Schweizer haben wieder mal abgestimmt;

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Tja, die psychologische Fachpresse schreibt immer wieder, das die wichtigste Voraussetzung für das Verständnis von Satire, Sarkasmus, Zynismus, Ironie oder ähnlichem ein Mindestmaß an Intelligenz sei.

Was das dann in der Praxis bedeutet konnte ich allerdings den Texten nie entnehmen.
..... wie gut, dass Du die Intelligenz mit Löffeln zu Dir genommen hast!!
Andere, wie ich, mussten 10 Jahre zur Schule ( und nicht nur auf der Dorfschule, wie es früher üblich war ), gehen.
Und danach war ich schlau genug, mich mit so etwas: Wie Deine Satire, oder wie immer Du es nennen möchtest, nicht unterstellen zu lassen und schon garnicht solltest Du Anderen ein gewisses Maß an Intelligenz absprechen wollen, Du bist nicht allein auf der Welt!!
D.T.
D.T.
 
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Freiheit ist nicht nur ein Grundrecht, sondern auch eine Verantwortung - dass weder die Politiker, noch die Deutschen als ganzes je gelernt hätten damit angemessen umzugehen - darf praktisch massiv bezweifelt werden.

Nicht umsonst wünschen sich einige Leute das eine oder andere totalitäre "Tortenstückchen" zurück, und sind nur zu gerne bereit dafür ein großes Stück der Freiheit aufzugeben - aktuell gut zu sehen an den Grünen.
 
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Der deutsche Michel müsste erstmal lernen wie direkte Demokratie funktioniert.
Die Schweizer stimmen im Schnitt einmal im Quartal über etwas ab, die sind geübt für sich selbst zu entscheiden. Der Deutsche lässt lieber extern denken und entscheiden.
Mir fallen da gerade

die Abstimmungen zu Stuttgart 21 und der Winterolympiade in Berchtesgarden und die Olympiabewerbung von Hamburg ein. Die sind doch gut gelaufen.

Gruß,

Mbogo
 
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Mir fallen da gerade

die Abstimmungen zu Stuttgart 21 und der Winterolympiade in Berchtesgarden und die Olympiabewerbung von Hamburg ein. Die sind doch gut gelaufen.

Gruß,

Mbogo

Zwei davon gehen unter Brot und Spiele... aber lassen wir das, wir hatten auch schon andere Plebiszite die gut gelaufen sind... Aber einige sind eben nicht gut gelaufen, auch wegen diverser Störaktionen gegen die betreffenden Vorlagen.
 
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Der deutsche Michel müsste erstmal lernen wie direkte Demokratie funktioniert.
Die Schweizer stimmen im Schnitt einmal im Quartal über etwas ab, die sind geübt für sich selbst zu entscheiden. Der Deutsche lässt lieber extern denken und entscheiden.
Die Schweizer sind für mich in Sachen Referenden ganz vorn. Die haben doch ganz konsequent so vor etwa 20 Jahren, sogar im letzten Kanton das Wahlrecht für Frauen durchgezogen. Respekt! Und Riccola haben die auch noch erfunden.

Guillermo
 
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Am Beispiel der Brexit-Kampagne sieht man zumindest welche Gefahren in solchen Abstimmungen stecken.
„Gefahren“ ist gut!
Die Briten können drei Kreuze in der Kirche anzünden, weil sie noch die Kurve gekriegt und dieser maroden und undemokratischen Institution mit lediglich einem blauen Auge entkommen konnten!
Mir scheint, dir ist nicht klar, was der Deutsche Bundestag zum EU-Stabilitätsmechanismus vor wenigen Wochen beschlossen hat: Deutschland hat seine finanzpolitische Souveränität aufgegeben! In Zukunft kann die EU de facto unbegrenzt auf deutsche Steuergelder zugreifen. Die Brüsseler EU-Kommission und die Europäische Zentralbank kann durch Kreditvergabe an andere Staaten über die Lasten bestimmen, welche auf Deutschland zukommen. Genaugenommen macht der deutsche Staat Schulden, um andere maroden Volkswirtschaften zu finanzieren.
Und bevor mir jetzt jemand mit „das kommt wieder zurück“ daherkommt: Der Löwenanteil von dem, was zurückkommt, landet überwiegend bei den Sorosen dieser Welt, die in deutsche Großkonzerne investiert sind, wenig oder gar keine Steuern zahlen und die sich - bedingt auch durch die Migration, über das niedrige Lohnniveau (gemessen an der Produktivität) in Deutschland freuen.
Sofern du zu den rund 15 Millionen wertschöpfend Tätigen und Nettosteuerzahler gehörst: wie lange denkst du, dass dieser Zustand noch gut geht, bevor uns dieses EU-Gebilde und der Euro um die Ohren fliegt?
 
