Schwarzwild 2020/2021

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Waidmannsdank, auch an die vielen "Gefällt-mir"-Drücker.
Waidmannsheil dazu!
Hast Du den Pinsel in der WBK gesehen? Wenn ja welches Modell und welche Entfernung? Bin noch unschlüssig ob und wenn ja welches Modell ich anschaffen soll...
Xeye E3Max, Entfernung waren nur ca. 50m, da im Wald. Da sieht man den Pinsel recht deutlich.

Abschätzen der Größe finde ich jedoch gerade bei einzeln ziehenden Stücken ohne Vergleich in der WBK extrem schwierig.
Ich musste mich in der Vergangenheit bereits zweimal von der Größe der Stücke überraschen lassen, nachdem sie dort lagen. Einen 60kg Keiler hab ich als kleineren ~30kg Überläufer angesprochen. Auch eine Bache, die zusammen mit 4 weiteren gleich großen Stücken und einem etwas kleineren unterwegs war, war deutlich schwerer als erwartet.
Deshalb noch mal verifiziert und genauer angesprochen über das NSG (PARD NV007).
 
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Kann dir mit einem NSG aber genauso passieren. Ich hab ab 2012 mit einem NSG Nachts angesprochen, da hab ich mich die erste Zeit auch wahnsinnig verhauen was das Gewicht angeht. Dafür entwickelt man mit der Zeit aber ein Gefühl.
 
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Donnerstag Nacht unspektakulär das erste Stück für dieses Jagdjahr:
Frischlingskeiler, sehr wenig auf den Rippen, 10 Monate, knapp 20 Kg, 70m, auf einer kleinen Waldwiese.
Ist zur Zeit sehr trocken bei uns, wenig Suhlen, kaum offene Wasserstellen. Da kann man leichter die Sauen abpassen. Aber immer noch etwas mehr Suhlen als Mitjäger vorhanden ;-)
Sollte es irgendwann mal wieder regnen, hab ich jetzt schon Schiss vor den Wiesenschäden.
 
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Gestern Nacht um 23:30 an der Kirrung mein erstes Stück Schwarzwild.

ÜLB 34kg
50m
Flucht 20m
Barnes TTSX bleifrei 168grs in .308

Anhang anzeigen 113063

Nachtrag zu meiner ersten Wildsau:

Seit 4 Tagen warte ich auf Anruf vom Jagdherr, dass Sauen da sind. Ich selbst habe keine Funkkameras im Revier.

Gestern Abend endlich, 22:44 Uhr vibriert das Handy. "Sauen an der Kirrung - in 10min im Revier"

Schnell in den Keller, Hose an, Jacke an, Knarre raus ausm Schrank und ab ins Auto.
WBK steckt immer in der Jacke.

An der Reviergrenze steht das Auto vom Jagdherr, er kommt mir mit Gewehr entgegen.... "standen zwei Überläufer 30kg auf der Straße", leider jetzt natürlich weg.

Also einsteigen und weiter ins Revier. Die Autos auf einem Feldweg abgestellt, Gewehre geladen, Pirschstock mit und los Richtung Kirrung.

Am Waldrand entlang, dann in den Wald. Der Wald stockdunkel. Ich bewege mich mit der WBK am linken Auge vorwärts.

Irgendwann flüstert mir mein Jagdherr zu "schnell da, Sauen" ich sehe nichts... falsche Richtung geschaut.

Wir haben uns etwas nach Rechts verschoben und da waren Sie. 8 bis 10 Sauen an der Kirrung. Keine Frischlinge. Eine Leitbache und der Rest Überläufer.

Ich mache mich bereit und lege über den Pirschstock an. In dem Moment sehe ich wie die Sauen anfangen in Bewegung zu kommen. Der Wind kommt leicht von hinten. Haben Sie Wind bekommen? Jagdherr flüstert nur "Schieß, die passen alle" ich nehme eine der kleinen ins Visier und PATSCH. Durch den Schalldämpfer ist kein großer Knall, aber die Schweine spritzen in alle Richtungen davon.

Ich bleibe drauf und schaue ob sich noch die Chance zum zweiten Schuss gibt. Leider nicht.

Mein Jagdherr meint, dass die Sau gut gezeichnet habe aber hochflüchtig in den Bestand ist.

Das Jagdfieber schüttelt mich etwas. Aber nicht so stark wie es bei den bisherigen Böcken war.

Wir gehen an die Kirrung und suchen den Anschuss... leider nichts zu finden. Kein Schweiss. Trotzdem mache ich mir keine Gedanken, wusste ich doch gut geschossen zu haben.

Wir sind zurück zum Auto, sind mit Auto und Hund zur Kirrung gefahren. Bruno hat sofort etwas in der Nase und zieht wie eine Eisenbahn in den Bestand.
Nach 20m stehen wir vor der verendeten Sau.

Einschuss hinter dem linken Blatt, Ausschuss klein, knapp vor der rechten Keule. Stand wohl etwas schräg.

