Schonzeitbüchse Fabrikat, Kaliber, Glas

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Es wächst der " habenwollen" Wunsch nach einer Schonzeitbüchse.
Mit einer solchen haben ich vor über 20 Jahren mal angefangen. Leider war das nur eine Leihgabe und ist daher nicht im Bestand.

Verwendungszweck:
Als immer dabei Waffe bei Revierfahrten, Pirsch/ Ansitz in der Schonzeit. Mal am Stand zum Spaß haben. Eventuell auch mal als leise 2. Waffe beim Ansitz.

Wildarten:
überwiegend: Fuchs, Waschbär, Nutria, Gans eventuell mal eine Krähe, Elster, Dachs....

Schussentfernung: bis 150m seltenst mehr

Entwertung: nachrangig (bei Gans macht das der Haltepunkt)

Bleifrei: nicht zwingend notwendig, da es aber kommen wird, sollte es verfügbar sein

Munition: ausschließlich Fabrikmunition

Glas: bei den Kalibern ehr Nebensächlichkeiten

Waffe: hier bin ich noch unschlüssig- wichtig guter Abzug (oder Stecher bei älteren gebrauchten)


Kaliber:
Denke, das was zuerst klar werden muss.

Aktuell stehen auf der Liste

17 hmr, 22 wmr natürlich mit reduzierter Reichweite

22 Hornet

17 Hornet

204 Ruger, 222 Rem, 223 Rem schon mehr als eine Schonzeitpatrone.

Aktuell geht meine Überlegung Richtung 17 Hornet. Klar, das würde dann was neues werden, recht teuer, aber eventuell mit SD.
Alternative 2, 22wmr aus sentimentalen Gründen.


Es ist Corona, Samstag Abend, Bier steht kalt.
 
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Schonzeitbüchsen hatten mal in Niederwildrevieren in denen kein Schalenwild vorkam ihre Berechtigung. Bis 2009 hatte ich so ein Revier und so eine Büchse. . Seit das Schwarzwild flächendeckend vorkommt ist eine Schonzeitbüchse so sinnvoll wie ein Elektroauto mit Klappenauspuff.
Wer während der Schonzeit im Revier ist, braucht eine Büchse mit der auch in der Schonzeit Schwarzwild erlegt werden kann.

Viele Hundeführer - auch ich - kennen den Ärger, wenn Schalenwild, das mit ungeeigneten Kalibern oder mit Einsteckläufen bewusst oder unbewusst befunkt wurde, nachgesucht wird.
Spart Euch das.
S.
 
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Na wenn das bei dir so ist, muss es woanders ja auch so sein....:rolleyes:

Ich habe im Sauenrevier trotz allem einen Krico Stutzen in 22 wmr mit einem DDR 8x56.
Die kommt auch nicht auf den Ansitz mit, bzw. nur selten, die ist für die Revierrunde im Feld, wenn es darum geht Elstern, Tauben, Krähen, Kaninchen, Maistiger, bis zum Fuchs zu erlegen.
Manchmal liegt auch noch eine Flinte auf dem Rücksitz.
Ein Drilling mit kleinem Einstecklauf und kleiner Kugel bis zur 7x57 wäre idealer.
Aber die Krico ist bis 100m mit entsprechender Munition sehr präzise und macht viel Spaß.
 
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Für so etwas nehme ich meistens den Drilling mit. Ist halt etwas schwerer, stört mich nicht, auch wenn ich weit mehr pirsche als fahre. Ansonsten ne olle Tikka BBF, 222 12/70, Handspanner, hat mich noch nie im Stich gelassen, kostet gebraucht fast nix und macht bumm. Drilling ist als Optik was feines drauf, bei der Tikka ein einfach glas (Hunter glaube ich, 1,5-x x 42)
 
