Schweizer haben wieder mal abgestimmt;

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Guest
Das ist genauso pauschal und nichtssagend wie die Aussage, dass die ganze Anti-Brexit Kampagne auf einer Sammlung von Unwahrheiten beruht...

Da ist keiner unschuldig und jeder hat versucht die öffentliche Meinung in seinem Sinne zu beeinflussen.

Also behauptest Du allen Ernstes, die Remain-Kampagne hätte so dreist gelogen wie die Brexiteers?

Wirklich? Sollen wir die Aussagen vergleichen?

Und selbst wenn, es ist nicht mein Punkt. Wenn beide lügen macht es das nicht besser.
 
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Haben die das und die anderen nicht?

Da bin ich nicht tief genug in der Materie drin (offenbar im Gegensatz zu dir, der über erstklassige Insiderinformationen aus erster Hand verfügt), aber ich bin immer begeistert wie schön es sich aus der Entfernung vom hohen Ross aus mit absoluten Wahrheiten moralisieren lässt.

Es gibt und gab gute Gründe für aber auch gegen den Brexit. Das ist aber Sache der Engländer. Es gab ne Wahl und im Vorfeld konnte doch jeder seine Argumente vorbringen und auch die der Gegenseite kommentieren. Das Ergebnis war knapp, aber es geht halt nach Mehrheiten in der Demokratie.

Was mir aber auf den Sack geht: Weil das Ergebnis vielen nicht passt ne Wiederholung zu fordern, nach dem Motto solange abstimmen bis das Ergebnis passt. Das hat was von Demokratie ja, aber nur solange die Wähler so die kreuzchen machen wie es die "Guten" gerne hätten.

Je älter ich werde, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass in der Politik nicht schwarz und weiß gibt, sondern nur mehr oder minder Abstufungen von grau ;-)

Dort die Guten, da die Bösen? Gibt's nur gaaaanz selten wirklich.
 
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Ich hab da noch keine abschließende Meinung zu.

Am Beispiel der Brexit-Kampagne sieht man zumindest welche Gefahren in solchen Abstimmungen stecken.

Da kann mit entsprechendem Aufwand einfach unfassbar Stimmung gemacht werden. Fakten hin oder her.
Herrlich und besser als Annalenas Kobolde! Wenn die Mehrheitsmeinung zur Gefahr für die Demokratie wird !!! Das ist dann Demokratie .🤣🤣🤣
 
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27444

Guest
Haben die das und die anderen nicht?

Da bin ich nicht tief genug in der Materie drin (offenbar im Gegensatz zu dir, der über erstklassige Insiderinformationen aus erster Hand verfügt), aber ich bin immer begeistert wie schön es sich aus der Entfernung vom hohen Ross aus mit absoluten Wahrheiten moralisieren lässt.

Es gibt und gab gute Gründe für aber auch gegen den Brexit. Das ist aber Sache der Engländer. Es gab ne Wahl und im Vorfeld konnte doch jeder seine Argumente vorbringen und auch die der Gegenseite kommentieren. Das Ergebnis war knapp, aber es geht halt nach Mehrheiten in der Demokratie.

Was mir aber auf den Sack geht: Weil das Ergebnis vielen nicht passt ne Wiederholung zu fordern, nach dem Motto solange abstimmen bis das Ergebnis passt. Das hat was von Demokratie ja, aber nur solange die Wähler so die kreuzchen machen wie es die "Guten" gerne hätten.

Je älter ich werde, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass in der Politik nicht schwarz und weiß gibt, sondern nur mehr oder minder Abstufungen von grau ;-)

Dort die Guten, da die Bösen? Gibt's nur gaaaanz selten wirklich.

Ich weiß nicht wo du da Insiderinformationen siehst - das ist alles frei zugänglich.

Ich moralisiere auch nicht. Ich verurteile die Engländer auch nicht. Ich bin auch nicht für Wiederholungen. Sie haben entschieden und gut, jetzt warten wir ab.

Ich sehe da auch nicht gut=remain und schlecht =leave.

Ich wollte nur darauf hinweisen das gute (im Sinne von gut informierte) Entscheidungen auch gute Informationen bedürfen. Und hier mangelt es halt oft.
 
