Schwarzwild 2022/23

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Als kleinen Nachtrag zu meinem Post bei den "Ostergrüßen" von @Sir Henry , dem ich den Faden nicht zumüllen will. Es soll ja nicht heißen "wieder so ein Ritter der Schwafelrunde":
Eigentlich wollte ich zum Osterfeuer. Konnte mich aber nicht entscheiden zu welchem und kann Corona im Moment gar nicht gebrauchen. So viele Menschen, meine Schwerhörigkeit, der Lärm, wo ich dicht an den Gesprächspartner heran muss.... Der Alkohol und der dicke Kopf morgen....
Kurzum: blauer Himmel, es verspricht eine traumhafte, helle Nacht zu werden, her mit dem Schießeisen und die Pferde gesattelt!
Auf der Fahrt ins Revier brennen an den Ortschaften überall die Osterfeuer. Früher wurden sie später entzündet, heute, vermutlich der Kinder wegen, schon früh. Früher war mehr Lametta, und Altöl und Treckerreifen 😉 Hätte ich nicht vielleicht doch...? Ach, Plumperquatsch, im Rückspiegel ist der aufgehende Mond zu sehen, voll und klar. Im Straßengraben Dunst über dem Wasser und dann ist Eichendorff da, plötzlich und im Hinterkopf...
Eine Ecke hinter der Kanzel ist zu allem Überfluss und völlig unnötig noch eine angeschoben Fichte umgefallen, aber man kann gerade noch über den Zopf fahren. Aufgebaumt! Das Käuzchen ruft... Ich denke noch an den alten Spruch, dass dann die Sauen ziehen, weitergedöst.
Nach 45min, ziemlich unspektakulär und doch eindeutig: es knuspert an der Kirrung auf der relativ dunklen Schneise, die ich mir bei dem guten Mond ausgesucht habe. Etwas hoffte ich ja schon auf den dicken Keiler. Es zeigen sich zwei Frischlinge, die jetzt eigentlich Überläufer heißen. Sicherheitshalber das Wärmebild her. Nein, nicht führend, die Stärkere hat vielleicht inne.
Auf was warten? Immer stehen sie deckungsgleich, ich muss warten. Nach einer Weile werden sie unsicher, wechseln ein. Die Geringere kommt wieder, steht leidlich breit, sichert, Patsch! Sie liegt, kommt wieder hoch, macht ein paar ungelenke Fluchten, liegt wieder. Wärmebild hoch! Ein paar Atemzüge noch - aus.
Auf der Rückfahrt sind die Osterfeuer kleiner geworden. In den Ortschaften Heimkehrer.
Ach, was soll's, die Nacht ist jung, gleich runter die Schwarte! Gut 22kg zeigte vorher die Waage. Beim Abschwarten bellt nicht weit weg der Fuchs.
Eigentlich wie immer und heute doch nicht so ganz. Vielleicht konnte ich Euch mitnehmen.Anhang anzeigen 191706Anhang anzeigen 191707
Konntest Du !
 
