Selbsthilfegruppe der Glücklosen Saujäger

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 15976
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Würde ich so nicht unbedingt unterschreiben:unsure:
Wir sitzen seit Monaten mit allen Mann an. Meistens dann noch, nach dem Abbaumen, ne Gummipirsch. Keine Sau weit und breit zu sehen. Trotzdem sehen die Wiesen aus, wie nach einem Nato - Manöver in den 1970ern...
Und es ist auch egal, ob wir früh rausgehen oder später oder Morgenansitz machen.
Da nutzt leider auch die Technik nix, wenn die Sauen sich nur dann blicken lassen, wenn grade keiner da ist.

Ne jetzt, trotz WBK keine Erfolge ,wie das.:unsure:

Gruß Seppel
 
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Wir können nicht gleichzeitg überall im Revier (ca. 70% Feld; jedoch sehr unübersichtlich) sein. Mittlerweile steht an allen "Hotspots" mindestens ein DJ-Bock.

Da nützt auch die beste Technik nix, wenn die Sauen immer da sind, wo grade keiner von uns ist.
Leider sind auch keine Muster zu erkennen, wann die Sauen wo anzutreffen sind.

Selbst auf der Drückjagd bei uns im Wald ist nur eine Sau gesehen und erlegt worden.
Meine letzte Sau davor habe ich im Mai (!) gesehen.

Die Kirrungen werden seit über einem Jahr nur von Rehwild und Dachsen angenommen. Da wurde die letzte Sau im April gesehen. Die ist aber nur an dem einen Tag da gewesen....

Es ist schon frustrierend, wenn du ansitzt und bei den Reviernachbarn knallt es. Nur wir gehen mit schöner Regelmäßigkeit Schneider heim...
An den frisch gebrochenen Wiesen ist meistens am selben Tag jemand, der ansitzt. Auch kein Erfolg.

Von uns bin ich der einzige, der ne WBK und auch ein FN455 hat. Wenn ich beruflich oder privat nicht raus kann, gebe ich meine WBK an meinen Boss.

Im November ist eine Rotte mit ca. 15 Sauen gesichtet worden. Haben sich aber im Schlagschatten rumgedrückt und mein Boss konnte keinen Schuß antragen. Die (Sauen und Boss) haben das Spiel wohl zwei Stunden lang gemacht, dann sind die Sauen ins Nachbarrevier gewechselt.
Danach war zwei Wochen lang jeden Abend jemand von uns dort. Sie sind nicht mehr gesichtet worden. Kaum war niemand von uns da, waren die Sauen dort im Gebrech. Zwischen vorbeifahren zum Ansitz und anschließender Gummipirsch....

Die Sauen sind zur Zeit klar im Vorteil....

RedNose
 
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Würde ich so nicht unbedingt unterschreiben:unsure:
Wir sitzen seit Monaten mit allen Mann an. Meistens dann noch, nach dem Abbaumen, ne Gummipirsch. Keine Sau weit und breit zu sehen. Trotzdem sehen die Wiesen aus, wie nach einem Nato - Manöver in den 1970ern...
Und es ist auch egal, ob wir früh rausgehen oder später oder Morgenansitz machen.
Da nutzt leider auch die Technik nix, wenn die Sauen sich nur dann blicken lassen, wenn grade keiner da ist.
.....horrido.....alle Mann ansitzen, danach pirschen, damit machst du dir keine Freunde, zumindest nicht beim Schwarzwild😂 (ausser in ein 1000ha Revier mit vielen Tälern).....!
Am besten ist viel Ruhe !
PS : die Antwort hast du Dir selbst gegeben ! ! !
Grüße +WMH Olli
 
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Ne jetzt, trotz WBK keine Erfolge ,wie das.:unsure:

