Seid ihr gute Jäger?

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Das stimmt, Parforcejagd, Beizjagd und Fallenjagd kann ich nicht so viel abgewinnen.
Es kann nicht jedem alles gefallen. Jagd, so monothematisch wie Du sie hier immer wieder propagierst, wäre mir auf jeden Fall auch zu langweilig. Warum man aber glaubt, man wäre ein besserer Jäger, weil man statt 5 Jungfüchsen, 5 Kitze erlegt, erschließt sich mir allerdings auch nicht.
 
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Ich glaube, der Gute ist der Sonder-Spezis des Waidloch-Pächters zum Opfer gefallen... Kennt Ihr die ?
Man gibt großzügig frei, was es im Revier so gut wie nicht gibt oder nur alle paar Jahre als Wechselwild...
So macht man aus motivierten Jungjägern im schlechtesten Fall frustierte Jagdaufgeber, deren Ausrüstung dann billig bei Egon steht.
Die Vermutung habe ich auch. (y)
 
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Ich glaube, der Gute ist der Sonder-Spezis des Waidloch-Pächters zum Opfer gefallen... Kennt Ihr die ?
Man gibt großzügig frei, was es im Revier so gut wie nicht gibt oder nur alle paar Jahre als Wechselwild...
So macht man aus motivierten Jungjägern im schlechtesten Fall frustierte Jagdaufgeber, deren Ausrüstung dann billig bei Egon steht.
Es gibt aber auch die die in einem Revier wo von anderen gut Beute gemacht wird nichts erwischen weil sie am Hochsitz rumhampeln, das Licht vom Handy in den Brillen spiegelt, die Rauchschwaden vom Suchtspargel durch die Fenster ziehen etc. Darum meine Frage nach der Gesamtsauenstrecke ;)
 
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.....Warum man aber glaubt, man wäre ein besserer Jäger, weil man statt 5 Jungfüchsen, 5 Kitze erlegt, erschließt sich mir allerdings auch nicht.
Wer glaubt das denn?

Es ging hier darum, dass der erfolgreiche Rehjäger nicht selten als "Schießer" diskreditiert wird, während das beim erfolgreichen Tauben-, Enten-, Fasanen-, Krähen-, Gänse-, Kaninchen- oder Jungfuchs-Jäger Schulterklopfen zur Folge hat. Warum?
 
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Das alles hat natürlich verschiedene Aspekte.
Unter anderem wie hoch die jeweilige Trefferquote ist.
Nun wird sich schon rein zahlenmäßig die Zahl des obigen "Kleinwildes" nicht mit Rehkitzen vergleichen lassen, dennoch wird dabei die Quote an Fehl- und Krankschüssen ungleich höher sein. Die Neigung einen miesen Schrotschuss leichter zu "vergessen" als einen Kugelschuss auf Schalenwild, negiert den Begriff der Waidgerechtigkeit, die jedem Stück Haar- und Federwild zuteil werden soll.
Insofern lässt sich der Begriff guter oder schlechter Jäger enger oder weiter fassen. "Schlechte Jäger" gibt es ohnehin nicht, nur eben weniger gute.
 
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...

Ach, wenn ich doch nur die Kohle hätte, ein 1000 ha Revier zu pachten, dann machte ich eine Jagdmotivations-Akademie als Selbstständiger auf !

Geh doch einfach mal ins Risiko!;)
Eine Investition, hier 1000 ha Revier pachten, steht ja nun zumeist am Anfang eines Geschäftsmodells; ansonsten gibt es durchaus Leute oder besser gesagt Unternehmer, welche mit "unorthodoxen Investitionen" sehr erfolgreiche Geschäftsmodelle kreiert haben.
Insofern ist deine Idee "Jagdmotivations-Akademie" gar nicht so schlecht, den hiesigen Wildtiermanager könntest du dann gleich als ersten Mitarbeiter verpflichten!:cool:
Man muss eben es nur wollen!

