Schwarzwild 2016/2017

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Jagdneid ist leider für viele kein Fremdwort!!!
Ich spüre es immer wieder am eigenen Leib .....
Ganz toll wenn einen die feinen Herrn in der heimischen Genossenschaftsjagd die einen seit Geburt kennen links liegen lassen weil man ihnen ja was weg schießen könnte.....:no:
Aber so ist das hald.....
 
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An den letzten Tagen haben dunkle Stellen, beim Abglasen der Winterlandschaft das Brechen der Schwarzkittel verraten. Nach ein paar erfolglosen Ansitzen entschied ich mich für eine bewegliche Jagd. Die verheisungsvollen Stellen wie Maisstoppel, Grünland und Eichenbestand wurden bestreift.
Kurz vor dem Wechsel auf den nächsten Tag, konnte ich eine Rotte im Gebräch stehend ausmachen.
Wind geprüft und oh Schreck, der dreht aber sehr unstet heute.
Pirschroute festgelegt und los.
Der Schnee knirschte und ich hatte so meine Zweifel. Auf ca 80m heran gekommen stellte ich mein 3Bein auf.
2 starke Stücke standen im Zentrum der Rotte. 7 Stück waren um diese herum verteilt. Ich schätzte die Stücke auf 25kg+ Frischlinge,
und Eine oder 2 Bachen auf 60kg+ .
Eines der beiden stärkeren Stücke benahm sich recht auffällig, fast agressiv gegen ein paar der Frischlinge. Keiler schoss es mir durch den Kopf.
Da der Mond fehlte, ich mich wegen dem Knirschen des Schnee s aber nicht näher bewegen wollte, meine Chance aber nutzen wollte, lies ich vom vermeintlichen Keiler ab und wählte einen abseits breit stehenden
Frischling aus. Das Absehen wollte erstmal ruhig gestellt werden. War es Kälte oder Jagdfieber das mich zittern lies ? Konzentration auf das Blatt. Die 9,3 donnerte in die Winternacht und bannte das Stück an den Platz an dem es gerade noch gebrochen hatte. Repetieren und Beobachten, die Rotte ging hochflüchtig ab.
Die Anspannung war verflogen.
Ich merkte erst jetzt die Eiskalten Finger. Während der Minuten des Ansprechens war es mir nicht aufgefallen das der zuvor entfernte Handschuh nun keinen Schutz mehr gegen die ca -10Grad C bot.
Am Stück angekommen bot sich eine kleine Überraschung.
Die Frischlinge waren alle etwas stärker. Der vor mir liegende hat gut und gerne ca 35 kg.
Zufrieden machte ich mich an das Bergen und Versorgen des Stückes.
Ein sehr schönes und spannendes Jagderlebnis war zu meinem geworden.

Horrido
Christian
 
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Dann mal wieder ein Jagderlebnis.

Nachdem ich Ende Dezember meinen Rehwildabschuss erledigt hatte kam recht schnell wieder der Jagdtrieb durch. Also mal das Waldrevier nach Schwarzwild abgefährtet. Seit Anfang Jannuar ist hier ja eine geschlossene Schneedecke. Sie kamen immer mal wieder für 2 Tage vorbei um dann wieder Tagelang zu verschwinden. Also nach dem richtigen Ansitz suchen, ein bisschen Kirrgut ausbringen, Wildkammera aufstellen und Ruhe einkehren lassen. Relativ schnell stellte sich ein Trupp mit 5 Frischlingen und einer Überläuferbache ein. Zuerst kamen sie Morgens zwischen 4 und 7, eher an den Eicheln am Wiesenrand interessiert als an meinem Kirrgut. Nach 4 erfolglosen Ansitzen erstmal wieder eine Woche Jagdruhe. Danach war die Bache einmal um 23.50 Uhr abgelichtet. Also wieder raus und gestern Abend am zweiten Ansitz kamen sie dann. Völlig unbedarft und ohne verhoffen in der Dickung bei leichten Ostwind kamen erst die Frischlinge auf die Fläche und zogen Spitz auf mich zu um dann genauso Spitz auf 20m unter der Eiche zu wühlen. Zack noch einer, zieht quer über die Fläche, Absehen auf´s Blatt, nee Moment, das ist doch kein Frischling. Nochmal mit bloßen Auge geschaut und gesehen, dass ich die doppelt so große Bache im Absehen hatte. Ups, so schnell kann es gehen nachts. Inzwischen stand ein Frischling breit und nach dem Schuss war Chaos auf der Fläche, in alle Richtungen spritzten die Sauen davon, die beschossene stürmte direkt am Sitz vorbei ins Unterholz und es polterte mächtig hinter mir. Ich hatte ohne Stecher geschossen, da in den klaren kalten Frostnächten und auf nur 20m das Geräusch schon recht hörbar ist.

