Selbsthilfegruppe der Glücklosen Saujäger

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Die letzte Sau ist nun schon knapp einen Monat her. :cry: :sad:

Gestern war ich gerade aufgebaumt, da wechselte mich nach knapp einer dreiviertel Stunde eine einzelne Sau an. Der Wind war perfekt.

Mit Fernglas und WBK sprach ich sie als Überläuferbache rund um die 50-60kg an. Ein volles Gesäuge konnte ich nicht erkennen. Jedoch war die Situation für mich klar und ich gehe davon aus, dass sie evtl kurz vorher ihre kleinen an der Milchleiste hatte.

Weitere ca. 20 Minuten konnte ich sie beobachten, wie sie die Kirrung abgeräumt hat und auch erstmals sehen, wie sich eine Sau am Malbaum die Schwarte scheuert.

Dann zog sie gemächlich zurück in den Bestand.

Es war ein richtig schöner Anblick! Werde es nicht vergessen!
 
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Die letzte Sau ist nun schon knapp einen Monat her. :cry: :sad:

Gestern war ich gerade aufgebaumt, da wechselte mich nach knapp einer dreiviertel Stunde eine einzelne Sau an. Der Wind war perfekt.

Mit Fernglas und WBK sprach ich sie als Überläuferbache rund um die 50-60kg an. Ein volles Gesäuge konnte ich nicht erkennen. Jedoch war die Situation für mich klar und ich gehe davon aus, dass sie evtl kurz vorher ihre kleinen an der Milchleiste hatte.

Weitere ca. 20 Minuten konnte ich sie beobachten, wie sie die Kirrung abgeräumt hat und auch erstmals sehen, wie sich eine Sau am Malbaum die Schwarte scheuert.

Dann zog sie gemächlich zurück in den Bestand.

Es war ein richtig schöner Anblick! Werde es nicht vergessen!
Das ist Jagd! 👍
 
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Irgendwie ist mir diese politisch motivierte "Kriegserklärung" an die Sauen unheimlich....
Wenn man in alten Jagdzeitschriften liest, dann soll es früher Jäger gegeben haben, die vom 01. Februar bis 15. Mai nicht ein einziges mal zur (Schalenwild-)Jagd unterwegs waren - kann man sich heute kaum noch vorstellen. Natürlich finden auch heute noch alle Jäger Ruhe fürs Wild toll und wichtig, aber leider MUSS man selbst ja 365 Tage im Jahr Schwarzwildbestände absenken und Wildschäden abwehren, obwohl man viel lieber dem Wild mal Ruhe gönnen würde. Ein hartes Los, heutzutage Jäger zu sein. ;)
 
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Das Problem ist, so denke ich, dass alles kapitalistischer, schneller und kommerzieller ausgelegt ist als damals. Als es noch kein Internet gab und Bauern sich mit Jäger zum Dorffest getroffen haben und Wildschaden mit Bier und Wildbret beglichen wurden, konnte sich so mancher Jäger m.E. noch auf andere Jagden konzentrieren und gelassener sein. Heute geht es um tausende von Euros und hohen Druck der auf den Pächtern lastet. Da zählt jeder Grünstreifen, Hecken werden gerodet und wenn es keine Grenzsteine geben würden, wären die Wege auch noch umgezackert. Oder was denkt ihr??
 
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Wenn man in alten Jagdzeitschriften liest, dann soll es früher Jäger gegeben haben, die vom 01. Februar bis 15. Mai nicht ein einziges mal zur (Schalenwild-)Jagd unterwegs waren - kann man sich heute kaum noch vorstellen. Natürlich finden auch heute noch alle Jäger Ruhe fürs Wild toll und wichtig, aber leider MUSS man selbst ja 365 Tage im Jahr Schwarzwildbestände absenken und Wildschäden abwehren, obwohl man viel lieber dem Wild mal Ruhe gönnen würde. Ein hartes Los, heutzutage Jäger zu sein. ;)
Ich war jetzt seit 31.01. Nicht Im Revier zum Jagen, kleine Arbeiten erledigen kurz schauen ob die Sauen da waren, ansonsten werd ich vor dem 15. Mai jagdlich nicht in Erscheinung treten.
 
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Du glaubst gar nicht, wie schnell so ein Weg Acker wird, obwohl da vorher Rebhühner und Fasane huderten😒
Ich habe ähnliches in einem Niederwildrevier mitbekommen, in dem im Naturschutzgebiet ein ganzer Schilfgürtel vom Bauer dem Erdboden gleich gemacht wurde. Traurig sowas.
 
