Suche regenfeste Pirschkleidung

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#1
Für eine Canada-Reise suche ich regenfeste Pirschkleidung.
Es kann dort 6 von 7 Tagen regnen.
Die FällReven G1000 Jagdklamotten, die ich zu Hause verwende,
sind mir für Dauerregen zu wenig wasserfest.

Was schlagen die Profis vor?

WH vom Mayer
 
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#2
Schon mal was von Goretex gehört?

Hier gibts seitenweise Threads zu Jagdbekleidung.
 
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#3
@cast

habe nun viele Seiten durchgelesen, es wird viel von Goretex geschrieben (meist bei den Schuhen, die ich auch verwende), aber WER Jagdjacken mit Goretexausstattung herstellt, wird praktisch nie erwähnt. :25:
 
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#4
Gehen wir mal davon aus, daß das kanadische Klima dem Skandinaviens ähnlich ist würde ich nach Härkila, Swedteam oder Chevalier suchen.
 
A

anonym

Guest
#5
Ich hatte nach einer saftigen :idea: Enttäuschung mit herkömmlicher Jagdkleidung neu eingekauft und nie bereut:

Eine 10x GoreTex Jacke aus den USA. Sie ist sehr dünn, aber reißfest. Ich habe sie groß genug gekauft, um darunter mehrere Schichten tragen zu können. Ich habe sie bei Sommerregen genauso getragen, wie bei Schneegestöber. Wichtig ist m. M. nach, daß die Jacke ein Netzfutter hat und nicht direkt auf der Kleidung aufliegt. Finde ich jedenfalls angenehmer. Hose habe ich eine Paclite Goretex als Überhose. Die Schuhe sind mit snow seal imprägniert. Da ich hier mit GoreTex sehr schlechte Erfahrungen hatte, trage ich Lederstiefel von Haix. Die Teil-Lederstiefel von Meindl waren zwar irre teuer, aber qualitativ Schrott. Das zeigte sich bei meinen schon nach 2 Stunden Gamsjagd in Slowenien beim Pirschen durch nasses Gras - und erst recht, wenn man es wie ich nicht glauben mag, wenn man bspw. 10 Tage in NZL`s Bergen unterwegs ist.

Mit der genannten Ausrüstung war ich immer sehr zufrieden, auch bei tagelangem Regen.

Eines ist wichtig: Man muß sich "abschminken", daß Gore oder vergleichbares Material die komplette Nässe vom Schwitzen durch die Kleidung nach aussen bringt. Daher ist ein Mehrschichtsystem sehr sinnvoll. Empfehlen kann ich uneingeschränkt die Unterhemden von Brynje und Ausrüstung von Löffler. Mit Jagdkatalog-Produkten bin ich im Vergleich zu den Produkten aus dem Sportbereich IMMER sehr schlecht gefahren: Teuer, schwer und bei wirklich jeder Jacke ging Nässe durch, wo die Träger des Rucksacks bzw. der Gewehrriemen am Körper anlagen.
 
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#6
Eines ist wichtig: Man muß sich "abschminken", daß Gore oder vergleichbares Material die komplette Nässe vom Schwitzen durch die Kleidung nach aussen bringt.
Dazu muss man das Marketinggeschwätz der Hersteller einfach vergessen und mal googlen wie so eine Membran funktioniert.
Das funzt nur bei einer deutlichen Temperaturdifferenz ziwschen innen und außen, so 20° sind ideal.
Außerdem drauf achten, das sich das Außenmaterial nicht mit Wasser vollsaugen kann, also immer auf beste Imprägnierung achten.

Hose habe ich eine Paclite Goretex als Überhose.
ist sehr teuer und nicht besonders robust.

Als Überhose bei echtem Dreckwetter habe ich eine Marmot mit PreCip, klein verpackbar, leicht. Hält dicht und ist mindestens so robust wie Paclite und kostet 80€ und keine 200.-

http://www.globetrotter.de/de/shop/deta ... 0004&hot=0

Da ich hier mit GoreTex sehr schlechte Erfahrungen hatte
Das ist sehr, sehr unterschiedlich und ziemlich vom Modell anhängig.
Aber eins ist sicher, der Stiefel hält wesentlich länger als die Membran.
 
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#7
Ich hab Goretex Bekleidung von Härkila (Pro-Hunter). Sehr zu empfehlen, wenn auch nicht gerade umsonst. Dann noch was ordentliches auf den Kopf und an die Füße und es ist egal wieviel es regnet.
 
