Spießer frei, aber in dem Revierteil nicht vorhanden?

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#47
Ich bin mir auch ganz sicher, dass keine bösen Absichten dahinter stecken. Ich bin sehr dankbar für die mir gebotenen Möglichkeiten. Das gewähren dieser spricht ja schon für sich!

Allerdings bin ich bei der Einschätzung solcher Situationen halt noch zu unerfahren. Mir stellt sich dann die Frage: Bin ich zu ungeduldig oder ist es aussichtlos?
Wenn Du Dir sicher bist dass Dir keiner was Böses will ist alles OK.
Hinter bestimmten Stücken herzulaufen kann immer daneben gehen.

Der einfachste Weg ist immer hinsetzen und selber entscheiden dürfen über das was der Zufall grade in Anblick bringt. Und je mehr man an Freiheiten hat oder gar selber der Pächter ist umso eher kommt dann natürlich auch ein Jagderfolg.;)

Kommunizier einfach dass Du Dir Gedanken machst ob da alles passt.
Liegst Du mit Deiner Einschätzung richtig, dass man es ohnehin gut mit Dir meint, ändert sich irgendwann die Freigabe und/oder die Ecke wo Du hin sollst.
(Zumindest ich würd das so machen wenn ich der Beständer wäre.)
Das wird schon! (y)
 
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#48
Ich finde die Freigabe auch nicht dämlich. Erstens kann der Pächter freigeben was immer er will und zweitens ist es an dem Jungjäger zu zeigen das er will. Ich finde die Freigabe von Schmalrehen an einen unerfahrenen Jäger schon eher fragwürdig, insbesondere da jedes Jahr die gleichen Fragen gestellt werden a la wie spreche ich ein Schmalreh, Schmaltier etc an. Geht oft gut, aber jeder Fehler ist fatal. Beim Böckchen ist es egal ob er unter Lauscher, genau auf Lauscherhöhe oder 1cm über...
Jährlinge sind im Moment überall unterwegs. Bei uns meist etwas abseits der guten Einstände. Im Wald lassen sie sich wunderbar an den Forstwegen bejagen, da laufen sie auch noch bis spät in den Vormittag umher. Insbesondere an Stellen wo der Weg oder die Gasse zwei Baumarten oder Kulturen trennt und etwas Äsung am Randstreifen vorhanden ist.
 
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#49
Technisch bin ich zwar kein Jungjäger mehr, ziehe mir den Schuh trotzdem an.
Der Großmeister im Ansprechen von Schalenwild bin ich sicher nicht, dafür bleibt der Finger gerade wenn ich den geringsten Zweifel habe.
Das Schalreh, welches ich erlegt habe, war zusammen mit seiner (hochbeschlagenen) Ricke unterwegs. Das Schmalreh bereits zu 99% verfärbt, die Ricke kaum. Dazu der offensichtliche Unterschied im Körperbau im direkten Vergleich.
Wenn die Kitze gesetzt sind und alles Rehwild verfärbt hat werde ich sehr wahrscheinlich bis zum Herbst kein weibliches Rehwild mehr schiessen.
Better safe than sorry!
 
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#50
Das war keine Kritik an Jungjägern. Bitte nicht so auffassen. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass ich es kritisch sehe einem unerfahrenen Jäger die Freigabe zu erteilen. Ich kenne auch persönlich jemanden der nur Schmale frei hatte, sich sehr viel ansetzte und dennoch nicht zum Schuss gekommen ist weil er jedesmal Zweifel hatte. Mir ist es einmal selber fast passiert. Ich war mir zu 100% sicher als das Stück noch im hohen Gras stand(halbe Höhe Brustkorb). Erst als es rauszog und ich die Spinne gesehen habe war ich heilfroh nicht geschossen zu haben.
Das hat meine Sichtweise stark geprägt.
Man kann sich jeden Bock passend reden,aber bei einer Ricke geht das nicht.
 
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#51
Mir ist diese ganze Freigeberei unverständlich...
Wie schafft ihr da bei akzeptablen Zeitaufwand Euren Pflichtabschuss?
Wir schießen jedes gerade erlaubte Stück sofort und schaffen so gerade unsere Vorgabe von 60 Stück auf 540 Ha...
Und halten knapp die Einstufung "günstig" ....etlichen Jagdgenossen ist der Abschuss zu gering...
 
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#52
...

..... Mir ist es einmal selber fast passiert. Ich war mir zu 100% sicher als das Stück noch im hohen Gras stand(halbe Höhe Brustkorb). Erst als es rauszog und ich die Spinne gesehen habe war ich heilfroh nicht geschossen zu haben.
Das hat meine Sichtweise stark geprägt.
......
hallo.
Fast schon ein Wortspiel.
Dir wäre es nicht "passiert", sondern du hättest in deiner Situation das Drama billigend in Kauf genommen.
Geschossen wird nach dem Ansprechen! Wenn allerdings weibliches Rehwild bis über die Bauchlinie im hohen Gras steht, kanns mit dem Ansprechen ja auch gar nicht funktionieren, oder?
 
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#53
Deshalb habe ich auch gewartet. Der restliche Eindruck hat mich bis zu dem Zeitpunkt absolut sicher gestimmt und ich warte auch in Zukunft bis ich alles klar erkennen kann.
 
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#54
@Leinetaler, das kam nicht als Kritik an Jungjägern rüber. Ich fand Deinen Hinweis gut und absolut berechtigt. Ergänzend dazu wollte ich nur kundtun unter welchen Bedingungen ich mir zutraue ein Schmalreh zu erlegen.
 
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#56
Find die Freigabe gut. Find auch gut das ein Platz zugewiesen wurde. Bei so enger Beschränkung kann sich ein JJ Zeit nehmen und das korrekte Ansprechen und das Verhalten des Wildes erlernen. Sollte der JJ Fehler machen so wirkt es sich nur auf einen Teil des Revieres aus und nicht auf den ganzen Laden. Hoffe der Jagdherr betreut dich gut und steht dir mit Tipps und Tricks zur Seite? Bleib am Ball mit den Ansitzen, eventuell kannst du auch mal mittags raus. Ist das Gelände Kupiert? So könntest du auch mal statt ansitzen anstehen. Du hast die starken Böcke beobachtet, die sind nicht umsonst stark. Die werden die besten Äsungsplätze für sich beanspruchen. Such dir einen Teil in deinem Bereich der eventuell eine nicht so attraktive Äsungsfläche darstellt. Kann sein das die geringeren Rehe sich dort umtreiben. Ansonsten kannst du gerne schon einmal das Blatten üben (zuhause). In der Blattzeit versuchen schwache Jährlinge schon auch ihr Glück bei der Geiß.
 
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#57
... mal ganz unter uns - ein Jungjäger bekommt bei mir sicherlich keine Freigabe für Schmalreh.
-
Als Erstes hätte ich einen Wunsch, der betrifft allgemein den Fuchs.
Beim Rehwild besteht frei Büchse beim weiblichen Kitzabschuß (bis Vorgabe Abschußplan),
genauso ist bei den Böcken jeder Spießer frei und jeder geringe Gabler.
Weibliches Rehwild darüber hinaus muss jeweils abgesprochen sein.
Bei den Böcken erwarte ich aber eine selbstständige Vermarktung ... und dann ist gut.
Selbstverständlich können dabei 'bekannte Märkte' genutzt werden.
Wenn ein Jungjäger sich engagieren will, hat er damit genügend Spielwiese.
Nach dem ersten Jahr kann ich mir dann auch ein erstes Urteil erlauben.
Sollte der Jungjäger mehr Stücke erlegt haben wie ich, dann war er fleißig!
 
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