Schilfsauen richtig sprengen?

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Ein sehr Behabener alter Jäger meinte Mal zu mir: Vor Gericht, auf hoher See UND auf der Jagd ist man in Gottes Hand. Bedeutet jeder Tag/Situation ist unterschiedlich und man weiß nie was passiert.


Jedes Revier ist anders. Kein Habitat ist genau gleich wie ein anderes. Deshalb sind es immer Einzelfallentscheidungen was möglich und sinnvoll ist. Der Schutz und die Gesundheit von Mensch und Tier (vor allem hier dem Jagdhund) MUSS aber immer an erster Stelle stehen.

Etwas was in Revier A sehr gut funktioniert kann in Revier B nur bedingt gut funktionieren. Wenn etwas in Revier A komplett nicht funktioniert ist die Wahrscheinlichkeit aber immens höher, dass es in Revier B ebenfalls nicht funktioniert. Deshalb ist der Erfahrungsaustausch und Reflektion sehr wichtig.
 
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Wir haben gestern unser Schilf gedrückt. TN waren 12 Mitglieder unserer Bläsergruppe, mein Mitpächter, sein Sohn und 3 Gäste. Wir haben 14 Tage vorher 12 Stände eingerichtet, d.h. eine Schneise ins Schilf gemäht, ein paar schwache Birken und Erlen umgeworfen und die Sauen über 3 Wochen mit etwas Abfallweizen und ein paar Rüben "bei Laune gehalten". Ich wurde im mehrere meter hohen Schilf von einem 40kg Frischling umgerannt und habe dabei meine Brille eingebüsst:mad:, aber das Stinktier kam 100m weiter zur Strecke(y) Wir waren mit 6 Treibern und 1 DJT, einem PRT, einem RHT und einem Vizla unterwegs und die größere Rotte ist an einer Längsseite raus, an der wir nur einen Schützen abgestellt hatten, weil es uns zu gefährlich erschien, dort mehrere abzustellen und ausserdem sind die Sauen noch nie......
Strecke 1 Sau, 1 Fuchs, 1 Nutria, aber auch das ist Jagd! Strecke legen und verblasen mit 12 Hörnern und dann eine heiße Soljanka aus dem Kessel, über offenem Feuer, alles gut.

Das "tollste" fast vergessen, gegen Ende der Jagd kreiste über dem See ein Seeadler, ich habe noch niemals einen in freier Wildbahn gesehen... Alle waren begeistert von diesem Anblick.
 
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Schade, dass es bei der einen geblieben ist.
Ich hätte hochläufige Hunde mit ausgeprägtem Finderwillen und starkem Lauf empfohlen. Und das in einer recht großen Anzahl! Problem ist ja ähnlich wie im Mais, dass die Rotten immer dem falschen kommen... daher ist es aus meiner Sicht wichtig, die Rotten zu sprengen.
Aber gut finde ich, dass ihr dran geblieben seid. Beim nächsten Mal viel Erfolg
 
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12 Dez 2009
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Schade, dass es bei der einen geblieben ist.
Ich hätte hochläufige Hunde mit ausgeprägtem Finderwillen und starkem Lauf empfohlen. Und das in einer recht großen Anzahl! Problem ist ja ähnlich wie im Mais, dass die Rotten immer dem falschen kommen... daher ist es aus meiner Sicht wichtig, die Rotten zu sprengen.
Aber gut finde ich, dass ihr dran geblieben seid. Beim nächsten Mal viel Erfolg
Was man sich so wünscht und was man am Jagdtag dann wirklich an Hunden bekommt ist so eine Sache...
 
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Genau so ist es, man muß mit den Hunden Jagen die da sind:geek:, da wir Sauen nur als Wechselwild haben, organiesieren wir von einem auf den nächsten Tag, da muß man Abstriche bei den 4läufern (und Schützen) in Kauf nehmen. Wenn aber mehrmals lange geplant wurde, und keine Sauen da sind, nützt die beste Meute nix.:unsure:
 
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. Ich wurde im mehrere meter hohen Schilf von einem 40kg Frischling umgerannt und habe dabei meine Brille eingebüsst:mad:,
Ist mir auch schon mehrmal passiert, an der Brille habe ich jetzt ein Band, sodass sie nicht verloren geht.
Im Schilf habe ich auch gerne die Foxeline dabei, da erfahrene Sauen sich oftmals ueberlaufen lassen und dann von hinten attackieren.
Die Kleine bekommt recht zuverlaessing mit, wo das passieren kann und wenn mal nicht, dann lenkt sie von mir ab.

Terrier funktionieren ganz gut im Schilf, die nutzen die Tunnel der Sauen und machen recht viel Druck dadurch und koennen aber auch gut ausweichen, da sind langlaeufige eher im Nachteil.
Ausserdem haben sie weniger Verletzungen durch das Schilf

Nachsatz, wir druecken im Schilf erst, wenn zugefroren ist, dann funzt das auch besser mit den Terriern
 
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