Seid ihr gute Jäger?

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Die Pechsträhne setzte sich nach Erhalt seines Jagdscheines fort. Nach 3 Jahren hat er die Jagd aufgegeben.
Das ist der Punkt an dem ich mich gerade befinde. Im 4. JJ und frustriert. Kein Erfolg –> keine Movation –> kein Ansitz –> kein Erfolg. Ich muss mich inzwischen selbst zum Ansitz zwingen, die Vorfreude auf das nächste Mal im Revier sein ist vergangen.
 
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Ansitz entspannt mich vom Job, ob ich was sehe/erlege, oder nicht ist mir wumpe. Das schlimmste wäre, daß man schießen muss.
Mache ich genau so. Dass ich im Bedarfsfall trotzdem Wild erlege, kommt sicher daher, dass mich das Wild für einen so schlechten Jäger hält, dass ich als völlig harmlos gelte:(
 

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Vielleicht bin ich "ausgeschossen", zu viel erlegt aber mir geht es auch so: Ich gehe inzwischen ohne jegliche Erwartungshaltung auf die Jagd, auch sogar im Ausland. Meist kommt es dann von selbst das Jagdglück. Ich glaube dass der Erfolgszwang viel verhindert. Gut, ich habe keine Trophäenwunschliste abzuarbeiten. Wenn ich zu Bekannte sage, ich fahre dort oder dort hin dann kommt die erste Frage: Was willst erlegen? Wenn ich dann sage, das weiß ich noch nicht dann ist das schwer zu verstehen.
Natürlich bin ich auch ich in der Situation wo ich schießen muss, beim Schwarzwild z.B. Wenn ich im Niederwildrevier das Raubwild scharf bejage, dann ist da auch ein "muss" davor. Aber ich weiß warum ich es tue und dann ist es kein "muss" sondern macht Spaß. Der gesprengte Fuchs auf dem letzten halben Meter vor der Dickung oder die Überkopfkrähe.
 
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Na klar ist eine Büchse dabei und es wird was passendes auch erlegt, aber nicht immer.
Wenn ich noch eine halbe Stunde dranhänge, obwohl ich schon abbaumen wollte und so ein 35 Kilo Schweinchen kommt noch vorbei, muss ich schon gut drauf sein um das mitzunehmen.
Hinterher kommen ja noch 2 Stunden Arbeit vom bergen bis zum abschwarten.

Also bin ich sicher ein schlechter Jäger. Ich lasse auch mal aus Bequemlichkeit was laufen.
Deswegen sind mir Feldreviere mit Wildschäden ein Greuel.
 
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.... Ich gehe inzwischen ohne jegliche Erwartungshaltung auf die Jagd,....
Daran kann ich mich aus meiner Jungjägerzeit auch noch erinnern: damals hatte ich nur wenig Wild frei und musste die paar Abschussmöglichkeiten auf möglichst viele Jagdtage verteilen, um die Jagd ausgiebig genießen zu können. Dann war der unerwartete Erfolg immer besonders aufregend und ich habe die Umstände genussvoll in das noch übersichtliche Jagdtagebuch eingetragen.

Heute ist es umgekehrt: wenn ich keine jagdliche Erwartungshaltung habe, mit der Jagd keine sinnvolle Aufgabe erfüllen möchte, gehe ich gar nicht erst zur Jagd. Ohne konkrete Beuteabsicht wäre es auch keine Jagd, was ich darunter verstehe. Es wäre nur ein Spaziergang mit kleiner Rast auf einem Hochsitz. Kann auch mal schön und erholsam sein, wenn man gerade nix Sinnvolleres zu tun hat. Aber keine Jagd.

Ein Gewehr ist für mich ein Werkzeug, und wie z. B. mit einem Hammer, mit dem ich auch nicht losziehen würde, wenn ich gar nicht nageln wollte, nehme ich auch kein Gewehr für einen Spaziergang oder zur Erholung mit.
 
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Also bin ich sicher ein schlechter Jäger. Ich lasse auch mal aus Bequemlichkeit was laufen.
Deswegen sind mir Feldreviere mit Wildschäden ein Greuel.
-Man kann nur mit den Mädels tanzen, die im Saal sind.
Und bei uns ist eben ein Feldrevier im Saal. Natürlich zwingt mich niemand zu Schiessen, Rehwild pardoniere ich auch mal, aber bei Schwarz- und Raubwild gibts kein Pardon. Wenn ich z.B. am nächsten morgen weit fahren muss, wegen Tagung, Kundentermin etc. dann gehe ich nicht auf den Abendansitz, mit dem Unmöglichen wie Nachsuche etc. muß man immer rechnen.
 
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Ein Gewehr ist für mich ein Werkzeug, und wie z. B. mit einem Hammer, mit dem ich auch nicht losziehen würde, wenn ich gar nicht nageln wollte, nehme ich auch kein Gewehr für einen Spaziergang oder zur Erholung mit.
Also immer will ich auch nicht nageln, aber den Hammer hab ich trotzdem dabei....:p
 
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#216
. . . . nehme ich auch kein Gewehr für einen Spaziergang oder zur Erholung mit.


Mitunter scheint das bei der Mitnahme eines Drillings der Fall zu sein, wo die Erwartung hoch ist, möglichst oft auf was auch immer schießen zu können. :sneaky:
 
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14 Jul 2008
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Das ist der Punkt an dem ich mich gerade befinde. Im 4. JJ und frustriert. Kein Erfolg –> keine Movation –> kein Ansitz –> kein Erfolg. Ich muss mich inzwischen selbst zum Ansitz zwingen, die Vorfreude auf das nächste Mal im Revier sein ist vergangen.
Mei - Jagen schnakseln singen lässt sich nicht erzwingen.
Ich bin schon oft ohne Beute heim gekommen aber nie mit leerem Herzen, hat irgendwer in seinem Avatar, genau so ist es.
Als ich vor über 30 jahren Jungjäger war hab ich mich oft geärgert dass ich nichts erlegt habe und mein Vater oder andere 2-4 Stück an einem Ansitz, heute bin ich der Vater und würde mir wünschen das meine Buben mal endlich erfolg haben, aber kaum geh ich raus steht ein Stück da und ruft nimm mich mit. Freu dich das du glegenheit hast zum raus gehen und an den Blumen den Bäumen und der ganzen Flora und Fauna und der Rest gibt sich ... glaub mir
 
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