spiegel.de über die Rekordstrecke beim Schwarzwild

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#4
Das ist unzweifelhaft richtig. Wobei ich schon meine, auch verstärkte Anstrengungen der Jägerschaft zu vermerken. Bis dato nur mit Einzeljagd agierende Reviere drücken und/oder schließen sich mit Nachbarrevieren zusammen, bislang schon drückende Reviere gehen zu Zweit- und Drittjagden über, gezielter Einsatz von Wärmebildtechnik nimmt zu. Einzig schade, dass Landesforsten nicht mehr unternimmt und die Sauen nach wie vor als Beifang auf den Drückjagden behandelt und auf Einzeljagd gänzlich verzichtet.
 
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#6
Also bei uns mehren sich die Stimmen, dass die Vorsatzgeräte schon Wirkung zeigen. "Wir ham ja keine Sauen mehr...."

Was die Landesforsten angeht, was lernen Förster im Studium? Bejagung von Wiederkäuern sonst nichts. Dazu alles was mit Bewegungsjagden zusammenhängt. Stellt Euch mal vor: Wir bekommen eine für Menschen gefährliche Seuche und von heute auf morgen müssten in den Wäldern die Füchse drastisch reduziert werden. Ich glaube nicht dass man mit diesem Personal was erreichen könnte. Und jetzt bitte nicht die Ausnahme - wovon wir hier auch einige habe - zur Regel erheben.

Effektive Saujagd ist mehr als ein Trestereimerle spazieren zu tragen und vergleichsweise leicht zu jagende Rehe zu dezimieren. So etwas lernt man aber als Privatjäger auch nicht in drei Wochen. Achja "learning bei doing", halt mit den Kolateralschäden!
 
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#7
bei 1,2 bis 1,5 Millionen Wildschweinen ist das geforderte Ziel von 70% ja fast erreicht. Aber die Belgier haben dafür gesorgt, dass die Pest im Land blieb, bisher. Und der Nabu sagt ganz klar, dass mit Abschuss kein ASPFall verhindert werden kann. Und damit haben die Recht. Gleichwohl muss der Sauenüberhang abgeschöpft und sinnvoll verwertet werden.
Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Jagdwirtschaft. Auch wenn oben erwähnter Nabu die Jagd zur Wildbestandskontrolle abschaffen möchte.
sca
 
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#8
bei 1,2 bis 1,5 Millionen Wildschweinen ist das geforderte Ziel von 70% ja fast erreicht. Aber die Belgier haben dafür gesorgt, dass die Pest im Land blieb, bisher. Und der Nabu sagt ganz klar, dass mit Abschuss kein ASPFall verhindert werden kann. Und damit haben die Recht. Gleichwohl muss der Sauenüberhang abgeschöpft und sinnvoll verwertet werden.
Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Jagdwirtschaft. Auch wenn oben erwähnter Nabu die Jagd zur Wildbestandskontrolle abschaffen möchte.
sca
na, wenn der Nanu das sagt... :oops:
ehrlich, DIESER Verein wäre wohl der allerletzte, dessen sinnbefreites Nachgeplapper für mich von irgendeiner Relevanz bei dem Thema ASP wäre...

den Artikel finde ich übrigens recht interessant - insbesondere, weil man aus seinen Zeilen sehr schön entnehmen kann, dass der oder die Autor/in recht wenig von der Materie verstanden hat...
 
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#9
So wie ich das über unser Revier sagen kann... wir haben deutlich weniger Sauen, müssen uns dieses Jahr ein bisschen zurückhalten. Schätze mal 50% weniger wird’s werden. Es fehlen die Frischlinge und Überläufer haben wir gut reduziert.
 
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#10
Also bei uns mehren sich die Stimmen, dass die Vorsatzgeräte schon Wirkung zeigen. "Wir ham ja keine Sauen mehr...."

