Suhler Drilling Fan-Gruppe

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12 Feb 2018
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So, ich war dann heute mal draußen um zu sehen was mein neuer Drilling so mit der Munition veranstaltet. Distanz 120 Schritt, aufgelegt auf der Kanzelbrüstung mit der Geco Tlm. 10,7gr.
Ging relativ schnell - 1. Schuß 7cm tief, 2. Schuß 1cm tief, 3. Schuß 2cm hoch und der letzte Schuß zur Kontrolle lag 1,5cm neben dem 3. Schuß.
Brenneke war etwas schwieriger. Ich hatte 23gr, 27gr und 29gr. Auf 50m/ linker Lauf lag die Brenneke mit 27gr der 10 am nächsten, aber auch 5cm hoch und 10cm rechts von der 10 aus gesehen.
Werde dann in 14 Tagen nochmal mit unserem Büxner auf dem Schießstand probieren welche Brenneke aus welchem Lauf am besten zur Kugel zusammenschießt.
Aber bis jetzt erstmal durchaus zufriedenstellend.


Gruß der olle pudlich
 
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Das Zeiss wird montiert werden, nur ist da eben die Frage ob per SEM oder SM - beides scheint Vor- und Nachteile zu haben und preislich wird sich da wohl auch nicht viel tun (so schätze ich jedenfalls). Wobei ich da auch nicht wirklich weiß, was die Montage eines ZF mit neuen Oberteilen auf vorhandene SEM-Basen so kosten darf.

Da schätzt Du aber komplett falsch. Wenn das Zeiss unbedingt drauf muss (bringt ca 2,5cm weniger Augenabstand als das S&B), dann nimm eine Schwenkmontage. Die kostet Dich nur einen Bruchteil dessen, was eine SEM kosten würde, aus zwei Gründen: bei der Schwenkmontage sind die Oberteile der wesentliche Kostenfaktor, und die hast Du ja schon von der Bbf, die können wieder verwendet werden. Bei der SEM brauchst Du komplett neue Oberteile, die auch noch angepasst werden müssen. Vielleicht hat es Sinn, auch die Unterteile zu ersetzen. Ich schätze, dass Dich eine neue SEM 2,5-3 mal soviel kostet wie der Umbau auf Schwenk, wenn Du überhaupt damit hinkommst. Dazu bist Du bei der SEM auf das 48er Zeiss festgelegt. Wenn Du mal ein anderes Glas montieren lassen willst, geht alles von vorne los, weil man in einen Vorderring für ein 48er Glas (54mm) fast kein anderes Glas montieren kann - der Durchmesser hat sich nicht durchgesetzt.

Wenn Du die SEM schon schlachtest: hebe die Unterteile auf und verkaufe sie zusammen mit den Oberteilen auf egun.
 
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Rational nachvollziehbar...
Aber bei Waffen werde zumindeast ich oft emotional
(was sich schon an der Zahl meiner Waffenschränke zeigt - absolut irrational.
Und wenn ich dann die Türen öffne, schwemmt mich pure Emotion davon).
Lass Dir eine SEM nicht ausreden!
 
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@boris0815 oh, da habe ich mich ja mal gründlich verschätzt. Aber wie gesagt, ich habe weder viel Erfahrung noch viel Ahnung von Suhler-Einhakmontagen.

@Wandersmann ausreden lassen ist gut, ich habe sie mir ja gerade erst einreden lassen :D Aber wie du schon sagtest, rational ist bei dem Umbau sowieso fast nichts, sonst würde das S&B draufbleiben.

Ich muss das mal gründlich überdenken - etwas Zeit hat das Ganze durch den 98er-Umbau ja noch.
Die Wahrscheinlichkeit, dass da dann irgendwann mal ein anderes Glas als das 48er draufkommt ist zwar sehr gering, aber unmöglich ist es natürlich nicht.
 
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Aber bei Waffen werde zumindest ich oft emotional
(was sich schon an der Zahl meiner Waffenschränke zeigt - absolut irrational.
Und wenn ich dann die Türen öffne, schwemmt mich pure Emotion davon).
Wir wollen Bilder sehen!!!

......nicht von den Waffenschränken, sondern von dir, wenn dich die Emotion davon schwemmt.

;)

HWL
 
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Bin jetzt auf der Suche nach einem passenden Einstecklauf für meinen Drilling. Hat jemand Erfahrung mit den Lothar Walther Läufen in .22 Win Mag? (den längeren)
Soll nur für Raubwild dienen, Entfernung hier im Feldrevier um die maximal 100m.
Oder doch besser .22 Hornet? Will der schmalen 16er Basküle nicht so viel zumuten.
Und - ja, ich habe schon mal die Suchfunktion bemüht, leider nix passendes dazu gefunden. Oder übersehen.


