tip /trinkgeld auf auslandsjagd

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anonym

Guest
#1
weis mal auf mein thema im bereich aktuelles heft hin

artikel "tipps für den tip" aus jww und deren leserbriefe das dürfte wohl die auslandsjäger alle interessieren.
und möchte mal hier eine umfrage starten wie ihr es so haltet um vieleicht mal eine übersicht für alle zu erhalten was den so angemessen ist, solange man von angemessen reden kann.

ich bin der meinung das von den einnahmen der jagd eigentlich alles ordentlich bezahlt werden sollen könnte ,ohne das irgendeiner (koch,camppersonal,jagdführer etc.) auf das trinkgeld angewiesen sein sollte um seinen lebensunterhalt zu bestreiten.

und trinkgeld ist dann eben der bonus.ich orientire mich immer an den ortsüblichen löhnen und vertraue dann meinen bauchgefühl.

ich selbst arbeite in der gastronomie und keiner meiner angestellten ist vom trinkgeld abhängig um seinen lebensunterhalt zu bestreiten


frage an greg :kennst du frank lester aus williams lake ,bc ?


gruß mike
 
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#3
Ich habe mal in einer Zeitschrift für Auslandsjagd (weiß nicht mehr welche) einen Artikel über Trinkgelder gelesen.
Zugegebenermaßen waren es Jagden auf Großwild, aber die Empfehlungen trieben mir die Tränen in die Augen.
Von den empfohlenen Trinkgeldbeträgen könnte man glatt eine komplette Jagd auf Rothirsch in Masuren finanzieren.
 
A

anonym

Guest
#4
Schreib` doch mal, von wem der Artikel war und was angegeben wurde. Es gab ja schon mehrere Veröffentlichungen diesbezüglich - viele kritische Leserbriefe und noch mehr Gelächter unter denen, die regelmäßig verreisen. Darum sollten wir von konkreten Zahlen des Berichts als Diskussionsgrundlage ausgehen.
 
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#5
...dieser Artikel war in der JagenWeltweit-Zeitschrift und entspricht "leider" der Realität.
Konnte selbst mit zwei Kollegen vor 2 Jahren sehr erfolgreich auf Steinbock in Kirgisien jagen (115cm, 122cm und 140cm!), die Jäger und das betreuende Team war wirklich sehr bemüht, wir rechneten beim Trinkgeld mit österr. Zuständen und gaben € 100,-- an unsere jeweiligen 2 Pirschführer - also € 200,--/Steinbock. (Das wurde auch so von unseren Jagdvermittler vorweg beschrieben). Die Folge war regelrechter Undank und endete damit, daß uns die Dolmetscherin sicher 10x erinnerte, ob wir dem betreuenden Team (Koch, Köchin, Einheizer....usw. insgesamt 12 Leute) auch schon bezahlt hätten. Außerdem meinte sie, bei dem guten Steinbock -140cm, wären € 500,-- pro Pirschführer angebracht!!
"Nachschlag" gab es aber trotzdem keinen. Da könnte man ja schon einen 2. Steinbock schießen.
Wir vermuten, aufgrund der ebenfalls dort stattfindeten Argali-Jagd, sind die Jäger andere Trinkgelder gewohnt (Abschuß kostet ca. 18000,--, Trinkgelder bis/über 1000,-- sind keine Seltenheit).
Trotz all dieser Trinkgeldstreiterei war es eine wirklich einmalige Jagd, würde sie jederzeit wiederholen.
 
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anonym

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#6
@ bora gerade diese zahlen möchte ich als diskusionsgrundlage vermeiden ,ich bin eher dafür das hier in diesen tröt jeder so seine erfahrungen kund tut.


