Schwarzwild 2021/22

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Gestern Abend, nachdem ich den ganzen Tag auf den Bock angesessen bin, habe ich auf der Heimfahrt nochmal die frisch eingesähten Maisfelder abgeleuchtet.

Da stand der Keiler allein mitten im Feld und hat fröhlich die Maiskörnchen aus der Erde geholt.

Er hat sich auf gut 100m anpirschen lassen. Der Schuss war keine Kunst.

Die alleinige Bergung mitten in einem weichen, nassen Feld ne Schinderei... 😋


22:30 Uhr
150grs Barnes TTSX in .308
56kg aufgebrochen

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G

Gelöschtes Mitglied 25534

Guest
Unglaublich aber wahr - meine Durststrecke ging zu Ende.

Freitagabend sind wir mit vier Mann passend auf die Schlafkanzeln gezogen um durchzusitzen und den 1. Mai direkt im frühen mitzunehmen.

Ich bin um 21:30 ins Revier, kurz vor der Sperrstunde und habe den jungen Hund, weil es doch kälter war als gedacht, ich durchsitzen wollte und ich keine Lust habe 35kg die Kanzel hochzuschleppen zuhause gelasse.

Beim Angehen stand ein Schmalreh an der Salzlecke. Ich hab auf die 150m langsam angefangen mit mir selber zu reden, damit es in Ruhe abziehen kann. Tat es dann auch, in den Gegenhang, links vor der Kanzel.

Die Kanzel steht leicht erhoben neben einem Graben. Schräg links vor der Kanzel beginnt nach 25m eine Senke die sehr nass und moorig aber mit Gras bewachsen ist. Diese breitet sich auf 40m aus und endet nach 100m im Kiefernbestand. Links wird sie durch den Gegenhang eingefasst, rechts ist Kiefernbewuchs mit Naturverjüngung. Direkt rechts von der Kanzel ist eine 150m lange Schneise mit einem Wildacker.

Ich habs mir also auf der Kanzel gemütlich gemacht, Fenster auf, Kaffee hingestellt, Waffe geladen und zurechtgelegt. Dabei war ich nicht gerade leise, das Rehwild war ja gerade weg. Der Wind zog kalt und beständig von Vorne aus der Senke auf mich zu.

Drei Minuten nachdem ich saß habe ich dann die WBK mal genommen und in den Hang geguckt wo gerade das Reh noch war und hab es prompt im Hang als hellen Fleck gesehen. Daneben ein zweiter. Beide setzten sich in Richtung Senke in Bewegung und irgendwie war kein Träger zu sehen. Tatsächlich zwei Sauen ohne Gefolge. Schnell die Waffe hoch und in Richtung der Senke angeschultert. Währenddessen mit der WBK den Flecken gefolgt die zügig auf 80 m aus dem Hang auf die Fläche kamen. Keine Striche, dann sogar der Pinsel und die Klötze zu sehen.

Ich hab sofort angelegt und just als ich auf dem Blatt war zog die erste Sau wieder los. Hielt an, zog wieder los. Also schnell zur zweiten gewechselt, welche prompt loslief. Ich habe mitgezogen und in dem Moment wo sie auf 80m kurz vor dem Ende der Senke noch mal verhoffte direkt hinter dem Blatt fliegen lassen - super abgekommen.

Stille, Zerbrechen von trockenem Unterholz. Ein Grunzen und Stille.

Ich habe meinen nahe sitzenden Jagdfreund angetextet, der dann 30 Minuten später bei mir war, da die SMS nicht raus wollte. Das Risiko aus der Senke heraus in den Hang und Farn/Brombeeren hineinzulaufen um nach der Sau zu schauen habe ich dann alleine doch sein lassen. Vor allem weil ich nach den letzten Monate das Gefühl für die Größe verloren hatte und es nun mal zwei Keilerchen mit mindestens 40+kg waren.

Am Anschuss dann keine Pirschzeichen, kein Schweiß, der Kugelschlag war deutlich zu sehen. Ich war perplex. Das kann doch nicht sein - letzte Woche doch noch auf 150m Fleck kontrollgeschossen. Weitergesucht, nix.