Deshalb kein Schweiss. Es ist alles in der Sau geblieben. Entsprechende Sauerei beim Aufbrechen.

Um 01Uhr lag ich zufrieden zuhause in meinem Bett und bin glücklich neben meiner Frau eingeschlafen.

Das Erlebnis war aber so einprägend, dass ich jetzt richtig Lust auf Wildschweinjagd/pirsch habe.

Die Sau wird mir übrigens als Kopf/Schulterpräparat erhalten bleiben =) 20200414_152203.jpg

Waidmannsheil allen Saujägern 🌿
 
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Schon etwas her, aber nicht ganz uninteressant, da sowas hoffentlich nicht mehr vorkommen wird...

2. April: Während der Gummipirsch am Hauptweg - mein Jungjägerjagdfreund fährt - erspähe ich ein einzelnes Stück am Rand der Dickung welches sich leicht verdächtig verhält. Also wird mit dem richtigen Wind angepirscht und auf eine 30m entfernte kleine Kanzel gestiegen. Die Sicht von oben war gut und ich konnte mit der von @ratatoskr schon erwähnten Xeye E3 Max klar den Pinsel erkennen - oder besser - das Fehlen der Milchleisten. Also Daumen hoch für meinen Partner.

Der Schuss verspringt leicht durch einen schlechten Anschlag bzw. die improvisierte Auflage in der Richtung, jedoch bricht die Sau direkt zusammen und schlegelt. Auch nach 5 Minuten schlegelt sie immernoch, also bleibt mein Jagdfreund im Anschlag und ich gehe im sicheren Bereich einen Bogen um die Sau um mit der WBK zu schauen. Just in dem Moment wo ich auf einen Ast trete kommt die Sau hoch und ein zweiter Schuss bricht, woraufhin die Sau wieder zusammenbricht. Danach nichts mehr, keine Bewegung.
Wir warten noch 15 Minuten und gehen dann zum verendeten Stück. Beim aufbrechen klappt der Hinterlauf weg, es ist jedoch kein Einschuss in der Nähe vorhanden und später auch kein Projektil - ergo wurde der ÜLK angefahren und konnte den Hinterlauf nicht mehr belasten. Da der erste Schuss die Lunge nur leicht getroffen hatte und dabei spitz beide Vorderläufe durchschoss, konnte das Stück nicht mehr aufstehen und das vermeintliche Schlegeln war der gesunde Hinterlauf. 30 Kg, die Fraktur im Hinterlauf war relativ frisch.
20200402_232916.jpg

Letztendlich alles gut gegangen, verletzte Sau gestreckt und zu Beginn unseren 3. Jungjägerjahres einiges dazugelernt.

6. April: Wie üblich wechseln wir uns mit der Rollenverteilung ab, ich bin wieder Schütze. Die Gummipirsch entlang der Hauptwege verläuft erfolglos, also gehen wir eine der bekannten Stellen zu Fuß an, quasi die Rückseite der Dickung wo vier Tage vorher der ÜLK gestreckt wurde.

Ich habe die Waffe gerade durchgeladen und wir wechseln das letzte Wort, da höre ich aus der Dickung links vor uns Gequieke und ordentliches Knacken. Der Wind kommt von rechts, also schnell zurück zum Hauptweg und den nächsten Parallelweg genommen, so dass die Sauen rechts von uns entsprechend im günstigen Wind stehen. In der WBK ist noch nichts zu sehen, also gehen wir den Weg entlang und blicken immer wieder in die Dickung, bis wir plötzlich warme Flecken sehen. Vier gleichgroße Sauen wechseln langsam vor uns auf 100m über den Weg, da ich jedoch nicht sicher sehen kann ob Frischlinge dabei sind schieße ich nicht.
Also warten wir kurz auf eventuelle Nachzügler, die nicht kommen und gehen dann hinterher.

Links vor uns im Buchenbestand sind die Sauen im Gebräch und ich kann durch die WBK klar erkennen, dass die letzte Sau den linken Vorderlauf vollständig schont. Gottseidank habe ich gewartet und nicht das schwächste Stück geschossen als sie über den Weg wechselten.
Es ergibt sich beim Abwechseln der Sauen eine kurze Situation in der ich auf 70m leicht spitz, von hinten durch eine kleine Lücke im Bestand einen Schuss antragen kann und lasse fliegen.

Banges Warten, da vier Tage vorher der erste Schuss auf 30m so schlecht saß. In der WBK nichts zu sehen. Also erstmal den Wagen geholt und Taschenlampen ausgepackt. Vom Ort des Schusses auf den Anschuss zu gegangen und nichts gefunden. Absolut garnichts. Kein Schweiß´, nur die Fluchtfährte. Dann die erlösenden Worte des Jagdfreundes: "Hier, Schweiß!"

10m weiter liegt der ÜLK mit Lungen und Herztreffer in einer Senke hinter einem Holzstamm - also deswegen nix in der WBK gesehen und ein weiterer Beweis, dass ein guter Hund - damit meine ich nicht meinen Jagdfreund - nicht ganz überflüssig ist, wenn man nicht lange suchen will.

