Stromgenerator kaufen, wer kennt sich aus?

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Also über die Einspeisung eines Stromgenerators in die Hausanlage habe ich etwas gefunden.

https://www.youtube.com/watch?v=75h2L3YJZqk


Wo ich mir noch sehr unsicher bin, ist, ob es sinnvoll sein wird, eher einen Diesel oder einen Benzingenerator zu kaufen:

Vor und Nachteile / Preis / Verbrauch usw alles klar, aber was ist, wenn die GrÜ Nen Ökotalibans es tatsächlich schaffen, den Diesel vom Markt wegzudrängen oder die Abgabe an Privatleute zu verbieten????
 
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Dann betreibst Du ihn eben mit Salatöl aus dem Aldi.
Das klappt problemlos, aber nur mit einem Vorkammerdiesel!
Bei Direkteinspritzern kann es Probleme mit der ESP und der Motorschmierung geben. Unverbranntes Öl drückt sich in die Ölwanne und verdünnt das Schmieröl. Kaltstart nur im Dieselbetrieb, umschalten auf Öl erst mit erreichen der Bertriebstemperatur. Brennstoff muss auch vorgewärmt werden.

WH
Frank
 
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Das klappt problemlos, aber nur mit einem Vorkammerdiesel!
Bei Direkteinspritzern kann es Probleme mit der ESP und der Motorschmierung geben. Unverbranntes Öl drückt sich in die Ölwanne und verdünnt das Schmieröl. Kaltstart nur im Dieselbetrieb, umschalten auf Öl erst mit erreichen der Bertriebstemperatur. Brennstoff muss auch vorgewärmt werden.

WH
Frank
Ein bische fließverbesserer hilft dabei...
 
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Hab jetzt nicht die ganzen Beiträge gelesen. Aber bedenkt bitte (die PV Anlagenbetreiber) das die Speicherbatterien auf Bleigel/Vlies meistens für eine Lebenserwartung von ca 10 Jahren ausgelegt sind. Und eine so große Batteriekapazität auf Li-Basis sollte man sich eventuell nicht direkt ins Haus stellen wegen der Brandgefahr. Am längsten halten vermutlich noch die Blei-Plattenbatterien da muss man nur aufpassen das die nicht austrocknen
 
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Wir haben zwei. Einen kleinen benzingetriebenen Inverter und das "Ungeheuer". Das ist ein MB OM616 mit Getriebe im 3.Gang und einen 15KW/18KVA Synchrongenerator, der bei 1500 U/min genau 50Hz einhält. Der Motor ist ein sog. Marinediesel. Das bedeutet:
1) Der Auspuffkrümmer ist bereits wassergekühlt; mit einem Nachkühler haben dann die Auspuffgase maximal 120°C; einerseits verdampft damit jede Kondensationsfeuchte im Abgasstrang und andererseits wird dem Abgas die maximal mögliche Energie entzogen und dem Heizungskreislauf zugeführt. Was immer der Motor an Energiewirkungsgrad hat, ist eigentlich völlig egal, die erzeugte Energie wird ausgenutzt.
2) Die Einspritzpumpe ist ein spezieller Typ mit Drehzahlregler. Am "Gashebel" stellt man nicht die Last ein, sondern die Wunschdrehzahl. Der integrierte Regler hält unabhängig vom Lastzustand diese Solldrehzahl ein und somit der Generator auch die 50Hz (+/- 1Hz in der Praxis).
Synchrongeneratoren haben die Eigenschaft, auch Überlastspitzen "wegzustecken", sofern die Antriebsleistung das hergibt. Daher der eigentlich überdimensionierte Motor mit Getriebe, der mit 2000 U/min selbst bei Generator-Vollast im Teillastbereich läuft und dadurch sehr effizient und mit deutlichen Kraftreserven.
Das ganze Haus incl. E-Herd kann damit bei Bedarf locker versorgt werden. Eine Einspeisung in das öffentliche Stromnetz ist nicht vorgesehen, sondern es ist eine Insellösung für den Notfall.
Der "GENSET" kann steuerungsmäßig automatisch bei Netzausfall starten, allerdings mache ich das lieber manuell. Die gesamte Steuerung läuft über eine USV, was bedeutet, daß bei Stromausfall die Heizanlage und diverse wichtige Verbraucher batteriegestützt über einen Wechselrichter weiterlaufen -für Stunden. Überschreitet der Netzausfall diese Zeit, starte ich den GENSET. Notfalls für Jahre...
 
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für Jahre.... wenn genug Treibstoff da ist....

Aber, sehr schöner Beitrag !
Gerne mal ein Foto, evtl per PN...

