Swarovski Z6i 2,5-15x56 vs. Leica Magnus 2,4-16x56

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Hallo Skyhawk,

habe beide Gläser seit einigen Monaten und kann ehrlich gesagt in der optischen Leistung eigentlich keinen Unterschied feststellen. Folgendes ist mir im jagdlichen Alltag aufgefallen:

1. Das Leica ist gefühlt 500 Gramm schwerer (in Realität wohl nur 150 Gramm).
2. Die Parallaxe beim Swaro hat bei 100 Meter einen kleinen Widerstand, macht's im Dunkeln leichter bei der Einstellung.
3. Die Vergrößerung beim Leica ist etwas schwergängiger als beim Swaro.
4. Beim Leica finde ich die optische Leistung minimalst besser, wirkt irgendwie alles etwas schärfer und farbechter.
5. Den Leuchtpunkt beim Leica habe ich schon mehrmals versehentlich angeschaltet, z.B. beim einpacken / auspacken der Waffe aus dem Futteral. Ist mir mit dem Swaro noch nicht passiert.
6. In der Dämmerung oder bei Nacht konnte ich keine Unterschiede feststellen, sind beide sehr gut.
7. Beide Gläser jeweils auf einer Blaser Sattelmontage. Konnte bisher nach rund 50 Schuss kein wandern der Montage des Leica feststellen.
8. ASV ist auf beiden Gläsern, nutze ich aber nicht und kann daher keine Angaben zur Wiederholgenauigkeit machen (beide Gläser gebraucht gekauft, da war die ASV schon dabei).

Ich bin mit beiden Gläsern sehr zufrieden und würde beide wieder kaufen. Ich kann auch nicht sagen, dass ich das eine oder das andere Glas besser finde. Rein optisch ist das Z6I sicherlich etwas führiger und eleganter, von der Leistung her sind beide Gläser meiner Meinung nach nahezu identisch.
 
A

anonym

Guest
Ich habe mir jüngst beide (nebst Anderen) angesehen...

Zu 2.:
Finde ich einen enorm wichtigen Punkt!
Tagsüber alles fein, aber sobald das Licht so schlecht ist dass man "das Kleingedruckte" bezüglich der Einstellungen nicht mehr lesen kann... Geht gar nicht. :thumbdown: Leica ist damit aber nicht allein, das muß man faiererweise auch sagen.
Die Lösung von Swaro ist in meinen Augen die einzig Praxisgerechte. :thumbup:
(In dem Zusammenhang: Besonders negativ ist mir das neue Kahles aufgefallen, hier ist nicht mal zu ertasten wie die Vergrößerung steht. Als wenn der fast schon übliche Knubbel ein Hexenwerk wäre... :no:)

Zu 3.:
Ich hatte tatsächlich zwei völlig unterschiedliche Leicas in Händen was das angeht. Eines ging wirklich unnötig schwer. Fand ich angesichts des Preises schon bedenklich. :no:
 
A

anonym

Guest
Die Lösung von Swaro ist in meinen Augen die einzig Praxisgerechte. :thumbup:
Ein nettes Feature, aber nicht lebensnotwendig. Denn wenn es so dunkel ist, dass ich am ZF gar nichts mehr erkenne, sind 100 m Schussentfernung schon ziemlich weit.
Da Parallaxeausgleiche - jedenfalls die, die ich kenne - nicht bei 0 beginnen, sondern irgendwo bei 50m oder knapp drunter kann man sich (a) mit ein wenig Übung auch im Dunkeln die 100-m-Einstellung merken; wobei man diese (b) wahrscheinlich gar nicht wirklich braucht, denn auf absolute Schärfe kommt es bei einem schattenhaften, dunklen Fleck sowieso nicht an. Da genügt zu erkennen, wo vorne und hinten ist.

Was ich mal viel wünschenswerter fände wäre, dass sich an einem Fernglas die Schärfestellung fixieren lässt. In der Dämmerung, wenn Du den Waldrand abglast, siehst Du noch, ob es schärfer oder unschärfer ist. Verschwimmen dann Äste, Stämme, Gras, Ufer usw. zu einem dunklen Brei, weißt Du nicht mehr, ob Du wirklich die schärfste Einstellung auf diesen einen Wechsel, wo Du den Austritt des Wildes erwartest, hast, oder ob sich die Schärfe am ZF vom vielen Wegstellen und wieder Aufnehmen ein bisschen oder gar ziemlich verstellt hat.
Da würde ich mir oft, solange es noch zu unterscheiden ist, die schärfste Einstellung für die Zeit danach fixieren können.
 