Gruß

Prinzengesicht
 
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Geh doch einfach mal ins Risiko!;)
Eine Investition, hier 1000 ha Revier pachten, steht ja nun zumeist am Anfang eines Geschäftsmodells; ansonsten gibt es durchaus Leute oder besser gesagt Unternehmer, welche mit "unorthodoxen Investitionen" sehr erfolgreiche Geschäftsmodelle kreiert haben.
Insofern ist deine Idee "Jagdmotivations-Akademie" gar nicht so schlecht, den hiesigen Wildtiermanager könntest du dann gleich als ersten Mitarbeiter verpflichten!:cool:
Man muss eben es nur wollen!

Gruß

Prinzengesicht
Dein Zuspruch ist zwar löblich, aber ne, danke !
Im Bereich Jagd spielen soviele Emotionen und menschliche Charakterzüge mit, da stünde jede Vorkalkulation auf sehr wackeligen Füßen.
Da ich zwar aus einem alten Raubrittergeschlecht :ROFLMAO:stamme, das aber heute keine Mittel zum Spielen mehr besitzt, lass ich das besser.
Ich fahr bisher in meinem Leben mit dem Angestellten-Status ganz gut, wobei ich mir als junger Kerl durchaus hätte vorstellen können, eine Berufsjägerlehre zu machen, heute undenkbar.

Und im Ernst, die totale Kommerzialisierung der Jagd heute geht mir absolut auf den Zeiger.
Es ist doch überall so, für Geld erwartet der Mensch Gegenleistung, klar berechenbar.
Also Aufrechnung der Jagdbeute gegen Begehungsschein-Gebühren - oder Wildbretertrag gegen Pachtkosten...
Da wird dann über Vorgaben und Regeln fachlicher Art gern hinweggeschaut (Stichworte: Kofferraumhirsch, Mutterschutz), Hauptsache "es kommt was dabei rum".
Es reicht schon, daß die jagdlichen "Ausbildungs-Institute" wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden geschossen sind. Deren Endprodukte (Status "Schein bestanden") enthält zum Teil Gestalten , die niemals Jäger werden und mit denen ich nicht jagen möchte, genauso aber auch nicht mit "Alt-Pächtern", die sich als Herren über Untertanen aufführen, aber letztlich von jagdlichem Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

Für mich ist Jagd ein Metier, ein Handwerk und das üben versierte Fachleute aus. Dazu gehört nicht nur Waffentechnik, sondern auch und heute immer mehr die Kenntnis und das Verständnis der Zusammenhänge draußen !

Vielleicht ist es aber einfach ein Zeichen unserer Zeit, daß Oberflächlichkeit zunimmt und die herzensmäßige Überzeugung abnimmt, etwas richtig gut machen zu wollen.
 
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Da werden wir nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Es gibt einfach zu viele Facetten.
Muss jeder für sich entscheiden, was ein "Guter Jäger" ist.

Ich für mich hab meinen Frieden gefunden. Ich und nur ich bin für mein Tun und meinem Schuß verantwortlich. Sonst keiner. Wenn ich es für Richtig halte, dass der Finger gerade bleibt, dann bleibt er das auch. Egal was der Abschußplan oder sonst wer meint. Und wenn ich mein es müssen dort einige Rehe weg, dann hab ich auch kein Problem an einem Tag 5 oder 6 Stück zu schießen. Egal ob die langläufige Meinung mich dann als Schießer bezeichnet.

Wer es toll findet auf Trophäenjagd zu gehen, soll es machen. Mein Ding ist es nicht. Er soll nur nicht so blöd sein und die Fotos dann auf allen Känälen zu posten.

Mit dem Posten und Internet ist es eh so eine Sache. Früher passierte genauso viel Mist und Schund auf der Jagd wie heute. Doch meist hörte die Verbreitung an der Landkreisgrenze auf. Heute geistert der Scheiß auf immer und ewig durchs Netz.