@ bergjäger

nun 100€ sind z.b. schon mal 1,5 durchschnittliche kirgiesen monatslöhne das sollte meiner meinung nach ausreichend seien, wobei völlig egal sein sollte wie groß die trophähe zum schluß ist ,manch einer hat halt glück ist nach 1 tag fertig und z.b. 140cm steinbock und dann gibts welche die 6 tage unterwegs sind sich das team mehr als ins zeug legt nichts unversucht läst und, und dann ists nur ein 90cm steinbock.

ich glaub nicht das es bei uns einen berufsjger gibt der nach erfolgreicher pirsch trinkgelder von 100€ erwartet.

wie schon im anderen thema erwähnt sollten vieleicht manche veranstallter ihre kalkulationen überdenken und ihre mitarbeiter von vornherein ordentlich bezahlen,denn dann ist das tip auch wieder ein tip ,sprich bonus für service oder gute leistung.

aber mach dir keine gedanken wir haben auch 100€ gegeben + das mitgebrachte billige(30€) notglas weil ich mein swaro auf garkeinen fall dem jagdführer für die jagd borgen wollte + paar schachtel zigaretten.
für den rest des teams gabs 100€ von allen zusammen am letzten abend so das es alle mitbekommen haben ,das sich das nicht nur einer unter den nagel reißt.
 
A

anonym

Guest
#8
Wir hatten das Thema nach dem Bericht einer ehemaligen (?) Jagdreisevermittlerin aus Deutschland. Am Tisch saßen ganz unterschiedliche Leute: Spitzenverdiener, ganz normale Angestellte / Arbeiter, self-made Millionär, Leute die ab und an verreisen und welche, die mehrfach im Jahr verreisen und auch teure Jagden machen. Eines war schnell klar: Die empfohlenen Tipps des Berichts waren totaler Quatsch, ganz besonders gemessen an der Einkommenssituation vor Ort. Interessant war, dass der, der am meisten verreist, am wenigsten Trinkgeld bezahlt – und das auch nur an die örtlichen Verhältnisse angepasst. Daran habe auch ich mich immer gehalten. Lassen wir mal Big Five weg, auf einer Jagd, bei der der BJ auch Inhaber der Ranch ist, bekommt dieser nichts, da es sein business ist. Die angestellten JF, skinner etc bekommen einen Betrag, der in etwa ein halber Wochenlohn ist. Und hier zahlen wir auch nur an die, die tatsächlich an der Jagd beteiligt waren und nicht an den Jo, der während der Abwesenheit evtl. den Hof gekehrt hat. Die Angestellten bekommen ja zusätzlich noch ihren Lohn und leben nicht vom Tipp.

Ich persönlich gebe meist 100€ dem Farminhaber / BJ wenn es eine sehr gute Jagd war, ansonsten ihm / ihnen nichts und den Jungs je 20,--€. Man bezahlt die Jagdkosten, und das Trinkgeld ist eine nette Geste – keinesfalls aber die Übernahme der Angestellten-Lohnzahlung oder die Zahlung eines Zusatzgehalts. Aufgrund eigener erster Auslandsjagd-Erfahrung gebe ich Tipp für die Mannschaft nie mehr dem Berufsjäger. Ich gebe ganz am Ende der Jagd jedem persönlich und das war`s. Die Vorschläge vor Ort sind oft völlig überzogen und interessieren mich persönlich ebenso wenig, wie die eines Dolmetschers. Es ist und bleibt mein Geld und damit mache ich was ich will und wie es zur Situation vor Ort und zu mir passt. Man sollte auch mal bedenken, was es in einem Entwicklungsland bewirkt, wenn man mehrere Monatslöhne als Trinkgeld gibt … Wenn ich irgendwo über Trinkgeld die Jagdqualität und Trophäenstärke kaufen muß, dann fahre ich woanders hin.
 
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#10
Bergjäger72 hat gesagt.:
...
Wir vermuten, aufgrund der ebenfalls dort stattfindeten Argali-Jagd, sind die Jäger andere Trinkgelder gewohnt (Abschuß kostet ca. 18000,--, Trinkgelder bis/über 1000,-- sind keine Seltenheit).
Trotz all dieser Trinkgeldstreiterei war es eine wirklich einmalige Jagd, würde sie jederzeit wiederholen.
Ein sehr interessantes Thema.

18000EURO sind viel zu viel.
suchen Sie was günstigeres
und geben Sie lieber angemesessens Trinkgeld.