A

anonym

Guest
Ein nettes Feature, aber nicht lebensnotwendig.

... kann man sich (a) mit ein wenig Übung auch im Dunkeln die 100-m-Einstellung merken;

Sich die Einstellung nicht erahnen und merken zu müssen zeichnet in meinen Augen nicht gerade ein ZF aus das als Nachtjagdtauglich, Nachtjagdspezial, whatever, beworben wird... :roll:
Und das tun sie alle nur zu gerne, spült ja Kohle in die Kasse!

Wer die Bedienteile aber nur im gut beleuchteten Denkerstübchen ersinnt ohne über die Verhältnisse bei der Produktverwendung nachzudenken - sorry, der hat schlicht das Thema verfehlt. :thumbdown:
 
A

anonym

Guest
Was sinnlos ist, denn dann tritt der Effekt der Nachtmyopie ein und du musst sowieso nachregeln.
Dachte mir schon, dass bei Dunkelheit wieder irgendetwas anderes mit reinspielen könnte.
Das muss aber kein zwangsläufiger Effekt sein, oder?
Wie ich bei relativer Dunkelheit die schärfste Einstellung erreichen kann, weiß ich leider nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Dachte mir schon, dass bei Dunkelheit wieder irgendetwas anderes mit reinspielen könnte.
Das muss aber kein zwangsläufiger Effekt sein, oder?
Wie ich bei relativer Dunkelheit die schärfste Einstellung erreichen kann, weiß ich leider nicht.

Der Effekt ist bei jedem vorhanden und damit quasi zwangsläufig. Aber wohl nicht bei jedem völlig gleich ausgeprägt.
Bei Dunkelheit scharfzustellen ist leider nicht die einfachste Übung. Am besten geht das noch mit einem definierten Objekt, dann könnte man versuchen, die Differenz sich zu merken.
Bei doppelter Okularverstellung läßt man die Entfernung stehen und dreht die Okulare nach Minus. Aber auch da ist es eben Gefühl.
 
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@ HomerSimpson :thumbup::thumbup::thumbup:

@ gletscherpris :thumbup::thumbup::thumbup:

Danke an alle für die Antworten :):):)

im Moment tendiere ich zum Leica Magnus. Ich habe ja noch ein paar Tage bis ich mich entscheiden muss :unbelievable:

wH skyhawk
 
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Da will ich mich halt auch mal zu Wort melden!

Ich führe seit Nov 2012 ein 56er Magnus auf meiner Ansitzwaffe. Bisher habe ich nur Sauen erlegt. Ich habe reichlich Gelegenheit es mit dem z6 vom jungjaeger zu vergleichen.

Mein Fazit:
Qualität: beide nehmen sich in der Verarbeitung nichts, Referenzklasse
Bedienung: Vergroersserungsverstellung beim Magnus sehr schwergaengig, vor allem in der Kälte. Balistikturm beim Magnus sehr gut gelöst. Funktioniert tadellos. Die Bedienung des Leuchtpunktes ist beim Magnus besser gelöst. Der Drehschalter ist auch mit dem dicksten Handschuh gut bedienbar. Hier ist der Kippschalter und die kleinen Tasten des z6 nicht optimal. Auch hier geht der Punkt an das Leica!

Optische Leistung:
Anträge beim direkten Vergleich am Stand wirkt das Bild des Leica schärfer. Es sind bei beiden Gläsern keine Randverzerrung, Bildwoelbungen oder Farbstiche erkennbar. Bei Nachtansitz nehmen sich beide Optiken gar nichts!

Nachteil bei beiden, man muss mit dem Auge mittig durchschauen. Bei einem Vergleich mit nem Zeiss Classic 56er ist man hier schneller im Ziel, das heißt wenn der Schaft bei einem Glas mit hohem Zoomfaktor nicht passt, fängt man zu Zirkeln an. Vor allem wenns schnell gehen muss. War bei mir am Anfang so, jetzt hab ich eine 1cm stärkere Schaftkappe drauf.