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Gestern Nachmittag zog es mich ins Revier um die letzten verbliebenen Arbeiten zur Instandhaltung der Reviereinrichtungen abzuschließen . Bei dem schönen Wetter legte ich einen ausgedehnten Spaziergang im Anschluss mit an. Ecken in denen man sonst eher sporadisch ist bzw Ecken die mir auf Grund der wenigen Erfahrung im neuen Revier noch unbekannt waren, waren das Ziel.
Schon auf der Fahrt ins Revier waren einige frische Schadflächen auf den jüngst bestellten Feldern aufgefallen.
Wennauch ich die aktive Jagdausübung an den Feiertagen meist meide, so zog es mich gegen Mitternacht doch zu einem Kontrollgang ins Revier. Mit dem Pächter war vorher Alles abgeklärt und so stromerte ich ca 1,5h die neuralgischen Stellen bei gutem Wind und bestem Licht ab. Außer einigen Dachsen die sich gut vermehrt haben , Rehwild und Füchsen war nichts zu sehen. Hier und da schreckte allerdings das Rehwild im Bestand, dort lassen wir das Schwarzwild aber komplett in Ruhe.
Mittlerweile war es 0115 Uhr und ich machte mich auf den Weg Richtung heimischem Kessel, nicht ohne einen letzten Stopp an der Reviergrenze mit Blich auf einen letztjährigen Maisacker mit ordentlich Schaden.
Tatsächlich standen unterhalb davon 7 Frischlinge/ Überläufer in aller Selenruhe im Gebräch, die Entfernung betrug gerade einmalm130m. In aller Ruhe machte ich das Zauberzeug gefechtsklar (ein Hoch auf die Kipplaufbüchse welche sich absolut geräuschlos laden lässt). Noch 30/40m näher ran und ich konnte die Sauen bereits mit bloßem Auge erkennen, Alles Frischlinge der 25kg Klasse. Als dann eine der Wutzen breit stand ging die 7x57R auf die Reise und bannte das Keilerchen mit Hochblatt Schuss am Platz, der Rest der Rotte flüchtete auf mich zu, verholte nochmal ohne weiter Möglichkeit auf einen weiteren Schuss und zog dann von dannen.
Bergen und Versorgen mit Hilfe des jederzeit erreichbaren Beständers und gegen 0300 Uhr lag ich im heimischen Bett.
Ich mag diese konzentrierte Bejagung speziell an den Schadflächen, dadurch hat das Schwarzwild in den ausgedehnten Waldungen Ruhe und der Schaden hält sich in Grenzen. Der Stundenlangen Bewachung von Holzkisten kann ich schon lange nichts mehr abgewinnen. Glücklicherweise habe ich diese Möglichkeiten welche ich sehr zu schätzen weiß.
Die Erste Ladung Bratwürste ist damit wieder gesichert.
 
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Männers und Männer:Innen m/w/d/t/* !!!!! Sauerkrautsaft ist ein Synonym. Ich wurde irgendwann mal hier deutlich zurechtgewiesen, daß es sich für den aufrechten Waidmann nicht gezieme öffentlich über den Konsum von Gerstensaft zu reden......

Ich müßte das erste mal im Leben einen Schluck Sauerkrautsaft trinken. Es sei denn, ich bräuchte einen Grund, um nicht mit zur Schwiegermutter fahren zu müssen. Aber die Ausrede funktioniert nicht mehr.
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Es ist beachtlich was kleine Racker an Schäden verursachen können . Habe die drei schon einmal gesehen ….ein Jagdfreund noch JJ hatte sie vorgestern mit seinem Handgerät beim brechen abgelichtet, ich hatte mir dann gestern den Schaden angeschaut . Überall an den Rändern gebrochen . Heute bin ich dann mal raus . Gegen 22 Uhr wurde das Rehwild nervös , da sah ich die kleinen Übeltäter. Eine Übeltäterin blieb dann bei mir ….Anhang anzeigen 191708Anhang anzeigen 191709Anhang anzeigen 191710

Entschuldigt bitte für das unästhetische Foto !

Die Gummihandschuhe stören den Gesamteindruck schon sehr. ;-)

WmH.
 
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Nachdem ich in meinem ersten Jagdjahr auf Drückjagden meine ersten Stücke Schalenwild in Form von Damm- und Rehwild strecken konnte, lud mich ein Bekannter ein sich bei ihm Nachts auf Sauen anzusetzen.

Bei den folgenden zwei Ansitzen hatte ich zwar einiges an Anblick aber eine sichere Kugel war nie möglich.
Entweder verschoben die Stücke oder standen verdeckt und wenn man schon eingeladen wird, dann will man dem Gastgeber auch keine Umstände machen.
Entsprechend musste die Kugel sitzen, wobei ich diesen Anspruch natürlich auch an mich selbst stelle.

