Seltsame Erlebnisse beim Ansitz

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11 Okt 2014
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#1
Manchmal passieren schon komische Sachen.

Gerade eben kam aus einem Baumwipfel eine Krähe im Bogen von links kommend angeflogen, verlor aus dem Schnabel fallend etwas Rotes ca. 50 Meter vor meinem Sitz, flog einen Bogen und baumte auf, wo
sie hergekommen war.

Da muss ich an die römischen Auguren denken und mich wundern ;-)

Vor einigen Jahren erlebte ich, wie sieben !!! schwarze Flieger (mutmaßlich Krähen) eine Ringeltaube aus allen Richtungen kommend einen Luftkampf lieferten.

Die Taube schien in erheblichen Schwierigkeiten zu stecken!

Plötzlich stieg ein Bussard aus der Wiese vor mir auf und gewann schnell an Höhe. Die Krähen verzogen sich eine Richtung und Taube floh - nun erfolgreich - in die Andere und war weg.

Was aber Grund war, das die Krähen sich am Bussard störten und was ich da eigentlich gesehen habe, ist mir bis heute nicht klar.

Geht es Euch ähnlich mit solchen Beobachtungen?
 
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7 Dez 2010
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#2
Ich werde nie den verdutzten Ausdruck des Bussards vergessen der meine Wächterkrähe „geschlagen“ hatte. Ein plötzliches „Plock“, dann fielen Lockie und Bussard aus dem Hollerbusch. Ich bilde mir ein sowas wie „indignierte Beleidigung“ auf den Zügen des Bussards erkannt zu haben, als er Abstrich...
Kann mich da aber auch getäuscht haben :)
 
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20 Nov 2016
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#3
Hallo zusammen,
letztes Jahr hab ich am Mais auf einer Leiter angesessen.
Auf der Leiter saß zu diesem Zeitpunkt bestimmt schon drei Jahre niemand mehr.
Als es anfing zu dämmern kam plötzlich eine Eule direkt auf mich zu. Sie hat sich so erschreckt, dass sie innen gegen das Dach von der Leiter geflogen ist.
Sie konnte sich grade noch so über dem Boden abfangen und ist dann in einen nahen Wald, wo sie herkam, geflogen.

Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, wo doch Eulen im Dunkeln deutlich besser sehen, wie die Menschen....
 
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16 Dez 2012
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#4
Heute auf dem Bockansitz an einer Feldhecke, leider war es extrem stürmisch, habe ich mehrere Hasen gesehen.

Ca. 200 m von mir entfernt, saßen 2 Hasen am Rand eines Kartoffelfeldes, z. Zt. noch blanker Acker, ca. 50 m von der Hecke entfernt.

Der eine Hase machte dann einen Ausflug in Richtung Feldmitte, ca. 200 m. Kaum dort angekommen, ich beobachtete ihn mit dem FG,
drehte er sich um und rannte so schnell er konnte um sein Leben, wieder in Richtung Hecke.
Ich wusste im ersten Moment gar nicht was los war. Dachte an einen Spaziergänger mit Hund auf der gegenübeliegenden Seite.

Erst als der Hase und auch der zweite Hase fast die Hecke erreicht hatten, sah ich die "Luftwaffe" einen Angriff fliegen.
Beide haben es gerade noch geschafft.

Die Feldhecke war ihre Lebensrettung!

TH
 
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4 Jul 2012
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#5
Ich saß vor drei Jahren auf einer noch recht ordentlichen Kanzel auf Damwild und hatte auch guten Anblick, aber mochte nicht recht schießen. Als es düster war, flog ein Käuzchen meinen Sitz an, setzte sich auf die zweite Sprosse von unten und schrie. Nach ein paar Minuten flog es fort. Beim Abbaumen brach diese Sprosse und ich saß auf dem moosigen Waldboden.

Am Morgen danach beschoss ich vom selben Sitz auf 40 Meter einen Spießer und schoss sofort noch mal nach. Warum, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Der junge Hirsch hatte aber tatsächlich nur einen Schuss drauf. Nach dem Aufbrechen, bei vollem Tageslicht, konnten wir rekonstruieren, dass ich mit dem ersten Schuss ziemlich sicher ein herunterhängendes Ästchen getroffen hatte, das im Halbdunkeln nicht sichtbar war.

Gruslig, aber ich glaube aber immer noch nicht recht an Waldgeister.
 
