Südafrika

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#2
Schlimm,

und ich habe die große Sorge, dass es in Namibia auch so weit kommen wird, wenn in dem Land weiter bergab geht. Die ersten Anzeichen gibt es ja schon.

Dann trifft es auch die südafrikanischen Farmer die ihr Land in RSA bereits verkauft und sich in NAM neues gekauft haben.

Mal sehen, wie es dann bald in den Ländern so ausschaut, wenn auf den Jagdfarmen nur noch Ziegen weiden.

Wmh. Skidder
 
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#3
Zum Glück sind in NAM noch Deutsche an der Regierung beteiligt, auch sind die einzelnen schwarzen Ethnien untereinander im Zwist, so dass sich die Herero hoffentlich nicht durchsetzen werden.

In ZIM wurden wohl erste Farmen wieder zurück gegeben, was zumindest dort Hoffnung aufkommen lässt.
 
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#4
Grundsätzlich ist das ein Problem für die Betroffene die ihr Land als ihre Heimat betrachten.

Es ist aber leider nicht ihre Heimat sondern ein Stück Afrika und die afrikanische Gesellschaft ist mehr als je zuvor omnipresent in allen Gebieten. Wie weit die Führung in ihrem Vorgehen von Außenstehenden beraten wird ist ein Thema für sich. In Frankreich nennt man diese Leute "les messieurs Afrique" , europäische Berater die sehr einflussreich bei den afrikanischen Obrigkeiten sind. Ein Grund warum man nicht diese Entscheidungen der Enteignungen , so tragisch sie sind , als sinnlos und unüberlegt betrachten sollte.

Vielleicht werden zuerst und vorübergehend Ziegen in den Jagdfarmen weiden , aber die Jagd ist in Namibia so wie in RSA eine Einnehmen Quelle. Die wird auch unter einheimische Führung so wie in anderen Ländern weitergehen.
 
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#5
ich bin mal gespannt, ob sich die Investoren aus China auch enteignen lassen werden.
 
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#8
Es ist für diese Leute eine Tragik. Sie betrachten dieses Land als ihre Heimat weil sie seit Generationen dort leben aber leider immer als Fremde von den Einheimischen betrachtet wurden.

Es ist als Außenstehender schwer Partei zu ergreifen.
 
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#9
Es ist für diese Leute eine Tragik. Sie betrachten dieses Land als ihre Heimat weil sie seit Generationen dort leben aber leider immer als Fremde von den Einheimischen betrachtet wurden.

Es ist als Außenstehender schwer Partei zu ergreifen.
Stimmt ! Mir haben Etliche schon vor Jahren die Augen geöffnet. Dort ,wo schon enteignet wurde,gings immer bergab. Das hat man mir schon 1994 dort vorhergesagt.Wenn die RSA als einziges ökonomisches "Bollwerk " in ganz Afrika dort schon entgegen jede fiskalisch-ök. Vernunft handelt und Eigenzerstörung betreibt,was soll dann da noch werden. Ich habe langsam das Gefühl,die können`s einfach nicht....
 
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#10
Stimmt. Die konnten‘s noch nie, sonst hätten Sie Europa kolonialisiert und nicht umgekehrt.
Man kann den Weißen, die das Land seit Generationen bewirtschaften und urbar gemacht haben wohl kaum verdenken dass sie dieses als Heimat betrachten.
Was ist Heimat sonst, wenn nicht das Land auf dem man lebt?
 
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#11
@ Banater Bu:

Erstens haben "sie" (die Afrikaner) Europa "kolonialisiert" (= besiedelt) - und darüber hinaus die Welt und
zweitens "mussten sie es nicht können" - Afrikas Tisch war, solange die Bevölkerungsexplosion noch nicht akut war, stets reich gedeckt.
Man brauchte keine großartige Vorratswirtschaft entwickeln - und heute ist's für diese Denke zu spät.

und

@ Hubät:

Die Investor-Chinesen lassen sich weder aus Afrika noch aus den anderen Teilen dieser Welt, auf die sie ihre kleinen Füße gesetzt haben, wieder vertreiben - Deutschland vorneweg. Warte es ab bis unsere Kinder Pisa-Studien mit chinesischen Buchstaben schreiben müssen, ganz bald(!), wenn wir mit jeder neuen Landesregierung zuerst mal in den abenteuerlichsten Schulreformen üben und Integration & Inklusion mit der Brechstange ohne Konzept und Fachbegleitung durchführen.
Radio Peking konnte sich neulich nicht mit seinem deutschen Programm melden, da beim Thema "GroKo-Regierungsbildung" alle Mitarbeiter mit Lachkrämpfen am Boden lagen.

