SZ: Die Rettung von Rehkitzen ist Greenwashing

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Ich verstehe nicht was an dem Artikel so falsch sein soll. Die Dame sagt klar dass unter gegebenen Bedingungen die Kitzrettung gut und notwendig ist. Sie ist aber nur notwendig wegen der Mäherei in der Brut- und Setzzeit, da hat sie doch recht. Sie nützt auch Hasen, Vögeln und Insekten nichts, stimmt doch auch. Die nachhaltige und bei weitem ökologischere Lösung wäre erst Ende Juni mit dem Mähen zu beginnen, dem kann ich nicht widersprechen.
Mein Respekt an jeden der viel Zeit und teilweise auch Geld in die Kitzrettung investiert aber man muss sich schon bewusst sein dass nur Symptome gelindert werden.

Mitte Mai mit dem Häckseln anzufangen hat mit Natur rein gar nichts zu tun, es ist Industrie.
Wieder mal nicht zuende gedacht,Wunschdenken und an der Ökonomie in der deutschen Landwirtschaft völlig vorbei ,aber sehr werbewirksam für User, die kurze Denkart bevorzugen.... Deswegen votiert man dann den Beitrag des Links-grünen Blattes ,um den Waidmann/-frau dumm aussehen zu lassen. Gott sei Dank folgt gleich nach deinem Beitrag die Richtigstellung.
 
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Ein typisches, falsches Verständnis davon was richtig und was falsch ist.
Vielleicht sollte mal der Bauer dafür zur Kasse gebeten werden, was er in früheren Jahren an Schaden angerichtet hat oder stattdessen mal daran gehen seine von ihm verursachten Schäden zu "reparieren"?
Thema Boden- und Wasserschutz.
Aber Du hast nur halb recht,lieber @cast. Der Bauer wurde verdammt dazu,Kraft seines Untergangs, den Blödsinn überall mitzumachen. Die wahren Schuldigen sitzen nicht in Oberammergau,sondern in Brüssel und nachfolgend in Bln. Das sollte man schon irgendwann mal mitbekommen,auch wenn man selbst zu den Sesselfurzern gehört.;)
 
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Richtig der Wille der Politik müsste vorhanden sein ,und dieser Wille wird umso glaubhafter, wenn er mit Geld hinterlegt ist.

Wer die Blümchenwiese möchte, sollte diese auch bezahlen.
Die Kosten trägt ohnehin die Allgemeinheit. Sei es im nachhinein für die Folgen des nicht nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen oder im vorhinein mit der finanziellen Ausstattung der Lenkungsprogramme um Folgen erst gar nicht entstehen zu lassen. Dazu bedarf es aber erstmal der Einsicht und der Willensbekundung für Veränderungen. Gerade bei den Landwirten.
Die Frage ist also nicht ob die „Blümchenwiese“ bezahlt wird. Das wird sie ohnehin werde. Die Frage ist ob du sie willst, und das auch noch nach außen bekundest.

Guillermo
 
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Ich hatte nach dem Lesen des Artikels das Gefühl, das du ihn nicht gelesen hast.
Den Artikel habe ich mehrfach gelesen.
Allerdings habe ich auch nach einem mehrfachen Lesen nicht verstanden, warum man
Wildtier- bzw. Kitzrettung dafür 'in den Dreck' ziehen muss?
-
Wenn man ein Problem mit der Art unserer heimischen Landwirtschaft hat, dann kann
man das evtl. auch in seiner sehr ähnlichen Art formulieren, nur dafür die Wildtierretter
'zu beschmutzen' ... . Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung.
-
Das Engagement der Wildtierretter kann und will in unserer Gesellschaft niemand leisten
oder auch nur bezahlen.
Diese Wildtierretter - das sind Überzeugungstäter, betreiben diese Challenge i.d.R. sogar
ohne Aufwandsentschädigung und dieses Engagement so in den Dreck zu ziehen - geht
gar nicht, da kann hinterher in den 'Erklärungen' aufgeführt sein, was will.

-----

Dass in unserer Landwirtschaft vieles nicht optimal läuft, hat damit gar nichts zu tun.
 
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Wir leben nicht in Bullerbü und die Ansprüche der Menschen und Industrie an Menge, Verfügbarkeit und Qualität der landwirtschaftlichen Produkte sind viel höher, als sich die meisten der hier schreibenden Bullerbüanhänger vorstellen können.

Der Verbraucher mag kein langsam gewachsenes Fleisch von Rindern, Schweinen oder Geflügel. Der Verbraucher läßt Milch und Butter von extensivgehaltenen Kühen im Geschäft zugunsten konventionell produzierter Milch stehen. Der Verbraucher kauft kein Obst und Gemüse mit Flecken oder Unförmigkeit. Der Verbraucher kauft gerne Bioeier, wo Haltung der Hühner sich nur minimal von konventioneller Hühnerhaltung unterscheidet. Das Biofutter wird zugekauft und der Geflügelmist wird in entfernte Gebiete abgegeben. Mehl und Produkte aus Mehl werden nur aus nicht pilzbelasteten Getreide gekauft, was in totalem Widerspruch zum Biolandbau steht. Der Verbraucher in Deutschland schmeißt im Jahr 60 kg gute Lebensmittel in den Müll.

