Schwarte für Nachsuche haltbar machen

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#31
...
Ausgesprochen Toben tu ich mit Hundl sicher nicht, aber wenn er mir am Tag dreimal sein Kauseil bringt und ans Knie hält, weil er unbedingt mit mir oder meiner Frau hakeln will, dann mach ich mir so eine Vorliebe natürlich zunutze und mir solls ja grad recht sein, wenn ich ihn später mal so einfach vom toten Stückl weg bring. Ich mach ihn da lieber so genossen, bevor er sich vom nachgesuchten Stück irgendwelche Krankheiten holt.
Du kennnst viel bejagte (Schweiß-) Hunde, die lieber mit einem Kauseil spielen oder etwas Futter wollen, als da mühsam erarbeitete Stück Wild in Besitz zu nehmen?
 
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#32
Statt der trockenen Schwarte kannst du auch en Stück Dachpappe nehmen, hätte denselben Effekt
Das ist Unsinn.
Der Hund soll die Verbindung zwischen dem Fährtengeruch und dem Stück, was am Ende liegt lernen. Daher immer die Scwrte von dem Stück nehmen, von dem auch die Läufe sind !

Das hat seine Bedeutung, wenn es später mal an das Arbeiten mit querenden Verleitfährten geht !
Nach der dritten getretenen Fährte denkt der net mehr "ach schon wieder die Sau" sondern "ach, der Alte is wieder durchn Busch getrampelt".
Die sind net doof, die Witterung die der Mensch auf der getretenen Fährte verliert überwiegt, meiner bescheidenen Meinung nach, die Witterung der Schalen.

Davon ab, machts die Mischung aus Gerüchen die entstehen durch die getretenen Fährten. Ein bisschen Anders is es also immer irgendwie.
Maßgeblich ist doch, dass der Hund der Fährte folgen will, da am Ende etwas ganz dolles auf ihn wartet.
Ob der Hund weiss, das der Mensch dabei mitgetrampelt ist oder nicht ist weniger erheblich. Alternativ kann man auch die Fährte ab und zu von einer anderen Person treten lassen.
 
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#33
Hi,
ich will wieder regelmäßig Schweissfährte üben. Am Ende wollte ich was hinlegen. Da ich im Gefrierfach nicht so viel Platz habe, stellt sich mir die Frage, ob es eine einfache Möglichkeit gibt, eine Schwarte zu konservieren?
Gleiches gilt für die Klauen?
Wmh Peter
Mal wieder eine Antwort auf eine Frage...

Wenn Du einige kalte Fährten zum Üben nimmst, kann es sein, dass er den Spass verliert. Auch gerade, wenn er reale Wundfährten hatte. Die Hunde können das in null komma nix unterscheiden.

Deshalb finde ich Abwechselung gut und habe auch etwas gebraucht um herauszufinden, was ihn am Ende motiviert. Futter war es überraschenderweise nicht, also selbst Aufbruch oder Käse wurde nicht gerne genommen - sonst tut er dafür alles. Top Motivation war ein Stücke Schwarte oder Decke, so 30*30 cm oder ein Tennisball. Schwarte und Decke habe ich hochsimpel auf ein Brett genagelt, Salz drauf und fertig. Liegt jetzt draussen auf dem Holz in einer Tüte und niemanden stört es. Einfrieren und Auftauen und das öfters hat deutlich stärkere Geruchsbildung.

Am Ende der Fährte freut er sich immer wieder wie Bolle und trägt das "Fell" dann auch zurück. Er schüttelt das Stück, wirft es hoch, Party halt. Hat bei mir keine Auswirkungen auf die reale Schweissarbeit, da lege ich ihn ein paar Minuten neben das gefundene Stück - alles ohne Party, da nicht nötig.

Decke und Schwarte nutze ich auch a la Bringtreue . Ich werfe z.B. das Stück Decke irgendwo in den Wald, warte lange und lasse ihn dann von einer anderen Stelle aus Suchen. Sind so 10 Minuten Übungen.

Schalen lasse ich mittlerweile nach dem Trocken im Fährtenschuh. Arbeite über Bodenverwundung und will ihn so ans konzentrierte Arbeiten bringen. Da stinkt nichts und der geringe Geruch reicht dem Hund auch. Nutze z.B. ein paar Schalen so für 10 Übungen.

Wichtig : Auf Übungsfährte ist alles von einer Tierart, Decke, Schalen, Schweis. Wenn du da durcheinander machst findet er auch, aber Verleitungen nimmt er dann m.E. schneller an
 
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#34
Wer hat schon mehrere Hunde, um dieselben Schalen öfters zu verwenden?
Ich.

Wie oft sollte man mit den gleichen Schalen eine Fährte für nur EINEN Hund legen (dürfte für den Faden wohl bedeutender sein)? Können Hunde die Witterung eines Schalenpaares nicht "abspeichern", wenn man sie zu oft verwendet, so nach dem Motto, so ein Aff, mein Herrl, die Sau hab ich doch scho lang gefunden. Warum jubelt der mir die nochmal unter.... auf hündisch kann ichs leider noch nicht übersetzen, deshalb sag ich es mal als Mensch. :cool:;)
Glaubst DU tatsächlich der Hund arbeitet die Schalen?
Es geht nur darum mit dem Geruch der Schalen dem Hund zu signalisieren DIESE Fährte ist dazu gelegt am Ende was "geiles" zu finden. (Was geil ist entscheidet der Hund)

Binde Dir Teebeutel unter die Socken und verknüpfe das mit einem sehr leckeren Futternapf am Ende...und der Hund sucht in Zukunft Teebeutel!
 
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#35
Ich.



Glaubst DU tatsächlich der Hund arbeitet die Schalen?
Es geht nur darum mit dem Geruch der Schalen dem Hund zu signalisieren DIESE Fährte ist dazu gelegt am Ende was "geiles" zu finden. (Was geil ist entscheidet der Hund)

Binde Dir Teebeutel unter die Socken und verknüpfe das mit einem sehr leckeren Futternapf am Ende...und der Hund sucht in Zukunft Teebeutel!

Aha, dann machst Du also Schleppen mit Teebeutel oder hängst sie an den Fährtenschuh und stellst am Ende einen leckeren Futternapf hin. Gut, dass wir mal darüber geschrieben haben.
Aber da ich auch regelmäßig Socken und Unterhosen wechsle, nehm ich auch öfter mal frische Schalen her. ;)
 
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#36
Samstag noch die erste Schwarte aufgetaut und mit dem mit Salz konservierten Schweiss eine Fährte gespritzt. Hat er gut ausgearbeitet. Am Ende hat er erst mehr die Leckerli im Blick gehabt denn die Schwarte... dann hat er auf Ihr rumgekaut - das habe ich unterbunden und wir haben dann tatsächlich noch Zerrspiele gemacht. Er musste sich dann neben der Schwarte ablegen damit ihm klar war, dass sie jetzt mir gehört. Deswegen habe ich sie auch eingepackt und nicht im Wald gelassen. Ich hoffe, das war so richtig.

Ansonsten wäre ich für einen Link zu einem Video, wie man die Schwarte vor dem Trocknen oder Salzen behandelt, dankbar. Da muss doch noch was abgemacht werden, oder? Aber wie? Mit dem Messer sieht das sehr sehr mühsam aus.

Peter
 
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#37
Und wie soll der geneigte Leser Deine Schlussfolgerung interpretieren? Als Provokation oder qualifizierten Sachbeitrag?
Da ich hier als großer Stänkerkopp bekannt bin, kann er ruhig als Provokation gewertet werden.
Warum siehst Du das als Provokation an? Es war eine einfache Rückfrage und Du machst da direkt wieder einen Angriff auf dich draus.... Ist schon herrlich hier.
 
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#38
Ansonsten wäre ich für einen Link zu einem Video, wie man die Schwarte vor dem Trocknen oder Salzen behandelt, dankbar. Da muss doch noch was abgemacht werden, oder? Aber wie? Mit dem Messer sieht das sehr sehr mühsam aus.

Peter
Was genau meinst du denn damit? :unsure:
Wenn du die Schwarte nach Belieben und Bedarf in Streifen schneidest, kräftig einsalzt und zum Trocknen aufhängst, dann reicht das doch aus.
Salz konserviert ( seit alters her auch Lebensmittel). Wenn du allerdings Platz zum Einfrieren der Streifen hast, friere sie einfach (mehrfach wieder) ein. Eigentlich war ja schon recht schnell klar erläutert, wie du das am Besten machst ;)
Es ist ja etwas anderes, als wenn du eine Schwarte zum Gerben geben willst. Da ist es gut, dass man soviel von Fett und Fleischresten wegschneidert, wie nur machbar (ohne die Schwarte selbst zu verletzen)

https://www.youtube.com/watch?v=Dfhsqcp-aqI

Und falls Jemand noch mehr vor hat (Youtube quillt davon fast über ;) ):

https://www.youtube.com/watch?v=4LwWjMqiuBk
 
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#40
Hi,
@Bärensattler die aktuelle Schwarte ist schon zerteilt und eingefroren. Die zahlreichen Tipps waren da mehr als hilfreich. Danke nochmal an alle an der Stelle.
Die nächste Schwarte wollte ich trocknen. Ich dachte, dass man die Schwarte vor dem Salzen oder trocken noch behandeln muss um Fett, Fleisch und Unterhaut?? zu entfernen? Und das alles mit dem Messer zu machen sah sehr mühsam aus....

Salz im Schweiß: bei der Brauchbarkeit wurde uns erklärt, wir sollen Salz in den Schweiss geben - dann bleibt es flüssiger. Bin aber wie bereits geschrieben kein Experte.
Peter
 
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#41
Salzen, wenn Du den nicht einfrieren sondern nur kühlen kannst? Wenn man den einfriert, kann man den Schweiß so lassen. Evtl vor dem Ausbringen mit dem Zauberstab die Gerinnsel zerkleinern, dann tropft es besser aus der Flasche. Also ich nehm Spüli-Flaschen, die kann man einfach dicht verschließen und öffnen, und gut dosieren, aber wenn irgendwelche Fetzen im Schweiß sind, verstopft das gern. In der Flasche kann man den Schweiß auch gleich einfrieren. Sonst in nem beliebigen Gefrierbehälter.

Das Entfernen von Fett und Fleisch geht gut mit nem Gerberbaum oder ähnlichem und nem leicht gebogenen Messer. ich hab neulich einfach das Haupt von nem Beil genommen, hat gut funktioniert bis auf die Tatsache, daß das Haupt verdammt schwer in der Hand liegt. Wenn ich das öfter machen würde, würd ich mir was leichteres besorgen.
 
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#42
Hi,
@Bärensattler die aktuelle Schwarte ist schon zerteilt und eingefroren. Die zahlreichen Tipps waren da mehr als hilfreich. Danke nochmal an alle an der Stelle.
Die nächste Schwarte wollte ich trocknen. Ich dachte, dass man die Schwarte vor dem Salzen oder trocken noch behandeln muss um Fett, Fleisch und Unterhaut?? zu entfernen? Und das alles mit dem Messer zu machen sah sehr mühsam aus....
Je mehr Fleisch- und Fettreste du entfernst, desto besser wird das Ergebnis der trockenen Schwarte. Es unterliegt ja alles einem Verwesungs- und Zesetzungsprozess und je weniger Reste anhaften, desto besser kann das Salz in die Haut eindringen und konservieren. Natürlich ist das alles ein Gefummel. Der Gerber hat dafür einen eigenen Schaber, oder eine Maschine. Dir bleibts Messer dafür
Salz im Schweiß: bei der Brauchbarkeit wurde uns erklärt, wir sollen Salz in den Schweiss geben - dann bleibt es flüssiger. Bin aber wie bereits geschrieben kein Experte.
Peter
Blut / Schweiss stockt (gerinnt). Das ist so. Und das Salz verhindert das zum Einen und macht zum Anderen alles haltbarer. Bei der Hausschlachtung von Schweinen wirds Blut aufgefangen und mit dem Schneebesen geschlagen, damit es nicht gerinnt. Aber das ist ein anderes Thema! Schaue dir dazu einfach Videos in Youtube an
 
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#43
Blut / Schweiss stockt (gerinnt). Das ist so. Und das Salz verhindert das zum Einen und macht zum Anderen alles haltbarer. Bei der Hausschlachtung von Schweinen wirds Blut aufgefangen und mit dem Schneebesen geschlagen, damit es nicht gerinnt. Aber das ist ein anderes Thema! Schaue dir dazu einfach Videos in Youtube an
Aber bitte daran denken, dass für die Schweissfährte KEIN Blut von Haus- oder Wildschwein genommen wird.
Rotwildschweiss eignet sich sehr gut. Puren Rehwildschweiss würde ich nicht nehmen, da der Geruch zu süßlich ist. Lieber reiner Rinderschweiss oder Rinderschweiss zu 2/3 mit Rehwildschweiss 1/3 gemischt.
 
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#44
Aber bitte daran denken, dass für die Schweissfährte KEIN Blut von Haus- oder Wildschwein genommen wird.
Rotwildschweiss eignet sich sehr gut. Puren Rehwildschweiss würde ich nicht nehmen, da der Geruch zu süßlich ist. Lieber reiner Rinderschweiss oder Rinderschweiss zu 2/3 mit Rehwildschweiss 1/3 gemischt.
hallo. Ja sicher, genau. Und damit der Hund keinen Schaden nimmt, am Besten auch gleich noch Nelken und Zimt mit einmischen. Junge, Junge.... :unsure:
Das Beispiel mit dem Blut der Hausschweine war exemplarisch!
 
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#45
Ich habe das als Hinweis für den Threadstarter gemeint, nicht als Kritik an deinem Post.
 
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