Schneisennutzung frisch nach der Durchforstung

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#1
Servus, bei uns wird gerade durchgeforstet. Ganze Sektionen mit 30-50 ha mit sehr dichtem Jungholz-Bewuchs werden alle 30m mit durchgehenden Schneisen durchzogen. Ich weiß, dass diese Bereiche vorher Tageseinstand vom Rehwild waren und ich kenne auch einige der dadrin verlaufenden Wechsel. Ich hab die Situation noch nicht erlebt, die Schneisen sind natürlich am Boden voll Astholz. Hält das Rehwild die Wechsel weiter ein eurer Erfahrung nach? Ich hab jetzt natürlich Schussfeld ohne Ende aber auch viel Einsicht von den Hauptwegen. Nutzt das Rehwild die Bereiche weiter als Tageseinstand?
 
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#2
Das wirst Du vermutlich nur selbst herausfinden können. Grundsätzlich ist es imho absolut nicht unwahrscheinlich, dass das Rehwild die Einstände und Wechsel weiterhin nutzt. Evtl nach einer kurzen Übergangsphase wenn wieder Ruhe eingekehrt ist.
Kann aber natürlich auch sein, dass da jetzt erstmal nichts mehr los ist, das hängt von vielen Faktoren ab.
 
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#3
Man sieht halt erst mal keine Trittsiegel und keine Anzeichen für Wechsel in der Vegetation in dieser Jahreszeit.
 
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#4
Bei uns werden so frische Schneisen (Bei Schilf) sehr gut vom Fuchs und die Tage darauf von Rehwild angenommen
 
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#5
Man sieht halt erst mal keine Trittsiegel und keine Anzeichen für Wechsel in der Vegetation in dieser Jahreszeit.
Ein paar frische Rückegassen verscheuchen Rehwild normalerweise nicht aus dem Territorium. Würde einfach mal ein paar Kameras aufhängen und sehen wo die Wechsel wahrscheinlich sind. Stell gleich einen DJ Bock auf ne Kreuzung, dann gewöhnen die sich auch gleich an den Anblick. Neue Sitze werden bei uns auch unbesetzt gerne erstmal angeschreckt...
 
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#6
Mach Dir keinen Kopp, wegen ein paar Schneisen gibts keine neuen Wechsel, so Rehwild solche überhaupt hält - hier z.B. kaum !
Einen Sitz in den Einstand an so eine Gasse stellen und Du weiß mehr.

Im nächsten Jahr wird schon was Grünes, auch durch die Reisigmatratze, aufgehen...später sind die Gassen je nach Standort hoch bewachsen, Äsung und Deckung.
 
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#7
Servus, bei uns wird gerade durchgeforstet. Ganze Sektionen mit 30-50 ha mit sehr dichtem Jungholz-Bewuchs werden alle 30m mit durchgehenden Schneisen durchzogen. Ich weiß, dass diese Bereiche vorher Tageseinstand vom Rehwild waren und ich kenne auch einige der dadrin verlaufenden Wechsel. Ich hab die Situation noch nicht erlebt, die Schneisen sind natürlich am Boden voll Astholz. Hält das Rehwild die Wechsel weiter ein eurer Erfahrung nach? Ich hab jetzt natürlich Schussfeld ohne Ende aber auch viel Einsicht von den Hauptwegen. Nutzt das Rehwild die Bereiche weiter als Tageseinstand?
Ja, ich mag das sogar sehr, da man je nach Wind solche Schneisen gut bejagen kann. Wenn Licht da ist, räume ich an der Stellen das Astholz weg und säe etwas aus. Oder Trester im Winter. Wenn die Schneise langfristig bestehen bleibt, auch Salzleckstein. Also so 50m plus vom Weg entfernt
Neue Wechsel ergeben sich so automatisch, aber wegen einer Schneise oder Äste vergrämt man kein Wild
 
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#8
Könnte gerade jetzt interessant sein dort zu sitzen, Stichwort "Ernte Schock". Dazu mögen Rehe Randflächen ganz besonders.
 
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#9
Ich erfülle einen Großteil meines Abschusses auf solchen Schneisen. Das Wild zieht oft bei bestem Licht total vertraut weil es die Schneisen nicht als wirkliche Freifläche sieht.
 
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#10
Danke, sind jetzt halt in kurzer Zeit über 20 neue Schneisen mit je über 300m Länge im kurzen Abstand. Aber morgen soll es ja vieleicht schneien hier. Ich such mir erst mal die Kreuze raus und möglichst mittig in den Einständen.
 
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#13
Hallo.
Das kann kurzfristig zu Veränderungen führen und sieht für uns wild aus.
Nach relativ kurzer Zeit hat sich das Wild aber daran gewöhnt und das nun eindringende Licht wird mittelfristig die Flächen aufwerten.

wipi
 
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#14
Praktisch ist das Wild schon durch solche langgezogenen Asthaufen zu lenken. Die brechen sich auch nicht gern die Haxen. Wenn man weiß, wo vorher die Wechsel waren, an mehreren Gassen hintereinander ein bissl die Äste jeweils an dieser Stelle wegräumen, dann werden sie weiter da über die Gassen kreuzen. Und zwar sehr viel vorhersehbarer als ohne Astwall rechts und links.
 
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#15
Moin,
mir steht sowas noch bevor auf großen Sturmflächen. Werde nächstes Jahr mal anfangen Gassen zu mulchen, die ich später gleich als Rückegassen nutzen kann. Das erfordert aber ein erhebliches Maß an Logistik, einmessen und den Mut auch mal ecken etwas Wild zu lassen. das endgültige Konzept steht noch nicht 100%ig, aber einige Ecken sin in Planung.
 
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