Sinnhaftigkeit von Geschossdiskussionen

Mitglied seit
27 Nov 2016
Beiträge
8.641
Gefällt mir
11.757
#61
Moin, ich erlege keine Hundert Stück Schalenwild im Jahr, aber im Laufe der Jahre waren es ein paar Hundert und ich habe nicht angefangen zu jagen und hatte "die Patrone", die gibt es sowieso nicht:cool:
So 5-6 unterschiedliche Laborierungen habe ich ausprobiert, von hart bis weich, die TM hat im Durchschnitt die besten Ergebnisse geliefert, also bleibe ich dabei.
Bleifrei ist Gängelung und nichts weiter, ich schieße solche auf DJ, aber nicht aus Überzeugung, sondern um einem Freund, der Förster und Nachbar ist, keinen Ärger zu bereiten.
 
Mitglied seit
1 Aug 2013
Beiträge
3.176
Gefällt mir
1.007
#62
Kleines Rätsel zum gestrigen Stück - es geht nur um bleifrei oder nicht bei einem Schmalreh.
links Ausschuss, rechts Einschuss mit jeweiligen Knochenkontakt.

Anhang anzeigen 77142 Anhang anzeigen 77143

Das dies für hunderte weitere Stücken nicht repräsentativ sein muss, setze ich als bekannt voraus.
Ganz klar, EInschuss so groß wie Ausschuss -> tippe auf FLG, 20/76...Kombinierte geführt und am falschen Hahn gezogen!? :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
25 Mai 2011
Beiträge
1.860
Gefällt mir
2.311
#64
die wenigsten Rehe werden einen Kammertreffer mit einem 6,5 oder 7mm Teilmantel überleben. Aber was passiert wenn das auf Rehwild bewährte weiche, fragile Teilmantel mal eine schwierigere Aufgabe meistern soll??? Auch da wird bei gutem Treffer meißtens Weidmannsheil gerufen...aber wenn das Geschoss mal versagt??? Dann ist das Stoffwechselendprodukt am dampfen!!!
Ich hab noch nicht allzuviele Rehe erlegt...jage erst ein paar Jahrzehnte...sind noch keine 200 Rehe...aber ich hatte schon Abpraller (nicht in die Kammer eingedrungen), Rechtwinklige Wundkanäle...vergrößerte Einschüsse (durch unbemerkte Hindernisse in der Flugbahn)...keine Ausschüsse trotz ausreichendem Kaliber... Alle Merkwürdigkeiten mit einfachsten billig TM bei Rehwild.
Ich verwende nur noch feste Premiumgeschosse auf alles Schalenwild.
Eigentlich brauchen wir nur 5 Geschosse.
1. Partition oder A-Frame für Big Game
2. Solid für Elefanten
3. billig Scheibengeschoss
4. TTSX (und gleiche Ableger)
5. Varmint für Krähe/Fuchs

Naja.. und von diesen 5 brauche ich nur eins von .222 bis .375! Funktioniert!
TTSX!
Abpraller? Ernsthaft? Rechtwinklige Wundkanäle? Also das Geschoss hat im Wildkörper spontan seine Richtung gewechselt? :oops:
 
G

Gelöschtes Mitglied 25675

Guest
#66
Abpraller? Ernsthaft? Rechtwinklige Wundkanäle? Also das Geschoss hat im Wildkörper spontan seine Richtung gewechselt? :oops:
Nicht rechtwinkelig, aber fast:

Das ist der Rest eines Geco TM 170 grs (Foto).

Geschossen wurde ein schwarz-weißer ÜLK 45 kg an der Kirrung (30m).
Er stand breit nach links, der Einschuß saß Blatt (Schulterknochen) - kein Ausschuß. Im Schuß knickte er vorn links ein, drehte sich auf der Schulter liegend um 180 Grad und verendete auf der Einschußseite am Ort.
Beim Aufbrechen und Ausräumen hatte ich schon viel "Grünes" und Schweiß.
Beim Zerwirken habe ich den Geschoßrest in der rechten Keule gefunden.

Das Geschoß hat also den linken Schulterknochen zerschlagen und ist wohl als Abpraller diagonal durch den Wildkörper und in der rechten Keule stecken geblieben.