Da ich Jobtechnisch durch mein Schichtmodell mit etwas mehr partieller Freizeit gesegnet bin, ließ ich nicht locker und ging ein weiteres Mal los

20220311082520.JPG
Diesmal kamen zwei etwa gleichstarke Stücke an die Kirrung, deren aufgestellte Rückenlinie auf Überläufer schließen ließ.

Beide zogen links an die Suhle wo ich nicht unbedingt schießen sollte, wie mir vorher gesagt wurde.
Also wartete ich ob sie noch nach rechts auf die Lichtung kommen aber die beiden machten zunächst keine Anstalten ihren Wellnessbereich zu verlassen.

Irgendwann kamen sie dann doch rechts rüber und fingen an auf der Kirrung zu brechen. Nach einiger Zeit standen dann beide schön breit und die Pinsel waren zu zusehen.
Also von hinten auf´s Stück eingeschwenkt und fliegen gelassen. Die Sau zeichnete kurz und sprang ab, die Bühne war schlagartig leer.

Also mit der WBK die Umgebung abgeglast und tatsächlich konnte ich ca. 30m weiter eine deutliche Wärmesignatur ausmachen. So konnte ich die 10 Minuten doch wesentlich entspannter warten.

Wie im Nachsucheseminar gelernt erst einmal zum Anschuss und sich die Pirschzeichen angeschaut, viel Lungenschweiß und eine deutliche Schweißspur.
Obwohl ich durch die WBK eigentlich wusste wo die Sau liegt, folgte ich der Schweißfährte und kam so zu meinem ersten Stück Schwarzwild.

Inzwischen war auch mein Bekannter angekommen und wünschte mir viel Waldmannheil zur erfolgreichen Nachtjagd.

PHOTO-2022-04-22-11-20-13.jpg
Hier ist das kleine Keilerchen, aufgebrochen etwa 45kg.
Die Geco Softpoint in .308 traff die Sau auf ca. 60m direkt hinter dem Blatt, Einschuss war gleich Ausschuss.

Was ich als Überläuferkeiler angsprochen hatte, entpuppte sich später nach dem Abkochen anhand der Zahnformel doch eher als Frischling im letzten Monat.

Mit etwas Zeit und Geduld verhalf mir der Kleine auch zu meiner ersten selbst preparierten und aufgesetzten Trophäe.

Keilerwaffen.JPG

Für die meisten hier ist das natürlich nichts besonderes mehr aber für mich war es ein unvergessliches Erlebnis und ich muss gestehen, dass mich die Nachtansitze wirklich "angefixt" haben.
 
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Keilerchen tot. 30 Kilo. Und diesmal hat es geklappt.
Gegen 8 Uhr mache ich mich daheim auf den Weg. Bevor ich auf meinen eigentlichen Sitz steige, starte ich noch eine Expedtion zu einer anderen Kanzel. Das Sauenparadis. Dazu geht man vom Hauptwaldweg 250 Meter den Hang runter ins Feuchte. Da haben über den Winter die Baumschubser gewütet, ein Durchkommen war unmöglich. Inzwischen ist es einigermaßen trocken, mann muß also nur noch darauf achten, sich in den knietiefen Spuren vom Harvester nicht die Haxen zu brechen, der Matsch ist getrocknet.

Aber - das Paradis hat seinen Namen nicht ohne Grund. Ich hab einen großen Eimer mit Mais und Deckel dabei. Dort unten war seit ewigen Zeiten niemand mehr, entsprechend hab ich beim Angehen im Hellen im Gebüsch eine kleine Rotte hochgemacht. Wie gesagt, es war noch hell.

Ein bissi Mais gestreut, Deckel auf den Eimer und auf den Sitz gestellt. Unser Revieraufpasser ist auch nicht mehr der jüngste, ich hab ihm versprochen den Weg zu inspizieren und ihm Mais unten hinzustellen.

Und nun zum eigentlichen Ereignis. Ich hab auf der eigentlichen Kanzel (da kann man locker zu dritt drauf sitzen) die Sessel ausgetauscht. Der elend durchgesessene Kunstlederquietschklapperchefbüroseessel ist in die Ecke gewandert und aus der Ecke kam ein deutlich bequemerer und insbesondere geräuschloser Wohnzimmersessel. Auch drehbar mit Rollen. Echt gut.