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#6
Letztes Jahr auf einer Kanzel. Ca. 5m seitlich der Kanzel war eine tiefe Fahrspur, gut voll Wasser. Auf einmal flog eine Taube an und fing an Wasser zu schöpfen. Ich beobachtete sie und freute mich, dass sie mich nicht bemerkt hatte - auf jeder Feder ein Auge usw...

Auf einem tat es einen Schlag und Federn stoben wüst in der Gegend rum. Ich hatte den Habicht genauso wenig bemerkt wie die Taube es hatte. Er strich dann seltsamerweise ab, vielleicht hatte er mich bemerkt. Die Taube kam auch noch weg, hatte aber 2 Schwungfedern weniger.

Aus 5m war das beeindruckend. Alles ruhig, BÄNG, Federgestöber!
 
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#7
Eine Eule hat sich mal gedacht das es wäre mega lässig sich mal auf den "Ast" zu setzen, der aus dem Kanzel Fenster schaut. Fand ich weniger cool und sowohl die Eule als auch ich hatten einen netten Schreck (ist aber nichts weiter passiert, da ich glücklicherweise in dem Moment eine Hand am Hinterschaft abgestützt hatte).
 
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#8
Da hab ich auch einen,
vor Jahren Ansitz an einer Esche in einer Wiese und 30m hinter mir ein Maisacker.
In Blickrichtung vor mir etwa 70-80m zum Waldrand und daraus kommt eine Amsel geflogen, Richtung Mais.
Als sie die Hälfte der Strecke zum Mais zurückgelegt hatte kam aus dem Wald ein Habichtsterzel geflogen,
in vollem Jagdflug hinter der Amsel her und beide erreichten fast gleichzeitig den Maisrand,
Geprassel in den Stängeln und die Amsel sucht zeternd das Weite im Mais.
Der Habicht sitzt hinter der ersten Maisreihe und versucht wieder raus zu kommen,
da er aber etwas breiter als die Abstände der Maisstängel war,
schaffte er es nicht und versuchte auf ca 50m immer wieder aus dem Mais zu kommen.
Immer wieder lief er hin und her und versuchte sich zwischen den Stängeln raus zu winden.
Er hat sicher 5-10 Minuten gebraucht, bis er eine Lücke gefunden hat und zum Wald zurück streichen konnte.
Selten hab ich auf dem Ansitz so gelacht.......

Bausaujäger
 
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#9
Letztes Jahr zur Bockjagd!
Wiese frisch gemäht.
Wie aus dem Nichts eine Wildkatze auf 30m vor meiner Kanzel.
Ich freue mich über den Anblick und als ich den Blick über die Wiesen schweifen lasse, fällt mir ein Fuchs auf, der in „unsere“ Richtung schnürt!
Es war kein Jungfuchs, aber ein max einjähriger.
Irgendwann sah der Fuchs die Katze und kam zielstrebig näher.
Was sich mir dann bot war wirklich interessant!
Der Fuchs umkreiste die Katze , warf sich auf die Seite und sprang auf und nieder, die Katze war absolut unbeeindruckt und blieb einfach sitzen.
Als der Fuchs die magische Grenze von ca 5m unterschritten hatte, sprang die Katze mit einem Satz auf den Fuchs und zeigte wer hier der Boss war!
Ein wildes Gekreische begann und Wolle folg durch die Luft.
Der Fuchs rannte in wilden Fluchten in die Richtung aus der er gekommen war und die Katze setzte sich wieder in aller Seelenruhe
hin!
Selten so gelacht und gestaunt beim Ansitz.

Gruß Sauenfreund
 
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#10
Nicht auf dem Ansitz und schon 40 Jahre her, aber ich denke gerne daran zurück:

Klein-Pilzesammler, 10 oder 12 Jahre alt beim, nunja, Pilze sammeln... :)

Es fängt an zu regnen und ich lehne mich an den Stamm einer großen Fichte, in der Hoffnung dass es bald wieder aufhört. Schaue nach oben in den Himmel, verziehe das Gesicht, schaue wieder runter...

Da knackt es hinter mir in einer Dickung und eine Rehgeiss kommt raus. Sie stellt sich direkt unter die nächste Fichte, so 4-5 m entfernt. Ich lehne also ruhig an Meiner und schaue rüber. Die Geiss schaut (nagut, äugt) nach oben in den Himmel, verzieht das Gesicht (ICH SCHWÖRE!! :-D), schaut wieder runter...