Ich hab langsam angefangen laut vor mich hinzufluchen und bin auf einen erhöhten Punkt am Hang um mit der WBK zu schauen. Da lag sie, 20m vom Anschuss in einer Mulde hinter einer Kiefer! Zwei Spritzer Schweiß auf dem letzten Meter, sonst nichts.
Beim Aufbrechen hat sich dann gezeigt wieso: Das Herz lag lose in der geöffneten Kammer und beide Löcher waren nicht größer als die Laufmündung. Sofort hatte sich Gewebe davor geschoben und durch den fehlenden Blutdruck kam nix raus.

Gerade pack ich die Sau ins Auto schreibt mir der Jagdfreund, dass die Sauen gerade bei ihm waren als er zu mir gekommen ist und dass ich warten soll, da sie zu mir zögen. Die SMS habe ich leider 30 Minuten später bekommen...

Die Sau nach hause gebracht, saubergemacht (Wasser vergessen) und in die Kühlung gehängt und wieder ins Revier, durchgesessen und bis zum Abbaumen keinen Anblick mehr gehabt, trotzdem glücklich die kalte Nacht draußen gewesen zu sein.

ÜLK 48kg
Flucht 20m
308 Sako Powerhead 2 (Barnes TTSX) in 168gr

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Der Hund war interessiert aber skeptisch. Den Kontakt mir Schwarzwild haben wir bisher schwach dosiert, solange noch keine Weste da ist und er die BP hat.
 
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Mein neffe kam wie jedes Jahr mal ein Wochenende zu Besuch .
Dieses Jahr haben wir uns für den Mai verabredet . Hat ihn doch schon ein bisschen das Jagdfieber gefasst, und so sollte es mal wieder mit auf Ansitz gehen .
Letztes Jahr hab ich in seinem Beisein sauber eine Sau gefehlt . Dieses Jahr sollte es anders werden .
Gestern das erste mal Abends draußen gesessen , vom Regen überrascht und leider ohne jeglichen Anblick nach Hause gefahren.

Heute Mittag hat er dann sein erstes Reh aus der Decke geschlagen und zerwirkt .
Ein schwaches Schmalreh , welches ich vor drei Tagen erlegen konnte .
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Heute Abend wieder auf den selben Sitz . Am rande des Saueneinstands , einem verlandeten Sees mit viel Schilf und Weidenkätzchen .

19 uhr gesessen und schon die Sauen gehört . 20 uhr tritt eine Ricke in unserem Rücken auf vielleicht 10 Schritt aus .

Die ersten Frischlinge kommen auf die Kirrung vor uns:

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Die Bache bleibt im Busch und bleibt misstrauisch , ein Schuss bricht beim Kollegen der ein paar hundert meter weiter sitzt und alles zieht wieder in den Busch .

Die Rotte ist mir von den Kameras gut bekannt . So sind dort 2 Bachen mit 12 Fröschen und einem Überläufer aus dem letzten Jahr präsent .

Nach einer gefühlten Ewigkeit zog die Rotte raus , machte einen Bogen und kam dann doch noch auf die Fläche . Im letzten Licht konnten wir den Überläuferkeiler erlegen .
Mein Neffe war so im Jagdfieber und freute sich wie ein Schneekönig .
Und ich freute mich noch viel mehr , weil ich das Feuer in seinen Augen gesehen habe .
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Gestern auch endlich mal wieder auf Schwarzwild von Hubertus die Hand geschüttelt bekommen. Nachdem monatelang das Schwarzwild nur ab und zu sporadisch und kein bisschen stetig im Revier war, habe ich gestern Mittag beim Kontrollgang eine geöffnete Kirrkiste gefunden. Also neuen Mais eingefüllt und auf guten Wind gehofft. Freigabe war Schwarzwild, Schmalreh und Jährlingsspießer.

Gegen 20 Uhr aufgebaumt, Wind war in Ordnung. Um 21 Uhr 10 Meter rechts von mir ein Schmalreh, trat alleine aus und zog spitz von mir weg auf die 40 Meter entfernte Salzlecke zu. War einwandfrei anzusprechen, stand aber nie zum Schuss breit genug. Also gewartet und nach 10 Minuten (gefühlt mindestens halbe Stunde) war es ganze 15 Meter weiter gekommen. Immer äsen, sichern, äsen, sichern,... Dann wurden 100 Meter weiter Rolläden sehr geräuschvoll runter gelassen, Schmalreh startet durch, verhofft auf knapp 150 Metern nochmals kurz, springt dann schreckend ab.

