tageschau.de: Kontrolle von Waffenbesitzern- "Ein Risiko für uns alle"

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Von David Meiländer und Philipp Reichert, SWR

Ziemlich einseitige Bericherstattung vom "ARD Politmagazin Report Mainz".
Es geht darum dass die Kontrolle der Aufbewahrung der Waffen aus Personalmangel kaum umsetzbar ist und je nach Bundesland zwischen viereinhalb und 360 Jahre dauern würden.

Man könnte den Eindruck bekommen jeder Legalwaffenbesitzer in Deutschland sei eine tickende Zeitbombe. Kein Wort dazu welche Hürden die Deutschen Waffenbesitzer nehmen müssen bevor sie überhaupt was haben, das sie in den Waffenschrank stellen können. Auch kein Wort darüber wie es in Deutschlands direkter Nachbarschaft sein kann, dass ohne solche Vorschriften und Gesetze nicht Sodom und Gomorrha herrscht (z. B. Schweiz).

Und mittendrin ein Link zum Artikel : "Verfassungsschutz-Analyse: Wo Rechtsextreme schiessen üben" vom 15.8.22

Sehr ärgerlich.

Gruss und WH



Edit: der Name von Herrn Reichert taucht hier bereits in einem Zusammenhang auf, der meiner Meinung nach nichts anderes als tendenziös ist: "Report Mainz sucht Betroffene von Jagdundfällen und Bedrohung durch Jäger (Initiative zur Abschaffung der Jagd)"

https://forum.wildundhund.de/thread...n-bedrohung-durch-jaeger.134573/#post-4676207
 
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Man merkt schon in welche Richtung der Autor da den Leser "hinstupsen" will aber er hat da eben auch einen Punkt.

Ich werde ebenso wenig gerne vorverurteilt, gegängelt und kontrolliert wie jeder andere aber wenn es schon eine Kontrollpflicht gibt, dann sollte der Staat diese auch umsetzen.

Ein Fall wie Winnenden hätte durch so eine Kontrolle vielleicht tatsächlich verhindert werden könne. Entweder weil dem Vater die Zuverlässigkeit entzogen worden wäre oder weil dieser die Waffe dann eben nicht einfach in den Nachttisch gelegt hätte.

Jede mit einer Waffe begangene Tat, gerade wenn es eine Legale ist, schlägt sich auf alle Waffenbesitzer nieder. Entsprechend bin ich schon dafür das "schwarze Schafe" hier durch Kontrollen abgeschreckt und/oder ausgesiebt werden.
Viele Taten mit Legalwaffen (Winnenden, Hanau, Kusel) sind auf Behördenversagen zurückzuführen, weil diese ihren Job nicht gemacht haben, ausbaden müssen es aber die LWB.

Tatsächlich kenne ich in meinem erweiterten Bekanntenkreis in NDS nur einen Jäger der mal tatsächlich von einer leibhaftigen Kontrolle berichten kann. Für alle anderen ist es wie mit dem Nessi - es soll sie geben aber gesehen hat sie noch keiner.
 
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Das zeigt doch nur, dass politische Entscheidungen getroffen wurden ohne deren Umsetzbarkeit zu prüfen. Wenn das Personal fehlt, dann fehlt es eben. Da der Politiker sich in der Öffentlichkeit aber als Macher zeigen möchte, ebenso wie der "Journalist" als Aufklärer, interessiert die Realität nicht.
 
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Auch kein Wort darüber wie es in Deutschlands direkter Nachbarschaft sein kann, dass ohne solche Vorschriften und Gesetze nicht Sodom und Gomorrha

herrscht (z. B. Schweiz).

Nicht nur dort, in Österreich darf ein jeder EU Bürger Kategorie „C“ Waffen (Kipplauf und Repitierer Langwaffen) frei ab 18 kaufen, wenn er seinen Erstwohnsitz in Österreich hat.

Man fragt sich, wie der normale unbewaffnete Bürger der überhaupt über die Straße gehen kann…

Es wird auf ein Defizit in der Durchsetzung hingewiesen, der Menschenverstand ob dies sinnvoll ist bleibt außen vor. Zudem ist man seit Seehofer auch gewollt blind, seid bei Straftaten nicht mehr zwischen legalen und illegalen Schusswaffen unterscheiden wird.
 
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Nicht nur dort, in Österreich darf ein jeder EU Bürger Kategorie „C“ Waffen (Kipplauf und Repitierer Langwaffen) frei ab 18 kaufen, wenn er seinen Erstwohnsitz in Österreich hat.

