Schutzmasken für Rettungsdienst

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#16
Guten Morgen.

@Blaubarschbube Vielen Dank für den Dank. Allerdings finde ich wir machen einfach nur unseren Job, wenn auch z.Zt. unter etwas erschwerten Bedingungen. Aber da der Job "krisensicher" ist kann ich wenigstens arbeiten gehen. Ich denke da eher an alle die das z.Zt. nicht können oder dürfen und nicht wissen wie sie ihre nächste Miete bezahlen sollen.
Vielen Dank auch für das Angebot mit den Handschuhen, aber die sind im Moment nicht knapp. Behalte die mal und zieh´ sie vielleicht beim Einkaufen an. Vor Einkaufswagen graut´s mir sogar immer ohne Pandemie :sick:

@Sv85 Ja, eine meiner Kolleginnen organisiert grade durch ihre ganzen im Moment nicht ausgelasteten "Kindergartenmuddis" das Nähen von Masken. Aber die sind natürlich keine Lösung des Problems sondern eher was für den Alltag und dienstlich dann wenn es sonst gar nichts mehr gibt.
An diese "Faceshields" als zus. Schutz habe ich auch schon gedacht, aber ist halt auch nur was zusätzliches.

@ch.lauterbach Auch Dir vielen Dank für das Angebot

@Doc-Holiday Ich habe schon Bedenken dabei. Der Rettungsdienst ist halt kein Labor. Es geht nicht nur um den Schutz des Personals sondern auch den Schutz der Patienten.
Natürlich kann ich die Maske mit Handschuhen abnehmen und dann in zwei Nierenschalen legen. Aber das demente Ömchen das mir beim Umlagern ins Gesicht oder halt an die Maske fasst nachdem ich das Ding schon bei 4 anderen Patienten aufhatte (bei hier auf meiner "Dorfwache" schon alleine 30min reiner Transportzeit hinten in der kleinen Kiste) oder das neugierige Kind zieht sich halt vorher keine Handschuhe an...
Die Mehrwegmasken könnte man einfach nach jeder Tour mit einem Desituch abwischen.

Und grade weil es wohl häufig unerkannt symptomlos oder -arm abläuft denke ich daß man inzwischen zur Sicherheit bei jedem Patienten davon ausgehen sollte daß er infektiös sein könnte.

@FloriPi Ja, abartig. Ich habe heute auch einen Kollegen auf der Wache der ungeschützten Kontakt hatte. Der wird nichtmal getestet...
 
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#17
Guten Morgen.
...
@Sv85 Ja, eine meiner Kolleginnen organisiert grade durch ihre ganzen im Moment nicht ausgelasteten "Kindergartenmuddis" das Nähen von Masken. Aber die sind natürlich keine Lösung des Problems sondern eher was für den Alltag und dienstlich dann wenn es sonst gar nichts mehr gibt.
Nicht was Du suchst, aber bezogen auf die Nähkolonne:
https://www.tageszeitung.it/2020/02/27/so-baut-man-eine-schutzmaske/

Geht schneller als das Nähen. Und ist wohl auch etwas "dichter" als gewebter Stoff.
 

Rotmilan

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#18
Medical Shields zum Drucken.

Ich habe noch nicht getestet, wie lange ein Druck dauert und mir würde es auch an der Möglichkeit fehlen, die Folien zu lasern - aber vielleicht hat ja hier der Eine oder Andere entsprechende Geräte?

Nachtrag: diese Variante druckt den Haltebügel in 1:20 h.
Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass man eine aufgeschnittene PET Flasche dafür verwenden könnte und somit nur den Haltebügel zu drucken bräuchte. Bin aber gerade unterwegs und kann es nicht nachschauen.
 
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#20
Was ist denn z.B. mit den, momentan stillstehenden, Automobilwerken, oder Zulieferern?Da müssten doch Millionen von Masken liegen z.B. in allen Abteilungen mit Lack oder Staub. Was ist mit der Lebensmittelindustrie? Muss jeder, der beim Tiefkühlfutterhersteller etwas einpackt eine Schutzmaske tragen?
Ich denke, dass es dort große Reservoirs gibt, die jetzt helfen könnten das Gesundheitssystem am Laufen zu halten. Das was dort gerade abgeht erinnert mich an Kampfjet fliegen mit Boxhandschuhen an den Händen.
Es gibt in der Automobilproduktion so gut wie keinen Staub und lackiert wird von Robotern.
Daher liegen dort nicht wirklich viele Masken rum.
VW und Daimler haben aber schon einige Hunderttausend Masken gespendet, wobei die glaube ich extra aus China beschafft wurden.