Gruß Seppel
.....eines der besten SW Reviere in unserer Ecke.....ein Kumpel jagt dort, und seit einiger Zeit ist dort der Wärmebildmän Nr. 4 drin . .....was sagt mein Kumpel (?); " jede Nacht 4 Autos unterwegs, auf WBK- Sauenpirsch (😖🤔😂) , das Wild ist weg ....komplett, bis auf einige KFZ harte Rehe " .....
schließe mich Deiner Frage an : " wie das?"
Grüße +WMH Olli
 
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Es ist schon frustrierend, wenn du ansitzt und bei den Reviernachbarn knallt es. Nur wir gehen mit schöner Regelmäßigkeit Schneider heim...
An den frisch gebrochenen Wiesen ist meistens am selben Tag jemand, der ansitzt. Auch kein Erfolg.

Man kann mit der falschen Taktik auch das Wild vergrämen.
 
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horrido, nach 10 Monaten ohne SW zu erlegen kann ich mich hier wieder abmelden.....nachdem bei den Nachbarn (Forst und Belgiern) nach den, im September schon angefangenen Treibjagden (😖) wg "ASP" Ruhe eingekehrt ist , gab es jetzt innerhalb von 1 Woche zweimal Sau , erst ein 19kg Frischling und gestern morgen ein 50kg ÜL-Keilerchen, endlich , die Bratwurst ist gerettet.....Grüße + WMH Olli
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Letztes Jagdjahr waren es noch 10 Sauen im eigenen Revier, aber seit bestimmt einem Jahr bin ich glücklos. Jetzt sitze ich nochmal in winterlicher Landschaft auf eine gefährtete Sau. Bin gespannt, ob mir das Glück heute mal hold ist... denn auch die gesamte DJ Saison noch kein Stück Schwarzwild gesehen...
 
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Oh je, frustrierend. Ich drück dir die Daumen. (y)(y)
Ging mir auch schon so - wochenlang gesessen und keine Sauen da, einfach weg, wie vom Erdboden verschluckt. Und dann, nach einer Woche arbeitsbedingter Zwangsjagdpause, abends an den Mais gesetzt und früh um fünf mit drei Sauen überglücklich nach Hause gefahren.

War Neujahr, am Samstag, auch mal draußen. Zusammen mit einem Freund. Kurz vor fünf gesessen und gewartet. Bei mir einmal Rehwild in Anblick und bei meinem Freund nur einmal ein Marder vorbeigehuscht.
Gegen halb zwölf Nachricht von ihm das er jetzt heimfährt - und er brauchte eigentlich dringend ein Schwein.
Ich habe dann meinen Krempel zusammen gepackt und war grade dabei meinen Tee auszutrinken als es rechts hinter mir kurz schepperte als ob jemand mit einem Metalleimer Fußball spielt. Dann wieder Ruhe und auch nichts zu sehen. Also Tee ausgetrunken, Feierabendzigarillo angezündet und auf einmal, wie hingezaubert, stand eine Rotte Sauen auf der Kirrung. Gut das die Waffe noch geladen und griffbereit auf der Brüstung lag. Kurz gewartet bis ein Frischling breit stand und schon war der Schuß raus. Das Wärmebildgerät zeigte mir das der Frischling (29kg) direkt am Anschuß im dunklen, feuchten Riedgras lag.
Und ich muss zu meiner Schande gestehen das ich zwischenzeitlich ein paar mal weggenickt war, aber nur gaaaanz kurz. :p

Also - nicht verzagen. Kommen auch wieder bessere Tage. Unser Schwarzwild ist nunmal nicht berechenbar und standorttreu wie das Rehwild.
Bei mir sowieso nicht, da der Graue hier mitjagt und Dank ASP und Zaunbau viele Hauptwechsel zerschnitten worden sind und sich die Sauen erstmal wieder neu orientieren müssen.



Gruß der olle pudlich
 
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Horrido zusammen,

bin dann mal, wieder, raus hier:)

Einen Bericht dazu gibt es im "Schwarzwild" - Faden.

