Schwarze Körnchen auf Rehleber

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#1
und Lunge und Milz. Da allerdings nur vereinzelt. Kantenlänge knapper mm. Unter der Organhaut. Umgebung an Stellen mit Häufung verwachsen. Sieht für mich wie ein überstandener parasitärer Befall aus. Aber welcher? Leberegel?

.



Mehrjähriges Stück, sonst unauffällig.
 
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#3
Oben vielleicht kleiner Leberegel? Hast Du die Leber mal aufgeschnitten? Ein Veterinär kann vielleicht weiterhelfen.
 
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#4
Noch nicht. Scheint sich ja hauptsächlich oberflächlich abzuspielen. Hatte nicht erwartet, daß das soooo ne Rarität ist.

Veterinär ist natürlich ne Option, aber man blamiert sich nicht gern unnötig. Waaas, das kennen Sie nicht? Jagdschein im Lotto gewonnen?
 
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#5
Damit blamiert man sich beim Veterinär nicht mit, im Gegenteil. Ich wüsste es auch nicht was es ist ,da ich etwas penibel bin hätte ich den Veterinär gefragt oder das Stück verworfen.
 
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#6
So. Hab die Leber jetzt doch mal aufgeschnitten. Mein lieber Herr Gesangsverein! Da drin wimmelts nur so von den schwarzen Krümeln, großteils etwas größer, bis 2 mm Durchmesser etwa, hart, z.T in Eiter gebettet, letzterer z.T grün verkäst.





Vllt doch Leberegel? Wo hat das Reh die Gallengänge? Die Dinger auf Lunge und Milz verirrte Metazerkarien?
 
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#7
Wo bleiben hier bitte die Herren Mediziner? Ihr enttäuscht mich grade schwer. 08/15 Gallenblasen und Hautdasseln, die jeder kann beantworten, aber wenn's mal spannend wird, in der Deckung verschwinden.... in Ostbayern ist angeblich 80 % des Rotwilds mit dem Amerikanischen Leberegel verseucht, Oberpfälzer vortreten, wie sieht das aus?
 
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#8
Also ich würde die Leber panieren, dann sieht es wieder annehmlich aus. Mit einer krossen Cornflakes-Panade merkt man die Körnchen bestimmt nicht mehr.
Und wichtig, gut würzen!

Nein, nun im Ernst. Schicke die Bilder einem Veterinär.

(Vielleicht hast Du das Reh ja mit Schrot erlegt? ;-))
 
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#9
1575275174540.png Ich tippe auf kleinen Leberegel, kommt mehr in den südlichen Bundesländern vor. Das Bild zeigt Befall vom Großen, damit du einen Vergleich hast.
 
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#11
Fasciola hepatica dürfte hier vorliegen, die schwarzen Punkte entsprechen Gewebeeinblutungen, der gelbe Gammel und der Käse ist Eiter in den Gallengängen. Dass man Punkte auf Milz und Lunge hat zeigt dass die Krankheit nicht mehr lokalisiert werden konnte. Ein gewisser Ekel (Leberekel) Aspekt ist vorhanden und stört etwas die sonst vorhandene Genusstauglichkeit des Wildbrets. War die Leber verklebt mit den umliegenen Organen, würde ich das Stück komplett verwerfen.
Der große Leberegel sollte irgendwo zu finden sein die Mistviecher sind 3 cm lang und wunderschöne Aliens.

Frage auf welcher Höhe liegt das Revier NN? Nasse Ecke, Leberegelbefall bei Weidetieren (Bauern fragen).
sca
 
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#13
die schwarzen Punkte entsprechen Gewebeeinblutungen
Ebenso sprach mein Haus-und Hoftierarzt. Geronnenes Blut. Die seltsam eckige Form kommt wohl daher, das das umgebende Zellgewebe keine andere Form zuließ.

Werde das Organ nochmal eingehend inspizieren.

Verklebt war nix, sah ja bis auf die Körnchen und die paar Vernarbungen von außen ganz normal aus. Denke mal, die Infektion war so zahlreich, daß sich einige Metazerkarien auf angrenzende Organe verirrt haben.

Ca. 700 m NN. Nähe Stausee eines kleineren Flußes im Voralpenland. Moränenlandschaft mit überwiegend wechselfeuchten Böden (Grünland), Niederschläge deutlich über 800 mm.

Ich vermute mal, daß das Wild hier öfter welche hat, in der Lawi kommt es jedenfalls vor lt meinem TA, der allerdings keine Feischbeschau macht. Hier liegt massivster Befall vor, deshalb konnt ich wohl nicht umhin, es zu bemerken, ein zwei Krümel auf der Leber wird man eher übersehen. Sofern man sie nicht selbst verzehren möchte.

Ich muß allerdings auch feststellen, daß ich weder der Schütze bin, noch das Stück versorgt habe. Würd mich mal interessieren, unter uns Klosterschwestern, wieviele Viel-Jäger sich den Aufbruch noch gewissenhaft anschauen...
 
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#14
@7/Z, Letzter Absatz:
Du brauchst doch nur die Jäger zu erfassen, die mit Leberbeschwerden und Gallenkolik zum Arzt laufen...
 
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