Wenn Sie Argalie bekommen, dann
Für einen Jagdführer geben Sie 300-500USD
Für den Staff: 50USD-100USD p. Person.
Die US-hunter geben loker 10% für tipps.
Deswegen, wenn in einem Jagdcamp die Jäger aus USA und Europa kommen, dann versteht der Jagdführer nicht warum er nur 50EURO bekommet von einem Jäger aus Europa, da er vor einer Woche 500USD von einem US-Jäger bekommen hatte.
 
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#11
In dem "Artikel" ging es um die Höhe des Tip und darum, dass besonders die deutschsprachigen Jäger sich hier etwas "anstellen" würden.
Es wurde ein Tip Satz von 10 % der Reise genannt, welcher als fester Faktor bei der Planung einer Jagdreise eingerechnet werden sollte. Dies wäre ein internationaler Standard und für die Staff eine wichtige Einnahmequelle....
soweit aus meinem Gedächnis, habe die Ausgabe nicht vorliegen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der größte Tip-Schock für mich eine Jagd in Österreich war.Der Spielhahn war schon relativ teuer, aber es war eine tolle Jagd. Aber dann kammen der Raubwildjäger, Aufsichtsjäger und noch ein Jagdhelfer an und wollten reichlich Tip haben....
Dies habe ich bei meinen späteren Jagden in Österreich auch immer wieder erlebt, dass jeder etwas haben wollte....

Ansonsten gebe ich gerne ein Trinkgeld, dies ist dann aber eine Annerkennung eines guten mir gegenüber geleisteten Service. Nie würde ich solche Summen wie in dem Artilkel genannt worden sind geben. Die bezahlung erfolgt über den Veranstalter / PH/Farm usw.

noch zwei Beispiele aus meinem Umfeld :
Ein Bekannter hat in Simbabwe mit einem Kumpel eine Büffeljagd gemacht. Jeder erlegte 2 Büffel und am Ende der erfolgreichen Jagd, wollten die beiden sich bei der einheimischen Staff mit einem Tip bedanken. Zusammen haben die beiden 1.800 U$D an das Team gegeben. Fazit - die Einheimischen waren so beleidigt, dass unsere beiden Büffeljäger das Gepäck und die Trophäen alleine am Airstrip in das Flugzeug laden mussten ......

andere Jagd. zwei Mann in Kirgisien auf Marco Polo. nach einer sehr schönen und erfolgreichen Jagd geben beide je € 500 an das gesamte Camppersonal und jagdpersonal.
Fazit- alle vom Personal waren sehr glücklich und zufrieden.

die zwei Beispiele zeigen wie unterschiedlich das mit dem Tip gehandhabt wird. leider hat eine gewisse "amerikanisierung" beim Tip stattgefunden. Es ist leider so, dass reiche Amis und Russen mit den Dollars nur so um sich werfen und das Jagdpersonal in der ganzen Welt dies nun als Standard ansieht....
 
A

anonym

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#12
kamjibek hat gesagt.:
weis mal auf mein thema im bereich aktuelles heft hin

artikel "tipps für den tip" aus jww und deren leserbriefe das dürfte wohl die auslandsjäger alle interessieren.
und möchte mal hier eine umfrage starten wie ihr es so haltet um vieleicht mal eine übersicht für alle zu erhalten was den so angemessen ist, solange man von angemessen reden kann.

ich bin der meinung das von den einnahmen der jagd eigentlich alles ordentlich bezahlt werden sollen könnte ,ohne das irgendeiner (koch,camppersonal,jagdführer etc.) auf das trinkgeld angewiesen sein sollte um seinen lebensunterhalt zu bestreiten.

und trinkgeld ist dann eben der bonus.ich orientire mich immer an den ortsüblichen löhnen und vertraue dann meinen bauchgefühl.

ich selbst arbeite in der gastronomie und keiner meiner angestellten ist vom trinkgeld abhängig um seinen lebensunterhalt zu bestreiten


frage an greg :kennst du frank lester aus williams lake ,bc ?