Auch wenn der FriLi nur 16 hatte, bin ich doch froh, das endlich wieder etwas in die Kühltruhe kommt.
Es war die erste Sau seit August, die ich strecken konnte! Ich hatte schon an mir gezweifelt.
Und auch meinen JAB hat es gefreut. Nicht, weil es eine Sau weniger ist, die Schaden machen kann, sondern, weil ich eine so lange Durststrecke hatte.

Wochenlang hatte ich angesessen. Endweder waren die Sauen beim Nachbarn, oder, wie es meistens war, es kam nix.

Mal schauen, was der Samstag, also nachher, so bringt :)

RedNose
 
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Wir können nicht gleichzeitg überall im Revier (ca. 70% Feld; jedoch sehr unübersichtlich) sein. Mittlerweile steht an allen "Hotspots" mindestens ein DJ-Bock.

Da nützt auch die beste Technik nix, wenn die Sauen immer da sind, wo grade keiner von uns ist.
Leider sind auch keine Muster zu erkennen, wann die Sauen wo anzutreffen sind.

Selbst auf der Drückjagd bei uns im Wald ist nur eine Sau gesehen und erlegt worden.
Meine letzte Sau davor habe ich im Mai (!) gesehen.

Die Kirrungen werden seit über einem Jahr nur von Rehwild und Dachsen angenommen. Da wurde die letzte Sau im April gesehen. Die ist aber nur an dem einen Tag da gewesen....

Es ist schon frustrierend, wenn du ansitzt und bei den Reviernachbarn knallt es. Nur wir gehen mit schöner Regelmäßigkeit Schneider heim...
An den frisch gebrochenen Wiesen ist meistens am selben Tag jemand, der ansitzt. Auch kein Erfolg.

Von uns bin ich der einzige, der ne WBK und auch ein FN455 hat. Wenn ich beruflich oder privat nicht raus kann, gebe ich meine WBK an meinen Boss.

Im November ist eine Rotte mit ca. 15 Sauen gesichtet worden. Haben sich aber im Schlagschatten rumgedrückt und mein Boss konnte keinen Schuß antragen. Die (Sauen und Boss) haben das Spiel wohl zwei Stunden lang gemacht, dann sind die Sauen ins Nachbarrevier gewechselt.
Danach war zwei Wochen lang jeden Abend jemand von uns dort. Sie sind nicht mehr gesichtet worden. Kaum war niemand von uns da, waren die Sauen dort im Gebrech. Zwischen vorbeifahren zum Ansitz und anschließender Gummipirsch....

Die Sauen sind zur Zeit klar im Vorteil....

RedNose



Warum knallt es nur beim Nachbar, sind die besser ausgerüstet?
Hast du eine Erklärung dafür; nach deiner Schilderung läuft irgendetwas komplett falsch bei euch!
Ansitzen, und dann nichts sehen und dann entstehen Schäden ohne euch, wenn ihr nicht ansitzt, spricht für Probleme beim Einschätzen der (An)Wechsel der Sauen!
Vielleicht ist pirschen zu sehr späten Terminen in der Nacht eine Option einfacher Strecke zu machen?
Das wären jedenfalls meine Ansätze die Situation zu verbessern!
Dranbleiben ist jedenfalls bei all den lokalen unterschiedlichen Bedingungen der zentrale Schlüssel zu erfolgreicher Sauenbejagung!

Gruß

Prinzengesicht
 
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Dranbleiben ist jedenfalls bei all den lokalen unterschiedlichen Bedingungen der zentrale Schlüssel zu erfolgreicher Sauenbejagung!

