Südafrika

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#16
Die Enteignung

der günstig gelegenen Großfarmen und deren Verteilung an die eigenen politischen und militärischen Unterstützer, als Geldersatz, ist ein Anzeichen des Beginns der Endphase des wirtschaftlichen Niedergangs, nicht deren Ursache.

Gruß,

Mbogo
 
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#17
Holland wäre auch eine Alternative für viele oder gar die Meisten.
Moin,

denkst Du an die Ähnlichkeiten der Sprachen ?
Ansonsten dürften die "Asylanten in spe" keinerlei Jagdpassion in sich spüren, da Holland, soweit ich weiß, die Jagd abgeschafft hat.
(Das hat mir vor zwei Wochen ein Niederländer erzählt.)
 
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#18
Meine bescheidene Erfahrung mit SA ist, dass sich die "Weißen" und die "Schwarzen" in Sachen Rassismus nichts schuldig bleiben.
Jeder der gerade am längeren Hebel sitzt versucht den Anderen zu unterdrücken bzw kalt zu stellen.
Gerade sind es halt die Zuwanderer aus Zentralafrika, davor waren es die - aus Europa.
Die Bevölkerungsgruppen die immer nur die Reste abbekommen sind die "Ureinwohner" und die Colourds (die bekommen immer nur auf den Sack).

Aber hey, TIA
 
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#19
Und genau das ist ein großer Denkfehler! Afrikaaner (oder Buren, eben Europäer meist holländischer, französischer oder deutscher Herkunft) haben Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen, Südafrika zu kolonisieren. Damals gab es dort nur leere Steppe und ein paar nomadenhaft lebende Angehörige der Khoi-San. Die "richtigen" Schwarzen aus dem Herzen Afrikas (z.B. die Zulu, die heute eine der größten schwarzen Gruppen in Südafrika darstellen) begannen erst Ende des 17. Jahrhunderts nach Südafrika einzuwandern und haben insbesondere unter König Shaka im 19. Jahrhundert zahlreiche andere Stämme absorbiert und Südafrika aus schwarzer Sicht kolonialisiert. Im Klartext: Die einzigen, die, wenn man so Blut-und-Boden-mäßig argumentieren möchte, in Südafrika wirklich etwas zu sagen haben dürften, sind die noch übrigen Khoi-San. Die sind "witzigerweise" aber nicht mal richtig als Minderheit anerkannt. Von denen abgesehen gibt es ethisch-moralisch keinerlei Unterschied zwischen weißen Afrikaanern und schwarzen Afrikanern in Südafrika - beide sind "erst" seit knapp 300-400 Jahren vor Ort, sind dort heimisch geworden, haben die Khoi-San und andere Stämme unterjocht und sich gegenseitig in Kriegen bekämpft. Man kann den schwarzen Südafrikanern allenfalls zugute halten, dass sie nicht Jahrzehntelang einen Apartheidsstaat aufrecht gehalten haben...
Das mag zum Teil stimmen für die Kapkolonie , aber nicht für den größten Teil von Südafrika.
 
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#20
Die drei Kapprovinzen und der Freistaat machen aber durchaus keinen unwesentlichen Teil Südafrikas aus...
 
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#21
Moin,

denkst Du an die Ähnlichkeiten der Sprachen ?
Ansonsten dürften die "Asylanten in spe" keinerlei Jagdpassion in sich spüren, da Holland, soweit ich weiß, die Jagd abgeschafft hat.
(Das hat mir vor zwei Wochen ein Niederländer erzählt.)
Da muss ich Dich

korrigieren, in Holland darf gejagt werden, ich habe da vergangenes Jahr selber gejagt und werde es auch dieses Jahr tun. Die Gesetgebung ist allerdings wirr und hat keine erkennbaren wildbiologischen Bezüge. Halt grün-grün.

Gruß,

Mbogo
 
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#24
Und genau das ist ein großer Denkfehler! Afrikaaner (oder Buren, eben Europäer meist holländischer, französischer oder deutscher Herkunft) haben Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen, Südafrika zu kolonisieren. Damals gab es dort nur leere Steppe und ein paar nomadenhaft lebende Angehörige der Khoi-San. ... Von denen abgesehen gibt es ethisch-moralisch keinerlei Unterschied zwischen weißen Afrikaanern und schwarzen Afrikanern in Südafrika - beide sind "erst" seit knapp 300-400 Jahren vor Ort, sind dort heimisch geworden, haben die Khoi-San und andere Stämme unterjocht und sich gegenseitig in Kriegen bekämpft. Man kann den schwarzen Südafrikanern allenfalls zugute halten, dass sie nicht Jahrzehntelang einen Apartheidsstaat aufrecht gehalten haben...
Ist das allgemein anerkannt oder das, was in den Schulbüchern des Apartheids-Staates stand?
Auch "Geschichte" unterliegt ja der Interpretation - man vergleiche nur mal DDR-Geschichtsbücher zur deutschen Geschichte mit der der Bundesrepublik.


Das mag zum Teil stimmen für die Kapkolonie , aber nicht für den größten Teil von Südafrika.
Also scheinbar schon mal zumindest nicht für das ganze Südafrika gültig.


WaiHei
 
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#25
Über Ian Smith fühle ich mich halbwegs informiert und kann die Geschehnisse auch einordnen.
Und?
Wie ordnest Du die Tatsache ein, dass nach dem 2. WK mehr Weiße einwanderten, als vorher schon dort waren?
Wie ordnest Du die dann folgende Vertreibung der Schwarzen Bevölkerung aus ihrem Siedlungsgebiet ein, damit die zugewanderten Weißen dort auf den besseren Böden farmen konnten?