Den Geschoßrest habe ich aufgehoben, weil es mein erstes Stück mit der SR30 Prez. war.
Für mich zählt allein ein möglichst schnelles Verenden des Wildes und das hat mit der TM zuverlässig (nicht nur in diesem Fall) geklappt.
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mitglied seit
27 Nov 2016
Beiträge
8.641
Gefällt mir
11.757
#67
Ja Lieber Mitforist Kabe, was lernen wir daraus?
Die Geco ist keine Patrone für Kirrungsjäger und nicht brauchbar auf gescheckte Wildschweine:cool:
 
Mitglied seit
16 Apr 2008
Beiträge
1.740
Gefällt mir
1.491
#68
Nicht rechtwinkelig, aber fast:

Das ist der Rest eines Geco TM 170 grs (Foto).

Geschossen wurde ein schwarz-weißer ÜLK 45 kg an der Kirrung (30m).
Er stand breit nach links, der Einschuß saß Blatt (Schulterknochen) - kein Ausschuß. Im Schuß knickte er vorn links ein, drehte sich auf der Schulter liegend um 180 Grad und verendete auf der Einschußseite am Ort.
Beim Aufbrechen und Ausräumen hatte ich schon viel "Grünes" und Schweiß.
Beim Zerwirken habe ich den Geschoßrest (Foto) in der rechten Keule gefunden.

Das Geschoß hat also den linken Schulterknochen zerschlagen und ist wohl als Abpraller diagonal durch den Wildkörper und in der rechten Keule stecken geblieben.

Den Geschoßrest habe ich aufgehoben, weil es mein erstes Stück mit der SR30 Prez. war.
Für mich zählt allein ein möglichst schnelles Verenden des Wildes und das hat mit der TM zuverlässig (nicht nur in diesem Fall) geklappt.
Hatte vor zig Jahren mal nen ÜL der hatte den Einschuss hinters Blatt und je einen Ausschuss am Kehlkopf und am Waidloch.
Geschoss weis ich nimmer. Glaub war ein TMR. in 8x57

Sowas hab ich bis heute bei 4 Stelligem Abschuss nie wieder gesehen.
 
Mitglied seit
25 Dez 2018
Beiträge
1.508
Gefällt mir
2.093
#70
Gesehen hab ich sowas schon öfter.
Zuletzt bei einem bleifreien Deformator auf ein zartes Kitz. :rolleyes: - Nur um mal klarzustellen was solche Einzelfälle mit Panzerschweinen oder Teilmantel zu tun haben. Nichts nämlich.
 
Mitglied seit
18 Mrz 2017
Beiträge
1.351
Gefällt mir
1.095
#71
Man, hier ist es ja wieder würzig...

Übrigens werden hier, wie üblich, einige Dinge zusammen gemischt.

Der TS berichtete von einem Abschuss mit einem Matchgeschoss. Zunächst dazu Waidmannsheil.
Ich gebe jedoch zu bedenken daß ein 15kg Reh jetzt nicht unbedingt eine Herausforderung für eine Geschosskonstruktion ist.
Auf eine grobe Sau hätte er sich das vielleicht verkniffen bzw bereut bei der Nachsuche.

Dann wird oft vom Geco Target berichtet. Das ist aber kein klassisches Matchgeschoss, sondern ein Teilmantel was die notwendige Mantelstärke zur Jagd hat. Reicht sicher für durchschnittliches Wild.
Wie übrigens alle jagdlichen Teilmantel wie Corelockt, Interlock, Gameking, PowerShok, HotCor etc PP.

Die deutlichsten Unterschiede zeigen sich dann bei schwerem Wild. Denn da kommt es insbesondere auf das Geschoss an. Tiefenwirkung, auch bei einem Knochentreffer ist hier von Nöten. Das ist dann nicht so einfach.

Warum man nun aber der TS sich ein neues ZF gönnt, ihm die 4 Schuss Jagdmunition zum Einschießen aber zu teuer sind kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wie hoch war die Preisdifferenz denn? Vllt 8€ für die Munition?