Wohl wahr - manchmal macht man sich schon Gedanken um den Grad der eigenen Verrücktheit.
Für keinen Laien mehr nachvollziehen: einen Vollschuß haben die Jäger, sich bei Wind und Regen nachts in den Wald hocken...:LOL:

Ich war gestern Nacht sehr knapp dran, aber habs mal wieder selbst vermasselt...22 h ausgerückt, bischen vorgeschlafen. Soweit gut !
Bewölkter Mond, aber hell genug, kenn an der Stelle jeden Quadratmeter Gelände. Ab und an ein leichtes Schäuerchen. Viele meinen immer, dann kann man nicht im Wald sitzen, aber so ists nicht ! Man muß sich allerdings auskennen !
Um halb zwölf "Rascheln", wenn man das im nassen Laub so nennen kann, Knacksen ! Obacht !
Schnell schließe ich noch leise die rechte Kanzelluke, damit kein Durchzug entsteht.
Die Kirrstelle liegt auf einer Fehlstelle mit altem Erdweg in Lbh-Verjüngung mit 10 m Schußfeld-Durchmesser auf 45 m gerade vorm Sitz. In der Vornacht waren sie nicht am Mais, aber nach dem letzten Erlebnis weiß ich ja, das es nichts heißt.
Also verflixt, ein, nein zwei Schemen von Sauen stehen noch etwa 4 m tief in der Verjüngung, hinter der Kirrstelle.
Dort ist eine 2m breite Lücke, auf die ich gestern ein paar Körner frei gestreut hatte. Dort knuspern sie, eng beieinander. Na, die werden sicher vorziehen! Bin mir ganz sicher, bei dem schwachen Licht werden sie es wagen ! Also erst sortieren ! Eine wirkt gering schwächer, eine dunkler, leicht größer ! Hmm, was tun ? Glas oben, Waffe ruht noch ! Bache mit ihrem letzten letztjährigen Frischling, oder was ?
Ich höre sie die Maiskörner kauen, die meist spitz und auch sichernd, ich sehe gut im 10x56 Glas, dann ist die eine allein und breit, die andere schon weggezogen...! 3 Minuten allerhöchstens 4 dauert das Ganze. Also, ich will ja die Schwächere, oder ? Sch...Gedanke !
Denn dann ist die zweite Dunkle auch weg, das wars - bis 1.30h kommen sie nicht wieder und nach Kontrolle soeben, waren sie in der Nacht nicht mehr da, zumindest nicht auf den bewuchsfreien Stellen, auf denen ich paar Händchen Mais anbiete. Denke, der Wind war schuld.
Rehe höre ich noch kurz schrecken, tief im Bestand schon ein paar hdt Meter weg.

Ärgere mich heute gehörig, was sollten die zu langen Überlegungen, was wer ist - aber ich kann nicht anderes, ich möchte das Stück, auf was ich Funken reiße, eben identifiziert, angesprochen, eingeordnet haben. Es ist fast ein Reflex, vor allem, nachdem klar ist, die ersten Wurfkessel sind angelegt.
Eigentlich war die Überlegung in der Situation aber obsolet, bei zwei Stücken im fast gleichen Kaliber. So eng zusammen Fraß aufnehmen, können eigtl nur Geschwister sein, denke ich jetzt.
Der aber völlig falsche Gedanke war, dass sie noch freiziehen und ich Zeit habe - der halbe Wind war eben ungünstig. Weiter erkläre ich mir dieses extrem vorsichtige Verhalten der Sauen, das es Reste einer durch Drückjagden und Kirrjagd fast aufgeriebenen Rotte sind, sie haben eben sehr schlechte Lebenserfahrungen gemacht.

Eher aber auch ein klassischer Fall von verpasster Gelegenheit des Jägers - falsch und zu langsam reagiert !

Nun, diese Nacht auf ein Neues !
Nur der Jäger unverdrossen, hat schon manches Stück geschossen.
Die Kühltruhe ist aufgeräumt und wartet.:rolleyes:
 
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Horrido,

Warum knallt es nur beim Nachbar, sind die besser ausgerüstet?
Hast du eine Erklärung dafür; nach deiner Schilderung läuft irgendetwas komplett falsch bei euch! Ansitzen, und dann nichts sehen und dann entstehen Schäden ohne euch, wenn ihr nicht ansitzt, spricht für Probleme beim Einschätzen der (An)Wechsel der Sauen! ...