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Der deutsche Michel müsste erstmal lernen wie direkte Demokratie funktioniert.
Die Schweizer stimmen im Schnitt einmal im Quartal über etwas ab, die sind geübt für sich selbst zu entscheiden. Der Deutsche lässt lieber extern denken und entscheiden.
Der Deutsche ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Schweizer. Er hat eine hohe Arbeitsmoral, ist zuverlässig, - was ihm aber definitiv (und das zunehmend) fehlt, ist der typische Schweizer Pragmatismus und vor allem das eigenständige Denken. Wo der Schweizer das Selbstbewusstsein hat, selbst zu denken, braucht der gemeine Deutsche am besten eine Führungsfigur, und wenn die nicht unmittelbar vorhanden ist, braucht er wenigsten ein Gesetz, das ihm das selbstständige Denken abnimmt.
Ein kluger Mensch sagte mir einst: „Da, wo andere Menschen einen moralischen Kompass haben, hat der Deutsche ein Gesetz!“. Dies mag zwar heutzutage etwas überspitzt klingen, aber im Kern glaube ich, trifft es noch immer zu.
Diese Eigenschaft der Deutschen, sich an Gesetze, Regeln bzw. strikt an die Anweisungen der Obrigkeit zu halten und alle in eine Richtung zu ziehen, gibt ihnen eine hohe Effektivität und Durchschlagskraft. Leider aber trifft das nur solange zu, solange es in die richtige Richtung geht; Gnade Gott, wenn es mal nicht so ist!
Die Fähigkeit, selbst zu denken und zu urteilen, ist meiner Meinung nach eng verbunden mit diesem vorher genannten moralischen Kompass, der überwiegend in einem intakten Familienumfeld und nur in jungen Jahren vermittelt werden kann. Dieser schützt und verwurzelt ein Individuum in seinem Umfeld, gibt ihm eine Persönlichkeit, eine Identität und das Selbstbewusstsein für sich selbst zu entscheiden und zu urteilen.
Leider wurde dieser Mechanismus in Deutschland nachhaltig zerstört. Die Erziehung der Kinder und der Erwachsenen hat der Staat übernommen und die Speerspitze der öffentlich-rechtliche Rundfunk.
Dies vorausgeschickt, glaube auch ich nicht, dass der Deutsche in dem jetzigen Zustand der Gesellschaft mit direkter Demokratie überhaupt etwas anfangen könnte!
 
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In Zukunft kann die EU de facto unbegrenzt auf deutsche Steuergelder zugreifen.

Genau das war aber doch der Grund für die Gründung der EU (zuerst Montanunion, dann EWG oder so, für die Haarspalter) damals nach dem Krieg.

Egal was, Deutschland bezahlt.

(Und mit einer ausreichenden Dosis Stockholm-Syndrom findet man das sogar noch ganz prima :)
 
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Genau das war aber doch der Grund für die Gründung der EU (zuerst Montanunion, dann EWG oder so, für die Haarspalter) damals nach dem Krieg.

Egal was, Deutschland bezahlt.

(Und mit einer ausreichenden Dosis Stockholm-Syndrom findet man das sogar noch ganz prima :)
Früher war nicht alles schlecht.
Aus der guten alten Zeit stammen unsere Goldreserven. weil die Handelsbilanzüberschüsse von den Abnehmern in Gold ausgeglichen wurden.
Deshalb hat die Bundesbank jetzt noch 3.378 Tonnen Gold, was 108.617.363 Feinunzen und bei dem heutigen Goldkurs von 1.867 Dollar pro Feinunze einem Wert von 202.788.617.363 Dollar (202,8 Milliarden Dollar) entspricht
Beim heutigen Dollar-Euro-Kurs von 1,2127 ist das Gold also insgesamt 167.289.735.491 Euro (167,3 Milliarden) wert.

Irgendwann hat der Ausgleich der Zahlungsbilanz in der EU mit Gold aufgehört, stattdessen haben unsere EU-Freude die Exportzahlungen in Form von Target II-Salden anschreiben lassen, die aktuell 1.076.918.528.276,57 Euro (1,077 Billionen) Euro betragen, Tendenz steigend.
Wir bezahlen unsere Exporte also selbst.

Beim Ausgleich wie in der guten alten Zeit würden die Target II-Salden zum aktuellen Kurs 21.746 Tonnen Feingold entsprechen, die zu den bei der Bundesbank vorhandenen 3.378 Tonnen dazu kämen.
Es steht zu befürchten, dass es nicht dazu kommt.
Nur mal so am Rande angemerkt, damit klar wird, von welch ungeheurem Aderlass wir parallel zur Rente mit 68 reden.
 
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„Gefahren“ ist gut!
Die Briten können drei Kreuze in der Kirche anzünden, weil sie noch die Kurve gekriegt und dieser maroden und undemokratischen Institution mit lediglich einem blauen Auge entkommen konnten!
Mir scheint, dir ist nicht klar, was der Deutsche Bundestag zum EU-Stabilitätsmechanismus vor wenigen Wochen beschlossen hat: Deutschland hat seine finanzpolitische Souveränität aufgegeben! In Zukunft kann die EU de facto unbegrenzt auf deutsche Steuergelder zugreifen. Die Brüsseler EU-Kommission und die Europäische Zentralbank kann durch Kreditvergabe an andere Staaten über die Lasten bestimmen, welche auf Deutschland zukommen. Genaugenommen macht der deutsche Staat Schulden, um andere maroden Volkswirtschaften zu finanzieren.
Und bevor mir jetzt jemand mit „das kommt wieder zurück“ daherkommt: Der Löwenanteil von dem, was zurückkommt, landet überwiegend bei den Sorosen dieser Welt, die in deutsche Großkonzerne investiert sind, wenig oder gar keine Steuern zahlen und die sich - bedingt auch durch die Migration, über das niedrige Lohnniveau (gemessen an der Produktivität) in Deutschland freuen.
Sofern du zu den rund 15 Millionen wertschöpfend Tätigen und Nettosteuerzahler gehörst: wie lange denkst du, dass dieser Zustand noch gut geht, bevor uns dieses EU-Gebilde und der Euro um die Ohren fliegt?

Leider war das alles überhaupt nicht mein Punkt. Ich habe nirgends über pro/contra des Brexit gesprochen.

Mein Punkt war, dass die ganze Pro-Brexit Kampagne auf einer Sammlung von Unwahrheiten beruhte, nicht mehr und nicht weniger.
 
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