er Royal und die Doppelbüchse ist auf einem 16er Hähnel System gebaut.
Die Doppelbüchse reichte am 13.11 um 5 Sauen zu erlegen, 2 davon als Dublette.
 

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