Mein Jungjäger möchte sich auf seine neue "Brennecke" jetzt auch ein Magnus montieren.
Mein Testobjekt:
7ugy5y6u.jpg
 
A

anonym

Guest
Nachteil bei beiden, man muss mit dem Auge mittig durchschauen. Bei einem Vergleich mit nem Zeiss Classic 56er ist man hier schneller im Ziel, das heißt wenn der Schaft bei einem Glas mit hohem Zoomfaktor nicht passt, fängt man zu Zirkeln an. Vor allem wenns schnell gehen muss. War bei mir am Anfang so, jetzt hab ich eine 1cm stärkere Schaftkappe drauf.

Und wie ist im Vergleich zu den beiden genannten die optische Leistung des Zeiss? Kannst Du dazu etwas sagen?

Rolf2
 
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Und wie ist im Vergleich zu den beiden genannten die optische Leistung des Zeiss? Kannst Du dazu etwas sagen?

Rolf2

Bei mir musste jeweils ein Zeiss Varipoint M 3-12x56 dem Z6i bzw. dem Magnus weichen. Persönlich finde ich, dass insbesondere die Randschärfe sowohl beim Z6i als auch beim Magnus dem Varipoint überlegen ist. Außerdem hatte ich teilweise beim Varipoint das Problem, dass bei Schnee der Leuchtpunkt überstrahlte. Da finde ich die Lösung von Swaro und Leica mit den Einstellungen für Tages- und Nachtleuchtpunkt besser. Keine Ahnung ob andere auch diese Erfahrung gemacht haben. Dennoch halte ich auch das Varipoint für ein sehr gutes Glas, das Z6i und das Magnus sind aber meiner Einschätzung nach nochmal eine Klasse besser. Wie das Swaro und Leica im Vergleich zu einem Classic abschneiden kann ich leider nicht sagen.
 
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Das Classics spielt in dieser Liga nicht mit, weder am Tag noch in der Nacht. Ein Unterschied in der Helligkeit ist deutlich zu erkennen. Ich habe auch ein vergleichsbild von ht zum z6 gemacht. Auf dem Autodach aufgelegt und bei 10 Fach einen Baum anvisiert. Hier erkennt man schön den Unterschied in der Randschärfe:

Zeiss 3-12 x 56 ht

8udy6eby.jpg


Und hier das swaro
vy6e3aru.jpg


Die Bilder wurden auf die schnelle mit nem iPhone gemacht.
 
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Ich habe das dicke Leica und 2 z6i, ein 1-6x24 und ein 2-12x50 in Betrieb. Alles tolle Gläser, keine Frage. Bei dem Leica nervt mich, wie auch andere, dass die Vergrößerungsverstellung sehr schwergängig läuft. Was Leica sich dabei gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Insbesondere mit klammen Fingern nervt es gewaltig, dass sich die so schwer verstellen lässt. Dafür ist die LA-Bedienung beim Leica einfach besser. Dazu kommt, dass mir das Bild beim Leica irgendwie gestochener und heller vorkommt als beim 50er Swaro.

Was den direkten Vergleich zwischen dem 56ern betrifft fällt auf, dass das Leica etwas mehr Zoombereich, etwas mehr Sehfeld hat und etwas kürzer ist. Im Ergebnis würde ich als 56er wieder das Leica nehmen. Wenn ich nur ein Glas führen dürfte, würde ich allerdings das Z6i 2-12x50 wählen. Ich fühle mich nachts mit dem 50er kein bisschen schlechter aufgestellt als mit dem 56er.

WH, Bo
 

JMB

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Ich habe auch ein vergleichsbild von ht zum z6 gemacht.
Hier erkennt man schön den Unterschied in der Randschärfe:
Die Bilder wurden auf die schnelle mit nem iPhone gemacht.
Solche Bilder sind schwer zu machen, da die optischen Achsen sehr genau übereinstimmen müssen.
Mit der Einfach-Knipse eines Handys geht das IMHO schon gar nicht.
Wie man am ungleich starken Rand beim Zeiss erkennen kann ist Dir das in dem Fall nicht gut gelungen. Damit ist zumindest die Beurteilung der Schärfe und von Verzeichnungen kaum noch möglich.
Erscheint der Rand des Zeiss tatsächlich so viel stärker als beim Swaro oder ist das die Folge von ungleichem Kameraabstand?

Nicht dass ich Deine Eindrücke anzweifle, aber die Fotos als "absolut" anzusehen wäre IMHO auch falsch.

Ich habe auch ein vergleichsbild von ht zum z6 gemacht.
Auf dem Autodach aufgelegt und bei 10 Fach einen Baum anvisiert.
Du hast Blumenkästen auf dem Autodach? :lol:


WaiHei
 

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