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...
Mein Punkt war, dass die ganze Pro-Brexit Kampagne auf einer Sammlung von Unwahrheiten beruhte, nicht mehr und nicht weniger.
Genau, und "dein Punkt" ist so pauschal eine glatte Lüge.

In Wirklichkeit ging es ganz entscheidend um die Frage der Zuwanderung.
Sogar Wikipedia schreibt :

"... Zuwanderung und Wirtschaft waren die wichtigsten Themen der beiden Lager. Unkontrollierte Zuwanderung, bei der Ausländer aus ärmeren Ländern ins Vereinigte Königreich geströmt seien, weil man die Kontrolle der eigenen Grenzen aufgegeben habe, war das zentrale Argument von Befürwortern eines Brexit; deren Schlagworte hießen Take back control („Kontrolle wiedererlangen!“) bzw. I want my country back („Ich will mein Land zurückhaben“). Die Gegner hatten versucht, die positiven wirtschaftlichen Einflüsse der EU in den Vordergrund zu stellen (Britain stronger in Europe – „Britannien ist stärker als Teil Europas!“).[60] ..."

Und die Frage der Zuwanderung können die Briten jetzt dank Brexit eben sehr wohl wieder souveräner entscheiden.
Und auch die Frage der Zahlungen an die EU ist keineswegs so eindeutig, wie du behauptest :

"Sehr umstritten war auch die wiederholt von Vote Leave vorgetragene Behauptung, das Vereinigte Königreich überweise pro Woche 350 Millionen Pfund Sterling an die EU. EU-Mitgliedschaftsbefürworter warfen den Brexit-Befürwortern vor, mit falschen Zahlen zu operieren; die wahre Überweisungssumme betrage 248 Millionen Pfund pro Woche.[55]"

 
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[QUOTE="BananaJoe, post: 4573561,

Ich wollte nur darauf hinweisen das gute (im Sinne von gut informierte) Entscheidungen auch gute Informationen bedürfen. Und hier mangelt es halt oft.
[/QUOTE]

Da bin ich bei dir... Und gute Information wäre für mich umfassende, objektive und faktenorientierte Information. Und das ist gar nicht so leicht zu bekommen.
 
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27444

Guest
Genau, und "dein Punkt" ist so pauschal eine glatte Lüge.

In Wirklichkeit ging es ganz entscheidend um die Frage der Zuwanderung.
Sogar Wikipedia schreibt :

"... Zuwanderung und Wirtschaft waren die wichtigsten Themen der beiden Lager. Unkontrollierte Zuwanderung, bei der Ausländer aus ärmeren Ländern ins Vereinigte Königreich geströmt seien, weil man die Kontrolle der eigenen Grenzen aufgegeben habe, war das zentrale Argument von Befürwortern eines Brexit; deren Schlagworte hießen Take back control („Kontrolle wiedererlangen!“) bzw. I want my country back („Ich will mein Land zurückhaben“). Die Gegner hatten versucht, die positiven wirtschaftlichen Einflüsse der EU in den Vordergrund zu stellen (Britain stronger in Europe – „Britannien ist stärker als Teil Europas!“).[60] ..."

Und die Frage der Zuwanderung können die Briten jetzt dank Brexit eben sehr wohl wieder souveräner entscheiden.
Und auch die Frage der Zahlungen an die EU ist keineswegs so eindeutig, wie du behauptest :

"Sehr umstritten war auch die wiederholt von Vote Leave vorgetragene Behauptung, das Vereinigte Königreich überweise pro Woche 350 Millionen Pfund Sterling an die EU. EU-Mitgliedschaftsbefürworter warfen den Brexit-Befürwortern vor, mit falschen Zahlen zu operieren; die wahre Überweisungssumme betrage 248 Millionen Pfund pro Woche.[55]"


Nochmal.
Auch wenn beide Seiten lügen ist es keinen Deut besser.

Im Übrigen schreibst Du ja selbst,dass die 350 Millionen Pfund gelogen waren. Da Großbritannien nie im Schengenraum war, hat man ehrlicherweise auch nie die Kontrolle über die Grenzen verloren.


Das alles ist aber auch überhaupt nicht das Thema.
 
