Suhler Drilling Fan-Gruppe

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Hallo,

Soweit ich weiß, baut i n S u h l derzeit nur noch die Firma Adamy Waffen mit Hahnschlossen.
Hat jemand - ist ja auch ein "Suhler-Drilling" - so etwas schon mal länger in der Hand gehabt, viellleicht sogar jagdlich geschossen ?

in der Hand gehabt noch nicht, aber vor ein paar Jahren hatte unser Mitforisti Werner Reb mal in einer Jagdzeitschrift, glaube "Unsere Jagd" (sorry, Admin :biggrin:) , einen Artikel über den Adamy-Hahndrilling (in 20/8x57JRS) verfaßt.
Mit den alten Suhler Hahndrillingen, wie dem von saujaeger1, scheint er aber nur die Schloßkonstruktion gemeinsam zu haben.
Trotz im Vergleich zu annomadutzel besser vergüteten Stahllegierungen machte die Waffe einen recht klobigen Eindruck und das Gewicht muß bei gut 3,5kg (bei 60 oder 63,5cm Lauflänge) liegen.
Die alten Suhler Hahndrillinge, v.a. die mit den runden Systemen und langen Schlossen, kamen bei der damaligen Standardlauflänge von 68cm und der Kalibernkombination 16/9,3 teils auf unter 3kg.
Stärkerer Patronen (8x57JR, 9x57R, 9,3x74R) wurden meist in Drillingen mit eckigen Baskülen gebaut, wie dem von saujaeger1.
Evtl. kann er mal den Drilling (ohne ZF) auf die Küchenwaage legen und mitteilen was der Drilling wiegt. Ich schätze mal, der kommt auch nicht über 3,25kg, dann auch mit über 65cm langen Läufen.
Auch der Schaft des Adamy-Drillings machte einen ziemlich groben Eindruck. Daraus hätten die alten suhler Schäfter von 1910/1920 noch fast zwei Schäfte gemacht.
Der Adamy-Drilling scheint halt auch sehr "machinengerecht" zu sein, quasi das Hahn-Gegenstück zum Merkel 96.


Grüße
Sirius
 
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Moin, ich habe vor einigen Jahren mal eine Hahnbüchsflinte aus neuer Suhler Fertigung in der Hand gehabt und empfinde diese Waffen auch als "klobig". Die Eleganz alter Hahnwaffen wird nicht erreicht.
Ich führe eine alte Büchsenmacherarbeit, einen Hahndrilling in den vor einigen Jahren ein neues Laufbündel mit 60er Länge eingelegt wurde. Die Waffe ist 105 cm lang und wiegt, mit 6x42 auf SEM, unter 3 kg. Allein die Basküle ist wesentlich zierlicher als solche aus moderner Fertigung.

Gruß HuJ
 
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:thumbup: Glückwunsch. Zum Erfreuen oder zum Jagen? Oder beides? Hast Du mal nachgesehen, ob er schon Nitrobeschossen ist? Munition für die Kugel gibt es wohl immer noch bei S&B (CZ).

Natürlich zum Jagen !!!:-D Hat Nitrobeschuß und 70er Patronenlager. Schießt mit S&B prima und hab noch drei Schachteln alte DWM. Mit der mit der Sellerie zusammen.

Anhang anzeigen 33416
 
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@Sirius:

Danke für die Tips ! Ich selber Lade nicht, aber meine Freundin würde für mich welche Basteln.:-D
Sie schießt sich traumhaft weich und präzise.
Mit Brennecke Exakt 16/65 schie0t sie auf 50 meter mit der Kugel zusammen.
 
