Süddeutsche: Zuviel vor der Flinte

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#1
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#4
servus

Und wer so blöd ist das Schwarzwild für unter 3€ pro kg an den Händler zu verkaufen erst recht.
was tust Du mit Schwarzwildpret, welches sonst niemand haben will ?

süddetsche.de hat gesagt.:
....
Wegen der Afrikanischen Schweinepest ist vielen der Appetit auf ein mit Backpflaumen verfeinertes Ragout vergangen ....
..unsere örtliche Gastronomie nimmt uns seit Jahreabeginn auf Grund dieser Tatsache kein Sau mehr ab.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Medien, welchen den Verbaucher sach- wie auch fachgerecht mit ihren Artikeln aufgeklärt haben !
 
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#7
Ein Revier ist rein Wald da gibt's keine SW Schäden, ein Revier ist ein nw Revier da ist der Wildschaden aus den Pachtvertrag raus. Jahresstrecke 60-100 Sauen. Geht alles auf Wurst,Schinken oder halt Einzelverkauf.
 
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#9
wer Einnahmen aus Wildpreterlösen braucht um die Pacht zu bezahlen, sollte es lieber gleich lassen.
Zwei möglichkeiten wie du das gemeint haben könntest: 1) ich hab mehr Geld als ihr nänänänä oder 2) lohnt sich nicht mehr. Ich dachte ich frag mal nach ob du 2) meinst bevor ich mich anfange aufzuregen...
 
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#10
Zwei möglichkeiten wie du das gemeint haben könntest: 1) ich hab mehr Geld als ihr nänänänä oder 2) lohnt sich nicht mehr. Ich dachte ich frag mal nach ob du 2) meinst bevor ich mich anfange aufzuregen...
Werte es einfach als Provokation von einem Nicht-Pächter. Die geben ja bekanntlich jedem JAB die besten Ratschläge. Mindestens so gut, wie die üblichen Verwertungsratschläge von usern, die nicht selbst manuell, geschweige denn auf eigene Rechnung verwerten, oder ihr wildpret mit oder ohne Schussabgabe selbst kaufen müssen.
 
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#11
servus

Werte es einfach als Provokation von einem Nicht-Pächter. Die geben ja bekanntlich jedem JAB die besten Ratschläge.
nüchtern betrachtet muss man es aber so betrachten.

Wenn mich in einem Jahr die Wildschäden (nicht für jeden gedeckelt!) schon finanziell an den Rand des Ruins drücken, dann pachte ich besser kein Revier.
Dass mit dem Wildpreterlös die Revierpacht bezahlt ist... dürfte nur in ganz wenigen Fällen machbar sein.
Es kommen ja noch andere Kosten hinzu....

Ohne richtig Einsatz, Wildpretveredelung, geht da zummindest kostendeckend eher nichts.

Die Liebhaber der Wildgerichte bekommen übrigens vom Wildhändler wohl auch nichts geschenkt.... nur mal schauen, was dort das Wildpret / Kilo so kostet.

Insofern ist der Artikel wieder einmal Mumpitz
 
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#12
Ein Revier ist rein Wald da gibt's keine SW Schäden, ein Revier ist ein nw Revier da ist der Wildschaden aus den Pachtvertrag raus. Jahresstrecke 60-100 Sauen. Geht alles auf Wurst,Schinken oder halt Einzelverkauf.

Nachteil ist dass es viel Arbeit ist und kaum was hängen bleibt
von nichts kam noch nie etwas...

60 bis 100 Sauen p.a. ?

Das klingt bei Eigenvermarktung schon nach professioneller Veredelung von Schwarzwildpret.

Versetze Dich einfach in die Lage des "kleinen" Pächters.... (ich kann das ganz gut).
Der legt bei manchem Aufand dann noch zusätzlich Geld drauf.

(ich für meinen Teil hätte mit Sicherheit Vermarktungsideen... muss aber nicht)
 
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#13
Der übliche isolierte Inselblick. Deutschland hat immer noch genug Regionen wo Jagd ein Taschengeld kostet und die Pacht/BG leicht von ein paar Gästen aus der großen Stadt gedeckt wird.

Man muss ja kein Adam Ries, sein um sich auszurechnen, wieviel Wildpret man in Regionen mit Pachtpreisen von 1-3€ erlegen muss, um die Pacht zu amortisieren. 3 Rehböcke an Gäste o.ä. geht freilich auch. Ich weiss, für die Masse hier nicht vorstellbar. Das liegt aber daran wo die Masse des Forums jagt.

Natürlich kommt jetzt wieder der Einwand, daß Jagd mehr als Pacht und BG kostet. Aber auch das sind Kosten, die man je nach Region und persönlicher Vernetzung sehr gering halten kann. Unsere Wildäcker kosten uns 2-3 Rehkeulen und einen ordentlichen SW Schinken. Das wiederum kostet uns gar nichts. Die Wildäcker macht der Bauer hochtechnisiert auf der Rückfahrt von seinen Äckern im Handumdrehen. Die gute alte Naturalwirtschaft funzt auch mit wenig Geld und ohne Apps.
 
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#14
Ich habe kein Problem alles selbst zu verwerten.
Ich kaufe kein Fleisch aus dem Supermarkt zu.
DIe Wurst ist leider schon alle und neue wird erst etwas später gemacht.
Es ist also noch Luft.
Ansonsten wird man fertig verarbeitete Produke gut los.
Auf dem Land nehmen die Leute aber auch noch das Wildbret aufgebrochen.
Der Wildhändler bekommt garnichts.
Rechnen wir doch mal Freundschaftspreise von 2€/kg in der Decke.
Dann weiss man doch schnell wieviel verkauft werden muss, um die PAcht drin zu haben.
Andersherum spart der Selbstverwerte Zukauf minderwertiger Ware.
Das ist schnell mehr als die Pacht.

Insgesamt ist es leider so, dass hierzulande nur Industrieware unterstützt wird. Deshalb kann man das beste Fleisch auch schlechter vermarkten. Alles muss für den DIscounter zugeschnitten sein.
ICh krieg Brechreiz, wenn ich importierten Gatterhirschgulasch abgepackt im Freezer sehe.
 
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#15
Der übliche isolierte Inselblick.

Deutschland hat immer noch genug Regionen wo Jagd ein Taschengeld kostet und die Pacht/BG leicht von ein paar Gästen aus der großen Stadt gedeckt wird.

....
der Durchschnitt schaut anders aus....

Aber ich muss mir darüber keine Sorgen machen.
 
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