tageschau.de: Kontrolle von Waffenbesitzern- "Ein Risiko für uns alle"

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Bezeichnend fand ich auch, dass ziemlich zu Anfang der Attentäter von Hanau als "Sportschütze" tituliert wurde, ohne auch nur in einem Satz zu erwähnen, dass er nur noch wegen eklatantem Behördenversagen überhaupt im Besitz von Waffen war.

Kein Satz dazu, dass schon das damalige Waffenrecht völlig ausgereicht hätte dem Täter alle Waffen zu entziehen, wenn die zuständigen Stellen ihren Job gemacht hätten.

Auch das der ganze Beitrag mit bedrohlicher, dunkler Musik hinterlegt war, lässt keinen Zweifel aufkommen welche Reaktion sich die Macher erhoffen.
 
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Bezeichnend fand ich auch, dass ziemlich zu Anfang der Attentäter von Hanau als "Sportschütze" tituliert wurde, ohne auch nur in einem Satz zu erwähnen, dass er nur noch wegen eklatantem Behördenversagen überhaupt im Besitz von Waffen war.
BERLIN taz | Als Tobias R., der Attentäter von Hanau, am 19. Februar 2020 neun Menschen und seine Mutter erschoss, nutzte er dafür eine Ceska- und eine Sig-Sauer-Pistole. Beide konnte er über eine offizielle Waffenbesitzkarte nutzen – obwohl der 43-Jährige zuvor psychisch auffällig wurde und mehrere Ermittlungsverfahren gegen ihn liefen. Im Mai 2021 hatte die Staatsanwaltschaft Hanau deshalb, nach einer Anzeige der Familie des Attentatsopfer Hamza Kurtovic, Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Waffenbehörde Main-Kinzig-Kreis aufgenommen – die nun eingestellt wurden.

Es habe sich „kein hinreichender Tatverdacht einer Straftat“ ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Denn die Waffenbehörde habe von den psychischen Auffälligkeiten von Tobias R. nie Kenntnis erlangt. Einzig wäre die Behörde verpflichtet gewesen, das Verfahren nach München abzugeben, wo R. zwischenzeitlich mehrere Jahre lebte. Auch dort wäre es aber aufgrund der Aktenlage nicht zu einem Widerruf seiner Waffenerlaubnis gekommen, so die Staatsanwaltschaft. Eine „quasiursächliche“ Mitverantwortung der Behörde für das Attentat bestehe daher nicht.
 
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Mich würde ernsthaft interessieren, wie unangemeldete Kontrollen plötzlich ins Schlafzimmer kommen resp. überhaupt stattfinden?! Gefahr im Verzug? Was da los bei Euch?
Die Kontrollen sollen unangekündigt sein. Da stehen sie nun mal, die Schränke. Soweit alles in Ordnung.
 
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Der Täter von Hanau hätte bei konsequenter Durchführung der geltenden Gesetzte keine legale Waffe mehr haben dürfen. Die Tatwaffe von Winnenden wurde vom Vater im Nachtschrank aufbewahrt.
Ganz genau so ist es und der Robert Steinhäuser (Amoklauf Erfurt) auch nicht. Zwei der schlimmsten Taten in DE waren nur durch eklatantes Versagen der Behörden - und zwar auf ganzer Linie - möglich.
Und die Konsequenz daraus? Weitere Verschärfungen für den legalen Waffenbesitz - das ist doch ein schlechter Witz. Was hat sich in den bräsigen Amtsstuben geändert um so etwas in Zukunft zu verhindern? Oh Sekunde, ich habe die Antwort: Nix!
 
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Tatsächlich ist sowohl die Argumentation als auch deren Einschätzung hoch umstritten. In der Summe hätte es genug Gründe gegeben die Waffenerlaubnis zu verweigern und die Waffen einzuziehen.

Es hat durchaus festgestellt Verstöße der Behörden wie die fehlende Weitermeldung an die Landeshauptstadt gegeben, diese seinen aber "nicht direkt Ursächlich" für die Morde gewesen.

Auch das man nicht tätig wurde, als der Täter nach monatelanger, mehrfacher Aufforderung die Auskunft über die Aufbewahrung verweigerte, hätte die Behörde hellhörig werden lassen müssen.
Genau wie diverse Verstöße gegen die Meldepflicht durch den Attentäter.

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Begründung auch durchaus diverse Verfehlungen der Behörde festgestellt aber sie konnten bei keinem einzelnen Beteiligten einen hinreichenden Tatverdacht einer Straftat feststellen.

Auch andere Behörden haben hier ihre Pflicht nicht getan, so wurde Tobias R. z.B. dabei erwischt wie er mit einer Schreckschusspistole durch Hanau fuhr und auf Menschen zielte. Das Verfahren wurde dann (aus unbekannten Gründen) eingestellt und nicht an die Waffenbehörde weitergeleitet.

Im Prinzip stützt die ganze Causa "Hanau" die Aussage, dass die Gesetzte ausreichen würden wenn die Behörden nur konsequent mit den passenden Mitteln ausgestattet agieren würden.
 
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Der Beitrag ist grundsätzlich sehr schwach geschrieben und die Absicht ist klar.
Legale Waffe sind in D kein Problem. Wir haben ein vergleichsweise strenges Waffengesetzt.