Grüße
Alexander
 
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#21
Hat zB die Bundeswehr oder THW denn keine Masken?
Hallo,

das THW selbst verfügt über keine nennenswerten Bestände an Masken. Die Wenigen, die vorhanden sind, sind zum Eigenschutz der ehrenamtlichen Helfer gedacht.
Das THW übernimmt derzeit die Verteillogistik der durch die Bundesregierung beschafften Schutzausstattung. Der Verteilungsschlüssel selbst wird durch die Länder erstellt.

Gruß Jungdchs
 
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#22
Die Bw hat Ausrüstung und im Rahmen eines HLA auch schon z.B. nach Heinsberg geliefert. Es reicht aber nicht um flächendeckend zu verteilen.
 
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#23
Es sollte sich inzwischen rumgesprochen haben das einfach zu wenig Material existiert, weltweit.
Man kann natürlich argumentieren dass sich diverse Krankenhäuser oder staatliche Stellen nicht rechtzeitig um die Schutzausrüstung bemüht haben und wir deswegen jetzt ohne dastehen.
Man muss aber auch bedenken dass diese Schutzausrüstung auch in anderen Ländern gebraucht wird, hätten wir das "gehamstert" würden dann vermutlich Italien und Spanien mit noch weniger dastehen.

Die Frage die man stellen muss ist wie wir am schnellsten Schutzausrüstung produzieren können, denn wenn jetzt schon zu wenig da ist sieht es in 2 Monaten wirklich düster aus.

Da muss die Bundesregierung schnellstmöglich mit der Industrie ins Gespräch kommen, ähnlich wie Trump das mit GM versucht bei der Produktion von Beantmungsgeräten.
Ich sehe da aktuell ein absolutes Vollversagen der Groko.
Manche Firmen machen das auch eigenständig, bei uns in der Gegend z.B. die Firma Sonax die anstatt Scheibenrieniger für Autos jetzt vollgas in die Produktion von Desinfektionsmittel eingestiegen ist.

Grüße
Alexander
 
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#24
VW und Daimler haben aber schon einige Hunderttausend Masken gespendet, wobei die glaube ich extra aus China beschafft würden.
Mein Arbeitgeber hat auch etliche Zehntausend gespendet. Die wurden soweit ich weiß extra für derartige Fälle bevorratet. Waren zwar nur einfache Chirurgenmasken (ffp1?) aber irgendwer wird sie schon brauchen können. Diese Art der Masken wird im normalen Betrieb nicht verwendet, Absaugung wird arbeitsschutztechnisch bevorzugt. Beseitigung der Gefahrenquelle statt Schutzausrüstung.

Leider fällt mir nichts ein, wie mein Arbeitgeber sonst helfen könnte. Würde viel lieber helfen als auf der Couch zu sitzen. Danke an alle, die da rausgehen und helfen!
 
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#25
[…]

Da muss die Bundesregierung schnellstmöglich mit der Industrie ins Gespräch kommen, ähnlich wie Trump das mit GM versucht bei der Produktion von Beantmungsgeräten.
Ich sehe da aktuell ein absolutes Vollversagen der Groko.
Manche Firmen machen das auch eigenständig, bei uns in der Gegend z.B. die Firma Sonax die anstatt Scheibenrieniger für Autos jetzt vollgas in die Produktion von Desinfektionsmittel eingestiegen ist.

Grüße
Alexander
Dräger ist mit den Automobilherstellern im Gespräch dazu. Fazit ist: hört sich einfach an, ist es aber nicht. Da versagt im Moment niemand, bei uns ist die Kunst des "Bullshitting" nur nicht so weit verbreitet.
Auch GM wird auf absehbare Zeit keine Beatmungsgeräte herstellen, wie auch, sie sind ein Automobilhersteller.
 
