Schluss nach 150 Jahren ....

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17 Jul 2008
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Darüber hab ich mir auch schon manches Mal den Kopf zerbrochen und bleibe dbzgl. skeptisch.

Tagaktivität, reduzierte Scheu, möglicherweise sogar eine gewisse Neugier - halte ich alles für wahrscheinlich bzw. kenne ich aus jagdlich kaum bis gar nicht genutzten Gebieten.
Aber dass Wildtiere ohne die positive Verknüpfung Mensch = Futter bei Einstellung der Jagd plötzlich mit dem Menschen in Kontakt treten (wie die Naturromantiker das so gerne bezeichnen)?

Höchst zweifelhaft. Die Wölfe schon, ja. Aber die haben dabei vermutlich andere Motive als es sich der Naturromantiker auszumalen imstande ist ;)
selbstverständlich ist das hier wie dort keine "aktive" oder "willentliche" Handlung, sondern ganz einfach schlichtes "Desinteresse" am Faktor Mensch so lange dieser das Wild nicht bewusst "manipuliert"
 
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:sneaky: na lass das mal nicht den @Stöberjäger lesen, das wirft ja dann ganze Strategien über den Haufen...
Kein Problem, das wirft gar nichts über den Haufen, denn es ist nur ein kleiner Witz.

In Nationalparks, in denen auf großer Fläche die Jagd seit vielen jahren ruht, kann man den Effekt, wie unbejagtes Wild immer argloser und sichtbarer wird, gut beobachten und das hat nun rein gar nichts mit Domestikation zu tun.

Es ist AUSSCHLIEßLICH die Jagd, die Wild scheu macht und das ist auch völlig logisch. Warum sollte man sich vor Lebewesen verstecken, die völlig ungefährlich für einen sind?!
 
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.....Richtigerweise sollte man das Aussetzen von Hähnen gleich ganz verbieten. Wer diese jagen will, der muss sich eben um ein passendes Biotop bemühen und eine entsprechende Hege betreiben.
Auch da ist die Grenze fließend:

je nach Aufwand und Intensität der Hege (natürlich auch abhängig vom Biotop) kann man sie mit mehr oder weniger "üppiger" Strecke bejagen. Wo zieht man nun die Grenze zwischen "vernünftiger" Hege und "Überhege" mit dem Ziel für Massenstrecken? ;)
 
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27 Apr 2009
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genau das, was ich schreibe: bewusste/direkte Einflussnahme auf das Verhalten des Wildes, das reicht von der direkten Futtergabe über das Stören des Wildes in seinen Einständen durch den unbedarften Spaziergänger bis hin zum "Vergrämungseffekt" durch die Bejagung
Bei Hans Rosenthal würde jetzt die nette weibl. Stimme der Regie sagen, dass leider eine Antwort abgezogen werden muss, denn Waldbesucher "stören" Wild nur dann, wenn das Wild den Mensch mit Bedrohung verknüpft, was wieder auf die Bejagung (oder ähnlich bedrohlichen Attacken) zurückführt. Kann man z. B. an rotzfrechen Rehen in Vorgärten oder Sauen in Großstädten sehen.
 
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Bei Hans Rosenthal würde jetzt die nette weibl. Stimme der Regie sagen, dass leider eine Antwort abgezogen werden muss, denn Waldbesucher "stören" Wild nur dann, wenn das Wild den Mensch mit Bedrohung verknüpft, was wieder auf die Bejagung (oder ähnlich bedrohlichen Attacken) zurückführt. Kann man z. B. an rotzfrechen Rehen in Vorgärten oder Sauen in Großstädten sehen.
lass einen vollkommen "harmlosen" Spaziergänger (mit oder ohne kleinem/großen Hund) in unjagdlich blauem Jogginganzug durch den Tageseinstand Pilze suchen, lass einen "vollkommen harmlosen" Moutainbiker weitgehend geräuschlos daherrasen oder lass einen Heißluftballon 300m über der Äsungsfläche dahinschweben - SELBSTVERSTÄNDLICH stört sich jegliches Wild daran!

Und das hat nichts mit der MENSCHLICHEN Bejagung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass (Schalen)Wild nun einmal grundsätzlich nicht am Ende der Nahrungspyramide stehen; gejagt werden ist somit quasi systemimmanent.
 