Auf 250 Meter dann noch ein starker Bock und bis auf ein paar Hasen nichts mehr. Um 21.45 Uhr noch ein Fuchs (noch nicht offen bei uns) in Richtung Kirrkiste, sprang dann aber auch direkt wieder ab.

Gegen 21.55 Uhr dann ein Grunzen aus den Hecken rechts. Wärmebildkamera hoch und da stand ein einzelnes Stück Schwarzwild zwischen 30 und 40 kg schwer, scheibenbreit auf der halben Strecke zwischen Heckenstreifen und Kirrung. Gewehr hoch, Im Wärmebildvorsatz den Pinsel erkannt. Er hatte sich wieder gedreht und trottete gemütlich wieder in Richtung Heckenstreifen, verhofft kurz, ich lasse den Schuss brechen.

Sehe wie er kurz zeichnet, ein kurzes Quieken, dann Schnellstart in die Hecken. Dort noch 2-3 Sekunden knacken, dann Ruhe. Ich glase noch ein paar Minuten und lausche angestrengt. Aber nichts mehr zu spüren.

Also Jagdherr verständigt, noch 10 Minuten gewartet, abgebaumt und zum Anschuss. Weil er in Höhe der Salzlecke stand müsste der doch gut sichtbar sein. Aber außer Eingriffen im aufgeweichten Boden im nassem Gras nichts zu sehen. Am Heckenstreifen dann ein paar Tropfen Schweiß und dank WBK in etwa 15 Metern in den Hecken den Keiler liegen sehen. Aber dann das große Fragezeichen wie ich den erreichen soll. Alles voll mit Brombeeren, vom Boden bis zu Übermannshoch. Rucksack lag am Hochsitz, Gewehr wollte ich nicht alleine da stehen lassen.

Hab mich 5 Meter rein gekämpft, das Stück wurde in der WBK immer deutlicher und die Brombeeren immer mehr zum Problem. Also wieder raus, Jagdherrn angerufen und um Unterstützung mit Machete, Hippe o,ä. gebeten. Aufgelegt und wieder zum Eingang der Hecke. Knapp daneben fand ich einen knapp über 1 Meter langen, starken Ast und habe den dann benutzt um mich vor zu kämpfen. Konnte dann tatsächlich das Stück erreichen, Schlinge um den Hals und angezogen.

Hängt der doch dann tatsächlich an allem, was ich nierdergetrampelt habe, fest. Das waren die längsten 15 Meter meines Lebens bis ich den 35 kg Keilerchen draußen hatte. Gleichzeitig kam dann der Jagdherr mit Heckennahkampfmesser an. Blieb aber nur noch Wmh und Stück in den Korb legen. Auf die Mitfahrt habe ich dann verzichtet und bin die 500 Meter zum Auto lieber durch den Regen gelaufen zum abkühlen.

Dann noch aufgebrochen, in die Kühlung und ein alkoholfreies Limobier für mich, Jagdherr trinkt natürlich bei sich zuhause traditionell tot.

Schweiß konnte er nicht mehr verteilen weil mein Geschoss sein halbes Herz samt Anschlüssen zu den Gefäßen erwischt hat. Ohne Druck im System war also trotz gutem Ausschuss nicht viel Volumen verloren gegangen.
 
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Letzte Woche war es nach 11 Monaten insgesamt und ungefähr 20 Ansitzen nur auf Schwarzwild seit November endlich mal wieder soweit und ich konnte eine Überläuferbache erlegen.

Gegen 21.30Uhr habe ich bei Sauwetter - abwechselnd stärkerer Regen, Nieselregen, kein Regen - meinen Sitz an einem vorletzte Woche eingesäten Maisacker bezogen. Die Tage vorher hatten mein Pächter und ich abwechselnd dort Schwarzwild (1 Rotte mit 3 Sauen, eine einzelne Sau und noch eine Rotte mit 16 Stück) im Wald vor uns - leider kam keine der Sauen aufs Feld und angehen war auch nicht möglich.

