Suhler und Ferlacher Vorkriegswaffen Fanclub

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#16
In dem Buch "German Hunting Guns Of The Golden Era1840-1940" von Hans Pfingsten steht nichts davon, dass Burgsmüller nur ein Handelshaus war sondern, dass er ein Büchsenmacher war, verschiedene Patente hielt und diverse Adelshäuser beliefert hat. Von Handel steht da nur, dass er "also a dealer in new, used, and obsolete military arms and equipment" war. Nun ja, das Pfingsten - Buch scheint mir allerdings auch mehr Boulevardliteratur zu sein. Der Krieghoff- Neptun Doppelbüchsdrilling vom Cover stammt jedenfalls nicht aus der Zeit bis 1940, sondern eher aus den 1990ern/2000ern. Dass er es trotzdem auf das Cover eines Buchs über Waffen aus der Zeit von 1840-1940 schafft, sagt über das Buch schon einiges aus.
Das Buch wurde erst nach dem Tod von Hans Pfingsten aus vorhandenen Unterlagen von der Familie und Freunden veröffentlicht.
Und was die Patente anging - es ist unwahrscheinlich interessant was damals alles patentiert wurde.
Interessant sind da auch die Bücher von Greener. In England gab es z. B. weit über 100 Patente für Ejektoren - durchsetzen konnten sich aber nur wenige davon ( die, die auch zuverlässig funktionierten)
Was heißt denn Adelshäuser beliefert - auch damals gab es schon verarmten Adel :)
 
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#17
dieses bild vom bodenstempel zeigt es ist ziegenhahn


ich hatte mit denen mal telefoniert wegen irgend einer sache und das gespräch kam dann darauf. aussage war jede 11,2x73 kann problemlos aufgerieben werden und natürlich war das ein ganz normales system 98 damals. ich denke nicht das patrone und waffe nur im katalog existierten, mindestens 1 stück ist auf jeden fall gebaut worden.
Du meinst unter aller Wahrscheinlichkeit die Patrone 11,2x72. Die Waffen eingerichtet für diese Patrone wurden mit nicht modifizierten Mauser 98 Systeme hergestellt , was eine Menge an Problemen verursacht , unter anderem die Notwendigkeit die Geschosse sehr tief zu setzen so das die Patronen in das Magazin passen. Damit wird aber die Leistung der Patronen durch Reduzierung des Pulverraumes sehr beeinträchtigt. Ich habe so eine Waffe , und da kann keine Patrone von der Größe einer 416 WBY- Magnum eingebaut werden. Die normale Mauser 98 Systeme müssen schwer modifiziert werden um all diese Patrone , sei es die 404 Jeffery , 425 Westley Richards , 11,2x72 Schüler oder sogar 500 Schüler , zu akzeptieren. Es bleibt ein Kompromiss mit vielen Nachteilen bei der Jagd. Ich spreche da aus Erfahrung. Nicht um sonst wurden von den internationalen größeren Herstellern überwiegend Mauser Magnum Systeme verwendet.

Herr Ziegenhahn hatte effektiv vor Jahren eine Waffe für eine nacherfundene Patrone 404 Schüler Magnum gebaut. Die Reibahle stammt aus dieser Zeit. Es ging aber vor allem darum Kenntnisse über diese mysteriöse Patrone zu gewinnen. Die Waffe war nur als ein Testobjekt für die Patrone zu sehen und entsprach nicht dem normalen Standard der Waffen die Herr Ziegenhahn für die Großwildjagd herstellt.
 
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#18
dieses bild vom bodenstempel zeigt es ist ziegenhahn


ich hatte mit denen mal telefoniert wegen irgend einer sache und das gespräch kam dann darauf. aussage war jede 11,2x73 kann problemlos aufgerieben werden und natürlich war das ein ganz normales system 98 damals.
Halt!!! Wenn lt. Aussage von Ziegenhahn jede 11,2x72 aufgerieben werden kann (was alleine schon ein Fauxspas aufgrund der Seltenheit der 11,2x72er wäre), ist das Geschoß-/Zugkaliber der .404Schüler Mag. aber nicht .423", sondern wie das der 11,2x72 .439".
 
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#20
Wahrscheinl. genauso ein seltener Fall wie DB in 11,2x72R Schüler.

Oder eine Waffe im Kaliber 9,3x86R Behrs zu finden, von Burkard Behr(y). Von so einer träume ich:giggle:. Bei der heutigen Technik wäre die Hülsenbeschaffung (Geschosse nat. auch) eher ein geringeres Problem.

Wäre mal interessant zu wissen wie viele Patronen/ Waffen in den nächsten Jahren noch auftauchen von denen bisher keiner wusste:unsure:.

VG.
Kipplauf_Fan:cool:
 
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#21
Halt!!! Wenn lt. Aussage von Ziegenhahn jede 11,2x72 aufgerieben werden kann (was alleine schon ein Fauxspas aufgrund der Seltenheit der 11,2x72er wäre), ist das Geschoß-/Zugkaliber der .404Schüler Mag. aber nicht .423", sondern wie das der 11,2x72 .439".
Ich glaube das da einige Missverständnisse vorliegen , aber nicht von Seite Herrn Ziegenhahn. Vielleicht war die Patrone 10,75x73 alias 404 Jeffery gemeint. Die Patrone 404 Schüler Magnum hat das Kaliber 10,75mm.

Die einzige bekannte Waffe für diese Patrone ist die von Herrn Ziegenhahn vor Jahren gebaute Repetierbüchse. Die Maße der Patrone bleiben approximativ da man nur eine Hülse vermessen hat.
 
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#24
Großwild=Repetierbüchsen

"für die Patronen .333 (Jeffery oder Graham Bonney???:sneaky:) + 9,3x64 + .404 +10,75x68 + 11,2x72...oder ähnliche."

Offenbar fällt die ebenfalls beliebte 9,3x62 hier nur "unter ähnliche", dafür wird Brennekes 9,3x64 in der "Head-line" genannt (aber unten auf der Seite auch nicht abgebildet).
 
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#25
Zu 1. Um sich einen Überblick über die Technik zu verschaffen
Antiquarisch:
...
Albert Preuß: Jagdwaffen
Deinem Ratschlag folgend habe ich mir das Buch bestellt. Guter Zustand, aber der Erstebesitzer hatte es durchgearbeitet und ein paar Unterstreichungen etc. vorgenommen - mit Lineal! Außerdem lag in dem Buch der Artikel "Albert Preuß zum Gedächtnis" aus der "Deutsche Jagd" vom 1.Februar 1935 bei mit Lichtbild des Altmeisters. Das möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Albert Preuß.jpg

Leider konnte ich es aus irgendwelchen Gründen nicht bei Wikipedia hochladen, aber dort war das Todesdatum noch nicht vermerkt. Immerhin das konnte ich dann einfügen.
 
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#26
Ein Freund und Förderer der 9,3x72R und der (jagdl.) 8x57J(R). :giggle:
Leider kein Freund des Schrotkalibers 16. :cautious:
 

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