Schrot auf Drückjagd

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Ich führe eigentlich nurnoch nen Repetierer und gelegentlich die Doppelbüchse auf Drückjagden. Nen Schrotlauf hab ich voriges Jahr mal vermisst, als mir nacheinander drei Schnepfen übern den Kopf geflogen sind. Sonst noch nie!
Füchse hab ich schon mehrere mit der Kugel erlegt. Dann braucht man auch nichtnachzudenken, ob es jetzt 32, 38 oder 42m bis zum Fuchs sind. Hasen hab ich auf Drück/Treibjagden auch schon dreie mit der Kugel geschossen. Du musst halt drauf sein und Dich trauen...;)
"Zerschossen" hab ich noch keinen, zweie hatten n Loch in den Rippen, bei einem ist das drübere Blättchen davongeflogen - alles überschaubare Schäden.

Ne Zeit lang hab ich meinen 20er Drilling als Flinte geführt. Da war es dann ne nette Zugabe, wenn doch mal Sauen gekommen wären - sind mir aber nie! Ich hatte aber immer heillose Angst, mit der Schrot auf Schalenwild zu schießen. Das kostet mich dann oft einen Augenblick des Nachdenkens, wo ich mich nicht 100%ig auf das anwechselnde Wild konzentrieren kann, das führt dann regelmäßig zu schlechteren Ergebnissen. drum vermisse ich die ombinnierte nicht auf der Drückjagd.

PS: Wenn ich eine Kombinierte für die DJ wählen müsste, wär es definitiv der Doppelbüchsdrilling.
 
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Ich war gestern hier im Ort auf einer gemischten Jagd , wir hatten 7 Hasen , 1 Fuchs und ein ÜL Keiler mit 45 Kilo.
Ich hatte 2 Waffen dabei , BF 12/70 und Rep. in 308, beim letzten Treiben auf Fuchs und Sau habe ich meine kombinierte vermisst.
 
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Das fliegende Unterseeboot eben ...

Aber Kompromiss bleibt Kompromiss, und man ist eben doch nicht so gut gerüstet wie mit Repetierer oder BDF.

Aber wahrscheinlich juckt einen die Vorstellung, dass man im Fall der Fälle für alles gerüstet wäre ...
 

steve

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Wenn der Schnepf an einem vorbeistreicht ist man allerdings mit dem Repetierer ähnlich schlecht ausgerüstet wie wenn die Sauen an einem vorbeiwechseln und man nur die Flinte dabei hat. Der Doppelbüchsdrilling ist ein Kompromiss. Als solcher ist er nie perfekt, aber auch nie ganz daneben. Ich sag’s aber auch ehrlich, mit denen die ich bisher in der Hand hatte ist der Schnepf auch nicht automatisch am Galgen.
 
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In Tschechien werden zur Drückjagd viele BBFl. geführt. Früher war ich immer bei einer Drückjagd wo es fast nur Rehwild aber gut Hasen gab, die auch frei waren. Mit Übung bringt man auch auf einen nicht zu schnellen Hasen die Schrote ins Ziel. War immer schön anzuschauen wie die Nachbarn mit dem Rep. rumgefuchtelt haben. Der Hase hat sich natürlich nur mal ne Sekunde hingesetzt. Man kann die BBFl. halt auch schön leise auf dem Stand laden, wenn die Schlosse vorher gespannt sind. Im Winter ortet das Wild jedes metallische Klicken sehr weit.
Mein Vater hat in 60 Jagdjahren nur eine BBF geführt.
Hat bis zur Rotwild Trippelte gereicht.

Die BBF ist halt die Doppelbüchse des kleinen Mannes. Gut schießende FLG aus dem Schrotlauf vorausgesetzt.
 
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Hallo Freunde,

ich hab letztens mit einem älteren Jäger Bierchen getrunken und dieser jagt schon seit Urzeiten mit dem Drilling. Auch auf Drückjagd und er hat auch keine andere Waffe. Als großen Vorteil sieht er Schrot dabei zu haben. Fuchs kann immer kommen und durch einen Hasen wird dann die Strecke schön bunt.

Auch einige anderen Jäger in der Runde stimmten ihm zu, obgleich die meisten nur einen Repetierer führen. Von einem andere Bekannten weiß ich aber, dass er oft einfach die Doppelflinte zusätzlich zum Repetierer führt. Wenigstens in Revieren, die er kennt. Und das habe ich ihm auch gleichgetan als er mich angestellt hat auf seiner Jagd. Fand ich nicht mal umständlich. Ob ich den Wechsel zwischen den Waffen im Falle eines Falles hin bekommen hätte weiß ich nicht.

Wie macht Ihr das? Wieviel wert legt ihr auf den Schrotschuss auf DJ? Man ist ja bekloppt, macht sich viel zu viele Gedanken um sowas. Ich war jetztes Jahr auf etwa 10 Drückjagden, hatte 3x die Chance auf einen Schuß. Einmal nicht geschossen, einmal vorbei und einmal war der Hase auf Schrotschußdistanz nicht frei. Ergo auch nicht geschossen.