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Hallo,



in der Hand gehabt noch nicht, aber vor ein paar Jahren hatte unser Mitforisti Werner Reb mal in einer Jagdzeitschrift, glaube "Unsere Jagd" (sorry, Admin :biggrin:) , einen Artikel über den Adamy-Hahndrilling (in 20/8x57JRS) verfaßt.
Mit den alten Suhler Hahndrillingen, wie dem von saujaeger1, scheint er aber nur die Schloßkonstruktion gemeinsam zu haben.
Trotz im Vergleich zu annomadutzel besser vergüteten Stahllegierungen machte die Waffe einen recht klobigen Eindruck und das Gewicht muß bei gut 3,5kg (bei 60 oder 63,5cm Lauflänge) liegen.
Die alten Suhler Hahndrillinge, v.a. die mit den runden Systemen und langen Schlossen, kamen bei der damaligen Standardlauflänge von 68cm und der Kalibernkombination 16/9,3 teils auf unter 3kg.
Stärkerer Patronen (8x57JR, 9x57R, 9,3x74R) wurden meist in Drillingen mit eckigen Baskülen gebaut, wie dem von saujaeger1.
Evtl. kann er mal den Drilling (ohne ZF) auf die Küchenwaage legen und mitteilen was der Drilling wiegt. Ich schätze mal, der kommt auch nicht über 3,25kg, dann auch mit über 65cm langen Läufen.
Auch der Schaft des Adamy-Drillings machte einen ziemlich groben Eindruck. Daraus hätten die alten suhler Schäfter von 1910/1920 noch fast zwei Schäfte gemacht.
Der Adamy-Drilling scheint halt auch sehr "machinengerecht" zu sein, quasi das Hahn-Gegenstück zum Merkel 96.


Grüße
Sirius


Ich hab grade mal gewogen. Mit Glas und Riemen ( Schwerlast:biggrin::unbelievable:) wiegt er doch 3,8 Kilo !
Fühlt sich aber leichter an.
 
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Hallo,

Ich hab grade mal gewogen. Mit Glas und Riemen ( Schwerlast:biggrin::unbelievable:) wiegt er doch 3,8 Kilo !
Fühlt sich aber leichter an.

ja, MIT Stahlglas 3,8kg...ggg. :biggrin:;-)
Das Glas und die Montage sowie der Riemen dürften auch schon ein gutes Pfund auf die Waage bringen, dann wären wir bei meinen oben geschätzten ca. 3,2kg. Wie gesagt, heutige Hahndrillinge aus suhler Fertigung sind da ein gutes Stück schwerer.
Die Waffe fühlt sich halt "leicht" an, weil die alten Meister es noch verstanden haben, Waffen gut auszuballancieren.

Wenn deine Freundin Wiederladerin ist, schaut mal nach CH4-Matritzen. Die sind qualitativ gut und bedeutend preiswerter als RCBS:

www.grauwolf.net

www.stifters-gunflints.de

Der Matritzensatz ist natürl. 3-teilig, da es sich bei der 9,3x72R um eine konische Hülse mit sehr langem (20mm), zylind. Hülsenhals handelt. Bevor das Geschoß gesetzt wird, muß der Hülsenhals erst etwas aufgekelcht werden (wie bei den Revolverpatronen .357Mag., .44Mag. etc.).
Wenn deine Freundin zufällig eine 9,3x64 hat, könnt ihr denselben Hülsenhalter verwenden.

Von RCBS gibt´s eine Trimmatritze (kostete 2007 ca. 120€). Die ist v.a. bei Sellier&Bellot-Hülsen von Vorteil, da sich diese nach dem Schuß (zumind. in der Fertigung um 2000/2005) gerne am Hülsenmund wellen.
Auslitern mit ja 20 S&B-Hülsen aus ca. 2000 und RWS-Hülsen aus ca. 2007 haben ergeben, daß die S&B etwa 2 grains mehr Innenvolumen haben.
Vom Wiederladen der alten DWM-Hülsen würde ich Abstand nehmen, denn die sind mittlerweile schon über 45 Jahre alt.
RWS stellt das vernickelte 12,5g TMF wohl leider nicht mehr her.
Das TMF von S&B hat einen geringfügig besseren B.C. (.210 zu .190), sofern er bei max. 140m Gesamtschußweite nicht reine Theorie ist, aber hier im Forum zählt jeder .001 mehr an B.C. ;-)


Grüße
Sirius
 
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@Sirius :

Gut geschätzt !:thumbup: Gewicht ohne Glas 3,27 Kg. Mit Riemen.