Dennoch war ZIM ein wirtschaftlich gesundes Land bevor es vom Mugabe Clan in den Abgrund gewirtschaftet wurde.
Ja, ja, den Südstaatenfarmern ging es vor der Abschaffung der Sklaverei auch wirtschaftlich besser ...


Wie ist es zu be- (oder ver-? ) urteilen, wenn die Enteignungen/Vertreibungen von vor ca. 40-50 Jahren rückgängig gemacht werden?
Dass dabei häufig die falschen bevorzugt werden ist ja nicht nur in Afrika so ...


WaiHei
 
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#27
Jedenfalls habe ich hier im Land nichts anderes gelesen.
!
Wäre ja nicht das erste mal, dass Geschichte im eigenen Sinne uminterpretiert oder gar verfälscht wurde.

Ich will ja gar nicht bestreiten, dass das nicht so gewesen sein könnte, wenn das aber nur in den Geschichtsbüchern der Buren steht, dann macht mich das stutzig.


WaiHei
 
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#28
Und?
Wie ordnest Du die Tatsache ein, dass nach dem 2. WK mehr Weiße einwanderten, als vorher schon dort waren?
Ich ordne ein, ich bewerte nicht, ich begrüße nicht, ich verurteile nicht.

Es sind viele Weiße eingewandert und haben Land an sich genommen und ein Staatsgebilde geschaffen, welches so vorher nicht vorhanden war. Ich glaube nicht, daß es vor WKII ein Katasteramt im heutigen ZIM gab.
Daß es aus diesen Handlungen zu Vertreibung und Gewalt kam bestreite ich ja auch nicht.

Fakt ist aber, daß die eingewanderten Weißen sehr schnell das Territorium, das wir heute als ZIM kennen als ihre (einzige) Heimat angesehen haben.
Wie ordnest Du die dann folgende Vertreibung der Schwarzen Bevölkerung aus ihrem Siedlungsgebiet ein, damit die zugewanderten Weißen dort auf den besseren Böden farmen konnten?
Zum Unrecht habe ich mich bereits geäußert.

Die wirtschaftliche Bewertung ist positiv, da eine ineffiziente Bewirtschaftung durch eine hoch effiziente abgelöst wurde, es zu einem Aufschwung kam, Einnahmen (durch Export) generiert wurden. Diese Einnahmen sind auch in Infrastruktur geflossen.
Wenn man sich die Bevölkerungsentwicklung in ZIM ansieht, dann ist dieses Wachstum auch eine Folge der deutliche besseren Bewirtschaftung der Böden durch die Weißen, da die Versorgungslage für alle besser wurde.

Wenn man mit verklärtem Blick auf Afrika schaut, dann sollten alle Weißen sofort auswandern und das Land den Schwarzen überlassen. Wenn man realistisch darüber nachdenkt und sich fragt, wie es danach dort aussehen würde, die Antwort wird einem nicht gefallen.
Ja, ja, den Südstaatenfarmern ging es vor der Abschaffung der Sklaverei auch wirtschaftlich besser ...
Dieser Vergleich ist an den Haaren herbei gezogen, jede Diskussion darüber ist Zeitverschwendung.
Wie ist es zu be- (oder ver-? ) urteilen, wenn die Enteignungen/Vertreibungen von vor ca. 40-50 Jahren rückgängig gemacht werden?
Dass dabei häufig die falschen bevorzugt werden ist ja nicht nur in Afrika so ...
Wenn Enteignungen neues Unrecht schaffen und mit Ansage erkennbar die Wirtschaftsleistung des Landes verringern, so daß neue Krisen entstehen, dann sind diese zu verurteilen.

Enteigne alle "weißen" Farmen in Südafrika, gib sie den ehemaligen Eigentümern zurück (auch wenn es kein Eigentum in unserem Rechtsverständnis war), was glaubst Du, wie sehen die Farmen nach zwei Jahren aus? Was glaubst Du, wie sieht der Wildbestand nach zwei Jahren aus? Was glaubst Du, wird es dadurch friedlicher (nicht schwarz gegen weiß, sondern schwarz gegen schwarz)?
 
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#30
Enteigne alle "weißen" Farmen in Südafrika, gib sie den ehemaligen Eigentümern zurück (auch wenn es kein Eigentum in unserem Rechtsverständnis war), was glaubst Du, wie sehen die Farmen nach zwei Jahren aus? Was glaubst Du, wie sieht der Wildbestand nach zwei Jahren aus? Was glaubst Du, wird es dadurch friedlicher (nicht schwarz gegen weiß, sondern schwarz gegen schwarz)?
Die Entwicklung ist schwer im Voraus zu bestimmen. Es gibt da eine Mengen Szenarien auch das man Farmen erneut an Europäer anderer Herkunft verpachtet oder sogar nur als Verwalter einstellt. Nicht vergessen , ausländische nicht afrikanische Beratung ist oft im Dunkel vorhanden.

An der Basis liegt ein kulturelles Problem. Europäer und Afrikaner haben eine sehr unterschiedliche Kultur und dadurch eine völlig andere Auffassung der Dinge. Aus diesem Grund und verstärkt durch diverse Ressentiments aus der traurigen Vorgeschichte von vielen Gebieten Afrikas muss jetzt diese im Lande immer noch einflussreiche fremde Präsenz weichen. Was danach kommt steht vielleicht schon fest , eher aber nach afrikanischer Art noch nicht.
 
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