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#26
Es sollte sich inzwischen rumgesprochen haben das einfach zu wenig Material existiert, weltweit.
Man kann natürlich argumentieren dass sich diverse Krankenhäuser oder staatliche Stellen nicht rechtzeitig um die Schutzausrüstung bemüht haben und wir deswegen jetzt ohne dastehen.
Man muss aber auch bedenken dass diese Schutzausrüstung auch in anderen Ländern gebraucht wird, hätten wir das "gehamstert" würden dann vermutlich Italien und Spanien mit noch weniger dastehen.

Die Frage die man stellen muss ist wie wir am schnellsten Schutzausrüstung produzieren können, denn wenn jetzt schon zu wenig da ist sieht es in 2 Monaten wirklich düster aus.

Da muss die Bundesregierung schnellstmöglich mit der Industrie ins Gespräch kommen, ähnlich wie Trump das mit GM versucht bei der Produktion von Beantmungsgeräten.
Ich sehe da aktuell ein absolutes Vollversagen der Groko.
Manche Firmen machen das auch eigenständig, bei uns in der Gegend z.B. die Firma Sonax die anstatt Scheibenrieniger für Autos jetzt vollgas in die Produktion von Desinfektionsmittel eingestiegen ist.

Grüße
Alexander
Unsere Industrie ist natürlich in der Lage so etwas herzustellen.
Nur dauert es seine Zeit und bringt natürlich entsprechende Kosten mit eine
Fertigungsstraße dafür um bzw aufzurüsten.
Zudem muss der Rohstoff für abermillionen Masken erstmal beschafft werden und sowas kommt nicht selten aus dem Ausland.

Der Bedarf ist jetzt und nicht erst in 6 Monaten. Wer also nicht sofort produzieren kann sondern erst mal investieren und beschaffen und umrüsten muss wird in ein paar Monaten auf den Kosten sitzen bleiben.

In Deutschland fällt mir eine Firma ein die (da ich die Fertigungsprozesse und Maschinen dort kenne) die das sicherlich ziemlich schnell könnten . Das wäre die Firma Procter und Gamble die u.a Damenbinden herstellt. Eine einzige dieser Fertigungsstraßen (und in manchen Werken stehen davon 10 Stück) produziert ~20.000 Binden in der Stunde. Ich traue es diesem Unternehmen zu, das sie mit entsprechender Finanzieller Garantie und Kostenübernahme innerhalb weniger Tage/Wochen eine Produktion aufbauen könnten. Das entsprechende Hygiene Material befindet sich in deren Großlagern.
 
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#27
Es sollte sich inzwischen rumgesprochen haben das einfach zu wenig Material existiert, weltweit.
Man kann natürlich argumentieren dass sich diverse Krankenhäuser oder staatliche Stellen nicht rechtzeitig um die Schutzausrüstung bemüht haben und wir deswegen jetzt ohne dastehen.
Man muss aber auch bedenken dass diese Schutzausrüstung auch in anderen Ländern gebraucht wird, hätten wir das "gehamstert" würden dann vermutlich Italien und Spanien mit noch weniger dastehen.

Die Frage die man stellen muss ist wie wir am schnellsten Schutzausrüstung produzieren können, denn wenn jetzt schon zu wenig da ist sieht es in 2 Monaten wirklich düster aus.

Da muss die Bundesregierung schnellstmöglich mit der Industrie ins Gespräch kommen, ähnlich wie Trump das mit GM versucht bei der Produktion von Beantmungsgeräten.
Ich sehe da aktuell ein absolutes Vollversagen der Groko.
Manche Firmen machen das auch eigenständig, bei uns in der Gegend z.B. die Firma Sonax die anstatt Scheibenrieniger für Autos jetzt vollgas in die Produktion von Desinfektionsmittel eingestiegen ist.

Grüße
Alexander
Äpfel und Birnen. S. Letzter Satz.
 
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#29
Niemand sagt das es einfach wird.
Viele deutsche Firmen haben einen Prototypenbau, die entsprechenden Werkzeugmacher und ein entsprechendes Netzwerk an Zulieferern in petto.