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Jagdgatter haben wie "canned hunts" im südlcihen Afrika nichts mit unserer Form von Jagd zu tun. Das ist sehr dicht am Schiessen auf lebende Zielscheiben und dem Schlachten von Gatterwild. Deshalb: nein, das gehört so nicht mehr in unsere Zeit.
Das währe mal nett wenn du das mal definieren könntest was unsere Form der Jagd ist.
Wenn etwas nicht mehr in die Zeit passt muß es verboten werden??
Wer entscheidet das denn was in unsere Zeit passt?
Sind Drück oder Erntejagten denn Zeitgemäß oder werden die dann als nächstes verboten.
Ist es "unsere" Form der Jagd wenn bei einer Drückjagd mit 30 Schützen über 100 Schüsse fallen und zum Schluss 6 Sauen und ein Reh auf der Strecke liegen und 2 ungeklärte Anschüsse zur Kontrollsuche gemeldet werden.
Wenn jeder Vermeidliche Fehlschuss bei Gesellschaftsjagden Kontrolliert würde bräuchten wir 500.000 Nachsuchen Gespanne die 365 Tage rund um die Uhr im Einsatz sind
Meinst du das, mit unserer Form der Jagd? erkläre es mir BITTE
Weist ich mach das schon zu lange um noch an die Waidheiligkeit zu glauben Die Jagd ist ein Lukrativer Markt mit einem Volumen von mehreren Milliarden € Jährlich.
Oder ist das Jagd wenn einige Waldeigentümer auf ihren mehrere 1000ha zählenden Flächen nur 1-2 Jagden im Jahr veranstalten bei denen Strecken zu Stande kommen die eigentlich unmöglich sind weil das ganze Jahr über gehegt wird mit dem Futter LKW um den Zahlenden Gästen ( 2000- 3000€ Standgebühr) eine Strecke von über 100 Kreaturen zu ermöglichen bei 50 Teilnehmern auf 600ha und das 2x im Jahr und alle Schreinen das ist Ökologisch. besonders die Einnahmen von 250000 für den Eigenjagdbesitzer.
Ist das die Jagd die du und der DJV/LJV`s so Zeitgemäß finden.
Erkläre es aber bitte Sachlich ohne Emotionen einfach Fakten was ist Zeitgemäße Jagd sind es Schalldämpfer an Halbautomatischen Waffen sind es Nachtsichtgeräte. Wärmebild Kameras oder …...…. . Oder ist es sich ein Revier 400- 500km entfernt zu pachten weil man für ein Revier vor Ort kein Geld hat
Oder ist es wie in Brandenburg mittlerweile nicht mehr selten, Busse weise Ausländer zu Bezahljagden zu Karren. Weil man keine Einheimischen Jäger mehr bekommt ist das die Jagd die Zeitgemäß ist ich bin auf deine Antwort sehr gespannt erkläre mir warum die Jagd in Eingefriedeten Privatrevieren nicht dem Zeitgeist entspricht und verboten werden muß.

Es ist immer sehr einfach dem Mainstream zu folgen und nur weil alle schreien das gehört verboten ist das noch lange nicht richtig.
Die Jagd in Deutschland ist für die Meisten ein sehr teures Hobby und für einige wenige auch Broterwerb.
Wir die wir in unserer Freizeit zur Enspannug und Freude Jagen sollten nicht über die Urteilen die mit der Jagd ihre Brötchen verdienen.
So lange sich alle an Anstand und Etick halten und keine Straftaten begehen braucht es keine Verbote der einen oder anderen Jagdmetode. Hier wird wieder mal etwas reguliert was keiner Regulation bedarf.
 
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Es ist eine Weile her seit der Lektüre aber beinhaltet Jagd nach Ortega Y Gasset nicht die Möglichkeit eines Misserfolgs, die Möglichkeit als Schneider nach Hause zu gehen? Ich finde das keine schlechte Definition, damit wären die von Stoeberjaeger erwähnten Niederwild-Events und Drückjagden in Gattern aber fast "raus"...