Die ganze Kritik an der konventionellen Landwirtschaft ist eine verlogene Sache und sachlich nicht ernstzunehmen. Vor allem diese Verlogenheit geht mir auf den Keks! Veränderungen von der Landwirtschaft fordern und selber weiterhin in Saus und Braus weiterleben! Jeder hätte hier die Chance durch sein eigenes Einkaufverhalten eine Änderung herbeizuführen, aber kaum einer tut es! Das ist in diesem Forum nicht anders als in anderen sozialen Medien.
 
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Ich lese hier interessiert mit. Danke allen, die diesen Faden mit Fakten bereichern. Fachlich kann ich wenig dazu beitragen, folge aber gerne den jeweiligen Argumentationssträngen.
Aber eins fällt mir auf: Wir sollten uns insbesonders als Jäger (Förster, Landwirte...) davon verabschieden, den Begriff "die Natur" unreflektiert zu verwenden.
"Die Natur"- damit wird suggeriert, dass es so etwas wie vom Menschen unbeeiflusste Lebensräume gäbe. Dass ist zumindest in Deutschland, bzw. in Süd- Westeuropa schon seit dem frühen Mittelalter, wenn nicht gar der Römerzeit längst nicht mehr der Fall und wird es auch nicht mehr geben, solange Menschen auf der Erde wandeln.
Mit dem Begriff "die Natur" in einer sachlichen Diskussion wie dieser verwendet man einen weitgehend emotional besetzten Begriff und man redet einer unreflektierten verklärten Naturromantik das Wort, die fern von jeder lebbaren Realität ist. Allein die Existenz von uns Jägern, Landwirten und Förstern zeigt doch, dass es eine ursprünglich sich selbst überlassene "Natur" nicht mehr gibt.
Das bedeutet nicht, dass ich mir hier nicht auch mehr artenreiche und biodiverse Lebensräume wünsche.
 
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Den Unterschied kennst Du?
Nur mal als Gedankenansatz - der Anspruch an die Gesellschaft ist nicht zu vergleichen :cool:
Überzeugungstäter ist Überzeugungstäter.
Ob seine Taten ethisch, moralisch, religiös oder gesellschaftlich akzeptiert werden, steht auf einem anderen Blatt.
 
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Wir leben nicht in Bullerbü und die Ansprüche der Menschen und Industrie an Menge, Verfügbarkeit und Qualität der landwirtschaftlichen Produkte sind viel höher, als sich die meisten der hier schreibenden Bullerbüanhänger vorstellen können.
So funktioniert Meinungsmache, alle die dem Wahnsinn industrieller Landwirtschaft nicht anhängen wollen Bullerbü.

Sorry, aber diese Landwirtschaft zerstört Lebensgrundlagen.

und zu Bullerbü im allgemeinen in Schweden ist es verboten Rindviecher im Stall zuhalten, die müssen raus auf die Weide sobald das Wetter das zulässt, ein Tierschutzgesetz das übrigens Astrid Lindgren initiiert hat und offensichtlich gehts.
 
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.
Überzeugungstäter ist Überzeugungstäter.
Ob seine Taten ethisch, moralisch, religiös oder gesellschaftlich akzeptiert werden, steht auf einem anderen Blatt.
Ne Du - das sehe ich anders.
Denn ich bin auch eher ein extremer Überzeugungstäter und lebe das auch - mein Leben.
Mein Anspruch an die Gesellschaft dazu wird von der kaum wahrgenommen.
-
Wenn jemand seine Religion im Keller predigt und mit der Resonanz der Wände zufrieden ist,
unterscheidet sich substanziell deutlich von dem, der den Anspruch hat, seine Religion als den seligmachenden Maßstab in der Gesellschaft zu positionieren.
-
Beides Überzeugungstäter
 
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Die Kosten trägt ohnehin die Allgemeinheit. Sei es im nachhinein für die Folgen des nicht nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen oder im vorhinein mit der finanziellen Ausstattung der Lenkungsprogramme um Folgen erst gar nicht entstehen zu lassen. Dazu bedarf es aber erstmal der Einsicht und der Willensbekundung für Veränderungen. Gerade bei den Landwirten.
Die Frage ist also nicht ob die „Blümchenwiese“ bezahlt wird. Das wird sie ohnehin werde. Die Frage ist ob du sie willst, und das auch noch nach außen bekundest.

Guillermo
Das sehe ich nicht so.
Bezahl den Landwirten die „Blümchenwiese“ anständig und Du bekommst eine.
Bei vielen Landwirten rennst Du offene Türen ein


* Blümchenwiese“ als Synonym für jede Art Schritt, einer nachhaltigeren Landwirtschaft
 

BAL

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Dann lassen wir das mit der Kitzrettung halt. Soll der Bauer die kleinen Knospenbeißer schreddern. Mehr tote Rehe - das ist doch, was die SZ will:
 
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Bezahl den Landwirten die „Blümchenwiese“ anständig und Du bekommst eine.
Wieso sollte man den Schaden den der Landwirt verursacht hat, jetzt wo er ihn beseitigt auch noch bezahlen?
Jahrzehntelang bekam er doch sowieso Geld für ungenutzte Brache, fürs nix-tun.

Man sollte vielleicht mal darangehen bspw die Trinkwasseraufbereitung denjenigen in Rechnung zu stellen, die zum Beispiel für überhöhte Nitratbelastungen verantwortlich sind.
Chemiefirmen mussten ja auch zahlen, wenn sie , so ganz nebenbei Gewässer verseucht haben.
 
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