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Also gerade bei dem vielen Eis und Schnee der letzten Tage bin ich auch froh, neben dem wertvollen Drilling eine einfache und noch relativ preiswerte „Schonzeit“-Bbf zur Verfügung haben - ein paar Brennecke habe ich immer dabei und die reichen meist bei überraschendem Sw-Anblick.
Wenn ich damit hinfalle, tut mir das weniger weh im Portemonnaie.
Und wenn ich doch nur die leichte .22 WMR mit habe und Sw auftauchen sollte, dann lass ich es halt unbeschossen weiterziehen. So selten bin ich dann auch nicht im Revier, dass ich immer und überall auf alles flaken muss - wozu denn? Ja, bestimmt gibt es jetzt welche, für die „effektives Jagen“ anders aussieht - aber ich nehme mir gerne die Zeit, wenn ich denn meine, das tun zu „müssen“ :) ich jage auch sehr gern auf Niederwild und Raubwild, das geht m. E. mit KK und Schrot viel besser als mit der großen Kugel.
 
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Vor ca. 10 Jahren war bei VDB lange ein Gehmann-Drilling (gebaut bei Borovnik/Ferlach) aus den 60er Jahren drin, in 16/70-5,6x61RvHofe.
Nix besonderes: 63,5cm Standardlauflänge, Blitzschlosse, vernickeltes Stahlsystem mit Jagdgravur, schlichter, gerader Schaft mit Dt. Backe, SEM und Diatal 6x42/Abs.1 oder 4 drauf für 1200 oder 1300€.
Hatte wirklich überlegt, ob ich mir den holen sollte und ihn, mit einem Krieghoff EL-44extra in .22WMR, zum "Schonzeitdrilling" machen. :cool:
Hab´s dann aber schließlich seingelassen. :D
Das 12,5g TMF der 9,3x72R-Rehwildlabo aus dem "regulären" Drilling macht mit einer Vo von nur 625m/s beim Fuchs/Dachs auch nicht viel kaputt und für weite, offene Flächen hat´s dann ein Steyr Mannl. L in 5,6x57 mit variablem 2,2-9x Glas auch getan.;)
 
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Schonzeitbüchsen hatten mal in Niederwildrevieren in denen kein Schalenwild vorkam ihre Berechtigung. Bis 2009 hatte ich so ein Revier und so eine Büchse. . Seit das Schwarzwild flächendeckend vorkommt ist eine Schonzeitbüchse so sinnvoll wie ein Elektroauto mit Klappenauspuff.
Wer während der Schonzeit im Revier ist, braucht eine Büchse mit der auch in der Schonzeit Schwarzwild erlegt werden kann.

Viele Hundeführer - auch ich - kennen den Ärger, wenn Schalenwild, das mit ungeeigneten Kalibern oder mit Einsteckläufen bewusst oder unbewusst befunkt wurde, nachgesucht wird.
Spart Euch das.
S.
In der Regel haben die die bewusst eine Schonzeitbüchse führen die geistige Reife damit nicht auf Schalenwild zu schießen.
Wenn ich heute in der Nacht mit der Hornet rausgehe, grüß ich das Schwein das mir dabei vielleicht begegnet freundlich und wünsch ihm eine ruhige Nacht.
 
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Schonzeitbüchsen hatten mal in Niederwildrevieren in denen kein Schalenwild vorkam ihre Berechtigung. Bis 2009 hatte ich so ein Revier und so eine Büchse. . Seit das Schwarzwild flächendeckend vorkommt ist eine Schonzeitbüchse so sinnvoll wie ein Elektroauto mit Klappenauspuff.
Wer während der Schonzeit im Revier ist, braucht eine Büchse mit der auch in der Schonzeit Schwarzwild erlegt werden kann.

Viele Hundeführer - auch ich - kennen den Ärger, wenn Schalenwild, das mit ungeeigneten Kalibern oder mit üEinsteckläufen bewusst oder unbewusst befunkt wurde, nachgesucht wird.
Spart Euch das.
S.
Das sehe ich für meinen Anwendungsfall anders.

Wir haben hier seit den 70ziger Jahren Schwarzwild als Standwild. Unser jetziges Revier haben wir 30 Jahre. Davor jagte mein Vater 30 Jahre im Nachbardorf. Mein Elternhaus liegt mittem im Revier.

Also, behauptet ich mal, dass ich die Anwendung einer Schonzeitbüchse durchaus einschätzen kann.

Und Hundeführer bin ich auch...
 
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In der Regel haben die die bewusst eine Schonzeitbüchse führen die geistige Reife damit nicht auf Schalenwild zu schießen.
Wenn ich heute in der Nacht mit der Hornet rausgehe, grüß ich das Schwein das mir dabei vielleicht begegnet freundlich und wünsch ihm eine ruhige Nacht.
Eben.

Wenn ich auf Sauen raus gehe, passiert das zu ganz anderen Tages oder Jahreszeiten.
Falls zufällig bei einer Revierfahrt eine Sau am hellichten Tage durchs Feld zieht und tatsächlich noch auf Schussentfernung kommt, hat sie halt Glück. Diese Zufälle gibt es eh nur alle paar Jahre 1x.
Und dann gibt es noch die Ecken vom Revier, da ist (besonders in der Kahlen Zeit) einfach nicht mit Sauen zu rechnen.
 
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Ich hab mir vor zwei Jahren eine Atlas Bbf in 22WMR und 20/70 Schrot für die leisere Jagd in und um die Stadt herum besorgt. Gerade in Hinblick auf die bei uns noch seltenen Waschbären.

Ich hab jetzt ca 20 Winterfüchse, 3 Waschbären und 2 Dachse damit erlegt.

Mein Fazit: Selbst mit der V-Max ist die Magnum das wirklich unterste Ende der vertretbaren Kaliber auf Raubwild.
100m sind von der Präzision und Geschossabfall her möglich, aber wirklich weiter als 60 Meter trau ich mich nicht.
Die Magnum wirkt auch bei guten Schüssen nicht sofort tödlich. Kein Knochentreffer heisst Todfluchten bis 150m ohne wirkliche Pirschzeichen.
Mit RWS und Winchester hatte ich bezüglich Wirkung keine guten Erfahrungen. Man hat zwar Ausschuss, aber keine Augenblickswirkung. Die V-Max liefert auch Ausschuss, perforiert die Lunge aber besser.
Wer Bumm-Um will ist mit der Magnum falsch beraten. Zum Teil brauchts auch bei guten Treffern noch einen Nachschuss.

Wahrscheinlich reicht die Geschwindigkeit der Magnum nicht, um die V-Max zum Totalzerleger zu machen.

Für den Balg ist die Magnum aus einem langen Lauf und mit V-Max geeignet und meine derzeitige Behelfslösung.

Auf Dauer wird aber eine BBF mit Hornet angeschafft. Die hat wenigstens noch etwas Reserven und mehr Reichweite. Ich will mir gar nicht ausmalen wie ein weicher Treffer mit der Magnum abläuft...

Ich hab dieses JJ bis jetzt 60 Füchse zu verbuchen und weiss also was ich tue und kenne die Magnum auch noch aus Jungjägerzeiten.
Das märchenhafte Verklären der kleinen Kugel kann ich mir nur aus Rechtfertigungsgründen der damaligen Jäger vorstellen. Die Magnum ist schnell an ihrer Grenze.

Meine Traumkombination ist eine BBF in 7x57R und 22 Hornet ESL. Dann brauchts keine Schonzeitwaffe und man ist immer gut angezogen 😉
 
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in NZ und vielen weiteren Ländern, wo das Schlachten durch mobile Schlachter auf den Farmen üblich ist, wird damit täglich Großvieh geschossen. Ich habe mal, vor vielen Jahren einen Bullen damit geschossen, der in einer Schlachthalle, angeschossen, rum tobte. Der machte auf 15 m auf die Blesse, sofort down und konnte gestochen werden. Die Patrone ist unterschätzt.
 
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In einem Filmbericht über die Jagd der Dene in Nordkanada haben die Jungs vom Boot aus Caribou mit der 22mag geschossen, als diese übef einen Fluß schwammen.
Die schweren TM mit 40gr von RWS oder Winchester sind nix.

Ich benutze CCI Maxi Mag TNT mit 30gr, die ist ziemlich flott.
Auf kurze Distanz kein Ausschuß, aber umwerfende Wirkung.

https://www.cci-ammunition.com/rimfire/cci/maxi-mag_tnt/6-63.html
 
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