Wandersmann
 
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#12
"Junge Freiheit" und "SA" passt ja irgendwie ...

Welche Fehler von "ZIM" meinst Du?
Die von Mugabe oder die von Ian Smith und Konsorten?

Wenn man sich mal etwas intensiver mit der Geschichte von Simbabwe beschäftigt und z.B. erfährt, dass sehr viele Weiße erst deutlich nach dem 2. WK ins Land gekommen sind (so viel zum Thema "Heimat"), Teile der schwarzen Bevölkerung aus ihrer Heimat, bzw. von dem Land auf dem ihre Vorfahren seit "ewigen Zeiten" lebten "umgesiedelt" wurden - und zwar in deutlich ertragsschwächere Gebiete, weil das ertragreichere Land selbstverständlich die Weißen bekommen mussten ...

Keine Frage! Mugabe ist ein Verbrecher und für Vertreibungen und politische Morde verantwortlich.
Dass viel mehr Schwarze vertrieben, eingesperrt oder ermordet wurden, als Weiße interessiert aber scheinbar die wenigsten.

Die Methoden, die die weiße Regierung unter Ian Smith & Co anwandte waren auch nicht die "feinsten", auch da wurden schwarze! politische Gegner nicht nur eingesperrt.
Das wird aber auch sehr gerne verdrängt.


WaiHei
 
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#13
Über Ian Smith fühle ich mich halbwegs informiert und kann die Geschehnisse auch einordnen. Dennoch war ZIM ein wirtschaftlich gesundes Land bevor es vom Mugabe Clan in den Abgrund gewirtschaftet wurde.
Nach dem Machtwechsel hat ZIM nun die Möglichkeit wieder auf eigene Füße zu kommen, wenn man es schafft, die Vergangenheit zwar aufzuarbeiten, gleichzeitig aber auch ruhen läßt (im Sinne von ein gegenseitiges Aufrechnen der Verbrechen unterläßt) - die Fokussierung auf den Wiederaufbau wäre sinnvoller.
In SA können wir das Gegenteil erleben, sollten die Pläne umgesetzt werden, dann wird dort in 5 Jahren Hunger herrschen...
 
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#15
[...]
Es ist aber leider nicht ihre Heimat sondern ein Stück Afrika und die afrikanische Gesellschaft ist mehr als je zuvor omnipresent in allen Gebieten.[...]
Und genau das ist ein großer Denkfehler! Afrikaaner (oder Buren, eben Europäer meist holländischer, französischer oder deutscher Herkunft) haben Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen, Südafrika zu kolonisieren. Damals gab es dort nur leere Steppe und ein paar nomadenhaft lebende Angehörige der Khoi-San. Die "richtigen" Schwarzen aus dem Herzen Afrikas (z.B. die Zulu, die heute eine der größten schwarzen Gruppen in Südafrika darstellen) begannen erst Ende des 17. Jahrhunderts nach Südafrika einzuwandern und haben insbesondere unter König Shaka im 19. Jahrhundert zahlreiche andere Stämme absorbiert und Südafrika aus schwarzer Sicht kolonialisiert. Im Klartext: Die einzigen, die, wenn man so Blut-und-Boden-mäßig argumentieren möchte, in Südafrika wirklich etwas zu sagen haben dürften, sind die noch übrigen Khoi-San. Die sind "witzigerweise" aber nicht mal richtig als Minderheit anerkannt. Von denen abgesehen gibt es ethisch-moralisch keinerlei Unterschied zwischen weißen Afrikaanern und schwarzen Afrikanern in Südafrika - beide sind "erst" seit knapp 300-400 Jahren vor Ort, sind dort heimisch geworden, haben die Khoi-San und andere Stämme unterjocht und sich gegenseitig in Kriegen bekämpft. Man kann den schwarzen Südafrikanern allenfalls zugute halten, dass sie nicht Jahrzehntelang einen Apartheidsstaat aufrecht gehalten haben...
 
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