gruß mike
Hallo Mike,

das Problem ist, daß das Jagdgeschäft hat nichts mit Gastronomie zu tun.
Wenn ich ein Restaurant habe, dann gehe davon aus dass die Gäste tagtäglich kommen.
Das Jagdgeschäft in Kyrgyzstan ist ganz anderes als Restaurant.
Die Jagdseason ist sehr kurz und die einige Jagdreviere haben pro Jahr so wenig Gäste, dass es lohnt sich nicht die Leute für ganzes Jahr einzustellen. Wenn ich weiß es hat nur 2 Gäste, die nur eine Woche Jagd gebucht haben, warum soll ich dann ganzes Jahr eine Mannschaft einstellen?

Normalerweise vor der Jagdseason wird eine Manschafft rekrutiert oder wenn sehr wenig Gäste sogar Familenmitglieder des Jagdrevierbesitzers sind dort im Jagdcamp tätig.
Wenn z.B der Jagdführer hat leztes Jahr mit US boys gejagt und hatte viel Erfolg und viel Trinkgeld kassiert, so hofft er auch immer gleiches Geld zu bekommen. Wenn plötzlich Jagdführer für die Jagdführung 50EURO bekommt, dann ist er natürlich nicht zufrieden, da er auf mehr gehofft hatte für kapitale Trophäe. Natürlich die nächste Jagd wird er den anderen Jagdrevierbesitzer suchen wo die Jagdführer mehr verdient haben.
Wir haben auch keine Interesse, dass die Jagdführer sehr viel Geld von einigen US boys bekommen,
sonst gewönen sich dort die Leute und warten immer auf Großes Geld.
Aber wenn die leute sehr wengig geben für kapitale Böcke oder Argalies, dann ist auch nicht gut, da können wir gute Jagdführer verlieren. Wir raten bei der Steinbockjagd 200USD für den Jagdfürer,
50-100USD für Hilfspersonal.
Bei ArgalieJagd - 300-500USD für den Jagdführer.
 
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#13
Waldrapp hat gesagt.:
leider hat eine gewisse "amerikanisierung" beim Tip stattgefunden. ...
oder Weinachtsgeldernisierung
mindestens dreimalige Zahlung des Weihnachtsgeldes ohne Vorbehalt -danach Anspruch auf Zahlug.
So betrachtet der Jagdführer die Situation mit Tipps.
Wenn er hat immer 500USD bekommen, dann 50EURO ist eine Beleidigung für ihn/dür ihnen bei einer Jagd mit guten, erlegten Trophäen.
 
A

anonym

Guest
#14
Ich denke ordentlich den dicken Max machen, ordentlich mit Geld rumwerfen, dass hilft allen.

Wenn ich eine Jagd buche, möchte ich wissen, was es kostet und nicht versteckte Aufschläge einpreisen müssen.

Bin ich besonders zufrieden, gebe ich was mir gefällt, und geht mir was quer, gebe ich genauso auch nichts. Ich bin doch keine Melkkuh.
 
A

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Guest
#15
Waldrapp hat gesagt.:
In dem "Artikel" ging es um die Höhe des Tip und darum, dass besonders die deutschsprachigen Jäger sich hier etwas "anstellen" würden.
Es wurde ein Tip Satz von 10 % der Reise genannt, welcher als fester Faktor bei der Planung einer Jagdreise eingerechnet werden sollte. Dies wäre ein internationaler Standard und für die Staff eine wichtige Einnahmequelle....
soweit aus meinem Gedächnis, habe die Ausgabe nicht vorliegen.

..

ja und wo fängt der reisepreis an
incl flugkosten ,vermittlung, evtl hotelkosten,lizensen, trophähengebüren u.s.w. ,wenn man das alles abzieht und dann 10% ansetzt siehts oft ganz anders aus.
z.b.bleibt da bei einen sib.steinbock ca. noch 1500€ macht 10% 150,-€
oder namibia tagesrate 250,-€ macht 25,-€ pro tag bei z.b. 6 jagdtagen 150,-€
das sind ja verträglich ansätze
 
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