Vom Sitz aus einsehbar sind noch weitere Wiesen und Äcker. Auf einem der Äcker (Mais!) in 800m Entfernung (Luftlinie) konnte ich dann auch gegen 23.00Uhr 5 Wärmequellen ausmachen. Da der Wind günstig stand, war die Entscheidung schnell getroffen. Also abgebaumt, zurück zum Auto und erstmal Distanz verringert.

Dann ging es mit Pirschstock auf die letzten 450m. Nachdem die Wärmequellen dann auch eindeutig als Sauen angesprochen werden konnten, stieg die Spannung weiter. Mit kleinen vorsichtigen Schritten konnte ich mich bis auf 60m an die 5 mittlerweile gemütlich im Maisacker ziehenden Überläufer annähern. Da alle 5 Stücke etwa gleich groß waren und auch kein führendes Stück dabei war, habe ich gewartet bis ein Stück frei stand und dann ließ ich die .308 fliegen. Das Stück lag am Platz und die anderen 4 flüchteten in den Wald.

Da es bereits den ganzen Tag geregnet hatte war der Acker ziemlich schmierig und selbst die Überläuferbache mit, wie sich tags darauf herausstellte 35kg war schon sportlich zu Bergen.

Meinen Pächter und den Bauern hat's besonders gefreut, da normalerweise der Acker durch einen akustischen Wildschreck "bewacht" wird, er aber an diesem Abend nicht funktionert hatte da die Batterie leer war!
 
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Gestern Abend, nachdem ich den ganzen Tag auf den Bock angesessen bin, habe ich auf der Heimfahrt nochmal die frisch eingesähten Maisfelder abgeleuchtet.

Da stand der Keiler allein mitten im Feld und hat fröhlich die Maiskörnchen aus der Erde geholt.

Er hat sich auf gut 100m anpirschen lassen. Der Schuss war keine Kunst.

Die alleinige Bergung mitten in einem weichen, nassen Feld ne Schinderei... 😋


22:30 Uhr
150grs Barnes TTSX in .308
56kg aufgebrochen

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Habe heute die Keilerwaffen aufgesetzt.

Fürs erste mal doch ganz okay. Zum füllen hab ich Epoxydharz genommen.

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Heute Abend auf Bock gesessen, leider alle Stücke zu weit weg. Dann zog auf einmal starker Wind auf und die Windrichtung drehte. Bin dann anschließend noch zum Mitpächter am Mais gefahren, der die letzten Tage eingelegt wurde. Die Sauen müssen die Nächte zuvor schon da gewesen sein. Ein Schlag genau an der Bahnlinie, welche gleichzeitig die Reviergrenze ist. Ich stellte mich mit dem Auto am Straßenrand, Fenster runter, den Sitz etwas zurück in eine bequeme Position, und genoss die Stille. Der Wind hatte sich inzwischen gelegt und es war sehr ruhig. Lange sollte die Stille nicht andauern, als ich quieckende Sauen im Wald hinter der Bahnlinie hörte. Die Schelme müssen sich eben manchmal verraten. Bis die Sauen dann auf die angrenzende Wiese neben den Schlag auswechselten vergingen vielleicht 10 Minuten. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht sah ich die Sauen an der Bahnlinie auf unserer Seite Richtung Mais ziehen. Bachen mit kleinen Fröschen, und zarte Überläufer. Ich wartete bis die Sauen auf dem Maisschlag waren und verlies dann leise das Auto, packte Schießstock und Waffe und zog langsam los. Der Winde passte, und so konnte ich ein 41kg Keilerchen erlegen. Lag im Knall, Einschuss Lunge, Ausschuss etwas weiter hinten, hat die Leber mit erwischt.
Waidmannsdank!
 

JBB

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Und die nächste Sau... Das JJ ist heftig bisher, alle für Sau geplante Ansitze waren bisher erfolgreich 🤦‍♀️

Hab aufs Wetter spekuliert. Sauen sind unterwegs, aber nirgends sicher fest. Aber der erste Regen seit Tagen hilft meist, sie hervorzulocken. So auch gestern.

Mein Ansitz im Wiesental verlief unspannend. Zwei Rehe und zwei Füchse vertreiben mir die Zeit im Regen. Als es mir so langsam kühl wird, mache ich mich auf den Heimweg. Ist sicher viertel eins.

