Steel Action mit Ladeproblemen

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Auch (wieder mal) zu lange bleifreie Geschosse! Wurde auch schon mehrfach hier im Forum behandelt. Die SA hat 12er Drall und da sind die 165gr Geschosse ganz sicher zu lang und die 150er warscheinlich auch. Verschieße selber die 130gr TTSX. Zuerst als Fabrikladung ohne Probleme und inzwischen selbst geladen. Die 180gr S&B hab ich vor Umstieg auf bleifrei auch mit sehr guten Streukreisen geschossen. Die 165gr Federal flogen bei mir ebenfalls katastrophal. Bevor zu weiter testest muss der Nickelabrieb vom Hit raus!

Also versuch mal leichtere Bleifreie im Bereich 130gr, hier ist die Länge der Kontaktfläche zum Lauf entscheident. Dann sollte zumindest das Thema Streukreis gelöst sein.

WH
Jan
Hallo Jan,
Stimmt, deswegen schießen die 165gr HIT auch 5 Schuss 17mm...

Die S&B Exergy Blue mit 165gr war mit 5 Schuss auch unter 25mm.

Sako Powerhead 2 168gr war +- gleich auf.

Bei der Steel Action kommt es viel mehr auf die Setzlänge an! Was kurz gesetzt ist, funktioniert nicht. Die neuen HIT sind z.b deutlich kürzer gesetzt als die Alten.
 
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Jeder Büchsenmacher muss das überprüfen können.
Der hat Go- und NoGo-Patronenlagerlehren und kann damit schon feststellen ob am Lager was nicht stimmt. Ansonsten kann er auch noch einen Abguss des Lagers machen und genauer vermessen. Dann hat man was in der Hand und kann damit zu Frankonia. Die sind als Händler auch alleiniger Ansprechpartner für den Käufer und ein nicht-maßhaltiges Lager ist ein eindeutiger Mangel. Von Blaser ist das bspw. schon länger bekannt, dass sie das Lager enger schneiden als erlaubt, was im Großteil der Fälle der Präzision zuträglich ist und niemals auffällt.
Denkbar, dass sich andere Hersteller des selben Tricks bedienen.

Darauf, das Barnes-Werksmunition nicht passt, würde ich erstmal nichts geben. Barnes ist berüchtigt dafür.
Was sind denn die anderen Sorten die angeblich nicht funktionieren?

Komisch, wie haben diese Waffen dann einen gültigen Beschuss bekommen?
 
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Komisch, wie haben diese Waffen dann einen gültigen Beschuss bekommen?
Blaser macht den Beschuss selbst im eigenen Haus. Sie zertifizieren ihre Produkte also selbst.
Daher macht Blaser bei eingeschickten Waffen bei denen das zu enge Patronenlager moniert wird auch nicht viel Aufhebens sondern bessert zügig und diskret nach.
 
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Ein Mitjäger hat das Problem, daß er Patronen bestimmter Hersteller nicht verwenden kann, da sich der Verschluss mit bestimmten Sorten zB Barns nicht mehr schließen läßt.
Da kannst Du nur die Patronen vermessen (lassen), ob sie CIP konform sind.


Er hat die Waffe letztes Jahr beim großen F gekauft und auch schon einmal zur Ausbesserung eingesendet. Jetzt ist das Teil wieder zurück. Barns funktioniert immer noch nicht und mit welcher Munition, die Waffe getestet worden konnte auf Rückfrage nicht beantwortet werden. Stell Action hält sich leider aus der ganzen Sache raus.
Leider ist der Händler dein "Kaufvertragspartner" und somit auch alleinig ansprechbar!

Sollte die Munition der CIP Vorgabe entsprechen und die Büchse lässt sich damit nicht laden, dann ziehe einen Rechtsanwalt hinzu und steige dem "Big-F" mächtig aufs Dach!
Dann passt etwas mit dem Patronenlager nicht. Drohe die Prüfung der Waffe durch ein Beschussamt an. Und natürlich wird der Fall auch breitenwirksam in Facebook besprochen werden... ?
Bin gespannt, ob sich "Steel Action" dann immer noch raus hält (?).

Den Schriftverkehr mit "Big-F" gleich im Verteiler an Steel Action.

anfaenger" schrieb:
....Gibt es außer Frankonia eine andere Anlaufstelle, welche sich kompetent um die Behebung des Problem kümmern kann.
Der Händler steht in der Pflicht. Du musst ihm drei Versuche zubilligen, um das Problem zu beseitigen / lösen.

Es gibt da so etwas wie Garantie und Sachmängelhaftung
 
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Steelaction hatte zu Anfang zeitliche Probleme mit dem Beschuß. Die Waffen wurden quer durch die Republik verschickt weil das Kölner BA keine Kapazitäten frei hatte. Vom verwendeten Kal. hab ich hier nichts gesehen ich vermute aber das es sich schlicht um das Delta-L Problem handelt. Hier hat nicht SA einen Fehler zu verantworten sondern es kommen mehrere Umstände zusammen. Einfach mal im Netz danach suchen. Sollte es keine 308 sein, bin ich falsch mit der Annahme.

Füxlein
 
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Big F wird doch wohl Lehren für den Verschlussabstand haben?

Fällt mir schwer zu glauben das die bekannten Laufzulieferer da ungenau arbeiten.
 