Was die Landesforsten angeht, was lernen Förster im Studium? Bejagung von Wiederkäuern sonst nichts. Dazu alles was mit Bewegungsjagden zusammenhängt. Stellt Euch mal vor: Wir bekommen eine für Menschen gefährliche Seuche und von heute auf morgen müssten in den Wäldern die Füchse drastisch reduziert werden. Ich glaube nicht dass man mit diesem Personal was erreichen könnte. Und jetzt bitte nicht die Ausnahme - wovon wir hier auch einige habe - zur Regel erheben.
Aus eigenem Erleben: Völlige Zustimmung. (y)
Wobei in unserer Region die Füchse ähnlich wenig sind dieses Jahr. Das mag aber auch gewissen Witterungsbedingungen im späten Winter geschuldet gewesen sein, sowohl bei den Sauen als auch bei den Füchsen.
Ich würde mich da noch nicht festlegen wollen was die Ursache wirklich ist.
 
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#11
Man hört ja von überall, dass dieses Jagdjahr deutlich weniger Sauen erlegt werden und generell auch da sind. Die Rekordstrecke im letzten JJ hat sicher einiges abgeschöpft. Würde mich nicht wundern, wenn wir dieses Jahr nur die Hälfte schaffen.
 
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#12
Aus eigenem Erleben: Völlige Zustimmung. (y)
Wobei in unserer Region die Füchse ähnlich wenig sind dieses Jahr. .
Bei uns sinds wie alle jahr sehr viele... aber die Witterung macht sie kirre. Die Ranz ist angelaufen, aber sehr verhalten.
Und sie zeigen sich nicht so offen,da laufen 2-3 Füchs in den Hecken rum und kommen nicht raus.

naja kein Wunder warm,Nebel,Regen... macht nicht soviel Spaß diesjahr :sick:
 
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#13
Ich denke der späte Frost 2018 hat zusätzlich einige Frischlinge dahingerafft.
Was mMn auch ein Grund ist warum man überall von den DJ (zumindest in unserem / meinem Raum ) hört das sehr wenig Sauen im Vergleich zu 2017 erlegt wurden.

Mag sein, dass es anderswo anders ist.
 
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#14
Aber wenn ich jetzt schon wieder höre "da müssen wir uns dieses Jahr zurück halten" dann ist doch klar, dass das so mit der Reduzierung des Schwazwildes nix wird.
Gerade wenn sie dich mal nicht über den Haufen laufen hat man doch die Chance Bestände zu verkleinern. Ansonsten hält man im Zweifel nur den Zuwachs auf.
Ein alter Jäger hat mal zu mir gesagt: Das Schwarzwild hält nur das Futter und die Witterung auf.
Hat er wohl Recht gehabt.

Bei uns wurden dieses Jagdjahr auch deutlich weniger Sauen erlegt, was sich aber an den Schäden in der Feldflur leider gar nicht wiederspiegelt. Liegt also wohl doch an uns und nicht an den Beständen.
 
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#15
Aber wenn ich jetzt schon wieder höre "da müssen wir uns dieses Jahr zurück halten" dann ist doch klar, dass das so mit der Reduzierung des Schwazwildes nix wird.
Gerade wenn sie dich mal nicht über den Haufen laufen hat man doch die Chance Bestände zu verkleinern. Ansonsten hält man im Zweifel nur den Zuwachs auf.
.....
Bei uns wurden dieses Jagdjahr auch deutlich weniger Sauen erlegt, was sich aber an den Schäden in der Feldflur leider gar nicht wiederspiegelt. Liegt also wohl doch an uns und nicht an den Beständen.
Wir beide sind ja nicht oft einer Meinung aber da muss ich Dir Recht geben. Als vor Jahren einmal der Pächter eines verp.StJR. krankheitsbedingt ausgefallen war (ein Schicksal das ich n i e m a n d!! wünsche) sagte ich: Wir müssen 90 Sauen-100 Sauen schießen. Und wir erlegten sie. Staatswald und GJR. Danach war der ganze Waldrücken fast schwarzwildfrei, weil niemand sie an Kirrungen mit der starken Tendenz zu Fütterungen gebunden hat, ohne intensiv zu jagen. Die "Züchter" sitzen manchmal nur punktuell übers ganze Land verstreut. Das reicht um im Frühjahr wieder alle mit Wildschäden zu beglücken. Jeder fragt sich dann, wo die Sauen auf einmal her kommen. Wir haben heuer auch erst die Hälfte des letztjährigen Abschusses am Ende des Jagdjahres.
 
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