Aufgearbeitet wird er nicht. So eine Waffe hat schon viel gesehen.
Ich mag diese alten Waffen mit Patina. Die hier war die Brot-und Butterwaffe eines alten Revierförsters im hohen Norden. Die Erben haben sie nach seinem Tod zum Verkauf in Kommision gegeben.
Zustand technisch Tiptop......optisch eben mit Patina. Ich hab sie für einen lächerlichen Preis bekommen.
An der Mündung sind ein paar kleine Närbchen vom ledernen Mündungsschoner. Aber nix wildes.
 
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Hallo,....vor ein paar Jahren hatte unser Mitforisti Werner Reb mal in einer Jagdzeitschrift, einen Artikel über den Adamy-Hahndrilling (in 20/8x57JRS) verfaßt. Sirius
Sorry - keine eigene Erfahrung.
Aber Freund "Lurcher +" hat mir berichtet, daß der Auftrag über Hahndrillinge ein Verlustbringer war - konnten zu kostendeckenden Preisen nicht verkauft werden.
Kostendeckende Handarbeitspreise lassen sich m.W. nur bei US-Millionären erzielen - siehe H&W.
P. :roll:
 
A

anonym

Guest
Sorry - keine eigene Erfahrung.
Aber Freund "Lurcher +" hat mir berichtet, daß der Auftrag über Hahndrillinge ein Verlustbringer war - konnten zu kostendeckenden Preisen nicht verkauft werden.
Kostendeckende Handarbeitspreise lassen sich m.W. nur bei US-Millionären erzielen - siehe H&W.
P. :roll:

...sorry...kann mir mal als Thread-Starter jemand den praktischen Wert eines "Hahn-Drilling" erklären ?

Mir will sich das nach meinem jagdpraktischem Verständnis nicht so recht erschließen...:what:

WeiHei,
BBWölfchen
 
A

anonym

Guest
Handspanner der ersten Stunde.
Waffe geladen und entspannt.

Mir hat der Selbstspanner immer bestens gereicht. Eine einfache, lautlose Greener-Sicherung....aber bitte...wer`s unbedingt braucht, soll`s probieren, vorher noch mit n´em lauten "Knackgeräusch" den Rothirsch zu erlegen.:lol:

WeiHei,
BBWölfchen
 
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Hähne sind die Urform der Schlagstücke bei Feuerwaffen.
Einfach in der Bedienung, unkompliziert. Keine zusätzlichen Bedienelemente.
Der Zustand der Waffe ist sofort auf den ersten Blick erkennbar und fühlbar.
Entspannte Hähne = entspannte Schlosse - die Waffe ist so ungefährlich wie ein Gartenstecken.
Die Schlosse arbeiten völlig getrennt - völlig unabhändig voneinander.
Ein weiterer Vorteil: die W. kann ständig geladen sei.
Das lästige Laden / Entladen ist im Grunde überflüssig.
Nicht in Germany, hier jedoch strengstens verboten.

Eine Hahn-Seitenschloss-Jagdwaffe ist die Krone im Bau von edlen Jagdwaffen.

Bye R-M
 
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Hallo,

Mir hat der Selbstspanner immer bestens gereicht. Eine einfache, lautlose Greener-Sicherung....aber bitte...wer`s unbedingt braucht, soll`s probieren, vorher noch mit n´em lauten "Knackgeräusch" den Rothirsch zu erlegen.:lol:

der Selbstspanner macht alleine beim Öffenen schonmal lauter "KNACK" als jemals was an einer Hahnwaffe knacken könnte. :cool:

Einen Hahn kann man mit "knack" einrasten lassen, man kann aber auch ohne, so wie man an einem Auto einen Gang mit "kkkrrkrckkk" einlegen kann, oder auch ohne. :biggrin:

Die Mär, das sich Hähne von selber durch anstreifen an Ästen, Stämme selber spannen und einen Schuß auslößen mag noch in die Zeit der Steinschloßmusketen gehören, hat mit den seit den 1860/70er Jahren üblichen Rückspringschlosse absolut nix mehr zu tun. :no:

Eine Hahnwaffe ist (Rüdemann hat´s schon erwähnt) eben durch die Tatsache, das man jedes Schloß separat spannen/entspannen kann, nach der entladenen Waffe, wohl die sicherste Waffe überhaupt. ;-)


Grüße
Sirius
 

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