Schwarzwild JJ 2014/2015

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anonym

Guest
Finde ich nach den ersten Einstellungen nicht. Jagd = (mißbrauchte) Macht oder so ist gleich mal was so bei mir hängen bleibt. Ich kann den ÖR nicht mehr ausstehen. Er ist so ätzend einseitig und gutmenschlich, daß mir einfach nur noch schlecht wird. Und mir dann noch anzuhören wie die DDR Elite gelebt hat, macht es auch nur noch schlimmer.

Interessant? Für mich nicht (mehr) ätzend ist alles was mir dazu noch einfällt.
 
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Um den schönen Schwarzwildfaden wieder etwas zu beleben, eine kleine Geschichte zur letzten Sau des Jagdjahres. Gestern Abend gings bei bestem Licht (nahezu wolkenloser Himmel und noch kein Sturm...) mit meinem Jagdprinzen raus zur Pirsch. Der Windrichtung nach hätte es passen müssen, aber nachdem wir zur Kirrung hin geschlichen sind, wo um 21 Uhr schon ca. 10 Sauen intensiv mit der Kirrtrommel beschäftigt waren, hatte uns nach wenigen Minuten schon eine im Wind. Leider hatte sich aus dem Sauenpaket an der Kirrung keiner der Vorjahresfrischlinge in der kurzen Zeit herausgelöst und ordentlich breit gestellt. Nachdem die ganze Rotte es nun also vorzog, den geordneten Rückzug anzutreten, machten auch wir uns rasch wieder von dannen, um nicht unnötig lange zu stören.
Danach setzte ich mich an einer Wiese an, die regelmäßig Opfer groß angelegter Brechereien war und an der vor wenigen Tagen eine Rotte Sauen gekommen war, noch während ich zum Sitz gepirscht war. An jenem Tag hatte aber das Licht noch nicht ausgereicht, um sauber ansprechen und schießen zu können.
Nun war jedoch leider gestern die Wiese einsam und verlassen, keine Sau ließ sich blicken. Nach dem Abbaumen machten wir noch einen Abstecher zur anderen Kirrung, an der wir den Wind maximal ungünstig vermutet hätten, eigentlich nur um zu sehen, ob auch dort Betrieb war. Unter dem Motto Probieren geht über Studieren pirschten wir zur Kirrung, die tatsächlich gut besucht war. Es standen auch hier leider ein Haufen Frischlinge eng im Paket zusammen und die nur wenig größere Bache mittendrin. Immer wieder huschte mal einer weg, stand kurz im Schatten der Bäume, um sich dann sogleich wieder einzureihen zwischen den anderen. Ich verharrte neben einer Kanzel angelehnt, in deren Schatten wir uns angepirscht hatten, mit auf dem Zielstock aufgelegter Büchse und wartete auf meine Chance, ständig damit rechnend, dass die Sauen auch hier gleich Wind bekamen und das Weite suchten. Seltsamerweise passierte das jedoch nicht und meine Geduld wurde belohnt, als nach einiger Zeit endlich einer der Frischlinge zur Seite weg sprang und einen Moment lang breit verharrte. Sofort schickte ich die Kugel auf den Weg und mit einem Schlag war die Bühne leer, auch der Platz, an dem ich den Frischling beschossen hatte.
Wir holten das Auto und gingen zum Anschuss, wo wir reichlich hellroten Schweiß fanden und konnten uns nach kurzer Suche über den liegenden Frischlingskeiler (28 kg aufgebrochen) freuen, der natürlich gebührend gefeiert und ordentlich totgetrunken wurde. :)