Nach 15 min Pause sah man schon vom Sitz die Schweißfährte im Schnne, nach 30m lag eine Frischlingsbache der 40 kg Klasse mit Tiefblattschuss im verschneiten Dickicht. Da hab ich wohl den Winkel vom Ansitz auf die kurze Distanz etwas unterschätzt. Immer wieder merkwürdig für mich, dass ein Herzdurchschuss zu längeren Totfluchten führt als manch Lungentreffer.



Alles im allen ein perfekter Jagdtag und die Küchensau wurde von den Göttern der Cäsium-Messung auch für den Verzehr freigegeben.

Gruß aus München,

Stefan


Mauser 7x64
RWS Doppelkern
20m Entfernung, 30m Flucht
 
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Waren am Samstag bei einem Freund auf Sauen und Raubwild eingeladen.

Haben um 16:45 die Kanzeln bezogen.

Bis ich eingerichtet war, war eh kurz vor 17:00

Um 17:05 schreib ich noch schnell eine E-Mail und schau zufällig links beim
Fenster raus (helllichter Tag). Schnürt ned ein Fuchs von Links durch den
Hochwald zur Kirrung. Die .270WSM lag schon draußen. Als er da ständig herum
wuselte und einmal kurz stehen blieb hab ich geschossen. Lag im Feuer.
Hat einen sehr schönen Balg und geht morgen zum Präparator zum gerben.
Danach bis zum abbaumen gar nichts mehr.

Abbaumen war um 21:00 angelegt.
Ich hab mich um 20:40 langsam zusammengepackt und bin aus dem Ansitzsack
rausgeschlüpft. Alles war schon fertig und da hab ich noch einmal zur Kirrung
geschaut!
"Alles schwarz!"
Hab blöd dreingeschaut! :D
Es sind 7 gleich große Schweine auf da Kirrung gestanden.
Also wieder Fenster auf und alles hergerichtet. Mal geschaut was da is.

2 Keilerchen standen bissl abseits und haben fleißig gestritten und
gekämpft. Wollte da eine davon erlegen aber bin da einfach nicht
zusammengekommen. Also dachte ich mir - "erlegst eine andere!"
Also auf eine andere draufgegangen. Da sind die beiden Keilerchen zu den
anderen und haben in der Rotte ordentlich Bewegung gemacht. Als dann endlich
eine links freistand hab ich schnell geschossen.

Lag im Feuer.

Hab einen Frischlinkskeiler von ~30kg erlegt. Treffer war zwischen Teller
und Hochblatt!

Freude is groß!!!!

Tikka T3 Light
.270WSM
130 Grain Norma BST
40 und 45m
beide lagen im Feuer
 
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Nach gefühlten drei Jahren, tatsächlich waren es nur 2 Jahre, 11 Monate und 22 Tagen, konnte ich gestern Abend um 21:21 Uhr wieder eine Sau im heimischen Revier erlegen.
Seit Monaten ist bei uns wenig bis sehr wenig Betrieb an den Kirrungen und im Wald an sich. Schlecht für den Schwarzwildjäger, gut für den Jagdpächter. Die Wiesenschäden gehen daher gegen Null.
Der erste Ansitz bei herrlichstem Neuschnee kurz nach Vollmond brachte lediglich einen gebrochenen Stuhl, einhergehend mit einem Wutanfall meinerseits. Einer Vorahnung folgend habe ich den örtlichen Skilift gestern schon vor einsetzen des Apresski verlassen und bin heimischen Gefilden zugestrebt. Hier empfing mich eine wohlige Wärme, sattes Essen und die Aussicht auf einen spannenden Tatort. Meinen jagdlichen Mitstreitern eine kurze AusredenWhattsApp geschickt, dass ich mein Vorhaben eine Sau zu strecken vertagen würde, da der Wind doch wahrscheinlich nix taugt. Hierauf folgten einige Schmähantworten. So z.b. das ich nur Angst vor den zu erwarteten Minustemperaturen von 8-10 Grad hätte. Dies konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe mich dann um 19:00 Uhr die zwei KM ins Revier gemacht. Dick eingepackt lauschte ich der kaum schon einmal so gehörten Intensität der Fuchsranz, erfreute mich an zwei liebestollen Füchsen, die eindeutig zu schnell für mich waren und nannte mich einen Narr. Eigentlich wollte ich um 21:00 Uhr nach Hause. Da ich jedoch erstaunlicherweise noch nicht erfroren war, beschloss ich noch ein bisschen dranzuhängen. Und siehe da, ich wurde belohnt. Um 21:15 Uhr sah ich rechts vorne eine Bewegung im Bestand. Sofort war mir klar, dass dort einen Sau anwechselt. Die Sau verhoffte kurz vor der Freifläche, zog auf diese und wurde nach kurzem, aber bestimmten ansprechen meinerseits von der 8x57 IR TMR auf 50 Meter in den Schnee gestoßen. Zwei-drei mal hat der 42 Kilo schwere Frischlings/Überläuferkeiler noch geschlegelt und dann war es rum.
 