Wir (Vater + ich) wurden schon 2x kontrolliert in den vergangenen 10 Jahren. Dies übernimmt hier bei uns in Brandenburg die Streifenpolizei.
Hat keinem weh getan und es hat nichts gebracht. Die Waffen waren vorher ordentlich verwahrt und hinterher. Auch zu den Zeiten als es noch keine Kontrollen gaben.

Die Kontrollen sind stets unangekündigt gewesen.
Rechtlich halte ich es für problematisch, dass man die Polizei grundlos in sein Heim lassen muss. Jeder bekannte kriminelle kann die Herrschaften ohne durchsuchungsbefehl abtreten lassen.
Du brauchst nur sagen: "Ich habe gerade einen positiven Corona Selbststest gemacht, aber kommen Sie ruhig rein..."

Alternativ geht auch:"Ich hab gerade ein Bier getrunken... kommen sie gerne rein, aber erwarten Sie bitte nicht, dass jetzt noch den Schrank öffne - Kommen sie gern am... um... wieder"
 
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Du musst niemanden unangekündigt in Dein Heim lassen, man sollte die Kontrolle aber auch nicht grundlos allzu oft vertagen. Beim ersten unangekündigten Versuch käme bei mir aber niemand in die Bude.
Grundlos ist der Besuch der Behörde ja tatsächlich nicht. Wir müssen dulden und kriegen dafür eine Berechtigung.
Gibt dann gleich einen Vermerk, wenn du sie nicht rein lässt ;)
 
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Der Beitrag gestern war nicht gut.
Da brauchen wir nicht diskutieren.

Wenn als Gegenargument dann aber kommt, dass es auch Clankriminalität gibt, oder Waffenlieferungen an die Ukraine oder die Angst vor grauen Einheitsklamotten - dann frage ich mich persönlich schon, was das soll. Das hat nichts miteinander zu tun.
clankriminalität kam bei mir nicht als gegenargument sondern als höhnische realsatiere. berlin wedding ist weit, die sollen mal da bleiben und sich selbst bereichern. vom öffentlich rechtlichen, das sich mit meinen und deinen zwangsgebühren knapp über wasser hält, erwarte ich nichts anderes als solche beiträge wie hier besprochen. heute nicht, und morgen nicht und übermorgen auch nicht.
so sieht qualitätsjournalismus aus.
 
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Einig sind wir uns doch wohl darüber, dass aktuell mal wieder eine öffentlich-rechtliche Medienattacke gegen den legalen Waffenbesitz in Deutschland geritten wurde und wird.
Maßgebliche Sendeanstalt ist dabei der SWR mit seiner "Report-Mainz"-Redaktion.

Weiters besteht ganz offenbar ein weitreichender Konsens darüber, dass die dabei zum Einsatz kommenden journalistischen Mittel wahrhaftig kein Beispiel herausragender Fechtkunst sind.
Der Vortrag ist erkennbar einseitig, die dünne Haut der Argumentation spannt sich weit überdehnt über ein sich scharf abzeichnendes und stocksteifes ideologisches Gerüst und ein ernsthafter Versuch der Auseinandersetzung mit der angeblich beitragsthematischen öffentlichen Gefährdungslage findet nicht in einer einen Erkenntnisgewinn zulassenden Art und Weise statt.

Auch ohne jegliche Lobbybrille betrachtet ist das eindeutig qualitativ minderwertiger Gesinnungsjournalismus.
Die Art und Weise der Hetze ist derartig plump, dass ich die ernsthafte Hoffnung hege, dass dies auch jedem auch nur halbwegs unboshaften Medienprofi sofort ins Auge stechen muss.

Da ich nach wie vor an dieses Land, seine Institutionen und Menschen glaube (manchmal muss man zugegebenermaßen sagen: glauben will), bin ich der Auffassung und habe ich die starke Hoffnung, dass es hilfreich ist, sich bei den zuständigen Aufsichtsgremien zu beschweren. Die Begleitumstände sind günstig, mit einem Hinweis auf die mangelnde handwerkliche Qualität zu reüssieren.

Beschwerden sind beschwerlich, denn man muss sich damit befassen, den eigenen Unmut möglichst verständlich und für Dritte nachvollziehbar zu beschreiben. Wenn man sich diese Mühe aber macht - immer und immer wieder macht! - hat man Gelegenheit, die eigene Position argumentativ zu unterstützen. Und das mit absolut einwandfreien Mitteln des demokratischen Diskurses.

Man muss es nur tun, immer und immer wieder.
Wer von Euch hat eine/n
-Rezension
-Kommentar
-Beschwerde
geschrieben?

M.
 
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zum beschweren sind die Menschen zu faul . Nehmen dann mal alles so hin , ist ja gemütlicher
 
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Leider vermute ich das ebenfalls.
Deswegen schreibe ich das hier ja.
Um diejenigen, die hier unter mutmaßlich Gleichgesinnten ihre Ergüsse verbreiten, aufzufordern, dies gerne auch in Zukunft zu tun.....aber möglichst erst NACHDEM sie sie auch unter den Nichtgleichgesinnten standhaft vertreten haben, was für die Proliferation unserer Sache vieeeeel bedeutsamer ist, als Ersteres.

Deswegen: Es gibt nix Gutes, außer man tut es!

M.
 
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Ganz niederschwellig über die Mailadresse möglich: report@ swr.de. Je nach Anspruch zwei bis 20 Minuten gut investierte Zeit.
 
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Hier Mal ne Stellungnahme vom DSB
 

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