Wir stehen dann da so zusammen ein paar Minuten im Regen, ich lehne immer noch ruhig an meiner Fichte, aber schließlich muss sie doch Witterung von mir bekommen haben oder ich habe mich zu sehr bewegt und sie ist abgesprungen.

Damals allein im Wald, mit 10 oder 12 wie gesagt, hat mich das schon sehr beeindruckt. Gefühlt waren es mindestens 20 Minuten, wie wir da so gestanden haben, real werden es wohl keine 5 gewesen sein...
 
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#11
Sommer, Mitternacht, Vollmond.
Eine Schleiereule kommt mit einer Maus angeflogen und blockt auf der Hochsitzkante auf. Springt runter auf mein Knie, von da auf 's Sitzbrett. Reißt der Maus den Darm raus und kröpft die Maus. Wieder rauf auf mein Knie, von dort ordentlich auf den Rucksack gekälkt und weg war sie. Von Stund an wusste ich, woher die vertrockneten "Regenwürmer" waren, die da regelmäßig auf dem Sitzbrett klebten...
Gruß-Spitz
 
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#12
Moin,
Das mit der Wächterkrähe hatte ich auch, keine Ahnung ob er oder ich sich mehr erschreckt hat. Einmal fiel ein Sperber in meinem Taubenlockbild ein. Das war echt knapp, hatte schon angebackt.

Einmal habe ich versucht eine hoch beschlagen Ricke von meiner Leiter zu verscheuchen, weil ich abbaumen und einen Spießer angehen wollte. Sie hat sich nicht stören lassen, so dass ich irgendwann richtig Radau machte. Das hat dann einen Sechser angelockt, der wohl an einen plätzenden Konkurrenten glaubte und plötzlich bettelbreit vor mir stand. Hab mich dann auch nicht lange bitten lassen.
 
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#13
Vor einigen Jahren saß ein Jagdfreund von mir beim Vollmond auf einer offenen Leiter im Hochwald. Er ist Brillenträger und das Mondlicht spiegelte sich in den Brillengläsern, als er den Kopf ein wenig bewegt hatte. Da flog ihm eine Eule direkt ins Gesicht, in der Hoffnung, das die Spiegelung eine Maus gewesen wäre.



Ich persönlich mache mir immer einen Spaß daraus, wenn Eulen oder Waldkäuze in meiner Nähe aufgebaumt haben, durch leichtes kratzen mit dem Fingernagel am Holz des Hochsitzfensters, die Kameraden näher zu locken. klappt fast immer.

wmh

Jäger:cool:
 
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#14
Fuchsjagd diesen Winter...

Der Ansitzbereich sind verlassene Kiesgruben, teilweise verfüllt und alle mit so Dämmen und Deichen voneinander getrennt. An den Dämmen natürlich Kaninchenpopulation. Ein Kanin beobachte ich schon seit zwei Stunden und spiele immer mal wieder meine Melodie. Es kommt tatsächlich ein Fuchs, alles gut in der WBK zu sehen. Der Fuchs passiert das Kanin in 15m Abstand und kommt weiter auf mich zu. Ich mache den Drilling fertig und freue mich schon. Als der Fuchs so ca. 40m weg war (und damit 30m VOR dem Kaninchen), denkt sich das Kaninchen, es wäre eine super Idee, dem Fuchs direkt vor den Fang zu sprinten. Der denkt sich, das K., das ich sehe, ist besser als das K, das ich höre. Und weg waren beide, hinter einem Querdamm verschwunden...

Beim nächsten Ansitz habe ich mit der Hasenklage ein Kaninchen auf 3m an den Sitz gelockt...
 
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#15
Vor einigen Jahren Ansitz während der "dummen Stunde", Blattzeit und es war heiß und trocken.
Plötzlich eine kleine Rauchsäule etwa 300 m entfernt. Also hin und nachgeschaut wer da so unvernünftig ist.
Am Rand einer aufgelassenen Kiesgrube steigt der Rauch zwischen einigen Aushubhäufen auf und ich klettere über die Häufen zum Ursprung des Rauches. Dort sehe ich eine etwa 35-40 jährige Frau mit total verflennten Augen, die vor einem kleinen Feuerchen kauert.
Als ich sie anspreche erschrickt sie furchtbar und heult "Rotz und Wasser".
Erst als sie sich beruhigt hat, kann sie mir erklären, dass sie ja nur alte Liebesbriefe entsorgt.........:unbelievable:

Bausaujäger
 
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