Thüringen: Durchbruch für Tierschützer – Wolf darf nicht mehr getötet werden

Anzeige
Mitglied seit
10 Jul 2011
Beiträge
8.112
Gefällt mir
6.591
Artgerecht wäre auch, daß sie bei Angriff davonlaufen könnten. Das Faß zapfen wir jetzt besser nicht weiter an, bringt nix.

Es bleibteinfach übrig, daß der Natur-und Artenschutz immer sehr hochfliegende Pläne hat, und wenn es dann in die Niederungen der Umsetzung geht, läßt man die Betroffenen allein und/oder offenbart herzlich wenig Ahnung von den praktischen Belangen einer Tierhaltung. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das enden würde, wenn die NABUNDen anfangen würden, selber Schafsbeweidungsprojekte im grosen Stil in die Hand zu nehmen.
 
Mitglied seit
23 Mai 2013
Beiträge
2.198
Gefällt mir
2.620
hier ja OT, cholchicus, ich hatte eine steinalte gehörnte, die für ihr jährliches Lamm nur noch
einen Fingerhut Milch hatte, bei mir zu Hause die ersten Wochen nach dem Lammen im Keller
untergebracht und zugefüttert. Der Knuddelfaktor ist bei so einem Winzlamm natürlich groß. Gäste haben manchmal versucht sich auf den Horden mit den Händen abzustützen, lach,
immer nur einmal!!
 
Mitglied seit
24 Nov 2010
Beiträge
3.671
Gefällt mir
2.324
Um meine frühere Schafhaltung (Skudden, bedrohte Rasse, 1 Bock, 4 Schafe plus Lämmer, Jährlinge) wolfsicher zu machen wären im Außenbereich Investitionen von mind. 10.000 Euro notwenig gewesen. Das Gelände war mit einem 1,5 m hohem Maschendrahtzaun eingefriedet, dann kam eine Hecke ca. 4 m breit und dahinter ein 1-Meter-Zaun aus Querbrettern. Für Hunde völlig ausreichend. Ein Schutz mit Elektrozaun (keine Anbindung ans Stromnetz) scheidet im Winter aus, weil Schneeverwehungen dort die Regel waren.

Hier eine andere Weide eines Bekannten: Trockener Buckel, Hutewald
Auch hier kein Stromnetz, im Winter Schnee
Anhang anzeigen 107525
Alle diese Kleinode gehen den Bach runter. Als ich die Fläche damals beweidete, war die Vogelvielfalt dort höher als heute. Der kurze Rasen ist ein ständig gutes Jagdrevier für Insektenfresser. Der Kot trägt ebenfalls dazu bei. Mit keiner "Pflege" kann man solche Habitate erhalten.
(y)
Aber das interessiert die idiologischen Fanatiker nicht. :sick:
 
Mitglied seit
11 Apr 2006
Beiträge
4.552
Gefällt mir
3.195
Ab dem Beitrag 112 eigentlich nur rumgeeiere, in der versucht wird, die Anwesenheit des Wolfes schmackhaft zu machen und seine Übergriffe auf das Weidevieh zu relativieren und zu entschuldigen.
Leider zu Lasten der großen und kleinen Schäfer und Schäfereien, die sich nun offensichtlich dafür entschuldigen müssen, weshalb sie überhaupt Schafe halten.

Meine Meinung dazu- wir brauchen den Wolf nicht flächendeckend in Deutschland. Dieser gehört- bis auf ausgewiesene Lebensräume wie z.b. diverse Truppenübungsplätze in Ostdeutschland, wo er keinen Schaden anrichten kann- oder jedenfalls in kleinerem Ausmaß- ganz einfach mit bejagt, wenn er gegenüber Haustieren übergriffig wird. Seine unkontrollierte Ausbreitung- die eigentlich nur noch von Ideologen befürwortet wird- gehört unterbunden.

Wenn ein Wolf Nutzvieh reisst, evtl gelernt hat Schutzeinrichtungen zu überwinden, gehört er erlegt.
 
Mitglied seit
25 Mrz 2011
Beiträge
669
Gefällt mir
1.826
Das existierende Modell des Rotwildmanagements kann sofort und mit ganz wenigen Anpassungen auf den Wolf übertragen werden. Es gäbe ausgewiesene Wolfsgebiete mit einer Zielbestandsdichte und jährlichen Abschußquoten. Außerhalb der Wolfsgebiete würde während einer an der Aufzucht orientierten Jagdzeit jeder Wolf erlegt. Das wäre der einzig sinnvolle Ansatz.
 
Mitglied seit
10 Jul 2011
Beiträge
8.112
Gefällt mir
6.591
Das Problem beim Wolf ist, daß die Population mehr noch als Rotwild auf genetischen Austausch angewiesen ist. Das geht nur über Wanderung zwischen Gebieten, und das ist der Hauptgrund, warum Wolfsfreunde ein Problem mit der Ausweisung wolfsfreier Zonen haben. Man wird sich mit Schußzeiten, an denen sicher kein Weg vorbei geht, genau wie an der Ausweisung von wolfsfreien Zonen, etwas an biologischen Gesetzmäßigkeiten orientiertes ausdenken müssen.

Ich hätte von einem vorausschauenden Management eigentlich erwartet, daß ein nicht unerheblicher Teil der ja nur zu gut bekannten Würfe mit Langzeit-GPS-Sendern ausgerüstet wird, um statistisch verwertbare Aussagen zum Wanderverhalten zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
24 Mai 2019
Beiträge
2.623
Gefällt mir
7.325
Ich hätte von einem vorausschauenden Management eigentlich erwartet, daß ein nicht unerheblicher Teil der ja nur zu gut bekannten Würfe mit Langzeit-GPS-Sendern ausgerüstet wird, um statistisch verwertbare Aussagen zum Wanderverhalten zu bekommen.
(y)
 
Mitglied seit
24 Mai 2019
Beiträge
2.623
Gefällt mir
7.325
Für die Kohle, welche die "Schadwolf-Jagdspezialisten" gekostet haben, hätte man schon mal wieder ein paar Graue mit Sendern bestücken können....
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
9.308
Gefällt mir
15.273
Ich denke, was den Genaustausch angeht, brauchen wir uns beim Wolf keine Gedanken machen. Sein Wanderverhalten ist viel ausgeprägter als beim Rotwild. Da geht schnell mal einer bis nach Minsk.

Wenn das so eine kleine Inselpopulation in den Isarauen sitzt, wie soll das was rauskommen und Verbindung zu einem anderen Rotwildgebiet herstellen?

Zumindest die bayerischen Wölfe sind ja teilweise auch von weit her zugewandert. Sorry bei denen glaube ich nicht so sehr an die Verschwörungstheorien. Für Niedersachsen mit ihren Schwarzmaulwölfen sehe ich das kritisch. Anders als beim Luchs wo illegale Auswilderungen in Bayern nachgewiesen wurden aber immer totgeschwiegen werden.
 
Mitglied seit
10 Jul 2011
Beiträge
8.112
Gefällt mir
6.591
Bei Rotwild hat ja auch keiner Hemmungen, da es offiziell erlegt werden darf. Die würden schon auch weiter wandern, wenn man sie ließe.
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben