Schrot auf Drückjagd

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#1
Hallo Freunde,

ich hab letztens mit einem älteren Jäger Bierchen getrunken und dieser jagt schon seit Urzeiten mit dem Drilling. Auch auf Drückjagd und er hat auch keine andere Waffe. Als großen Vorteil sieht er Schrot dabei zu haben. Fuchs kann immer kommen und durch einen Hasen wird dann die Strecke schön bunt.

Auch einige anderen Jäger in der Runde stimmten ihm zu, obgleich die meisten nur einen Repetierer führen. Von einem andere Bekannten weiß ich aber, dass er oft einfach die Doppelflinte zusätzlich zum Repetierer führt. Wenigstens in Revieren, die er kennt. Und das habe ich ihm auch gleichgetan als er mich angestellt hat auf seiner Jagd. Fand ich nicht mal umständlich. Ob ich den Wechsel zwischen den Waffen im Falle eines Falles hin bekommen hätte weiß ich nicht.

Wie macht Ihr das? Wieviel wert legt ihr auf den Schrotschuss auf DJ? Man ist ja bekloppt, macht sich viel zu viele Gedanken um sowas. Ich war jetztes Jahr auf etwa 10 Drückjagden, hatte 3x die Chance auf einen Schuß. Einmal nicht geschossen, einmal vorbei und einmal war der Hase auf Schrotschußdistanz nicht frei. Ergo auch nicht geschossen.

Ein weiterer Jagdfreund, mit dem ich mich über das Thema unterhalten habe, riet mir mich doch mal mit einer BBF zu beschäftigen... Wenn man organisiert ist, dauert das Nachladen jetzt auch keine Ewigkeiten.

Finde den Gedanken ganz charmant. Auch für die Raubwildjagd, aber was muss man da anlegen? Angeblich bekommt man sowas ja hinterher geworfen. Meist mit SEM und gelben Linsen.

Kenne mich allerdings auch nicht wirklich aus. Will nix behaupten.
 
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#2
Ist jetzt Jahre her, da hatte ich als Jungjäger auch eine BBF dabei.
Was haben die alten Herren gemeckert und gelästert....

am Ende währ ich beinahe Jagdkönig geworden, nur ein Kumpel hatte einen halben Fuchs mehr wie ich :p
 
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#3
Es gab früher durchaus mehr Leute die nur einen Drilling hatten.

Kriegen wirst einen, verglichen mit früher für wenig Geld. Montage beachten, eine SEM kann von den Folgekosten her teuer werden.

Eine BBF ist unter Umständen gut zu kriegen, sind auch nicht "in" momentan. Blaser B95, schon mit Sattelmontage, werden öfter für um die 1500,- vertickt.
 
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#5
Einen Drilling möchte ich nicht, wenn ich ehrlich bin. Den muss man immer führen um sicher zu werden, sonst wird es anstrengend. Meine Meinung...
 
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#6
Hab eine "uralte" Blaser ES67 in 7x65R + 12/70. Mittlerweile meine Lieblingswaffe! Sauen, Böcke, Füchse, sogar Krähen waren im Beutel. Das Ding hat Handspannung (!) und einen franz.Rückstecher. Der schnelle Schuß geht ohne, der präzise mit. Perfekt!
Gekauft incl. Blaser-ZF 3-9x56 mit Schwenkmontage in bestem Zustand für 700€! Es gibt die ab 400€!
 
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#7
Einen Drilling möchte ich nicht, wenn ich ehrlich bin. Den muss man immer führen um sicher zu werden, sonst wird es anstrengend. Meine Meinung...
Der Zirkus geht los, wenn Einsteckläufe eingebaut werden, das muss man mögen, sonst wird man damit nicht glücklich

Wenn nur Schrot und große Kugel....Krieghoff Plus,.... is wirklich einfach zu bedienen, und auch sicher....

Gruß

HWL
 
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#9
Wie macht Ihr das? Wieviel wert legt ihr auf den Schrotschuss auf DJ?
Gar keinen, Hase ist nie frei, muss ich bei den Beständen hier auch nicht schießen, Fuchs bekommt die Kugel.

BBF oder Drilling auf DJ sehe ich eher selten, wenn dann eher von den Jungs vom "alten Schlag", wie mein Mentor, der hatte zwar R8 im Schrank aber sein alter S&S Drilling war dann doch dabei weil im Schlaf vertraut. Meine damit, dass die weniger wegen ihrer evtl. Vorteile geführt werden sondern weil einfach die Standardwaffe.

Wenn du dich entscheidest BBF zu kaufen muss sie auf jeden Fall liegen um damit schnell passend im Anschlag zu sein, grade bei Gebrauchten je nach Montage oft "schwierig". Ich hatte vor paar Jahren am DJ Stand neben mir einen (Jung-)Jäger der ähnlich dachte wie du, BBF mit auf 2,5-fach gedrehtem führte und als er anschlug sah ich schon, der Schuss geht mit Ansage in die Binsen.
 
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#10
Ich liebäugele ja noch mit einem Doppelbüchsdrilling.
Ja ich weiß, oft weit jenseits des Bugets, aber träumen darf man ja.
Hat halt auf den Bewegungsjagden im Gegensatz zu früher eine Verschiebung vom Niederwild hin zum Schwarzwild gegeben.
Also für mich nur logisch auch die Kaliberverteilung der Entwicklung anzupassen...
Idealerweise als Thermostabiles Laufbündel oder so wie Heym mit Garantie auf - wieviel Doppelschüsse ohne klettern? 4? Bei gelöteten Läufen?
Manchmal glaube ich die kochen doch mit anderem Wasser.
 
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#11
Dann gäbe es da noch die Innogun Hybrid, glaube so heißt das Teil, mit Vorderschaftrepetiersystem für den Kugellauf und einem Schrotlauf. Damit wäre man für die DJ optimal ausgerüstet, nur sieht das Teil, gelinde gesagt, sehr gewöhnungsbedürftig aus und ist schweineteuer.
 
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#13
Habe allerdings noch nie erlebt, dass Hasen bei einer DJ freigegeben wurden und die Forsten sind mit der Freigabe von Füchsen oft auch sehr zurückhaltend. Deswegen ist ein Repetierer oder HA eigentlich die Waffen der Wahl.
 

Westwood

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#14
Es kommt auf die Jagdgelegenheiten an.
Auf den großen Jagden und den Staatsjagden hier rum sind wenn Füchse frei.
Auf den kleineren Drückerchen und Bauernjagden heißt es oft "alles was die Pappe hergibt".

Auf letzteren ist meist ein alter Sauer und Sohn in 7x65R 16er Schrot dabei um auch Hase, Schnepfe und Co. mitzunehmen.
 
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#15
Habe allerdings noch nie erlebt, dass Hasen bei einer DJ freigegeben wurden und die Forsten sind mit der Freigabe von Füchsen oft auch sehr zurückhaltend.
Das passiert nur den Forstknechten, die nur zur Schädlingsbekämpfung losgelassen werden.

Jagen is ganz anders, da geht man raus, um Beute zu machen, und wenns am Abend "nur" ein Has' oder ne Ente war, die man auf den Küchentisch legen kann, dann war es auch ein guter Tag.

Gruß

HWL
 
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