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#8
Mit Jagdkatalog-Produkten bin ich im Vergleich zu den Produkten aus dem Sportbereich IMMER sehr schlecht gefahren:
Nenn mal ein paar Namen wo das so war.
Interessiert mich wirklich, beugt Fehlkäufen vor.


Hier gibts meines Wissens die erste 3 Lagen Gore Jacke aus dem Jagdbereich. Die hält das gleiche aus, wie die Sachen aus dem Outdoorbereich. Vom Material her, wer weiss ob sie konstruktive Mängel hat.

http://www.swedteamdeutschland.de/kleid ... shell.html
 
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#9
Ich muss da wie Cast in die gleiche Bresche schlagen.

Für derartige Anforderungen kommt nur Gore-Tex ( in meinen Augen ) als Membrane in Frage.
Auch die Auswahl im Hinblick auf die skandinavischen Hersteller ( Swedteam,Härkila und Chevalier ) ist nicht verkehrt. Es gibt im Jagdbereich sowieso nur wenige die eine Gore-Tex-Lizenz haben und die Membrane verarbeiten. Viele verwenden eigene Membranen oder aber Membranen von anderen Herstellern. Für Swedteam kann ich dir Becker Kleidung aus Stade empfehlen: Jagdversand Becker.Die machen Swedteam seit mehr als 20 Jahren und kennen sich da auch entsprechend aus ( da Chef,Frau und Sohn selbst Jäger sind ). Bei den anderen Herstellern, wüsste ich nur z.B. Wildnissport ( die haben Härkila teilweise im Sortiment) ob die auch Chevalier haben... bzw. wer Chevalier hat - keine Ahnung.

Was du sonst vielleicht kleidungstechnisch noch benötigst, weiß nicht, dazu wären mehr Angaben notwendig ( falls überhaupt von Interesse deinerseits ).

Was Gore-Tex in Schuhen angeht... meine Chiruca sind mit Gore-Tex, trage ich seit 8 Jahren im Sommer bei 30° und im Winter bei Minusgraden... Pflege: Null,Nix und noch etwas weniger. So sehen sie auch aus ( leder wird langsam rissig ), aber die Membrane hat bislang keinerlei Ermüdungserscheinungen. Ich weiß nicht wie die Leute immer auf die Idee kommen das die Membrane als erstes die Grätsche macht... aber darum geht es ja hier ja auch nicht.

Gruß BB
 
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#10
Ich weiß nicht wie die Leute immer auf die Idee kommen das die Membrane als erstes die Grätsche macht...
Tut sie aber, meist an der Knickstelle über den Zehen.

kommt wie gesagt sehr aufs Modell an, nicht auf den Hersteller.
 
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#11
Hallo Kollegen!

Vielen Dank für die Atworten.
So komme ich weiter!

(Die Nordlichter haben mir schon andere empfohlen, aber Namen hat nie jemand genannt...)

WeidHeil
vom Mayer
 
A

anonym

Guest
#12
cast hat gesagt.:
Mit Jagdkatalog-Produkten bin ich im Vergleich zu den Produkten aus dem Sportbereich IMMER sehr schlecht gefahren:
Nenn mal ein paar Namen wo das so war.
Interessiert mich wirklich, beugt Fehlkäufen vor.
Ich hatte von Frankonia eine GoreTex-Jacke inkl. Fleece-Innenjacke. Ich kann Dir die Marke nicht mehr sagen, sie hatte braune Lederbesätze. Total wasserdurchlässig. Zurückgesandt und neue erhalten - wieder das gleiche. Dann hatte ich eine Jacke Marke T...irgendwas-Jacke (eine Brücke war auf dem Label), wíeder von Frankonia. Empfohlen in München im Shop. Teuer. Auf der Hasenjagd regnete es am Stück - und ich war innen ebenfalls naß. Die Nässe ging durch, wo die Hundeleine und der Gewehrrieben auflagen. Zuhause trage ich bei Nieselregen deshalb nur noch meine Blaser Wendejacke (gibt`s glaube ich nicht mehr, und wenn dann sicher nicht mehr so günstig) oder bei Starkregen Flexothane.

Übrigens zu den Schuhen: Mein Slowenischer Berufsjäger grinste natürlich, als ich über die nassen Socken schimpfte. Er meinte, er habe zig ausländische Jäger mit teuren Bergschuhen gesehen, die beim Gang durch nasses Gras dann an der Stoffstelle undicht wurden, wenn Gras dagegen drückte. Ich kann es mir nicht erklären, deckt sich aber mit der Erfahrung bei den Jacken.