Mittlerweile ist es viertel vor 9, ich richte mich ein, Pard montieren, Billignachtkuck vom Herrn Wang bereitlegen. (jaja, es wird thermisch aufgerüstet, dauert nicht mehr lang, 14 Tage noch), Fernglas, Gehörschutz, Sauerkrautsaft.

Ich wickele mich in meine Decke und beschließe, daß ich für den Moment mit mir und meiner Situation zufrieden bin und beginne zu harren. Ein bissi am Händi spielen, ein paar Mails, aber irgendwann ist mir das auch zu doof. Händi weg und einfach in die Dunkelheit starren und die herrliche Ruhe genießen. Ab und zu mal ein Kontrollblick, aber wie üblch tut sich nix. Ich rechne so ab 11 Uhr mit den Sauen.

10 Uhr. Ein deutliches Knacken ist zu vernehmen. Kurz danach nochmal, aber dann ist Ruhe. Der kluge Mann lernt ja nie aus und deswegen tu ich erstmal nix. Nach so fünf Minuten (gefühlt 3 Stunden) halte ich es nicht mehr aus, der Billignachtkuck vom Herrn Wang muß her. Und siehe da, 70-80 Meter von mir weg, 30 Meter hinter der Kirre bewegt sich was. Sehr vorsichtig. Nachtkuck weglegen, zur Salzsäule erstarren und warten.

Später, viel später also, vorsichtig zum Gehörschutz greifen, Pard aktivieren, LP an, Fernglas reicht. Ja, Schweine. Nichts tun, warten. Nach einer weiteren Ewigleit kommen sie an die Kirre.

Ich greife den Billignachtkuck vom Herrn Wang. Der ist auf kurze Distanz echt echt gut, im Dunkel finde ich auf dem Tastenfeld auch tatsächlich den Zoom. Ich lasse mir Zeit. Viel Zeit.

Ich sehe etwa 20 Schweine, 3 große - 60+ Kilo und jede Menge Überläufer. Ganz kleine seh ich keine. Billignachtkuck vom Herrn Wang weglegen, durchatmen, hinters Pard klemmen. Das Bild ist schon ein bissi besser alzwie beim Billignachtkuck vom Herrn Wang.

Ich suche mir einen der Überläufer aus, lernend aus meinem Stress bei den letzten beiden Wutzen wandert der Zielpunkt genau dahin, wo sofort Ruhe ist. Eingestochen ist, Waffe sicher unnd fest greifen, alles kontrollieren, Vorder & Hintergelände..., darauf achten, daß die Sau frei steht, leicht den Druck am Abzug erhöhen und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Repetieren, Billignachtkuck vom Herrn Wang greifen, ja liegt am Platz, schlegelt reichlich. Und das für eine gute Zeit. Ich wollte schon nachsetzen, aber dann ist Ruhe eingekehrt. Waffe sichern, Gehörschutz absetzen, durchatmen.

Sauerkrautsaft aufziehen, die Hand bleibt erstaunlich ruhhig, einen Schluck nehmen und langsam zusammenpacken. Drei Nachrichten verschicken, an den Patron, den Garde de chasse und in die Heimat.

Nach 20 Minuten steh ich an der Sau und bin wieder mal fassungslos. Die Geschichte mit der Größenwahrnehmung und der Realität. Im Billignachtkuck vom Herrn Wang und im Pard war ich mir einigermaßen sicher, daß ich da auf eine 35-40 Kilo-Sau geschossen hab.

Vor mir liegt ein Keilerchen von knappen 30 Kilo. Ich verkneife es mir den Bergeschlitten zu holen und zerre ihn in Richtung Weg. Zwei kleine Pausen, verladen, auf den Hof zum Aufbrechen und so. Dorthin, wo der wunderbare Hochdruckschlauch wartet. Knapp zwei Stunden nach dem Schuß war ich artig daheim im Kessel, Frau Braun war angesäuert. Aber ich hab sie dann bestochen. 3-4-5 Frolic. Dann ging es wieder.