Robert
 
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Er war in Theorie der Beste im Kurs. Die Pechsträhne setzte sich nach Erhalt seines Jagdscheines fort. Nach 3 Jahren hat er die Jagd aufgegeben.
Das tut mir sehr leid zu hören.
Ich nehme nicht in Anspruch, der Beste unseres Kurses gewesen zu sein, aber hatte einen prima Jagdherrn und Lehrprinzen und durfte in einem schönen Revier jagen.
Dennoch hatte ich irgendwie die Sche... am Hacken, denn ich kannte jeden Grashalm, bekam aber kein Wild vor. Nagut, Hasen im Sommer waren schon da.
Gesamtstrecke nach 3 Jahren: 1Hase, 1 Eichelhäher, 2 Jährlinge. Ansitze 2-3 pro Woche.
Zusätzlich einige DJs.
Irgendwann dreht sich das Blatt, mittlerweile läufts gut (Klopf auf Holz) und ich bin froh, die Durststrecke durchlaufen zu haben, denn es macht mich dankbar für das, was ich erlebe und erlege.
Ich wünsche Deinem ehemaligen Schüler, daß er es nochmal anpackt, wenn er denn will.

Tut mir leid, war OT, ich wollt´s nur gesagt haben.

Allseits guten Anblick und WMH, Ihr guten Jäger;)

klausef
 
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Das ist der Punkt an dem ich mich gerade befinde. Im 4. JJ und frustriert. Kein Erfolg –> keine Movation –> kein Ansitz –> kein Erfolg. Ich muss mich inzwischen selbst zum Ansitz zwingen, die Vorfreude auf das nächste Mal im Revier sein ist vergangen.
Denk Dir nix, wird auch wieder anders. Hatte das auch mal, siehe mein vorheriger Post.
Es gibt andere Stellen im Revier, es braucht auch Zeit, alles kennenzulernen, vor allem sich selbst in der Natur.
Dennoch wäre aufgeben das Schlechteste, denn dann hätte i c h das Gefühl, i c h kanns nicht.
Daher wünsche ich Dir, daß Du Dich durchbeisst, irgendwann platzt der Knoten(y)
 
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#343
ich meinte nicht die Zahl an Erlegungen, sondern die der Fehl- Krankschüsse im Verhältnis dazu.
Nur als Beispiel:
Eine geständerte Krähe ist dem Ludertod verfallen, denn sie kann nicht "zu Fuß" fressen.
Nachsuche nahezu unmöglich, das gleiche mit anderem Flugwild, wobei Gänse und Enten immer noch schwimmend halbwegs zu Futter kommen.
"Landläufiges" Wild einschließlich dem Schalenwild, lässt sich immer noch nachsuchen.
Frage: wie weit schießt ein guter Jäger auf kleines Getier oder Flugwild??

Schätzfrage:
Wie viele Schüsse werden auf die 1,06 Mio Kleinwild abgegeben?
2, 3 oder mehr ?? Gerechnet auf 3, wären das bei 30 g-Ladungen =95 Tonnen Schrot (ohne Gewähr) Wie viel davon Bleifrei??,
Wie viel davon mit der Kugel, wie viel davon Bleifrei?

Verglichen mit 1.900.00 Schalenwild (alle Arten):
Selbst bei 2 Schuss pro Stück und 8g im Durchschnitt ergibt das 30.4 Tonnen
Wie hoch ist der Bleifrei-Anteil und wie hoch ist der Anteil an Geschossmantel-Material??
Würde mit 1,5 Schuss (bei guten Jägern) gerechnet sind es ca. 23 Tonnen.

Gute Jäger kommen auf Kleinwild bzw. Schalenwild mit wie viel Patronen pro Stück aus?????

Man kann, wie sich sehen lässt, den Begriff guter und weniger guter Jäger gar nicht weit genug fassen.
Würde man die Fahrten auch noch rechnen, die bei gegebener Möglichkeit zum Schuss "umsonst" gemacht wurden, sähe die Bilanz noch mieser aus.
 
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