Steyr Mannlicher M Springfield, 30-06

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#1
Hallo @all

habe heute eine Steyr Mannlicher M Springfield, 30-06 mit zeiss 2-8x42 für 600 Euro VB angeboten bekommen. Das Teil ist aus den 90ern, hat normale Gebrauchsspuren und steht seit 10 Jahren im Schrank. Da ich Jungjäger bin, kenne ich mich mit den Preisen noch nicht so gut aus. Was denkt Ihr, was der Prügel wirklich wert ist?
In eGun habe ich den Repetierer für 2500 Sofortkauf gesehen, was m.E. völlig überteuert ist. Was ist aus Eurer Sicht ein realistischer Preis?


WMH
Günther
 
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#3
Hallo Günni,

für meinen Steyr Mannl. Stutzen L (also eine Nummer kleiner als die dir angebotene M) mit Schwenkmontage und Zeiss Diatal 6x42 hatte ich 720€ bezahlt (2011). Zwei Jahre später für den Steyr Mannl. S (eine Nummer größer als dein M) mit Schwenkmontage und Zeiss Diavari-ZM 3-12x56T* dann 760€.
600€ ist wirklich recht günstig, v.a. wegen des "Modekalibers".
Vorm Kauf vergewissere dich aber, daß die Bodengruppe mit Abzugsbügel keine Risse oder Sprünge im Bereich der beiden Schraublöcher auweißt. Die entstehen durch unsachgemäßes festziehen (festknallen) der Schloß- und Kreuzschraube. Solche Waffen schießen nicht mehr Präzise.
Ist das Teil o.k. gehören die alten Steyr Mannlicher Waffen so zieml. zum präzisesten, was im Jagdwaffenbau gefertigt wurde/wird. Fertigungszeit war übrigens von 1967-1996, mit zwei kleineren "face-lifts" 1985 (andere Beschlagteile, einfache Fischhaut) und 1990 (Schweinsrückenschaft).
Da die Waffe aus den 90ern stammt, dürfte das ZF wohl auch eher mit einer unkomplizierten Schwenkmontage (Steyrs Werksmontage oder EAW) bestückt sein. Das Glas dürfte aus der Serie für den US-Markt stammen (wie z.B. auch das 3-9x36), also Abs. in der 2. Bildebene (Absehen vergrößert sich nicht mit dem Zoom) und 1"/25,4mm Mittelrohrdurchmesser, also somit eher für die Tagjagd und die frühe Dämmerung geeignet. Der Vergrößerungsbereich paßt aber gut zur .30-06.
2500€ sind wirklich zu viel und völlig utopisch. Es gab parallel auch ein aufwendiger gefertigtes Modell "Luxus", aber selbst dafür wären 2500€ zu happig, zumind. mit dem Glas.
Die Steyr Mannl. L/M/S geht in normal gebrauchtem Zustand 2 so um die 800-1100€ weg (bei den heute beliebten .308, .30-06, 8x57JS, 9,3x62 auch durchaus mal 300-500€ mehr, wenn kein neues Marken-ZF mit LP drauf ist).
Seit ich meine beiden Steyr Mannl. habe bin ich absoluter Fan von den beiden. :-D
Deswegen: Wenn die Waffe in Ordung ist sofort zuschlagen (Bodenguppe, s.o.). Ein universelleres ZF (z.B. gebrauchtes Zeiss Diavari 2,5-10x52 für 400-500€) kannst du dir immer noch als Zweitglas draufmachen lassen.


Grüße
Sirius
 
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#6
Vielen lieben Dank schon mal für die Hilfe. Ich werde das Teil mal Probeschießen und hier informieren wie es war :)
 
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#7
@Sirius, sind die beiden kritischen Schrauben in der Bodengruppe beim Abzug von außen zu sehen?

Angeblich machen die Makrolon Magazine auch teilweise Probleme?!

Abgesehen von diesen Schwachpunkten kann ich bestätigen, dass die Mannlicher sehr präzise schießen - habe ich oft am Schiessstand beobachtet!


Jagd ist, nicht immer aber doch meistens, Erholung!
 
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#8
Hallo @all

habe heute eine Steyr Mannlicher M Springfield, 30-06 mit zeiss 2-8x42 für 600 Euro VB angeboten bekommen. Das Teil ist aus den 90ern, hat normale Gebrauchsspuren und steht seit 10 Jahren im Schrank. Da ich Jungjäger bin, kenne ich mich mit den Preisen noch nicht so gut aus. Was denkt Ihr, was der Prügel wirklich wert ist?
In eGun habe ich den Repetierer für 2500 Sofortkauf gesehen, was m.E. völlig überteuert ist. Was ist aus Eurer Sicht ein realistischer Preis?


WMH
Günther
hatte ich selbst als Jungjäger als erste Waffe ... allerdings in .243

Die Schwachstellen wurden schon angesprochen ... Kunststoffmagazin und rissanfälliges Plastik im Bereich des Systems/Abzug.

Für 600€ machst Du in diesem Kaliber sicher nichts falsch.