Remy
 
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Wir haben zwei. Einen kleinen benzingetriebenen Inverter und das "Ungeheuer". Das ist ein MB OM616 mit Getriebe im 3.Gang und einen 15KW/18KVA Synchrongenerator, der bei 1500 U/min genau 50Hz einhält. Der Motor ist ein sog. Marinediesel.[…]
Daher der eigentlich überdimensionierte Motor mit Getriebe, der mit 2000 U/min selbst bei Generator-Vollast im Teillastbereich läuft und dadurch sehr effizient und mit deutlichen Kraftreserven.
"Mit Getriebe im 3. Gang", "Teillastbereich" und "effizient" schließen sich hier gegenseitig aus. Nur unter (Nenn-)Volllast kann man bei einem Verbrennungsmotor überhaupt von einem halbwegs effizienten Betrieb reden, denn da ist der Verbrauch pro abgegebener Leistung am geringsten. Das Getriebe scheint ja nicht nur eine einfache Übersetzung sondern ein vollständiges Kfz-Getriebe zu sein (3. Gang?!), da gehen minimum nochmal 3-5% sinnlos verloren.
Was die reine Sprit-Effizienz angeht wird also schon jedes bessere Baumarktaggregat überlegen sein.
Aber im Notfall spielen die paar Prozent beim Spritverbrauch eh keine Rolle, hier von "effizient" zu reden war einfach nur unglücklich ausgedrückt. Andere Vorteile wie die Toleranz gegenüber schwankenden Spritqualitäten würde ich hier viel mehr in den Vordergrund stellen.
Daher bleibt das natürlich trotzdem eine beneidenswerte Lösung.

In was für einem Gebiet wohnst du, dass du so eine Lösung vorhältst und wie oft hast du das GENSET schon einsetzen müssen?
 
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Natürlich sind die Ansprüche eines jeden komplett andere, ich z.B. würde bei einem
Stromausfall, einfach meinen Ofen weiterheizen, wie jetzt auch.
Die Bude ist schon mal warm.
Kochen könnte ich entweder mit Kohle/Holz (Dutch Oven) oder mit Gas (Propan, als auch Camping), Den Kühl und Gefrierschrank, sowie die Gasheizung könnte ich mit meinem
Stromerzeuger eine Weile weiterbetreiben....
Bei einem lokalem Ereignis, wie 2005 im Münsterland, kann man mit dem Auto noch viel bewerkstelligen.... (ich fahre nie bis zum letzten Tropfen.)
Kerzen und Batterien, ein Batterieradio, sowie ein paar Lebensmittel (Landei, eben) sind eh da, ach
ja, wenns ganz dicke kommt, ein Brunnen auch....

Fernsehen und Handy bräuchte man eh nicht.
Das Forum hat dann auch Pause.;)
Ein Nachbar ist Funker, auch da könnte man Infos bekommen, wurde beim Elbe Hochwasser
auch praktiziert.

Nur auf eines sollte man sich nicht verlassen, dass einem jemand (Staat) hilft,
da glaube ich nicht dran, die Rettungsdienste/THW, Feuerwehr haben dann alle Hände voll zu tun,
erst recht in der Stadt.

Also mit einem kleinen Stromerzeuger würde ich schon klarkommen.

Remy
 
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Ich denke mal, das die Ansprüche bei einem Stromausfall sehr unterschiedlich sind. Abgesehen davon in welcher Jahreszeit sich dieser abspielt. Aber im schlimmsten Falle, im Winter bei strengem Frost wird manchem Mitbürger, der keinerlei Möglichkeiten hat, mit Holz / Kohle zu heizen, einfach die Heizung mangels Strom ausfallen und ggf. kaputtfrieren****.
Richtig ernst wird die Sache jedoch wenn man z.B. Säuglinge oder Pflegebedürftige immobile Menschen zu hause hat.

Sollte das ganze über einige Tage / Wochen gehen, so ist mit einer zuverlässigen Versorgung von Außerhalb nicht unbedingt zu rechnen.

Über eines sollte man sich jedoch auch ohne Aluhut- Bedenkenträger im klaren sein:
Es ist (leider) wieder Sinnvoll geworden, eine Bevorratung von lange haltbaren Lebensmittelkonserven und Wasser anzuschaffen.