Der Blick ins Feld zeigt drei Wärmequellen, die eindeutig Sauen sind. Also alles packen und ran. Regnet noch immer und Wind ist deutlich, so dass die Geräusche von mir gut untergehen. Nach der Bodenwelle wurde es kurz kritisch, stehen doch unvermittelt drei Rehe vor mir... Retour und Bogen um sie halten sie aus, dafür sind die Sauen jetzt weg... Aber ich weiß weitere Bodenwellen vor mir.

Und so ist es, tauchen sie kurz vorm Wald wieder auf (hätte aber auch eine Verfolgung innen zumindest ein paar Meter versucht). Im Gebrech stehend halten sie aus, wie ich mich aufbaue. Drei gleichgroße Sauen, perfekt. Ich suche mir eine aus und warte. So einfach machen sie es mir nicht, immer spitz oder so, dass ich nicht sicher sein kann, ob Splitter die zweite Sau treffen muss ich ein paar Minuten ausharren.

Da kommt die Chance und mein erster jagdlicher SD Schuss bricht und mit ihm sinkt die Sau zu Boden... Die anderen zwei spingen 20m ab und verhoffen! Und ich hab nen halben Klemmer und brauche drei Sekunden länger wie sonst und verpasse Chance Nummer zwei 👿 Kaum fertig und drauf geht die erste ab und die zweite folgt sogleich.

Doch nochmal halten sie hinter einer Bodenwelle. Ich gehe ran, baue wieder auf und... Und versaue es diesmal. Im Schuss merke ich selber wie ich hinten absacke und die Sau voll überschieße 👿 Ich beiße mir in den Ar... und sehe beiden zu, wie sie nun meine Reichweite verlassen um vorm Abwechseln im Wald noch ein paar Minuten verhoffen um die Situation sichernd zu erfassen.

Im Nachgang war es aber Schicksal... Selbst Nr 1 die 15m leicht hangauf bis zum Auto über den total aufgeweichten Acker zu ziehen war schon ein Akt durch den Lehm an den Stiefeln... Nr 2 wären mindestens 150m hangauf geworden ohne Chance ranzufahren... Ohne Ketten wäre ich niemals da weg gekommen.

Kontrolle ergab sauberen Fehlschuss, so dass ich mich über den ca. 35kg ÜLK freue aus der Mossberg MVP Scout in. 308 mit LOS HT und dem neuen Triton No 4.

Und Punkt 0530 kam das nächste Foto von der Cam aus dem Wiesental... Min drei Überläufer.
 

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Gelöschtes Mitglied 25437

Guest
Heute Morgen wollte ich mich gemütlich ansetzen und auf Sauen warten. Vor 3 Tagen hatte ich sie unerwartet beim Morgenansitz auf Rehwild in meinem Rücken gehabt, leider sind sie auf meinen Anwechsel gestoßen und waren schneller weg als ich fertig wurde.

Also um 3.30 aufgestanden und da hin, aber vorher noch kurz unsere gefährdete Wiese besuchen. War ich doch Sonntag und Montag zweimal auf Sauen gestoßen; da die Luft in der Ecke nie mitspielt hatte ich jeweils das Nachsehen (Wortspiel😂)

Gegen 4.00 also kurz zur Wiese, diesmal von oben durch die Mitte und dann bis zur Mitte vor. Im Osten konnte man gerade den beginnenden Tag erahnen und auf der Wiese stand Bodennebel. Die WBK zeigte ein paar Stück Rehwild und eine nicht eindeutig zu identifizierende Signatur. Dachs? Ich hatte da meinen 15 kg Dachs erlegt. Bei Überlegen eines Angehweges (wie komme ich am besten durch die Zäune) wurde mir klar, das die Signatur an der Stelle stand, vor ich vorher die Sauen vor hatte. Da ging ein zaunfreier Weg hin😉
Angegangen und als Sau bei Umbrucharbeiten bestätigt. Pirschstock raus, die kleine 6,5x57r KLB von Haenel aufgelegt, NS angemacht und....
weisse Wand🙈 Digitale Nachtsicht und Nebel und IR Lampe gehen nicht zusammen. Also den Grabearbeiten weiter zugesehen und auf mehr Tageslicht gewartet. Plötzlich lichtete sich der Nebel und ich konnte die IR Lampe wieder zuschalten und ließ fliegen. Die Sau blieb am Platz.733F8E42-39C9-4EB6-80A3-AEE61B564BA9.jpeg

