Taubenplage und Verwaltungslösungen...

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#2
Fallenjagd geht gut mit der Rundfalle. Aber auf einen noch normal denkenden Zeitgenossen kommen ja inzwischen zwei im Zustand der galoppierenden Ver****ung, wenn die Fallen jemand außer den Anwohnern sieht.

Es gibt Kommunen, die auch eine Schießerlaubnis erteilen für den Stadtrandbereich wo es aus Sicherheitsgründen möglich ist, z. B. Industriegebiete. Ein Hausmeister litt stark unter der Taubenplage, sein Balkon war nicht mehr nutzbar. Alles war abgedeckt. Der Frühstücksteller auf dem Balkon musste immer von einer Person bewacht werden. Schnell noch das Salz für die Eier holen hatte immer verheerende Folgen.

Eine von mir beschossene Taube flog im Schrägflug nach unten genau durch das Schlafzimmerfenster, prallte gegen die Wand und ein Schweißstreifen zeigte die Absturzstelle hinter dem Bett. Das war der Frau des Haues doch etwas zu viel.
Der Hausmeister entgegnete: "Was hast denn nur, die Wand kann man wieder weißen, Hauptsache eine ist weniger!" :biggrin:

Schüsse nur auf fliegende Tauben steil nach oben, nicht auf Gebäude, so die Vorgabe. 2,4 mm. Die Quote macht's dann...Nicht sehr romantisch, muss aber sein. Die wohl anspruchsvollste Flinten"jagd" die ich kenne. Nach einer Aktion ist dort für Wochen Ruhe. Am Ende sagt man, da sind ja noch zu viele übrig geblieben. Aber am nächsten Tag sind die Tauben weg.

Früher stieg man auf den Stuhl und drehte die defekte Glühlampe raus. Heute braucht man einen Arbeitskreis der dann über die Auswahl des Tischmodells entscheidet, auf dem der Monteur (Abi oder besser Studium in der Tasche) steht. Dann hält er die Lampe fest, während 4 Leute den Tisch anheben und drehen. Wobei beim ersten Versuch die Drehrichtung noch nicht so richtig passt.

In Ungarn, Serbien, etc. wird die Jagd auf verwildernde Haustauben sogar vermarktet. Vom Schuss her wesentlich schwieriger als auf Ringeltauben. Durch das härtere Gefieder scheinen sie auch schusshärter als Ringel- und Türkentauben zu sein. Schwarmtauben machen nach dem ersten Schuss eine unvorhersehbare Wendung, nix für die Vollernter- und Vielschießer. Der erste Schuss muss treffen.
 
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#3
Es gib genügend Gemeinden, die inzwischen Taubenschläge betreiben, wo sich die Tauben sammeln, gefüttert werden und die Eier gegen Gipseier ausgetauscht werden.
Absoluter Schwachsinn:

Man sollte endlich dazu übergehen, den einfliegenden Tauben, außer ein paar mit einem Fußring markierten Locktauben, die in den Schlägen heimisch sind,
per Einflugschleuse nach dem Einfliegen in den Schlag zu verhaften und zu töten.


Download.jpg

Aber das wäre ja wohl zu einfach. Dann hätten die Ruckerbeauftragten der Städte ja bald kaum noch arbeit. Also lieber die Variante Eier austauschen.

Die Variante eines Einzelabschusses im Stadtbereich halte ich für nicht effektiv und ungeeignet.
Dann eher das Reduzieren der Tauben per geeigneter Fallen.


wmh

Jäger:cool:
 
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#4
Den Taubenschlag als Falle zu nutzen ist doch die Top Idee überhaupt! Die Tauben könnte man dann an Zoos, Falkner usw. kostenlos abgeben und hat auch noch was gutes getan 👍
 
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#6
Kennt jemand den Einfluss der städtischen Wanderfalken auf die Stadttauben ? In Köln brütet bspw. reglmäßig ein Paar mitten in der Stadt auf dem Dom. Und ein paar weitere Paare soll es im Großraum Köln geben, bspw. an Industrieanlagen angesiedelt.
Und in den größeren Stadtparks soll auch der Habicht vorkommen.
 
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#8
Kennt jemand den Einfluss der städtischen Wanderfalken auf die Stadttauben ? In Köln brütet bspw. reglmäßig ein Paar mitten in der Stadt auf dem Dom. Und ein paar weitere Paare soll es im Großraum Köln geben, bspw. an Industrieanlagen angesiedelt.
Und in den größeren Stadtparks soll auch der Habicht vorkommen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Einfluss von Habicht und Wanderfalke auch nur ansatzweise einen Einfluss auf die Population hat. Die schwimmen einfach gut mit bei dem Bestand. Das ist so hirnlos wie Förster mit der Fuchsschonung die Mäuse bekämpfen wollen. Konsequent wäre es, dann auch mit Nistkästen den Borkenkäfer zu bekämpfen.
 
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#10
Ich schoss mal eine Taube, die fiel auf einen Lastkahn. Beim Schuss stand die ganze holländische Familie im Schlafanzug an Deck. Ich wollte mit einem Stock die Taube vom Verdeck angeln, es fehlten Zentimeter. Der Holländer ging mit bösen Blick auf dem Kahn auf mich zu, nahm wortlos die Taube und begann sie zu rupfen.
 
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