Wenn dann noch ein 2-8x42 von Zeiss drauf, was dann ein halbwegs aktuelles Conquest sein dürfte, dann ist das ein echter Schnapper für 600€ ...
 
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#9
Hallo,

@Sirius, sind die beiden kritischen Schrauben in der Bodengruppe beim Abzug von außen zu sehen?

Angeblich machen die Makrolon Magazine auch teilweise Probleme?!
Die Schrauben sieht man natürl. von außen, das ist (wie bei den meisten Repetieren auch) eine hinterm Abzugsbügel und eine vorm Magazin. Die Schraublöcher können halt bei zu festem Anziehen der Schrauben einreißen. Um ganz sicher zu gehen, sollte man zur Kontrolle die Bodengruppe abschrauben und die Schraublöcher auch von oben begutachten.
Bei Neukauf einer Waffe sollte man, ungeachtet des Herstellers, diese generell ausschäften um auch die Lauf-/und Systemunterseite zu kontrollieren.

Die Magazinlippen können beim unsachgemäßen befüllen des Magzins, wenn man die Patronen, wie beim 98er von oben ins Magazin reindrückt, ausleiern. Meist werden dann nicht mehr als eine oder zwei Patronen mehr im Magazin gehalten.
Beim entnommenen Steyr-Trommelmagazin wird die Patrone zuerst mit dem Boden an der kl. Aussparung am Magazinschlitz eingesetzt und dann nach hinten ins Magazin eingeschoben. So (richtig) aufmunitioniert halten die Magazine auch ein ganzes Leben lang.
Ersatzmagazine (und auch die Bodengruppe mit Abzugsbügel) werden wieder neu hergestellt (mal bei AKAH fragen), am Markt sind aber noch genügend gebrauchte im Umlauf. Für meine beiden Steyr Mannlicher hatte ich jeweils innerhalb eines halben Jahres je 4 Ersatzmagazine via egun oder "abklappern" der Bümas auftreiben können. Die Gebrauchtpreise lagen so zw. 25 und 50€/Magazin.

Grüße
Sirius
 
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#10
Trotz Allem. Warum einen Plastebomber kaufen dessen Schwachstellen bekannt sind.
Ewig wird es die Ersatzteile nicht mehr geben.

So gern ich Steyr mag die Serie dürfen Sie behalten. :no:
 
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#11
Trotz Allem. Warum einen Plastebomber kaufen dessen Schwachstellen bekannt sind.
Ewig wird es die Ersatzteile nicht mehr geben.

So gern ich Steyr mag die Serie dürfen Sie behalten. :no:
für 600€ incl. der relativen neuen Zeiss Optik?

rechnet man den Preis der gebrauchten Optik runter, dann bleiben für die Waffe noch rund 200€ über ... dafür ist das Teil ein Schnapper ...

für 600€ würde ich die Waffe mit der Optik in dem Kaliber sofort kaufen, sofern sie ohne Mängel ist ...
 
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#12
Hallo @all

habe heute eine Steyr Mannlicher M Springfield, 30-06 mit zeiss 2-8x42 für 600 Euro VB angeboten bekommen. Das Teil ist aus den 90ern, hat normale Gebrauchsspuren und steht seit 10 Jahren im Schrank. Da ich Jungjäger bin, kenne ich mich mit den Preisen noch nicht so gut aus. Was denkt Ihr, was der Prügel wirklich wert ist?
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WMH
Günther
hallo Günther,

https://forum.wildundhund.de/showth...t-für-Steyr-Mannlicher-M&highlight=mannlicher

das würde ich lassen. Das ganze Gewehr ist Schrott. Nicht nachladende Magazine und reißende Magazinschachtfassungen. Es schießt noch - aber es trifft nicht mehr.

Trotzdem viel Erfolg, Fleischjäger
 
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#13
Schwachsinn.
Schieße die M in 7x64. Keinerlei Probleme. Präzision ist fantastisch. Habe vor Jahren mal den Magazinschacht für 80€ erneuert. Also kosten total überschaubar. Magazine funktionieren auch prima. Man muss halt vernünftig mit den Sachen umgehen. Da es meine einzige Waffe ist, kommt sie auch wöchentlich in Gebrauch. Wie gesagt, noch nie Probleme gehabt. Baujahr ist 1976.
Für 600€ brauchst du nicht lange überlegen.


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#14
Hallo,

Trotz Allem. Warum einen Plastebomber kaufen dessen Schwachstellen bekannt sind.
genau deswegen: weil die Schwachstellen bekannt sind, man sie beim Kauf leicht nachprüfen und gegebenfalls einfach beheben kann.
Eine Waffe (bzw. techn. Gerät) ohne Schwachstelle gibt es nicht und wird´s wohl auch nie geben.
Den Rest hat Vorharzalex geschrieben.

Grüße
Sirius
 
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#15
Ein Unding für mich ist der meist verbaute Deutsche Stecher, den man auch nicht einfach bzw. günstig tauschen kann!?

Etwas besser sollte die Luxusausführung mit Stahlmagazin und französischen Stecher sein...
 
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