Da das Revierfahrzeug blockiert war musste die Sau im Auto mit. Aber das Auto war zu klein😱 Also Schlittenfahren, Gott sei Dank gehen Wiesenwege bis fast vor die Wildkammer.
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73 kg aufgebrochen, Ansitz fiel dann aus 🤷‍♂️😉
 
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Gesteen Abend um 20 Uhr auf Bock raus. Um 21:23 klingelt das Handy. Pächter ruft an... geh ich dran ist der Ansitz wohl versaut, aber er weiß ja, dass ich sitze. Also wirds wichtig sein...

Sau an der Kirrung. Kamera schickt Bilder. Also runter von der Kanzel, Spurt zum Auto und los. 5min später pirsche ich zur Kirrung. Da steht Sie und nascht Mais... Leider kein Schuss möglich weil sie blöd hinter einer Kuppe steht.

Also auf dem Pirschstock einrichten und warten. Irgendwann dreht sie sich schon.

Ich bin mit dem Absehen immer auf der Sau. Da höre ich ein Auto, auch die Sau hört es. Sie springt auf, sichert, patsch und weg ist sie.

Anschusskontrolle - ich habe dann einmal 10m in Fluchtrichtung das Unterholz umschlagen. Da lag sie in den Buchen. Sau Nr.4 dieses JJ.

ÜLK mit 31,3kg
Barnes TTSX 150grs .308
Entfernung 30m
Flucht 15m

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JBB

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DasJJ wird mir unheimlich... Fünfter Sauansitz, fünfte Sau...

Fangen wir vorne an. Angeblich läuft in einem Revierteil ein guter Bock, aber gesehen habe ich ihn noch nie, nur Gäste. Und die kamen nicht zu Schuss oder trauten sich nicht.

So beziehe ich um acht eine Leiter an der Wald-/Feldkante und warte. Rehe zeigt mir die WBK, aber der Buchenaufwuchs nimmt meist immer die Sicht. Und was ich sehe ist weiblich und keines sicher als Schmalreh ansprechbar.

So ziehe ich gegen 22 Uhr um. Etwas umständlich, da obwohl der neue Sitz perfekt steht für spätes Angehen, doch auf der Wiese vor ihm zwei Rehe stehen, die alles verraten könnten. So zwänge ich durch den Stacheldraht der Kuhweide dahinter um gedeckt ran zukommen. Es klappt und ich kann vom Sitz aus gut zwei Drittel meiner Feldflächen überblicken.

Die Zeit vergeht und ich sehe den Rehen zu, die unterwegs sind. Zwölf maximal sehe ich gleichzeitig, aber es sind gesamt mehr, man sieht hier und da noch was im Wald. Mit der Zeit werden es weniger.

Da springt mich hinten links eine Masse an, die aus dem Wald quillt förmlich. Blick, es sind mehrere Wärmequellen auf einmal, groß, Bewegung passt, Sauen, so viel ist klar. Gut das jetzt die Rehe mittig weg sind. Schnell alles gepackt und runter und los. Sind es doch gut 1km die mit Umwegen zu laufen sind.

Langsam komme ich näher und erkenne 5 Sauen, eine leicht schwächere und vier ca gleichstarke. Die letzten 200m gehe ich direkt drauf zu über offenen Acker, leicht geduckt und immer wieder scannend. Sie merken nix, stehen auf der Wiese und grasen oder suchen oberflächlich Würmer(Brechschäden gibt es nämlich nicht). Ich mache mich bereit, doch die kleinste will einfach ums Verrecken nicht. Nicht breit, verdeckt, in einer Senke... Nochmal werden alle mittels WBK gechecked und als ok befunden, so dass ich nach gefühlter Ewigkeit auf die mittlere der Fünf umschwenke, sie steht einfach passend und erscheint mir nur etwas stärker.

Mit dem Schuss leert sich die Bühne, diesmal geben sie mir keine Chance zur Dublette. Ich bin mir sehr sicher... Und merke, das Licht liegt noch am Sitz. Na gut, Auto brauch ich ja eh. Also Stock liegen lassen, so dass ich die Richtung nachher finde und los. Doch am Ende brauche ich es nicht, leuchtet mich die Sau doch gut 30m vom Anschuss dann aus dem Wald heraus an.