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Kräftiges Waidmanns-Heil, toll geschrieben und bei den derzeitigen Tatorten alles richtig gemacht. Gut das Du die drei Jahre nicht voll gemacht hast :thumbup:
 
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Kurzfristig bin ich mit meinem Jagdkameraden gestern Nachmittag in sein Revier
gefahren. Da noch Schnee liegt war Kirren und Abfährten angesagt.

Aufgrund des schönen Wetters und der milden Temperatur von -2° haben
wir beschlossen noch bis ca. 20.00 h anzusitzen, wer weiss....

Kamerad auf eine Leiter ich auf einen relativ neu gestellten Sitz.
Vor mir eine Freifläche mit Kirrung, Waldstreifen und Schneisen links und rechts.

17.30 h aufgebaumt, Ostwind von hinten, Kirrung und Salzlecker kritisch. :no:
Na ja gibt ja noch die Schneisen, schönes Wetter toller Schnee, sitzen bleiben.

18.00 h rechte Schneise auf ca. 200m starke Bache mit 3 Frischlingen, von der Schneise ins Waldstück gezogen.

18.15 h 3 Frischlinge von hinten ins Waldstück geflitzt, wo kommen Die denn her ???

18.30 h Frischlingsrotte ohne Bache 4-6 Stück am Salzlecker, was ist denn heute hier los
!!!!! Bekommen Wind gehen nach rechts ab im Wald parallel zur Schneise, Mist :evil:

Mal intuitiv nach rechts umgebaut und die Schneise beobachtet, siehe da auf 130 m kommen 2 Frischlinge aus dem Wald auf die Schneise. Glas gegen die Waffe getauscht und weiter beobachtet, auf dem Schnee kein Problem.
Einer dreht um und will zurück in den Wald. Am Heckenstreifen verhofft er kurz und steht breit, macht sich groß, Leuchtpunkt mittig drauf, der Zeigefinger reagiert automatisch, Schuß bricht.

Meiner Beute sicher in Ruhe gepackt und gemütlich zum Anschuß maschiert, nix zu sehen
....:sad: auffällig nur etwas fein gepuderter Dreck auf dem Schnee, kein Schweiss, keine Wutz.

Ich habe beschlossen meinen Kameraden abzuholen um gemeinsam nachzusehen, war mir meines Schusses sehr sicher. Gutes Licht, 130 m, breit stehende Wutz, gute Auflage, die muß liegen.

Gemeinsam sind wir zu besagter Stelle, 50 m weiter links in den Wald und parallel zur Schneise zurück, wahnsinn was da an Fährten und Lagern zu sehen war, sehr aufschlußreich.

In Höhe des Anschusses auf einmal etwas Schweis:biggrin:, nach 20 m lag Sie.
Schuß genau da wo ich angehalten hatte, der Sog des Geschosses hatte mit einem Stück Darm den Ausschuß verschlossen, deshalb am Anschuß im Dunkeln nichts zu sehen
außer dem Dreck aus der Schwarte auf dem Schnee.

Frischlingsbache, ca. 30 kg

Auch nach mehr als 30 JJ war das ein nicht alltägliches Jagderlebnis.
Werde mit Sicherheit noch öfters daran denken.
 
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27 Apr 2009
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..... Leuchtpunkt mittig drauf, der Zeigefinger reagiert automatisch, Schuß bricht....

.....war mir meines Schusses sehr sicher. Gutes Licht, ....
Sollte man bei gutem Licht nicht besser aufs Blatt zielen, oder hat sich der Zeigefinger das Abdrücken schon antrainiert, wenn man im Dunklen nur irgendwo mitten im Körper ist?
 
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20 Jan 2013
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Bis dato hab ich noch kein Stück verloren....
Ein Frischling in der 30 kg Klasse liegt ganz sicher bei dem Haltepunkt und 11,7 g.
 
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30 Aug 2007
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Ein Schuss mittendrauf ist bei einer Sau IMMER ein guter Schuss!!!
q e d ...
Gruß-Spitz
 
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