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.-.
Im Übrigen schreibst Du ja selbst,dass die 350 Millionen Pfund gelogen waren. Da Großbritannien nie im Schengenraum war, hat man ehrlicherweise auch nie die Kontrolle über die Grenzen verloren.
...
Schon wieder eine Lüge.
Ich habe NIRGENDS geschrieben, dass die 350 Millionen gelogen waren.
Ich glaube sogar, dass die 350 Millionen damals näher an der Wahrheit lagen als die 250 Millioen.
Aber das ist zwischenzeitlich längst Makulatur, der Brexit wirkt schon massiv positiv.
Mittlerweile wären die Beiträge für die Briten auch wegen des vertragswidrigen Pseudo-Corona-Fonds sogar noch deutlich höher als die 350 Millionen.
Diese Mittel bleiben jetzt in Grossbritannien.
Und weil sie nicht Mitglied der EU waren, konnten sie auch wesentlich schneller impfen, was ihnen auch wirtschaftliche Vorteile gebracht hat.
Und natürlich hatten sie durch die Freizügigkeitsregelungen der EU faktisch die Kontrolle über ihre Grenzen verloren.
Man sollte Schwarmintelligenz niemals unterschätzen.
 
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27444

Guest
Schon wieder eine Lüge.
Ich habe NIRGENDS geschrieben, dass die 350 Millionen gelogen waren.
Stimmt, habe ich falsch gelesen, Sorry.

Zum Rest, ehrlich gesagt ist mir die Zeit zu schade. Offensichtlich möchtest du nicht.

PLONK

Wünschen wir einfach den Engländern dass sie sich richtig entschieden haben.
 
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Herrlich und besser als Annalenas Kobolde! Wenn die Mehrheitsmeinung zur Gefahr für die Demokratie wird !!! Das ist dann Demokratie .🤣🤣🤣

Die Mehrheitsmeinung kann zu einer Gefahr für eine Minderheit werden.
Sollte man als Waffenbesitzer schon erkennen.

Im Kanton Genf ist die private Jagd per Volksentscheid abgeschafft.
Die EU-Waffenrichtlinie wurde per Volksentscheid gegen den Willen der Legalwaffenbesitzer freiwillig angenommen.

Mit Hammer und Schraubenzieher dürfen die Schweizer auch nicht mehr ohne Grund durch die Gegend fahren.

BTW: Und ein gewisser Boris Johnson ist scheinbar gar nicht mehr so an Mehrheitsmeinungen interessiert, wenn es um das neue Referendum der Schotten geht.
 
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10 Nov 2010
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Die Mehrheitsmeinung kann zu einer Gefahr für eine Minderheit werden.
Sollte man als Waffenbesitzer schon erkennen.

Im Kanton Genf ist die private Jagd per Volksentscheid abgeschafft.
Die EU-Waffenrichtlinie wurde per Volksentscheid gegen den Willen der Legalwaffenbesitzer freiwillig angenommen.

Mit Hammer und Schraubenzieher dürfen die Schweizer auch nicht mehr ohne Grund durch die Gegend fahren.

BTW: Und ein gewisser Boris Johnson ist scheinbar gar nicht mehr so an Mehrheitsmeinungen interessiert, wenn es um das neue Referendum der Schotten geht.
Wundert mch nicht, das dir direkte Abstimmungen nicht so gefallen :

24.9.2018

"Abstimmung

Das Zürcher Volk schiesst die Jagdinitiative ab

Das Volk will die Jäger im Kanton Zürich nicht durch Profi-Wildhüter ersetzen. Die Jagdinitiative fiel wie erwartet in Stadt und Land durch – das Resultat war dennoch deutlicher als erwartet.

Da im Vorfeld keine einzige Partei für die Jagdinitiative «Wildhüter statt Jäger» eingestanden war, kommt das Nein an der Urne nicht überraschend. Trotzdem hat niemand ein so deutliches Resultat erwartet: 83,86 Prozent der Stimmenden lehnten sie ab. Das entspricht 294 595 Nein. Ja sagten 56 709 Personen.

Keine einzige Gemeinde im Kanton stimmte Ja. In den grossen Städten, wo am ehesten Zustimmung zu erwarten gewesen wäre, kam die Initiante ebenfalls nicht gut an. ..."


 
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