Ein gutes Jagdgeschoss kostet in einer Fabrikmunition geladen nicht einmal 2€. Glaube ich hab die Schachtel Federal Fusion für 32€ gekauft. Da braucht man nicht mit etwas anderem aufs Wild zu holzen.
 
Mitglied seit
10 Jan 2016
Beiträge
73
Gefällt mir
4
#72
Hatte vor zig Jahren mal nen ÜL der hatte den Einschuss hinters Blatt und je einen Ausschuss am Kehlkopf und am Waidloch.
Geschoss weis ich nimmer. Glaub war ein TMR. in 8x57

Sowas hab ich bis heute bei 4 Stelligem Abschuss nie wieder gesehen.
Ich habe einen ähnlich merkwürdigen Fall erlebt,
Ein Überläufer erhielt breit stehend auf ca 100m eine HMK 8x57IS etwas zu tief , Tiefblatt/ hoher Laufschuss.
Das Geschoss/ Teile davon wurden nach oben in die Lunge abgelenkt und brachten die zuvor nicht tötliche Verletzung nach 70m Flucht.
Chr.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
10 Jan 2016
Beiträge
73
Gefällt mir
4
#73
Man, hier ist es ja wieder würzig...

Übrigens werden hier, wie üblich, einige Dinge zusammen gemischt.

Der TS berichtete von einem Abschuss mit einem Matchgeschoss. Zunächst dazu Waidmannsheil.
Ich gebe jedoch zu bedenken daß ein 15kg Reh jetzt nicht unbedingt eine Herausforderung für eine Geschosskonstruktion ist.
Auf eine grobe Sau hätte er sich das vielleicht verkniffen bzw bereut bei der Nachsuche.

Dann wird oft vom Geco Target berichtet. Das ist aber kein klassisches Matchgeschoss, sondern ein Teilmantel was die notwendige Mantelstärke zur Jagd hat. Reicht sicher für durchschnittliches Wild.
Wie übrigens alle jagdlichen Teilmantel wie Corelockt, Interlock, Gameking, PowerShok, HotCor etc PP.

Die deutlichsten Unterschiede zeigen sich dann bei schwerem Wild. Denn da kommt es insbesondere auf das Geschoss an. Tiefenwirkung, auch bei einem Knochentreffer ist hier von Nöten. Das ist dann nicht so einfach.

Warum man nun aber der TS sich ein neues ZF gönnt, ihm die 4 Schuss Jagdmunition zum Einschießen aber zu teuer sind kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wie hoch war die Preisdifferenz denn? Vllt 8€ für die Munition?

Ein gutes Jagdgeschoss kostet in einer Fabrikmunition geladen nicht einmal 2€. Glaube ich hab die Schachtel Federal Fusion für 32€ gekauft. Da braucht man nicht mit etwas anderem aufs Wild zu holzen.
Volle Zustimmung.
Das Geschoss ist am stärksten zu erwartendem Wild auszurichten.
 
Mitglied seit
25 Mai 2011
Beiträge
1.860
Gefällt mir
2.311
#75
Nicht rechtwinkelig, aber fast:

Das ist der Rest eines Geco TM 170 grs (Foto).

Geschossen wurde ein schwarz-weißer ÜLK 45 kg an der Kirrung (30m).
Er stand breit nach links, der Einschuß saß Blatt (Schulterknochen) - kein Ausschuß. Im Schuß knickte er vorn links ein, drehte sich auf der Schulter liegend um 180 Grad und verendete auf der Einschußseite am Ort.
Beim Aufbrechen und Ausräumen hatte ich schon viel "Grünes" und Schweiß.
Beim Zerwirken habe ich den Geschoßrest in der rechten Keule gefunden.

Das Geschoß hat also den linken Schulterknochen zerschlagen und ist wohl als Abpraller diagonal durch den Wildkörper und in der rechten Keule stecken geblieben.

Den Geschoßrest habe ich aufgehoben, weil es mein erstes Stück mit der SR30 Prez. war.
Für mich zählt allein ein möglichst schnelles Verenden des Wildes und das hat mit der TM zuverlässig (nicht nur in diesem Fall) geklappt.
Und welches Reh hat nun das Geschoss abprallen lassen?
 
Oben