Stahl/Messer mit hoher Schnitthaltigkeit?

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#76
Ich hab' einfach festgestellt, dass der N690 nach dem Härten mit der Feile keinen Abrieb mehr hat und meine Bänder sehr schnell verschleißen - ein Härtemessgerät habe ich nicht. Ein rostträger Carbonstahl lässt sich genau so scharf abziehen, ist aber viel leichter zu bearbeiten.

CD
 
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#77
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#78
Ich hab' einfach festgestellt, dass der N690 nach dem Härten mit der Feile keinen Abrieb mehr hat und meine Bänder sehr schnell verschleißen - ein Härtemessgerät habe ich nicht. Ein rostträger Carbonstahl lässt sich genau so scharf abziehen, ist aber viel leichter zu bearbeiten.

CD
Das liegt an den Legierungsbestandteilen, die entdprechende Karbide bilden. Der N 690 ist ein guter Stahl. Wird schön Scharf und hält die Schärfe ausreichend lange. Im Prinzip ist der Stahl ein optimierter 440c.

Grüße

Präzi
 
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#79
Jo und der Unterschied ist Cobalt im N690, das trägt als Karbidbildner zur Verschleissfestigkeit bei.
 
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#80
Cobalt gehört nun nicht zu den Elementen, die als Karbidbildner in erster Linie zugesetzt werden.
Schau mal bei Schanz, was der zu Cobalt im N690 schreibt:
https://www.schanz-shop.de/de/info/informationen-zu-unseren-staehlen.html

Mag gut sein, dass Cobalt AUCH in gewissem MAß in Mischkarbiden enthalten ist, aber bei Anwesenheit der aggressiven Karbidbildner Chrom und Vanadium ist das Cobalt sekundär.
 
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#81
Man lernt nie aus. (y)

Ich habe auch noch nie die Zusammensetzung von N690 mit VG10 verglichen.
Wenn beides das gleiche ist 1.4528, ist N690, den ich nicht habe gut.
Denn in meinem Fällkniven S-1 steckt VG10. Wird gut scharf und hält die Schärfe auch ordentlich.
 
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#83
Es ist ganz erstaunlich welche fachlichen Grundkenntnisse jemand haben muss um sich ein Messer, das richtige Messer, kaufen zu koennen;)
"Muss" nicht. Aber manche interessiert halt das Thema. ;)

Wie ich das in der Praxis handhaben würde habe ich in #18 geschrieben (https://forum.wildundhund.de/thread...-schnitthaltigkeit.126269/page-2#post-4204438).

Ist wohl so ähnlich, wie wenn bei den Wiederladern über Laborierungen gesprochen wird: In der Praxis (unter 150m, 3cm +/- egal) kaum Unterschiede, aber trotzdem feilen sie immer weiter an der perfekten Labo :D
 
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#84
"Muss" nicht. Aber manche interessiert halt das Thema. ;)
....
Ist wohl so ähnlich, wie wenn bei den Wiederladern über Laborierungen gesprochen wird: In der Praxis (unter 150m, 3cm +/- egal) kaum Unterschiede, aber trotzdem feilen sie immer weiter an der perfekten Labo :D
... ohne allerdings zu erkennen/akzeptieren, dass diese "perfekte Labo" eine ausschließlich theoretische Größe sein kann - insofern können Diskussionen hier wie dort letztlich nur belustigen, ernst nehmen kann man sie nicht!
 
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#86
Und dann kommt noch was der Benutzer will. Ich mag zum Beispiel gerne einen Carbonstahl (Gerhard Wieland) den bekomme ich extrem giftig scharf. Weiß nicht wie ich das ausdrücken soll, der hat einfach mehr Biss. Ein ATS34 bekomme ich auch scharf und der hält die Schärfe auch viel länger, aber den Biss wie beim Carbonstahl bekomme ich nicht hin.

Robert
 
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#88
Liegt an der Struktur des Carbonstahls.
Bedarf halt mehr Pflege.
Messerschmiede können kein CPM herstellen. Deswegen bekommst du da keinen.
Diese Stähle bereiten auch diversen anderen Messermachern massive Probleme bei der Bearbeitung, weswegen es viele lassen.
 
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#89
….Tuts Drumm und Hölter auch

na klar, geht auch.
Wobei ich weder Drumm noch Hölter kenne bzw. mir was sagt.

Drummer und Hölterbacher die beiden sagen mir was.

Robert
 
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#90
Cobalt gehört nun nicht zu den Elementen, die als Karbidbildner in erster Linie zugesetzt werden.
Schau mal bei Schanz, was der zu Cobalt im N690 schreibt:
https://www.schanz-shop.de/de/info/informationen-zu-unseren-staehlen.html


Mag gut sein, dass Cobalt AUCH in gewissem MAß in Mischkarbiden enthalten ist, aber bei Anwesenheit der aggressiven Karbidbildner Chrom und Vanadium ist das Cobalt sekundär.
Sorgt aber für kleinere Karbide, änhnlich wie das Niob im SB1 Niolox. Somit bekommst du ein recht feines Gefüge für einen hochlegierten Stahl.

Grüße

Präzi
 
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