Die Sauen, die an der Stelle den Schaden machen, ziehen von den Nachbarn zu uns. Leider zu unterschiedlichen Zeiten.
Wir haben schon Abends, Nachts und auch Früh angesessen. Jeder wie er konnte. Ein ehem. `Begeher, hat auch viel gepirscht. Meistens waren die Sauen schlauer, wie wir.
Aber, wer Sauen versteht, kann auch Frauen verstehen :)
Ich bin der einzige, der sich Technik zugelegt hat. Finde es persönlich Waidgerechter, wenn ich nicht auf "schwarze Klumpen" schießen muss, sondern sehen kann, wo ich anlege. Beim Pulsar kann ich da sogar ohne künstliches Licht noch bis zu einem bestimmtern Grad an Dunkelheit was sehen.
Der Rest von uns kann oder will es sich nicht leisten. Die gehen dann Heim, wenn sie nichts mehr sehen. Ich kann nur an WE oder Urlaub raus. Im Job kann ich nicht komplett übermüdet aufschlagen. Und Mittags / Abends mal Vorschlafen ist auch nicht, da ich in der Pflege meiner Mutter mit eingebunden bin.

....
Dranbleiben ist jedenfalls bei all den lokalen unterschiedlichen Bedingungen der zentrale Schlüssel zu erfolgreicher Sauenbejagung!

Gruß

Prinzengesicht

Ja, das ist die einzige Möglichlkeit!
Heute Abend werde ich mein Glück dann an einer anderen Stelle versuchen. Ich denke, an der Stelle kommen sie erst mal nicht die nächsten Tage...

RedNose
 
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Schön geschildert, Busch!
Es passiert immer wieder und jeder Schwarzwildjäger kennt solche Situationen:
man wartet und zögert, will mehr Sicherheit oder eine bessere Schussposition oder was auch immer und Zack ist die Chance verspielt!
Für mich sind solche Erlebniss aber auch immer wieder ein Ansporn dranzubleiben, man hatte ja zumindest die Chance einer Erlegung und da greift dann der Motivations-Spruch "man sieht sich ja meistens zweimal im Leben" in seiner elementarsten Bedeutung;)!
Ich bin ja nun seit Jahrzehnten, wahrscheinlich ähnlich wie du, ein passionierter Schwarzwildjäger mit, so bilde ich mir zumindest ein, recht umfangreicher Erfahrung bei der Nachtjagd.
Ich benutze seit knapp 3 Jahren eine WBK, das war und ist für mich immer noch ein Quantensprung, gerade auch bei Situationen, wie du sie oben so treffend geschildert hast!
Man erfasst die Sauen einfach deutlich früher in den bei uns so typischen Buchenrauschen, kann schneller feststellen wie sich die anwechselnde Rotte oder Truppe zusammensetzt, und insbesondere aus dem Verhalten der Tiere auch seine Rückschlüsse auf das zu erlegende Stück ziehen, ein nicht hoch genug einzuschätzender Vorteil gegenüber der Zeit ohne WBK!
Jetzt besitze ich seit 8 Monaten auch noch ein Vorsatz-Röhrengerät, das macht das ganze bezüglich Ansprechen noch einmal deutlich sicherer und einfacher und ergänzt sich perfekt zur WBK.
Benutzt du eine WBK?
Bei mehreren Stücken, welche zusammen anwechseln, hätte ich ansonsten im Moment eh wenig Bedenken eine Bache mit Frilis im Kessel zu erlegen; die haben sich dann doch von den anderen abgesondert und sind meiner Einschätzung nach dann allein unterwegs, dann auch besonders gerne schnell mal an das leicht verfügbare und energiereiche Futterangebot an der Kirrung, deshalb cave insbes. an der Kirrung mit einzelner Sau.
Deshalb habe ich einzelne, nicht genau ansprechbare Sauen, auch schon in der Zeit vor der WBK in dieser Zeit immer auch einfach pardoniert!
Ich habe mein Kirrungsjagen seit ca 6-7 Jahren auch fast auf null runtergefahren, ich jage im Wald fast nur noch an den Wechsel oder in den masttragenden Altholzbeständen, wenn sie dort aufgetaucht sind, ansonsten liegt und lag mein jagdlicher Schwerpunkt schon immer fast ausschliesslich bei Schadensprävention im Feld.
Die Kirrungen versorgen erlegigt bei uns einer meiner beiden Mitpächer und sein Kumpel, die kümmern sich um die Kirrungen und jagen dort auch bei Auftauchen der Sauen sehr konsequent. Ich weiss ehrlich auch gar nicht was an den Kirrungen los ist und passiert; ich sehe diese Kirrungs-Sauen meistens erst in der Kühlkammer und freue mich über deren Erlegung.
Also viel Erfolg für dein "DRanbleiben" und heute nacht;
ich muss leider zu Hause hocken; K-1 Kontakt und deshalb 14 Tage Hausquarantäne.
Es sind aber aktuell auch keine Sauen im Feld unterwegs, also was soll´s!
 