20200407_001306.jpg

ÜLK, 30 kg, rechter Vorderlauf mit fast verheilter Schussverletzung, vermutlich von der Drückjagd im November. Der Einschuss liegt deutlich weiter hinten auf der anderen Seite.

12.4. Langes Pirschen führt zu keinem Erfolg, der anhaltende Nordwind lässt die Sauen aus den Tageseinständen in andere Richtungen auswechseln.

Kurz vor zwei hören wir lautes Rascheln. Ein paar Tage zuvor war dort noch ein Igel im Laub unterwegs. Dann Quieken, also Sauen. Sechs stück tauchen in der WBK auf, fünf davon wiegen ca. zwei Kilogramm. Ein Junge Bache geht mit dem Nachwuchs spazieren. Wir verfolgen die junge Rotte ca 30 Minuten und beobachten das Schauspiel mit Säugen und Gerangel. Eine tolle Beobachtung auf knapp 40 Meter.
 
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Sau Nr. 2 des neuen Jagdjahres, ein Ü-Keiler mit 39 kg. Er war schon vorgestern an der Kirrung, aber hochgradig nervös und stand nie still bzw. breit. Gestern Abend war er vertrauter, habe in ruhig 5 Minuten fressen lassen und dann geschossen, er lag am Platz.
Heute morgen beim Kirren dann die Überraschung: Trotz der relativ großen Schweißlache waren die übrigen drei Kirrplätze zwei Meter daneben völlig abgeräumt.
Der Wald scheint leergefegt zu sein, alle Mast schon vertilgt und wenn der Magen knurrt, wird genommen was da ist. Morgen Abend geht´s nochmal raus.
Mein Kollege hat 10 Minuten nach mir 300 Meter entfernt ebenfalls einen Ü-Keiler mit 31 kg aus einer Fünfergruppe raus erlegt. Zwei Tage vorher hatte er fünf Bachen mit jeweils eigenen Frilis vor. Sauen in Hülle und Fülle in einem reinen Waldgebiet vom Forst und obwohl wir im Winter bei den jährlichen Drückjagden 150 Sauen bei 4 Jagden erlegen konnten.
 

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Weil es nicht ganz so alltäglich ist, auch mal was von mir. Zwei Keiler 105 und 116 Kg innerhalb von einer Stunde auf dem gleichen Weizenacker, wo sie nach den untergepflügten Rübenköpfen
schauen wollten. Nachtrag für die technisch Interessierten: R 8, 8x 57 Is, 9g Evo Green, 105 und 90 m, Bumm um IMG_3643.jpg IMG_3643.jpg IMG_3643.jpg IMG_3643.jpg IMG_3645.jpg IMG_3643.jpg IMG_3645.jpg IMG_3646.jpg IMG_3653.jpg IMG_3654.jpg IMG_3661.jpg
 
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Weidmannsheil!

Wurden die Keiler jetzt in der momentanen "Hungerperiode" erlegt, oder sind die Fotos älteren Datums.

Egal wo ich dieses Jahr jage, überall ist der Fraß jetztextrem knapp und bei den Frischlingen sieht man, dass regelrecht Körpersubstanz abgebaut wird. Daher wundert mich das Gewicht (aufgebrochen?) der Sauen!
 
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Weidmannsheil!

Wurden die Keiler jetzt in der momentanen "Hungerperiode" erlegt, oder sind die Fotos älteren Datums.

Egal wo ich dieses Jahr jage, überall ist der Fraß jetztextrem knapp und bei den Frischlingen sieht man, dass regelrecht Körpersubstanz abgebaut wird. Daher wundert mich das Gewicht (aufgebrochen?) der Sauen!
Waidmannsdank.
Die Keiler habe ich letzte Nacht erlegt. Bei ca 25 Sauen in den letzten zwei Monaten habe ich bis auf einen 2 jährigen Keiler letzte Woche, der wirklich klapperdürr war, keine "Unterernährung" feststellen können.
 
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Wmh zu den Keilern,
als technisch Interessierter Ausschuss mit dem Evo??
Ja, beide Male. Die Munition habe Ich allerdings selbst geladen, die ist wohl etwas strammer als die Fabriklabo. Mit der Fabriklabo habe ich den Restbolzen bei Sauen in dieser Gewichtsklasse öfter mal direkt unter der Schwarte gefunden. Jetzt reicht es wohl, dass er es noch bis raus schafft, solange man nur ein Blatt erwischt...
 
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....Die Munition habe Ich allerdings selbst geladen, die ist wohl etwas strammer als die Fabriklabo......Jetzt reicht es wohl, dass er es noch bis raus schafft,....
Wenn sie strammer geladen ist, sollte sie weniger wahrscheinlich einen Ausschuss schaffen, weil sie durch die höhere Vz stärker abgearbeitet und damit "härter abgebremst" wird.
 
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