Lange geht das da so nicht mehr, in den nächsen Tagen wird der Mais gelegt, dann verschiebt sich das alles. Auf´s Feld und wahrscheinlich auch mitten in die Nacht. Aber vllt. bekomm ich ja noch eine im Wald und auf dem Feld sollen sich dann die hochmotivierten Jungjäger einbringen. Die, die sich als Verteitiger der Scholle sehen....


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Dem geschulten Auge wird die Todesursache nicht verborgen bleiben. Jaja, ich weiß, nicht schön die Bilder, aber ihr wißt ja, wie Jagdkameraden sind. Üblicherweise vom Jagdneid zerfressen. Die Bilder sollen drei Dinge dokumentieren: Größe, Geschlecht und ordentlich geschossen. Stellt sicher, daß keine Zweifel oder dumme Sprüche aufkommen.
 

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Hab meine erste Sau überhaupt am 04.03 erlegt. Gegen 22:00 mit Liemke Merlin. Ein 25Kg Frischlingskeiler. Als Jungjäger war ich froh über die Ansprechhilfe. In unserem Revier sind Sauen dünn gesät. Der Kollege hat Anfang April noch einen kleinen Keiler geschossen und seit dem tut sich bei uns nix mehr mit Sauen. Dafür haben wir allerdings auch keine Schäden
Weidmanns Heil allen erfolgreichen Jägern
 

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Der 4.Mai... ein schöner Tag... Heiliger St. Florian. Verschon mein Haus, zünd andere an... usw usf.


Nicht nur mein Namenstag, nein auch mein Geburtstag. Wie kreativ meine Eltern da in der Namensfindung waren 🤣

Meine Frau ist von Mo bis Fr auf Schulung... ich hab mir meinen Geburtstag also so geplant, dass ich gegen 19:30 Uhr auf Bockansitz gehe und mir einen Geburtstagsbock schieße...

Nun gut, um 19Uhr saß ich dann zusammen mit der Familie beim heimlich geplanten Geburtstagsmenü beim Lieblingsitaliener... 🥰

Da die Frau aber wieder zeitig los musste, dachte ich, ich könnte das letzte Büchsenlicht noch nutzen...

21:10Uhr im Revier. Bock mit der WBK gesehen, angepirscht. Schussdistanz erreicht - Bähh Bähh Bähh -Tschüss Bock... das wars...

Schauen wir mal was das Handy so sagt... der Mitjäger hat einen kapitalen Waldbock geschossen -Waidmannsheil...

Da vibriert das Handy - Pächter ruft an. "Wo bist du? Draußen? Sau auf der Kamera am Kreuz!"

Ich nicht weit davon weg, spurte die Wiese hinunter, die Straße hoch... Kreuz, Wiese.... schnell die WBK... da der helle Punkt. Anpirschen! Nur kein Fehler. Wind von rechts... passt...

Je näher ich komme - Ernüchterung.

Jährlingsbock im hohen Weidegras...

Ohhh Mann... Jagdherr angerufen "ganz sicher ne Sau? Ja ganz sicher!"

Sehe keine Sau mehr... laufe zum Auto.

Ab an den Raps, Sauenkontrolle. Mittlerweile 23:07 Uhr... Handy vibriert wieder. Der Jagdherr!

"Mensch, wegen der Sau... geh mal an die Balkonkanzel. Ich glaub die kommt da. Die muss ja irgendwo hin"

Also gut, ich fahre telefonierend, natürlich über Bluetooth, zur Balkonkanzel. Die ist immerhin 8m hoch... toller Überblick!

23:17 besteige ich die Kanzel. Der neue Riegel an der Tür klappert beim Leiter steigen. So ein Mist!

Oben am Balkon angekommen, WBK an. Kontrollblick. 30m neben der Kanzel steht ein Schwein im Gras... nochmal ein ungläubiger Blick. Nicht führend, ca 20kg.