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Horrido,



Die Sauen, die an der Stelle den Schaden machen, ziehen von den Nachbarn zu uns. Leider zu unterschiedlichen Zeiten.
Wir haben schon Abends, Nachts und auch Früh angesessen. Jeder wie er konnte. Ein ehem. `Begeher, hat auch viel gepirscht. Meistens waren die Sauen schlauer, wie wir.
Aber, wer Sauen versteht, kann auch Frauen verstehen :)
Ich bin der einzige, der sich Technik zugelegt hat. Finde es persönlich Waidgerechter, wenn ich nicht auf "schwarze Klumpen" schießen muss, sondern sehen kann, wo ich anlege. Beim Pulsar kann ich da sogar ohne künstliches Licht noch bis zu einem bestimmtern Grad an Dunkelheit was sehen.
Der Rest von uns kann oder will es sich nicht leisten. Die gehen dann Heim, wenn sie nichts mehr sehen. Ich kann nur an WE oder Urlaub raus. Im Job kann ich nicht komplett übermüdet aufschlagen. Und Mittags / Abends mal Vorschlafen ist auch nicht, da ich in der Pflege meiner Mutter mit eingebunden bin.



Ja, das ist die einzige Möglichlkeit!
Heute Abend werde ich mein Glück dann an einer anderen Stelle versuchen. Ich denke, an der Stelle kommen sie erst mal nicht die nächsten Tage...

RedNose


Dranbleiben!
Und die zeit- schlaffressenden Nachtansitze auf mehrere verteilen, sonst geht man schnell am Stock!
Ich pack das max. noch 3 mal die Woche, aber auch nur, wenn es im Feld wirklich brennt!

Gruß

Prinzengesicht
 
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@prinzengesicht:
So jagt jeder eben auf anderer Grundlage !
Zunächst mal alles Gute für die Quarantäne-Zeit... Hoffen wir, daß es eine reine Auszeit bleibt.(y)