**** Nachsatz zu den Heizungen: Ich war mal als Lehrling auf einer fertig bearbeiteten Baustelle (ein Hallenbad), bei dem der Heizkessel auf Störung stand und 2 ausgewachsene Kundendienst- Monteure das Ding nicht wieder zum laufen brachte. Draußen waren es mindestens 15 Grad Minus und nach etwas 7-8 Stunden gefror das Wasser in den Rohren und Heizkörpern, nachdem die Heizung schon die ganze Nacht gestanden hatte. Es war nicht lustig mit anzusehen, wie ein heizörper nach dem anderen platzte.
-Der Fehler übrigens war ein kleiner Schutzschalter, den man bei der Heizungsanlage wohl dort hin gesetzt hatte, wo ihn niemand vermutet hatte.
 
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"Mit Getriebe im 3. Gang", "Teillastbereich" und "effizient" schließen sich hier gegenseitig aus. Nur unter (Nenn-)Volllast kann man bei einem Verbrennungsmotor überhaupt von einem halbwegs effizienten Betrieb reden, denn da ist der Verbrauch pro abgegebener Leistung am geringsten.
Da muß ich Dir energisch widersprechen!!!
Der Carnot`sche Kreisprozess zeigt die von Dir angeführte Eigenschaft nur für den Ottomotor auf, NICHT für den Diesel. Der läuft im Teillastbetrieb am effektivsten! Der geringe Verbrauch im Vergleich zur abgegebenen Gesamtleistung (Wärme als auch E-Energie) zeigt die Richtigkeit des Konzeptes, und das seit 10 Jahren... Das Getriebe bewirkt einen geringen Verlust, das stimmt, aber die Hauptwärme, die ich nicht ausnutzen kann, produziert der Generator! Während das Getriebe kaum merkbar warm wird, trifft das für die Kühlluft des Generators nicht zu. Macht aber alles nix, damit heize ich den ganzen Keller!
Und wie ich ausführte, wird die "Verlustwärme" des Motors (Kühlungals auch Auspuffabgaswärme) zu einem hohen Grad durch Wärmetauscher in die Heizanlage eingespeist! Der motorische Wirkungsgrad spielt also überhaupt keine Rolle, da die "Verluste" gar keine sind! Du denkst in Antriebskategorien, nicht in der von BHKW`s. Der verwendete OM616 ist vom eta her ein Scheiß-Motor, aber das spielt eben gar keine Rolle, wie oben beschrieben.

Als Sahnehäubchen kann ich den Generator auch auf eine Wärmepumpe schalten. Die erzeugt aus 2,8KW Elektroenergieaufnahme etwa 8KW Wärmeleistung. .

Zur Frage: warum? Ganz einfach: Hat fast nix gekostet, ich kann es und die Steuerung habe ich als Hobby selbst programmiert. Funktioniert einfach wunderbar...
 
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@Vulcan SXR
Ein Generator hat einen Wirkungsgrad von 98-99%. Eine KFZ-Getriebe so um die 95%.

Der Carnot-Kreisprozess hat damit nur theoretisch zu tun. Ein Blick in ein Verbrauchskennfeld bringt Aufklärung. Ich nehme an du verwechselst (Momentan)-Verbrauch mit Wirkungsgrad/Effizienz. Es geht nicht darum an welchem Betriebs-Punkt der Motor absolut am wenigsten verbraucht sondern an welchem Punkt er in Relation zur abgegebenen Leistung am wenigsten Verbraucht. Das wird dann angegeben in Gramm(Treibstoff)/kWh.
Ein Motor der Minimum ~40kW leisten könnte, aber nur mit einem 15kW Generator belastet ist, kann nicht effizient, also im Betriebspunkt des kleinsten Verbrauchs laufen.
Wenn dir diese "Effizienz" ausreicht ist ja alles i.O. Effizienz ist natürlich auch ein dehnbarer Begriff und hat, nach meiner Auffassung, in Verbindung mit Verbrennungsmotoren eigentlich generell nichts zu suchen, die sind alle schrecklich Ineffizient.
Ich habe auch bereits gesagt, dass es im Einsatzfall auf ein paar Prozent hin oder her nicht ankommt. Daher nochmal meine aufrichtige Beglückwünschung zu deiner Lösung.
 
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@Nachtdurchflatterer: Du hast mit Deiner Erklärung recht, wenn es um Antriebsleistung geht.

Bei einem BHKW spielt das keine Rolle, weil die Energie des Treibstoffes eben auch zum heizen verwendet wird. Ob jetzt grob 30/70 Antriebsenergie/Wärmeenergie oder 35/65 erzeugt werden, ist im Endeffekt egal - solange man beide Energieformen sinnvoll verwerten kann
 
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Leider bin ich immer noch absolut unberaten in meinem Vorhaben und die letzten 3 Beiträge hören sich für mich an wie böhmische Dörfer.
Was haltet ihr von dem Video in Beitrag# 176 und würde so etwas wirklich funktionieren?
 
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