Wir können 10 Brennstoffzellenautos innerhalb von 3 Monaten aus dem nichts hochziehen.
Inkl. der entsprechenden Brennstoffzellen.
Kann mir keiner erzählen das Schutzmasken komplizierter als Innenraumluftfilter oder Motorluftfilter sind.
Auch bei Beatmungsgeräten sollte das möglich sein. Es müssen keine neuen Geräte entwickelt werden sondern es können Geräte von z.B. Dräger in Lizenz gefertigt werden.
Werkzeugerstellzeiten planen wir i.d.R. mit 2-4 Wochen ein, je nach Komplexität.
In dem Zeitraum liefern uns Lieferanten Hauptwasserkühler oder Heizungswärmetauscher.

Es geht nicht darum Fertigungslinien umzurüsten, im Vorseriencenter bei uns arbeiten über 1000 Mitarbeiter die bauen für fast jeden Serienanlauf kleine Fertitgungsstraßen zum ausbilden der Mitarbeiter in der Fertigung.

Aktuell ist dort überall Kurzarbeit, finanziert vom Staat.
Wenn der Staat da entsprechend was tun würde könnten die Arbeiter die Zuhause hocken was sinnvolles tun. Das unternehmerische Risiko könnte vom Staat minimiert werden. Kostet auch nicht mehr als für 15€ pro Stück um Masken auf dem Weltmarkt zu schachern.

Weiter oben wurde spekuliert ob man sowas in 3D Druck herstellen kann, die besten 3D Drucken stehen im Prototypenbau der Automobilbauer.

Hätte man anfang März angefangen würden heute schon die ersten Masken produziert.

Grüße
Alexander
 
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16 Apr 2008
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#30
Niemand sagt das es einfach wird.
Viele deutsche Firmen haben einen Prototypenbau, die entsprechenden Werkzeugmacher und ein entsprechendes Netzwerk an Zulieferern in petto.

Wir können 10 Brennstoffzellenautos innerhalb von 3 Monaten aus dem nichts hochziehen.
Inkl. der entsprechenden Brennstoffzellen.
Kann mir keiner erzählen das Schutzmasken komplizierter als Innenraumluftfilter oder Motorluftfilter sind.
Auch bei Beatmungsgeräten sollte das möglich sein. Es müssen keine neuen Geräte entwickelt werden sondern es können Geräte von z.B. Dräger in Lizenz gefertigt werden.
Werkzeugerstellzeiten planen wir i.d.R. mit 2-4 Wochen ein, je nach Komplexität.
In dem Zeitraum liefern uns Lieferanten Hauptwasserkühler oder Heizungswärmetauscher.

Es geht nicht darum Fertigungslinien umzurüsten, im Vorseriencenter bei uns arbeiten über 1000 Mitarbeiter die bauen für fast jeden Serienanlauf kleine Fertitgungsstraßen zum ausbilden der Mitarbeiter in der Fertigung.

Aktuell ist dort überall Kurzarbeit, finanziert vom Staat.
Wenn der Staat da entsprechend was tun würde könnten die Arbeiter die Zuhause hocken was sinnvolles tun. Das unternehmerische Risiko könnte vom Staat minimiert werden. Kostet auch nicht mehr als für 15€ pro Stück um Masken auf dem Weltmarkt zu schachern.

Weiter oben wurde spekuliert ob man sowas in 3D Druck herstellen kann, die besten 3D Drucken stehen im Prototypenbau der Automobilbauer.

Hätte man anfang März angefangen würden heute schon die ersten Masken produziert.

Grüße
Alexander
Da ich mich beruflich mit sowas beschäftige kann ich dir sagen dass bevor der Wekzeugmacher anfangen kann zu zerspanen noch Konzepterstellung, Konstruktion, Fertigungsplanung, kommen.

Von Programmerstellung, Software, E-Hardware, Zertifizierung, Einhaltung der Maschinenrichtlinien und anfertigung der Masch.Dokumentation (ohne der Du in D schneller im Knast hockst als Du schauen kannst) zu reden.

Wir sind in der Industrie dermaßen von Vorschriften zusammengeschnürt und blockiert dass es einfacher ist Hygieneprodukte im nicht regressfähigem Ausland aus Hygienisch bedenklichen Herstellungen zu kaufen als in Deutschland kurzerhand die Vorschriftenhandfesseln zu lösen!

Danke Globalisierung + Danke Geiz ist Geil Mentalität!
 
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