Grad noch ÜLB den Zähnen nach, ca 45-50kg, innehabend ja, aber noch ganz frisch, wie man erkennt. Klar, Anhänger hatte ich nicht bei... Dank Matsch sah ich aus wie Sau...

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Weidmannsheil allen Erlegern!

mein Ansitz heute Abend hat eigentlich einem uralten Bock gegolten, der vor ein paar Tagen aus dem Nichts bei uns auf der Kamera drauf war. Der Wind ist nicht optimal für die Stelle, an der wir auch kirren. Nur war schon länger keine Sau mehr zu sehen. Unser Kirrbeauftragter hat auf jeden Fall gestern nichts auf der Kamera gehabt.

Beim Angehen springt Rehwild ab - na klasse. Ich baume trotzdem auf und glase die Fläche ab. Hinten rechts in der Ecke ist eine kleine Suhle, und die ist trüb wie nix. Hm, komisch... egal, ich bleibe sitzen bis 22, dann hab ich die Wahl: heim zur Holden oder noch sitzen bleiben. Sie gibt grünes Licht, in dem Moment fängt es auch gut an zu regnen. Also fällt die Entscheidung doppelt leicht. Nachtsicht aufgesetzt und zurückgelehnt. Mit dem Fernglas sieht man immer weniger, ich nehme mal die Büchse für einen Testblick. Jou passt alles. Büchse in die Ecke, Augen auf Halbmast... da knackt es schon direkt unter der Kanzel, dann rechts neben der Freifläche... schwupps stehen da vier gleich große Schweinchen rechts in der Ecke. Zwei Bachen und zwei Keiler. Tippe auf frisch abgeschlagen von der Alten. Bis eine der Bachen frei steht dauert es nur wenige Sekunden. Der Schuss bricht und die Platte ist leer... Alles zusammenpacken, regendicht verstauen, und ab geht die Suche nach 10 Minuten. Anschuss mit Lungenschweiß, Fährte geht in den Bestand. Weil es so viel und eindeutig ist, gehe ich der Fährte nach, die wird aber schnell weniger. Wie man dann so bedröppelt im Dunklen steht kennt wohl jeder - wo ist der nächste Schweißfleck?! Gehe ich hier im Kreis? Und es regnet munter weiter.... aber nach 20 bis 30 Metern das erste Wundbett. Hier ist die Sachlage wirklich eindeutig, also weiter. Von Wundbett zu Wundbett im Zickzack, bis ich die Sau dann endlich gefunden habe. Zum Glück habe ich kurz vorher einen Querweg gekreuzt, so dass ich ziemlich sicher weiß wo ich bin. Bei ner ähnlichen Aktion habe ich länger gebraucht den Weg zu finden als die erlegte Sau... Also bis zum Weg ziehen, dann Auto holen, einladen. Heim, rote Arbeit.

30,5kg aufgebrochen. Beste Größe für auf den Grill!

Ich wäre eher morgen rausgegangen, aber Frauchen hat gesagt geh lieber heute, morgen Abend ist für uns reserviert. Fazit: öfter mal auf die Frau hören!
 
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30 Jan 2016
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Der Hund wollte nicht aufs Foto…Erstmal den Bart auf dem Waldboden sauber machen.

Nach einer ziemlichen DurstStrecke im letzten JJ explodieren gerade wirklich die Bestände. Rotten mit 20 Frischlingen und mehr gibt es drei oder vier. Überläuferrotten mit 5-15 Stücken genauso.

Gestern um Mitternacht stand auf einem unmöglichen Getreidefeld eine Rotte mit gut 10 Stücken. Unmöglich deshalb, weil eine Seite ist durch einen Zaun unpassierbar, zwei Seiten sind durch Leitplanken und steile Hänge eigentlich auch nur schlecht zu überwinden. An der offenen Seite stand ich mit Hund und Wärmebild. Es gibt sicher eine Erklärung, diesem Überläufer mit genau 50 Kilo aufgebrochen ist es jetzt aber egal.

70 m Schuss Entfernung, 8x57 , RWS Hit, Blatt mit 2 kleinen Löchern. Die Sau ging trotzdem noch knappe 100m.

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