Man fragt sich, wie der normale unbewaffnete Bürger der überhaupt über die Straße gehen kann…
Das hat der Typ aus Heidelberg ja auch so gemacht, aber es wurde in den Medien jetzt nicht so laut betont, daß die Einfuhr nach Deutschland sie zu illegalen Waffen in D machte.
 
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Man merkt schon in welche Richtung der Autor da den Leser "hinstupsen" will aber er hat da eben auch einen Punkt.

Ich werde ebenso wenig gerne vorverurteilt, gegängelt und kontrolliert wie jeder andere aber wenn es schon eine Kontrollpflicht gibt, dann sollte der Staat diese auch umsetzen.

Ein Fall wie Winnenden hätte durch so eine Kontrolle vielleicht tatsächlich verhindert werden könne. Entweder weil dem Vater die Zuverlässigkeit entzogen worden wäre oder weil dieser die Waffe dann eben nicht einfach in den Nachttisch gelegt hätte.

Jede mit einer Waffe begangene Tat, gerade wenn es eine Legale ist, schlägt sich auf alle Waffenbesitzer nieder. Entsprechend bin ich schon dafür das "schwarze Schafe" hier durch Kontrollen abgeschreckt und/oder ausgesiebt werden.
Viele Taten mit Legalwaffen (Winnenden, Hanau, Kusel) sind auf Behördenversagen zurückzuführen, weil diese ihren Job nicht gemacht haben, ausbaden müssen es aber die LWB.

Tatsächlich kenne ich in meinem erweiterten Bekanntenkreis in NDS nur einen Jäger der mal tatsächlich von einer leibhaftigen Kontrolle berichten kann. Für alle anderen ist es wie mit dem Nessi - es soll sie geben aber gesehen hat sie noch keiner.
Dieser Post macht mich sprachlos!!
Das fette solltest Du nochmal recherchieren und evaluieren bevor Du solche Aussagen triffst!
Und damit bin ich hier raus. Wir Jäger brauchen in der Tat keine Gegner (mehr)....
 
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Na, dafür dass es 41,2 Jahre dauern würde, passiert aber komplett unerklärlich relativ wenig. Oder fast gar nichts… Außerdem, vermute ich beim Kopfrechnen, ist auch, dass auch diese Durchschnittszahl falsch ist.

Wenn seriös gearbeitet werden würde, würde er das Risiko durch legale Waffenbesitzer herausarbeiten. Und da reichen 30 Sekunden Internetrecherche….

Außerdem wäre es mal interessant, wenn sorgfältig gearbeitet werden würde, die Anzahl der wirklichen Beanstandungen bei Waffenbesitzer zu kennen. Ich vermute, der Anteil ist im kleinen einstelligen Prozent Bereich.

Das Ganze ist, ganz direkt, Gesinnungsjournalismus.
 
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Dieser Fall wurde tatsächlich erstaunlich "leise" abgehandelt.
Man hat wahrscheinlich festgestellt, daß er die Waffen völlig legal und regelkonform in Ö gekauft und dann illegalerweise ausgeführt hat.
Das sollte wohl der breiten Öffentlichkeit nicht so direkt aufs Brot geschmiert werden. Reicht ja "nur" ein vorübergehender (keine Ahnung, wie lange) Erstwohnsitz in Ö.
 
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Dieser Post macht mich sprachlos!!
Das fette solltest Du nochmal recherchieren und evaluieren bevor Du solche Aussagen triffst!
Und damit bin ich hier raus. Wir Jäger brauchen in der Tat keine Gegner (mehr)....
Ich bin kein Fan von schweigen und wegducken in der Hoffnung das es schon irgendwie besser wird wenn man nur unter dem Radar läuft.
Das wird es nämlich nicht, wie die Jahre gezeigt haben.

Ich brauche keine Kontrolle aber wenn der Staat diese vorschreibt, dann soll er sie auch umsetzen denn was ist das Resultat aus solch staatlichen Verfehlungen?

Die Behörden nehmen sich davon sicherlich nichts an, ausbaden müssen es immer die LWB durch die nächste Verschärfung.

Winnenden ist ein gutes Beispiel für fehlende Kontrolle und Hanau eines für etliche Behördenfehler. Konsequenzen hat es da für niemanden gegeben außer das nach der nächsten Gängelung gerufen wurde.

Der Artikel ist tendenziös, keine Frage aber er kann es nur sein, weil die Behörden tatsächlich wenig kontrollieren. So etwas ist für solche Journalisten einfach ein Geschenk welches sie gerne annehmen.
 