Anhang anzeigen 22342

Entfernung war ca. 50 m, erlegt mit 30.06, Geco Plus
 
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Um den schönen Schwarzwildfaden wieder etwas zu beleben, eine kleine Geschichte zur letzten Sau des Jagdjahres. Gestern Abend gings bei bestem Licht (nahezu wolkenloser Himmel und noch kein Sturm...) mit meinem Jagdprinzen raus zur Pirsch. Der Windrichtung nach hätte es passen müssen, aber nachdem wir zur Kirrung hin geschlichen sind, wo um 21 Uhr schon ca. 10 Sauen intensiv mit der Kirrtrommel beschäftigt waren, hatte uns nach wenigen Minuten schon eine im Wind. Leider hatte sich aus dem Sauenpaket an der Kirrung keiner der Vorjahresfrischlinge in der kurzen Zeit herausgelöst und ordentlich breit gestellt. Nachdem die ganze Rotte es nun also vorzog, den geordneten Rückzug anzutreten, machten auch wir uns rasch wieder von dannen, um nicht unnötig lange zu stören.
Danach setzte ich mich an einer Wiese an, die regelmäßig Opfer groß angelegter Brechereien war und an der vor wenigen Tagen eine Rotte Sauen gekommen war, noch während ich zum Sitz gepirscht war. An jenem Tag hatte aber das Licht noch nicht ausgereicht, um sauber ansprechen und schießen zu können.
Nun war jedoch leider gestern die Wiese einsam und verlassen, keine Sau ließ sich blicken. Nach dem Abbaumen machten wir noch einen Abstecher zur anderen Kirrung, an der wir den Wind maximal ungünstig vermutet hätten, eigentlich nur um zu sehen, ob auch dort Betrieb war. Unter dem Motto Probieren geht über Studieren pirschten wir zur Kirrung, die tatsächlich gut besucht war. Es standen auch hier leider ein Haufen Frischlinge eng im Paket zusammen und die nur wenig größere Bache mittendrin. Immer wieder huschte mal einer weg, stand kurz im Schatten der Bäume, um sich dann sogleich wieder einzureihen zwischen den anderen. Ich verharrte neben einer Kanzel angelehnt, in deren Schatten wir uns angepirscht hatten, mit auf dem Zielstock aufgelegter Büchse und wartete auf meine Chance, ständig damit rechnend, dass die Sauen auch hier gleich Wind bekamen und das Weite suchten. Seltsamerweise passierte das jedoch nicht und meine Geduld wurde belohnt, als nach einiger Zeit endlich einer der Frischlinge zur Seite weg sprang und einen Moment lang breit verharrte. Sofort schickte ich die Kugel auf den Weg und mit einem Schlag war die Bühne leer, auch der Platz, an dem ich den Frischling beschossen hatte.
Wir holten das Auto und gingen zum Anschuss, wo wir reichlich hellroten Schweiß fanden und konnten uns nach kurzer Suche über den liegenden Frischlingskeiler (28 kg aufgebrochen) freuen, der natürlich gebührend gefeiert und ordentlich totgetrunken wurde. :)

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Entfernung war ca. 50 m, erlegt mit 30.06, Geco Plus
Waidmannsheil zum Frischlingskeiler!
 
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So nun will ich meine Geschichte auch noch erzählen.
Am 30.03.15 um 21.00 auf dem Sofa lümmelnd überlege ich ob ich rausfahre auf Sauen oder nich.
Den ganzen Tag Regen, Sturm, Unwetterwarnungen !!!
Einmal rausgeschaut wie ein Wunder klarer Himmel dreiviertel Mond Wind nachlassend, ju hu.
Alles zusammengepackt ins Auto rein und los. Am Sitz angekommen und aufgebaumt eisiger Wind ins Gesicht blasend vor mir ein großes Feld beobachte ich auf 300m Rehe ässend. Hinter mir ein Kanal und hinterm Kanal ein weiteres Feld glase ich dieses Feld ab und sehe vier schwarze Klumpen hinter mir auf 400m.Das sind Rehe oder ??? Dann sehe ich einen Klumpen 15m von den anderen Klumpen abstehen und siehe da dieser eine"trollt" zu den anderen. Das müssen ja Sauen sein Herz klopf.
Grübel Grübel was mach ich, denn nun ich war durch den Kanal abgeschnitten.
Abgebaumt leise am Deichfuß des Kanals Richtung Bundesstraße über die Brücke rüber leise schleichend unten am Kanalfuß auf der richtigen Seite 500m Richtung Hochspannungsmast wo ich sie gesichtet hatte.
Am Mast angekommen leise hoch über die Deichkrone glasend waren sie auf 100m vor mir.
Ja es waren wirklich vier große Frischlinge die im letzten Herbst ihre Mama beim Verkehrsunfall verloren hatten. Ich war den ganzen Winter diese Rotte auf den Fersen und konnte im Januar auch einen strecken.
Sie standen aber zu spitz und zogen zügig nach rechts und wenn sie mich überholen haben sie mich bald im Wind.
Also leise wieder den Deich runter und auch nach rechts mit ihnen mitgezogen und den Deich wieder hoch oh mist sind schon weiter ,wieder runter und das ging 4 mal so weiter rauf und runter. So jetzt überhole ich sie und gehe gleich 50m vor.
Schleiche den Deich hoch und siehe sie waren gerade vor mir ca. 100m dachte ich.
Auf die Deichkrone leise hingelegt entsichert eingestochen der zweite stand breit kurz hinter den Teller und Schuß.
Drei flüchten und einer blieb.
Ich kann nur sagen diese Pirschjagd war Adrenalin pur und ist mit einer Ansitzjagd nicht zu vergleichen.
So viel Jagdspaß und Adrenlinausschüttung hab ich in meinen kurzen Jagdleben noch nie erlebt !!!
Pirschen ist wirklich etwas ganz besonderes !!!

Frischlingskeiler , aufgebrochen 40kg, Tiefblatt
Entfernung: 144m
3006 RWS uni classic

Danke !!!
:):):)
 
A

anonym

Guest
WMH zur Sau!!! :thumbup:

Hatte vorgestern eine Rotte mit weit über 40 Sauen vor. Konnte sie bis auf 40m auf dem Acker anpirschen nur leider nichts schießen. Die standen so dicht zusammen, einen Überläufer ins Glas zu bekommen war bei dem Wetter nicht möglich :no::thumbdown:
 
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9 Jan 2014
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@Guidolionking:
Waidmannsheil zum Frischling!

Und realistisch, spannend erzählt.
Schön zu lesen.
 
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