Knallstock, Pard an... Sau bemerkt mich und zieht langsam am Trauf entlang. Ich ziehe mit. Sau dreht sich leicht nach rechts und verhofft - Peng!

Sau liegt... die Totenstille wird durch eine abspringende Geis durchbrochen.

Hinterm rechten Blatt rein, Blatt links raus. Flucht 0m, Entfernung 70m, Barnes TTSX 150grs, bleifrei.

Nicht tragend, 25kg.
Das Geburtstagsschwein 🍀🐗

Waidmannsheil 🌿

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Der 4.Mai... ein schöner Tag... Heiliger St. Florian. Verschon mein Haus, zünd andere an... usw usf.


Nicht nur mein Namenstag, nein auch mein Geburtstag. Wie kreativ meine Eltern da in der Namensfindung waren 🤣

Meine Frau ist von Mo bis Fr auf Schulung... ich hab mir meinen Geburtstag also so geplant, dass ich gegen 19:30 Uhr auf Bockansitz gehe und mir einen Geburtstagsbock schieße...

Nun gut, um 19Uhr saß ich dann zusammen mit der Familie beim heimlich geplanten Geburtstagsmenü beim Lieblingsitaliener... 🥰

Da die Frau aber wieder zeitig los musste, dachte ich, ich könnte das letzte Büchsenlicht noch nutzen...

21:10Uhr im Revier. Bock mit der WBK gesehen, angepirscht. Schussdistanz erreicht - Bähh Bähh Bähh -Tschüss Bock... das wars...

Schauen wir mal was das Handy so sagt... der Mitjäger hat einen kapitalen Waldbock geschossen -Waidmannsheil...

Da vibriert das Handy - Pächter ruft an. "Wo bist du? Draußen? Sau auf der Kamera am Kreuz!"

Ich nicht weit davon weg, spurte die Wiese hinunter, die Straße hoch... Kreuz, Wiese.... schnell die WBK... da der helle Punkt. Anpirschen! Nur kein Fehler. Wind von rechts... passt...

Je näher ich komme - Ernüchterung.

Jährlingsbock im hohen Weidegras...

Ohhh Mann... Jagdherr angerufen "ganz sicher ne Sau? Ja ganz sicher!"

Sehe keine Sau mehr... laufe zum Auto.

Ab an den Raps, Sauenkontrolle. Mittlerweile 23:07 Uhr... Handy vibriert wieder. Der Jagdherr!

"Mensch, wegen der Sau... geh mal an die Balkonkanzel. Ich glaub die kommt da. Die muss ja irgendwo hin"

Also gut, ich fahre telefonierend, natürlich über Bluetooth, zur Balkonkanzel. Die ist immerhin 8m hoch... toller Überblick!

23:17 besteige ich die Kanzel. Der neue Riegel an der Tür klappert beim Leiter steigen. So ein Mist!

Oben am Balkon angekommen, WBK an. Kontrollblick. 30m neben der Kanzel steht ein Schwein im Gras... nochmal ein ungläubiger Blick. Nicht führend, ca 20kg.


Knallstock, Pard an... Sau bemerkt mich und zieht langsam am Trauf entlang. Ich ziehe mit. Sau dreht sich leicht nach rechts und verhofft - Peng!

Sau liegt... die Totenstille wird durch eine abspringende Geis durchbrochen.

Hinterm rechten Blatt rein, Blatt links raus. Flucht 0m, Entfernung 70m, Barnes TTSX 150grs, bleifrei.

Nicht tragend, 25kg.
Das Geburtstagsschwein 🍀🐗

Waidmannsheil 🌿

Anhang anzeigen 192874
Waidmannsheil und alles Gute nachträglich zum Geburtstag! 🌿
 
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das ist doch mal ein ganz andere, schöne möglichkeit seinen Geburtstag zu verbringen.
Dann mal nachträglich Glückwünsche zum Geburtstag und Waidmannsheil zur Sau.
 
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