Deswegen muss man sie ja nicht verbieten - selbst mit den üblichen Raten an krank geschossenem, nachgesuchtem, von Hunden gestellten und abgefangenen Wild verursacht so ein Gatter vermutlich noch weniger "Tierleid pro kg Fleisch" als die industrielle Tierhaltung?
und die Drückjagten
 
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So lange sich alle an Anstand und Etick halten und keine Straftaten begehen braucht es keine Verbote der einen oder anderen Jagdmetode. Hier wird wieder mal etwas reguliert was keiner Regulation bedarf.
Zum Glück sind die Gatterjäger eine aussterbende Spezies.
Anstand und Etik mit Gatterjagden in Verbindung zu bringen ist schon ein guter Witz.
 
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....Wir die wir in unserer Freizeit zur Enspannug und Freude Jagen sollten nicht über die Urteilen die mit der Jagd ihre Brötchen verdienen....
Wer ein freilebendes, herrenloses Wildtier töten möchte, ganz gleich, ob als Freizeiterlebnis oder aus beruflichen Gründen, kann das nur tun, wenn es von der Gesellschaft so akzeptiert wird, denn das herrenlose Tier "gehört" dem Jäger erst nach seinem Ableben. Bis dahin ist es von allgemeinem Interesse.
 
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Zum Glück sind die Gatterjäger eine aussterbende Spezies.
Anstand und Etik mit Gatterjagden in Verbindung zu bringen ist schon ein guter Witz.
Nunja, ich habe als Hundeführer auf einigen dieser Gatterjagden in Baden-Württemberg teilgenommen. Ausgerichtet vom Adel und die Jagdtage gebucht von Größen aus der Wirtschaft. Bspw. ein ehemaliger DaimlerChrysler Vorstand und seine Jagdfreunde wie Tiriac & Co.... Am Ende eines jeden Jagdtages lagen mind. 250 Sauen auf der Strecke. Für die Verarbeitung und den Abtransport war ein großer Wildhändler zuständig. In der darauffolgenden Woche gab es bei Al*i Süd im Angebot Wildschweingulasch aus heimischer Jagd; im Prospekt wurde der beauftragte Wildhändler aufgeführt - na, Mahlzeit.
Auf jeder Jagd war eine mobile Tierarztstation in Containern untergebracht, in der die Erstverforgung der zahlreich geschlagenen Hunde stattfand; schwere Fälle wurden dann nach der Erstversorgung in die Tierklinik Ravensburg verfrachtet.
Was ich dort erlebt habe, hat mit Jagd rein gar nichts zu tun und insgeheim begrüße ich solche Gerichtsurteile...
So lange es Jäger gibt, die für solch einen „unvergesslichen“ Jagdtag hohe 5-stellige Summen bezahlen, wird die Spezies der Gatterjäger nicht aussterben.
 
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Das währe mal nett wenn du das mal definieren könntest was unsere Form der Jagd ist.
Eben eine, in der das Wild nicht im Revier eingepfercht ist. :rolleyes: Eine, bei der das Wild komplett ausweiche kann, wenn man als Jäger Fehler macht auch so, dass man als Schneider dasteht. Die Auswüchse mit den angemästeten Sauen sind eben das: Auswüchse. Zu "unserer" Jagd gehören auch nicht völlig überhöhte Wildbestände (zumindest hier wäre das jetzt nur ein kurzer Zustand :p ).

Wenn etwas nicht mehr in die Zeit passt muß es verboten werden??
Muss nicht, es ist aber in SH seit gut 20 jahren verboten, steht in dem einen Artikel.

Viele Grüße

Joe
 
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Ich frag mich, was in den Nachbarrevieren passiert, wenn der Zaun geöffnet wird. Je nach Wildschadensregelung könnte das den einen oder anderen Pächter unverschuldet in die Insolvenz treiben, wenn plötzlich so viel herrenloses Wild auf ihn los gelassen wird.
 
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Eben eine, in der das Wild nicht im Revier eingepfercht ist.:rolleyes: Eine, bei der das Wild komplett ausweiche kann, wenn man als Jäger Fehler macht auch so, dass man als Schneider dasteht. Die Auswüchse mit den angemästeten Sauen sind eben das: Auswüchse. Zu "unserer" Jagd gehören auch nicht völlig überhöhte Wildbestände (zumindest hier wäre das jetzt nur ein kurzer Zustand :p ).



Muss nicht, es ist aber in SH seit gut 20 jahren verboten, steht in dem einen Artikel.

Viele Grüße

Joe
450ha :unsure:eingepfercht So so
 
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