Ich bin fest davon überzeugt, daß in den zwei kleinen Waldrevieren meiner bescheidenen Jagdmöglichkeit ohne größere Freiflächen mir weder WBK noch Vorsatzgerät Vorteile beschaffte...
Ich jage grds nur in Nächten, wo mir mit herkömml ZF/FG das Licht reicht, ansonsten schlafe ich und das Wild hat nachts in diesen mit Menschen überlaufenen Revieren seine Ruhe. In einem Revier kommt auch Rotwild vor, da scheidet konsequente Nachtjagd gänzlich aus.
Beide Jagdflächen, so auch die oben beschriebene (vor der Haustür) haben akuten Einstandsmangel, die Sauen wechseln von irgendwo her nur durch, sie liegen nie bei mir.
Die Bestandessituation wie von mir beschrieben ist in Mastjahren infolge Alteichen interessant.
In der Tiefe der Verjüngung macht man sie aber auch mit WBK sicherlich nicht aus.
Da wo ich ohne Hindernisse hinschießen kann (max.60 m) sehe ich sie dann auch mit meinem Equipment.
Ich verlasse mich sehr aus auf mein gutes Gehör, wenn ich sie ziehen höre, bin ich üblicherweise parat und dann kommen sie auch in Sicht. In der gestrigen Situation hätte keine andere Technik irgendeinen Mehrwert gehabt.

Natürlich kam ich auch zur Erkenntnis, bei den beiden Sauen führt kein Stück, nat. nur zu spät. :giggle: Aber 2 Nächte vorher hatte ich eine Einzelne vor und die Geräusche in der Dickung kamen wie ganz hochtöniges Quieken rüber, was ich von größeren Frischlingen so nicht kenne. Daher auch meine Vorsicht. Dann allerdings gabs noch lautes Knacken wie von Zähnen, was sich fortbewegte, so daß ich an einen werbenden Keiler dachte, wäre ja auch nicht unmöglich.

Im letzten Jagdjahr erlegte ich nur dort 11 Stck Schwarzwild (98 ha)- es zogen mehrere Rotten durch und die meisten passte ich morgens im Sommer ab, wenn sie aus den Feldern der Nachbarreviere kommend durch die Waldhänge in ihre Einstände ziehen, die weiter talaufwärts zu meiner Fläche liegen. Im JJ 20/21 zeigt sich eine völlig veränderte Situation. Im April und Oktober schoß ich je einen Keiler...beim Morgenansitz auf dem Wechsel, das wars bis jetzt. Im Sommer gabs keinen Weizen am Waldrand und ich kannte überhaupt nur eine Rotte. Na, das Jagdjahr ist ja noch nicht ganz rum, viell klappts noch. Wenn der Jagddruck von den Bewegungsjagden nachlässt, benehmen sich die Sauen allmählich wieder normaler, bis sie im April/Mai sogar morgens im Hellen noch unterwegs sind.
Denke, daß ich meinen Beitrag bei der notwendigen Schwarzwildbejagung auch als reiner Waldjäger im Rahmen der Möglichkeiten leiste. Feldreiche Revieren brauchen völlig anderes Vorgehen, um an Schadflächen den gewünschten Effekt zu erreichen, das ist klar. Jedoch sehe ich den zunehmenden Einsatz von Licht/NST für die nächtliche Vertrautheit allen Wildes schon als negativ an.

Tja, dranbleiben genau - 1-2 Tage noch, dann kommt der Mond zu spät und ist schon schmaler - dann ists rum. Außerdem will ich nicht viele Nächte hintereinander im Wald rumstinken.
Mein Eindruck ist, die Sauen schieben sie zur Zeit noch ganz lange vor Morgendämmern wieder ein - im Winter kommen nie Sauen beim Frühansitz vor, hier bei uns unter diesen besonderen Bedingungen - in ruhigen großen Wäldern ists nat. anders. Genügend Zeit die Waidsäcke zu füllen unter ohnehin feister Schwarte bieten die langen Winternächte doch, auch wenn man viel verschläft. Das Cam Monitoring hält die meiste Bewegung zwischen 22 h und 3 h fest.

Nun, der "Weg ist das Ziel" für mich auf der Jagd - wenns dann beim 3. Mal klappen sollten, freu ich mich, daß ich gejagt habe - nicht immer nur kommen, sehen, siegen - das wär mir zu langweilig.

Sollte es aber gar nicht klappen, egal wie oft man draußen war, dann bleibt als Letztes doch der Frust ! :LOL:
 
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