Von Meindl hatte ich zwei paar Schuhe und bei beiden war ich auch mit der Verarbeitung nicht zufrieden. Wenn ich Geld ausgebe, dann will ich auch Qualität. Der erste Schuh war undicht, beim zweiten löste sich seitlich die Sohle - auch nach Reparatur. Obwohl ich kein Markenfanatiker bin, aber ich hatte in bezug auf Schuhe nie `was Besseres als Haix.

Ich bin schon sehr früh für Bergjagden raus aus dem Jagdsortiment und hin zu Marmot, Mammut, Berghaus Paclite. Übrigens, meine Berghaus kostet heute (soeben gegoogelt) 114,--. Die Brynje - Unterwäsche kommt aus Norwegen und ist ebenfalls absolut super und für diese Spitzenqualität günstig.

In der Summe seh` ich`s so:

Auslandsjagden sind teuer. Ich muß dafür sparen. Deshalb bereite ich mich top vor. Das betrifft auch Kleidung. Ich gebe 0,0 auf die Berichte in den Jagdzeitschriften, da ich hier selbst schon erlebt habe, dass Autoren das Blaue vom Himmel lügen. Auch gebe ich nichts auf Werbung und Aussagen von Leuten, die sie nur im heimischen Revier tragen. Ich sprech` mit Jägern, die dort waren, wo ich hin will. Auch schreibe ich in den Berichten hier immer meine ganz persönlichen Eindrücke. Klar, wenn ich nach NZL fliege und Blaser böte mir an, daß ich ihre Ausrüstung, die absolut teuer ist, teste, dann würde ich das machen. Sie müßten aber mit dem Ergebnis leben können. :26: Ansonsten halte ich mich an die Berichte der Bergsteiger und kaufe günstigere Kleidung. Wenn`s für einen Kammerlander reicht, dann für mich zigfach.
 
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#13
Also halten wir mal fest du hast mit zwei unbekannten Jacken von Frankonia schlechte Erfahrungen gemacht, ebenso mit zwei Meindlstiefeln mit Nylon-Lederkombi und vergleichst jetzt ernsthaft mit einem Vollederstiefel und Bekleidung aus dem Outdoorsektor?

Frankonia ist für mich kein Händler bei dem ich Jacken kaufen würde. Das ist, um es mal deutlich zusagen der Otto Versand, da kaufe ich ja auch nix.

Nasses Gras stellt die höchsten Anforderung an Stiefel.
Von Nylon an Stiefeln halte ich nix.
Wenn Meindl nur Mist herstellen würden gäbe es sie schon nicht mehr.
Leider schwankt bei allen Herstellern die Qualität von Modell zu Modell.
Deswegen auf ein paar Dinge beim Kauf achten.
Nähte sind der große Schwachpunkt an jeder Konstruktion, deswegen so wenige wie möglich. Dazu dickes Leder. Selbst wenn die Membran den Geist aufgeben sollte hält ein gut gepflegtes Leder dicht.

Auf Trips wie Kanada macht auch ein Gore/Kunststofffutter Sinn, denn wenn der Stiefel mal innen nass wird trocknet er wieder über Nacht, ein Lederfutter bleibt den Rest des Urlaubs feucht, vorallem wenn nachts keine Hütte aufgesucht wird sondern im Zelt übernachtet wird.

hin zu Marmot, Mammut, Berghaus Paclite.
Keine Frage, aber auf der bergjagd kommt es auch anscheinend weniger auf Lautlosigkeit an.
Mammut bitte nicht, die haben einen Knall was die Preise betrifft.
Paclite ist wirklich gut, aber in einer Jacke hält die Membran keinem Rucksackträger stand, das Ding ist ruckzuck hinüber, deswegen hat meine Marmot PacLite in den Schultern und Ärmel eine dreilagige Gore Membran.