Gruß der olle pudlich
 
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So, er ist endlich da. Nach ein paar Gesprächen mit meinem Büchsenmacher und dem Verkäufer habe ich mir jetzt einen Suhler Drilling der Fa. A.W.Wolf im Kaliber 12/70 und 7x57R zugelegt - etwas lieber wäre mir zwar noch die 8x57IRS gewesen, aber im Endeffekt bin ich mit der 7x57R auch sehr zufrieden (randlose Kaliber kamen nicht in Frage). Montiert ist aktuell ein Schmidt&Bender 3-12x50 Abs.4 auf einer SEM.

Der Zustand ist soweit in Ordnung - Gebrauchsspuren sind natürlich vorhanden, immerhin hat er auch nun fast schon 50 Jahre auf dem Buckel (1973). Ein leichtes seitliches Spiel ist da, aber das lässt sich recht wohl recht einfach beheben und dann weiß ich zumindest genau was ich habe bzw. was gemacht wurde (der Drilling wurde wohl noch nie neu gedichtet).

Sobald mein Custom 98er fertig ist kommt der Drilling dran und wird etwas aufgehübscht: Der Macken werden aus dem Schaft geschliffen, eine dickere Schaftkappe kommt dran (als Schaftverlängerung für meine Größe), evtl. ein anderes Pistolengriffkäppchen (weiß nur noch nicht was, aber das Kunststoff-Teil gefällt mir nicht), die SEM wird gegen eine Hebelschwenkmontage getauscht und damit wird dann mein Lieblings-Glas (Zeiss Diavari-ZM Oktagon "150 Jahre Zeiss" 2,5-10x48 T*, s.u.) montiert. Das Glas ist aktuell noch auf meiner Blaser ES70 montiert, die aber für den Drilling weichen wird.

Drilling_Original_001.jpeg

Drilling_Original_002.jpeg

Drilling_Original_003.jpeg


Zeiss Diavari-ZM Oktagon "150 Jahre Zeiss" 2,5-10x48 T*:
Anhang anzeigen 173653

Besten Dank auch an @Wandersmann für die Literatur-Empfehlung zur Firma A.W.Wolf, der Artikel ist wirklich sehr interessant und ausführlich.
Ist es irgendwie möglich herauszufinden, um welches Modell es sich hierbei handelt? Ich weiß zwar welche Modelle die Fa. A.W.Wolf gefertigt hat, aber es findet sich auf dem Drilling keine Modellbezeichnung.
Der Drilling wurde fälschlicherweise als "Hersteller: Suhler Jagdhütte" und "Modell: Wolf" eingetragen. Das wollte ich korrigieren lassen und optimal wäre es natürlich, wenn ich dann auch direkt eine Modellbezeichnung angeben könnte.
 
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Ein Simson Drilling in 12/7x65R mit separater Kugelspannung, langem Schaft, Tierstückgravur und dem 2,5-10x52 Zeiss in gutem Zustand für 1.000 € vom Händler. Könnte ein Schnapper sein.
 
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(...) habe ich mir jetzt einen Suhler Drilling der Fa. A.W.Wolf im Kaliber 12/70 und 7x57R zugelegt (...) immerhin hat er auch nun fast schon 50 Jahre auf dem Buckel (1973). (...)
Da ich nun immer weiter in die Thematik der Suhler Waffenfirmen und dem Zusammenhang zur DDR einsteige sind mir nun doch noch zwei Fragen in den Sinn gekommen, bei deren Beantwortung mir hier vielleicht jemand behilflich sein könnte:

1. Ab Mitte der 70er Jahre soll ja die Qualität stark geschwankt haben. Wie hat sich das bemerkbar gemacht? Mein Drilling ist ja von 1973, demnach könnte er ja auch davon betroffen sein.

2. Wenn ich das richtig verstanden habe gab es zunächst den Böhler-Laufstahl und später fast nur noch die "billige" DDR-Kopie, den "Spezial-Gewehlaufstahl". Wenn - wie bei mir - "Spezial-Gewehlaufstahl" auf dem Lauf steht, kann man dann davon ausgehen, dass es sich hier bei um Stahl mit geringerer Qualität handelt?

Schonmal besten Dank im Voraus für die Antworten.
 
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In den 70ern wurde es ueberall billiger… Das Schaftholz zB im Westen und Osten… Hab zwei Drillinge aus Suhl und aus den 70gern. Nach 50 Jahren schießen die immer noch ordentlich. Querflinte von 89 hat sehr schönes Holz, gut ausgeführte Gravur und Gesamte Verarbeitung ist auch gut. Ich denke es war mehr Handarbeit in den Waffen der 50er und 60er Jahren. Mein Bockflinte von Wolf aus den 60ern ist mechanisch sehr gut verarbeitet. Poliert usw.
Gleiches gilt auch für west Waffen. USA usw auch.
50er war wohl ein gutes Jahrzehnt im Waffenbau.
 

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