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Ja da kann man durchaus die Wut kriegen!
Meiner einer war bis eben noch draußen, von hinten reingefahren ins Revier und zur Wiese gepirscht, es fängt an nebelig zu werden,
während ich sehe, wie ein paar Sauen auf die Wiese wechseln. Noch 50 Meter durch Nebel ist ansprechen nicht gut möglich also dichter ran....... im nächsten Moment schluckt mich eine Nebelschwade und als ich wieder etwas sehen kann ist die Bache schon in meinem Wind, diesesmal verhalten sich die Sauen intelligenter als letztes mal und ab geht die wilde Flucht, heftige was die dabei für einen lärm machen wenn man keinen Gehörschutz auf hat.
So was jetzt? Es ist leicht neblig aber es sollte machbar sein, zu einer anderen Wiese zu kommen, auf dem Weg dorthin wird der Nebel immer schlimmer und die sicht nahe Null. Irgendwie gespenstisch wie der Mond so durch den Nebel schimmert, denke ich mir und betrete die nächste Wiese wobei ich über ein Stück Rehwild "stolpere" dieses springt schreckend ab und scheinbar waren heute Abend sämtliche Rehe des Reviers versammelt und nicht sehr erfreut über mein erscheinen............
So was nu? Zeit für Plan C Dj Bock! Komme dort an und sitze gerade als an der Schlafkanzel Rehwild schreckt!
Kurz darauf beschließe ich mir das ganze aus mal anzusehen. Also runter und den Weg entlang, unten angekommen sehe ich eine Sau und kurz darauf noch eine. Die kannte ich da nicht und bin entsprechend vorsichtig gucke aber erkenne nichts was mir mehr über die Stücke verraten könnte, mir fällt aber ihre vorsichtig auf und plötzlich sind beide weg! Ich beschließe noch ein wenig dort zu verweilen und tatsächlich sehe ich die beiden Stücke noch einmal!
Das der Wind passt, habe ich daran gemerkt, dass ich sie riechen konnte! Beide Stücke extrem vorsichtig und immer nur kurz in Anblick beschließe ich hier geht nichts! Ich beobachte die Sauen noch ca 20 Minuten und ziehe mich langsam zurück.
Heute keine Beute, aber ein Jagdtag ist auch schön, wenn mal keine Beute gemacht wurde, dafür aber neue Erkenntnisse gewonnen und um ein schönes Erlebnis reicher👍
Hoffe hier später ein paar
Erfolgsmeldungen lesen zu können!
Waidmannsheil
 
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Hoffe hier später ein paar
Erfolgsmeldungen lesen zu können!
Waidmannsheil
Waidmannsdank, @Baummarder1106 . Deine Wünsche scheinen gefruchtet zu haben! ;)

Ich habe bisher nichts zur Gruppe hier beigetragen, weil ich ehrlicherweise bisher kaum auf Sauen draußen war. Habe aber hier sehr gerne mitgelesen und deshalb stand der Plan seit der letzten Mondphase: in der nächsten gehst du raus!

Die Wildkameras hatten Sauen bestätigt (soooo viele haben wir gar nicht) und bei einer Revierrunde mit meinem Kleinen Münsterländer entdeckte ich noch frisch gebrochene Stellen an einer Wiese. Dort wollte ich mich ansetzen!
Um kurz nach 20Uhr fuhr ich ins Revier. Die Wiese liegt direkt neben der Autobahn. Als ich auf der Fuhr parallel zur Autobahn gerade um die Ecke war, hielt ich kurz an, um mit der WBK zu schauen, ob evtl. bereits Wild unterwegs ist.
Und potzblitz: keine 60m neben mir am Waldrand bricht eine einzelne Sau! :oops:
Völlig Sauen-unerfahren (aber eben dank diverser Tipps hier auch nicht ganz unbedarft) musste ein Plan her!
Also: Auto laufen lassen, Werkzeug richten, angehen!
Für mich dauerte das alles gefühlt eine halbe Ewigkeit. Zwischendurch immer wieder geschaut: Sau ist noch da!

Der Rest war dann relativ unspektakulär: Wind nochmal geprüft und mit dem Zielstock angegangen bis 35m. Zwischendurch nochmal genau die Bauchlinie kontrolliert: männlich, das passt!
Den Schuss aufs Blatt quittierte er mit 2m Flucht. Kurzes Schlegeln. Durchatmen! Da liegt deine erste Sau!

Ans Stück getreten: alles richtig! Würde vermuten starker ÜK, evtl. junger Keiler.
Pächter angerufen, zu zweit die Sau geborgen, zuhause aufgebrochen und danach tot getrunken!
Ich hab geschlafen wie ein Baby! :D

20190322_205612.jpg

Entfernung: 35m
Flucht: 2m
Kaliber: .308
 
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