Auslandsjagden sind teuer. Ich muß dafür sparen. Deshalb bereite ich mich top vor. Das betrifft auch Kleidung. Ich gebe 0,0 auf die Berichte in den Jagdzeitschriften, da ich hier selbst schon erlebt habe, dass Autoren das Blaue vom Himmel lügen. Auch gebe ich nichts auf Werbung und Aussagen von Leuten, die sie nur im heimischen Revier tragen. Ich sprech` mit Jägern, die dort waren, wo ich hin will. Auch schreibe ich in den Berichten hier immer meine ganz persönlichen Eindrücke. Klar, wenn ich nach NZL fliege und Blaser böte mir an, daß ich ihre Ausrüstung, die absolut teuer ist, teste, dann würde ich das machen. Sie müßten aber mit dem Ergebnis leben können. Ansonsten halte ich mich an die Berichte der Bergsteiger und kaufe günstigere Kleidung. Wenn`s für einen Kammerlander reicht, dann für mich zigfach.
Kein Widerspruch, allerdings betreiben auch Bergausrüster eine Menge Marketinggetöse und es gibt auch eklatante Unterschiede, nicht alles was teuer ist auch gut. Wie bei den Jagdausrüstern.
 
A

anonym

Guest
#14
cast hat gesagt.:
Also halten wir mal fest du hast mit zwei unbekannten Jacken von Frankonia schlechte Erfahrungen gemacht, ebenso mit zwei Meindlstiefeln mit Nylon-Lederkombi und vergleichst jetzt ernsthaft mit einem Vollederstiefel und Bekleidung aus dem Outdoorsektor?

Frankonia ist für mich kein Händler bei dem ich Jacken kaufen würde. Das ist, um es mal deutlich zusagen der Otto Versand, da kaufe ich ja auch nix.

.
Sorry, aber das kommt für mich arrogant, denn Jacken für deutlich über 300,-- Euro sollten das halten, was versprochen wird. Egal ob von Frankonia oder sonst wem. Und im Jagdbekleidungssektor / grüne Ware gehören sie mit Sicherheit zu den größten Anbietern in Deutschland. Klar weiß ich die Marken / Modelle nicht mehr, die Jacken kommen weg, wenn sie nichts taugen und damit war`s das. Ein Vergleich mit Jacken aus dem outdoor-Sektor hinkt deshalb für mich keineswegs. Wer teure Modelle mit angeblicher Top-Funktionaliät verkauft, sollte den Vergleich mit günstigeren Jacken nicht scheuen - oder zahlt Ihr für das Aussehen?

Der eine Stiefel war Kombi, der zweite der Taiga für 280,-- abzgl. dem Rabatt, den ich bekomme. Schau` Dir ruhig denTaiga an, er ist aus Sil-Nubuk. Also kann man ihn ruhig mit dem Haix Montana vergleichen. Denke, Deine Aussage hinsichtlich "Billigheimer" hinkt doch sehr, auch wenn ich den Meindl aus dem Jagdshop kaufe.

Ich hab` seit Jahren eine Swazi Wapiti. DAS ist eine first class Gore Tex Jagd-Jacke, die der gute Davey entworfen hat. Betonung auf JAGDjacke. Kein Modeschrott, kein überteuertes Markenteil, nein, allererste Qualität mit top Funktionalität. Was hat die schon alles mitgemacht und sie ist dicht, bleibt dicht, einfach top. Komisch, hier geht`s mit Gore.
 
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#15
Sorry, aber das kommt für mich arrogant, denn Jacken für deutlich über 300,-- Euro sollten das halten, was versprochen wird.
Wieso arrogant, du hast noch nicht begriffen, daß Frankonia völlig überhöhte Preise hat.

Was meinst du mit Billigheimer? Habe ich nie geschrieben.

der zweite der Taiga
Als hätte ich es geahnt :12: , der Taiga ist genau eines der Modelle von denen man nur schlechtes liest. Also schlecht in Hinsicht auf die Dauerhaftigkeit der Membran.

Eine der ganz wenigen Marken die wirklich ultrarobuste Jacken herstellen, heutzutage.
Gabs früher auch mal von anderen Herstellern in der Outdoorbranche, aber die sind auf dem Ultralight Trip, da leidet die Haltbarkeit.
Du mußt sehr lange suchen etwas vergleichbares wie die Swazi zu finden, wahrscheinlich aber aussichtslos.
Eine Wapiti gibts aber nicht mit Fleece für 300€. :26:
Mir wäre sie zu lang, ist wie so vieles Geschmackache.

Wo bekommt man die Wapiti bei uns? Eben.
Versand aus Neu Seeland.
500 US$ plus 20 % Märchensteuer, plus Fracht, plus Zoll, für einen Jacke die man noch nie in der Hand hatte.
Wer etwas sehr ordentliches sucht kauft bei Swedteam und Härkila schon richtig.
Aber, nicht besonders billig. Jacken zwischen 400 und 500€.
 
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