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Bei mir waren sie bisher einmal, direkt nach Ausstellung bzw. erstem Eintrag auf der WBK.
Ob es bei anderen in meiner Gemeinde öfter ist, weiß ich nicht.

Generell zielt der Artikel aber auf ein grundsätzliches Problem in DE ab. Man sollte nur Regeln aufstellen, die man durchsetzen kann. Das gilt für viele, viele Bereiche.

Viele Straftaten, die mit Legalwaffen verübt wurden, wären bei konsequenter Durchsetzung der bestehenden Gesetze verhindert worden oder zumindest sehr wahrscheinlich verhindert worden.

Dafür braucht man keinerlei neue, "schärfere" Gesetze. Man muss nur umsetzen, was eh schon da ist.

Wenn jetzt die Aufbewahrung kontrolliert werden soll, sie aber aktuell nur alle Jubeljahre kontrolliert wird, dann ist entweder das Gesetz Murks, oder die Umsetzung.

Edit:
Murks oder Schlamperei in der Umsetzung von "Gesetz A" lässt sich in der Regel nicht durch Einführung des zusätzlichen, schärferen "Gesetz B" heilen.
 
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Dafür braucht man keinerlei neue, "schärfere" Gesetze. Man muss nur umsetzen, was eh schon da ist.
Das verkauft sich in der Wählerschaft halt leider so schlecht.

"Risiko für alle" ist halt eh total witzlos. Flugzeuge sind ja auch ein Risiko für uns alle, die könnten uns ja auf den Kopf fallen. Oder die ganzen bösen Autos - oh mein Gott.

Ist ja total disqualifizierend, so ne reine Panikmache.
 
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Viele Straftaten, die mit Legalwaffen verübt wurden, wären bei konsequenter Durchsetzung der bestehenden Gesetze verhindert worden oder zumindest sehr wahrscheinlich verhindert worden.

Das ist eine Behauptung ins Blaue hinein, die allenfalls auf Affekttaten zutrifft. Wer eine Straftat lange plant, der hat auch genügend Zeit, sich eine der vielen Millionen illegalen Waffen zu beschaffen, die im Umlauf sind.

Womit wir beim Thema wären: wie lange dauert es eigentlich statistisch gesehen, bis eine illegale Waffe gefunden und eingezogen wird? Meine Meinung ist: so lange der Staat das Thema der illegalen Waffen nicht im Griff hat, sollte er seine sehr begrenzten Kräfte nicht verschwenden, um den Legalwaffenbesitzern auf den Pelz zu rücken. Vielmehr sollte er sich darauf konzentrieren, die illegalen Waffen aufzuspüren. Da hat die Gesellschaft am Ende mehr von.
 
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Das ist eine Behauptung ins Blaue hinein, die allenfalls auf Affekttaten zutrifft. Wer eine Straftat Länge plant, der hat auch genügend Zeit, sich eine der vielen Millionen illegalen Waffen zu beschaffen, die im Umlauf sind.
Das ist aber nicht die Frage, wer eine illegale Waffe will der bekommt auch eine und den tangieren alle Gesetzte zum LWB nicht die Bohne.

Worum es hier geht ist ein Vollzugsdefizit der sich durch das gesamte Waffenrecht zieht. Es werden immer mehr und schärfere Regularien gefordert welche von den Behörden gar nicht geleistet werden könnten.

Der Täter von Hanau hätte bei konsequenter Durchführung der geltenden Gesetzte keine legale Waffe mehr haben dürfen. Die Tatwaffe von Winnenden wurde vom Vater im Nachtschrank aufbewahrt.

Am Ende hat das aber alles für die Behörden selbst keinerlei Konsequenzen, ausgebadet haben es die LWB weil denen einfach leicht beizukommen ist.
Womit wir beim Thema wären: wie lange dauert es eigentlich statistisch gesehen, bis eine illegale Waffe gefunden und eingezogen wird? Meine Meinung ist: so lange der Staat das Thema der illegalen Waffen nicht im Griff hat, sollte er sich um die legalen Waffen keine Sorgen machen.

Es ist völlig egal was wir uns wünschen oder welcher Meinung wir sind, so wird es nicht kommen.

Mit der Gängelung von LWB kann man der Wählerschaft Aktionismus vorgaukeln, der wirkliche Sicherheitsgewinn interessiert nach ein paar Wochen niemanden mehr wenn die Sau durchs Dorf getrieben wurde.
 
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