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Da wird Big F und auch SA nichts machen. Hab mit denen(SA) darüber geredet weil ich auch das Problem mit der Barnes hatte. Mir wurde gesagt, dass das Lager nach unterer Norm mit wenig Spielraum gefertigt wird. Sollte was nicht passen liegt es an der Murmel und Ihnen ist das Problem mit den Amerikanischen Herstellern bekannt. Wie gesagt hab ich schon mehrere Hersteller und selbstgeladene durch und hatte nur mit der Barnes Probleme. In .308 wo man sehr viel Auswahl hat seh ich das Problem nicht als solches an. Bei Kalibern bei denen die Auswahl geringer ist, oder man seine Laborierung gefunden hat und die nicht passt ist das was anderes. Persönlich würde ich lieber die Murmel wechseln als das Gewehr, da ich die SA als Waffe einfach geil finde. Sollte Dein Kumpel mit mehreren Herstellern Probleme haben würde ich weitere Schritte nehmen, ansonsten einfach eine andere Murmel...und ja les mal in den anderen Threads da hat jemand seine mal eingeschickt...
 
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Erstmal Danke für die ganzen Hinweise.
Da es nicht meine Waffe ist, sondern die eines Mitjägers, kann ich hier nicht auf alle Fragen antworten. Es ist eine Steel Action 308, gekauft bei Frankonia. Welche Sorten passen und welche nicht kann ich euch nicht sagen. Da er die Barns in anderen Waffen verwendet und zufrieden ist, wollte er diese auch in der Steel Action nutzen. Dies funktioniert leider nach der Nachbesserung immer noch nicht. Jetzt geht die Waffe wieder zu Frankonia und wenn es danach nicht funktioniert wird er halt was anderes verschießen müssen. Sich deswegen mit Frankonia oder Steel Action anzulegen ist doch vertane Zeit. Da geht man doch lieber jagen und verwendet halt eine andere Munition.
 
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wenn das Patronenlager die CIP-Min-Maße einhält - egal wie knapp - dürfte es nahezu unmöglich sein, das als „Mangel“ zu deklarieren.

Im übrigen scheint es in USA unterschiedliche Ansichten über Fertigungsgenauigkeit zu geben - oder, was man Kunden zumuten kann. Ich hab mal mit einer Wilson- und einer Hornady Hülsenlehre in 30-06 je eine Packung Barnes Vor-Txund eine FederalFusion „getestet“.Ergebnis: ALLE Federal passen einwandfrei, 6 von 20 Barnes gehen nicht vollständig in die Lehren hinein (Überstand rd. 2,5mm). Für meine Win70 und mein 98er kein Problem, für meine SA sehr wohl.
Fazit: keine Barnes!
 
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Wenn's blöd klingt: Das kann auch am Umrechnen der CIP-Bemassung (=Millimeter) ins US- System (=Zöllig) und den dabei entstehenden Rundungsfehlern liegen. Die Amis ignorieren SI seit Jahrzehnten und arbeiten weiterhin mit ihren "Customary Units".

Von daher - und wenns als das Geschoss explizit ein Barnes sein soll - wiederhole ich die Empfehlung für Sako Powehead/ Powerhead2.
 
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Blaser macht den Beschuss selbst im eigenen Haus. Sie zertifizieren ihre Produkte also selbst.
Daher macht Blaser bei eingeschickten Waffen bei denen das zu enge Patronenlager moniert wird auch nicht viel Aufhebens sondern bessert zügig und diskret nach.

Blaser hat das Beschussamt Ulm, das beschießt, im Haus und zertifiziert sich nicht selbst.
Wie kommt man denn auf sowas?
 
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Das kann natürlich sein @Wheelgunner_45ACP . (y)
Andererseits sind die Barnes ja auch schon seit Jahren immer mal wieder Thema mit völlig unterschiedlichen OAL in einer Munitionspackung usw.
Die arbeiten schon mit "Wurfpassungen".

Erinnert mich dran wie ich in jungen Jahren einem Bekannten beim Mauern seiner neuen Garage geholfen habe.
Wenn ich mal drauf hinwies, dass er nicht grade "in der Waage" ist meinte er immer lapidar drauf: "Das gleichen wir in der nächsten Reihe Ziegel wieder aus." :ROFLMAO:
Wenn man nach dem Motto Munition lädt... :rolleyes:
 
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Blaser hat das Beschussamt Ulm, das beschießt, im Haus und zertifiziert sich nicht selbst.
Wie kommt man denn auf sowas?

Frage ich mich auch. Es wird zwar im Haus beschossen, aber das geschieht durch Beamte des Beschussamtes.
Auch schneidet Blaser keine Lager "enger als erlaubt".
Fragt mal eure Büchsenmacher nach der Vorlage zum Beschuss nach Mündungsgewinde schneiden. Betrifft nicht nur Isny, sondern zB auch Heym. Mehr zu große Lager als umgekehrt. Ich habe im letzten Jahr so manche rote Karte bei Büchsenmachern gesehen, worüber ich doch erstaunt war. Nicht nur alte 98er. Howa, Remington, S200 (aus dem heiligen Eckernförde), M03. Und so mancher R8.
Wenn das Gewinde bei Blaser im Haus gemacht wird wird da in so einem Fall nicht "schnell und diskret" nachgeholfen. Wenn der Lauf keinen Beschuss kriegt, dann gibt es von Blaser einen neuen Lauf.
 
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