Ein weiterer Jagdfreund, mit dem ich mich über das Thema unterhalten habe, riet mir mich doch mal mit einer BBF zu beschäftigen... Wenn man organisiert ist, dauert das Nachladen jetzt auch keine Ewigkeiten.

Finde den Gedanken ganz charmant. Auch für die Raubwildjagd, aber was muss man da anlegen? Angeblich bekommt man sowas ja hinterher geworfen. Meist mit SEM und gelben Linsen.

Kenne mich allerdings auch nicht wirklich aus. Will nix behaupten.

No. Zu viele schrotrehe auf Strecken gesehen und zweimal als Nachbar erlebt wie schwere Sauen beschossen wurden. Die wurden nicht gefunden...

Der schwere Keiler vom FAR persönlich....
 
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Ich führe eigentlich nurnoch nen Repetierer und gelegentlich die Doppelbüchse auf Drückjagden. Nen Schrotlauf hab ich voriges Jahr mal vermisst, als mir nacheinander drei Schnepfen übern den Kopf geflogen sind. Sonst noch nie!
Füchse hab ich schon mehrere mit der Kugel erlegt. Dann braucht man auch nichtnachzudenken, ob es jetzt 32, 38 oder 42m bis zum Fuchs sind. Hasen hab ich auf Drück/Treibjagden auch schon dreie mit der Kugel geschossen. Du musst halt drauf sein und Dich trauen...;)
"Zerschossen" hab ich noch keinen, zweie hatten n Loch in den Rippen, bei einem ist das drübere Blättchen davongeflogen - alles überschaubare Schäden.

Ne Zeit lang hab ich meinen 20er Drilling als Flinte geführt. Da war es dann ne nette Zugabe, wenn doch mal Sauen gekommen wären - sind mir aber nie! Ich hatte aber immer heillose Angst, mit der Schrot auf Schalenwild zu schießen. Das kostet mich dann oft einen Augenblick des Nachdenkens, wo ich mich nicht 100%ig auf das anwechselnde Wild konzentrieren kann, das führt dann regelmäßig zu schlechteren Ergebnissen. drum vermisse ich die ombinnierte nicht auf der Drückjagd.

PS: Wenn ich eine Kombinierte für die DJ wählen müsste, wär es definitiv der Doppelbüchsdrilling.
Auf Drückjagd nen Hasen mit ner Kugel erlegen.. ok, umgekehrt:. Auf Niederwildjagd nen Keiler erlegen oder überhaupt mit Kugel schießen... NO GO! Einzige Ausnahme: Der Jagdleiter gibt dieses für gewissen Situationen frei. Sonst hat eine Kugel beim Niederwildtreiben nix zu suchen. Ich kenne Leute die haben Schrote im Hintern, ich kenne auch Fälle wo es mit Schrot Todesfälle gegeben hat. Mit Kugel auf ner Niederwildjagd, damit rotten wir uns selber aus.
 
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Schrot auf Drückjagd war der Tröt.
Drückjagd bedeutet für mich Jagd auf Schalenwild in erster Linie. Raubwild kann evtl. mit bejagt werden. Da wähle ich eine Waffe nach Priorität der zu bejagenden Wildarten und das ist bei Schalenwild nun mal eine Waffe mit der ich mehrere Schüsse in kurzer Zeit abgeben kann und nicht um für irgendwelche seltenen Eventualitäten gerüstet zu sein.
 
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Ich war mal auf ner Drückjagd. Ein älterer Jäger der Gummistiefelfraktion (nicht neg. gemeint) war sich nicht sicher welche Waffe (Büchse, geliehen, oder eigene Flinte) er nehmen sollte. Er nahm dann die Flinte da er sonst nie mit der Büchse und nur alle paar Jahre auf maximal einer DJ ist. FLG und Schrot am Mann. Wir aus dem Jagdwagen, der Ansteller.. wer will hier auf dem DJB sitzen.. er sofort zugeschlagen (keine 50m gelaufen). Wir dann weiter verteilt... Weiter am Abend dann Strecke legen. Ein Fuchs auf Strecke, Sauen, Rehe... Der besagte Jäger hat den Fuchs erlegt. Kannte sich eh mit Sauen nicht aus und flüchtiges Reh wollte der eh nicht. Daher sofort direkt Schrot drin. Fuchs kann immer kommen und Fuchs kam. Er hatte ne Flasche Kurzen für die Gäste mit und wurde Fuchskönig (das gabs da noch, ist schon ein paar Jahre her). Mehr Freude konnte man ihm nicht bieten. Er kannte seine Grenzen (wg. Büchse, Sauen, Rehe) und hat für sich betrachtet nicht viel falsch gemacht.
 
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