Tipps für die Waldjagd gesucht?

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Mein Nachbarjäger hat auch keine Ahnung , wo die präzisen Einstände sind und läuft nur ständig seine Waldwege mit WBK und Pirschstock Wege auf und ab.... hatr dabei aber Glück, dass bei ihm die Böcke rumlaufen am Weg...bei mir nicht.
Das wird der Herr Nachbarjäger nicht mehr lange erfolgreich machen, garantiert. Es gibt keine wirkungsvollere Methode, seinen Bezirk wildrein zu kriegen.
 
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@gersi Ich habe eben Deine Ausführungen gelesen und leider decken sich Deine Erwartungen mit denen die ich kennenlernen durfte und die meinten nun hätten sie ja den Jagdschein gemacht und jeder Tag ist Beutetag, kommt liebe Rehlein...
Du mußt Dir Deinen Pirschbezirk erarbeiten. Wo sind Wechsel? Stehen die Sitze richtig. Abfährten nach Regen, Plätzstellen, Fegestellen, Verbiß! Da gibt es soviel um zu schauen ob Wild und wo Wild ist!
Vielleicht solltest Du irgendwo anheuern wo Du in die "Lehre" gehen kannst. Ich habe in einen ganzen Forstbezirk fünf mit an Jagdjahren jungen Jägern. Die lasse ich einfach machen! Letztes Jahr haben wir Hochsitze aufgestellt. Bei fünfen habe ich mir gedacht das wird nix, aber gut, die Erfahrungen mussten sie selber machen. Dieses Jahr haben wir 6, davon diese fünf, umgestellt.
Übrigens habe ich so einen wie deinen Nachbarn gerade rausgeschmissen. Der konnte es auch nicht und hat alles zusammengelaufen und bevor der mir die Büsche leer macht geht er!

Vielleicht solltest Du mal an Deinen eigenen Erwartungen arbeiten. Willst du jagen lerne, dann mußt du lerne wie Wild sich bewegt, wann Bewegung zu erwarten ist und wann man bei der Frau zu Hause bleibt. Das sind die grundsätzlichen Dinge die ALLE "alten" Jäger gelernt haben. Ich habe auch erst seit 32 Jahren die Pappe und lerne immer noch.
Interessant ist das Dir scheinbar in erster Linie um Trophäen geht, denn wie du schreibst habe Böcke im Oktober schon alle abgeschmissen. Dem ist nicht so, aber egal!
Fahre ruhig in das brandenburgische Revier, schieße Deine 500gr Böcke und freue Dich! Das jagen lernst du so nicht!
 
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500g Böcke gibt es da auch nur extremst selten und dann kosten die ab 3.000,-- € plus.
Da kann man 10 Jahre hinfahren und Kilometer schrubben. In Brandenburg ist der bislang stärkste Rehbock 580 g in der deutschen Geschichte erlegt worden. Der Recke wurde im Landkreis Märkisch-Oderland 2019 gestreckt. Der kommt also auch nicht mehr. Quelle: W&H
Haben Deine BGSler denn wenigstens Erfolg? Hochsitz schießt nicht von allein.
 
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Bei.zwei Jagdwochenenden lernt man nicht genug, um schnell und sicher anzusprechen.... Das geht in die Bux!
 
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Die effizienteste Art für JJ, Erfahrung zu sammeln, ist in einer Pirschgruppe mit intensivem Erfahrungsaustausch. Auf jeden Fall unter Beteiligung erfahrener Jäger. Das vervielfacht die Erlebnismöglichkeiten, spornt an und macht außerdem Spaß. Wer ahnungslos in einem Pirschbezirk alleine vor sich hinwerkelt, braucht Jahre, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Ausdauer haben die wenigsten.
 
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500g Böcke gibt es da auch nur extremst selten und dann kosten die ab 3.000,-- € plus.
Da kann man 10 Jahre hinfahren und Kilometer schrubben.
Haben Deine BGSler denn wenigstens Erfolg? Hochsitz schießt nicht von allein.
Jo! Mittlerweile klappt das besser. Sie lernen und üben zwar noch, aber es wird... Immerhin hat jeder schon mindestens einen Bock. Wobei das eher alles Fleischjäger sind!

Auf den Nordseeinseln gibt es 500gr Böcke.
 
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Die effizienteste Art für JJ, Erfahrung zu sammeln, ist in einer Pirschgruppe mit intensivem Erfahrungsaustausch. Auf jeden Fall unter Beteiligung erfahrener Jäger. Das vervielfacht die Erlebnismöglichkeiten, spornt an und macht außerdem Spaß. Wer ahnungslos in einem Pirschbezirk alleine vor sich hinwerkelt, braucht Jahre, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Ausdauer haben die wenigsten.
Genauso ist es! Das ist eine nette Truppe, die sich verstehen und wir anderen alten Hasen reagieren wenn die Fragen kommen...
 
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Auf den Nordseeinseln gibt es 500gr Böcke.
In Brandenburg ist der bislang stärkste Rehbock 580 g in der deutschen Geschichte erlegt worden. Der Recke wurde im Landkreis Märkisch-Oderland 2019 gestreckt. Der kommt zwar auch nicht mehr, aber es gab jedenfalls da schon sowas mal in der Top Etage. Quelle: W&H
 
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Die 500gr waren einfach mal so dahin getippt. Im Norden ist das Rehwild mittlerweile deutlich mehr geworden und die Stärke der Trophäen ist auch lt. Aussagen älterer Jäger rückläufig.

Ich frage mich ernsthaft was manche neuen Jagdscheininhaber erwarten? Vor 30 Jahren durfte ich einen Knopfbock und einen Fuchs schießen. Wenn ich heute jemanden einen Knopfbock freigeben würde, säße er verdammt lange im Wald.
Jagen lernen hat auch mit Demut, Verzweiflung, Wollen, Ärgern, Fehler machen und dürfen und machen wollen zu tun.
Meine junge Truppe darf und soll auch mal Fehler machen. So lange Sie sich an die Regeln halten, stehe ich vor Ihnen oder hinter Ihnen, ganz wie sie es brauchen.
Ich habe Revierpächter kennengelernt, die beschwerten sich über einen Jungjäger der 10 Tage nach der Prüfung einen dicken Bock geschossen hat im Revier. Er sollte etwas schwächeres erlegen, aber wenn die Brüder den Bengel ohne Erfahrung los lassen, muss man damit rechnen und sich nicht hinterher beschweren. Leider gibt es davon zuviele!
 
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Dabei ist es doch so einfach... aller Guten Dinge sind Drei; beim Ansitzen nicht zu oft den Stand wechseln. Abends und Morgens Ansitzen und nicht dran denken, dass ein Bock kommt... wenn man es am wenigsten erwartet, dann steht er plötzlich da! Jetzt gilt es halt seine Büchse zu beherrschen und nicht vorbei zu schießen.
 
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Liebe Leute,

mein Nachbarrevierjäger (JJ) hat heute seinen zweiten Bock geschossen nach dem 01. Mai.
Und der pirscht wie ein Irrer durch seine 78Ha....hate noch NIE irgendwo angesessen...

Und da wollt Ihr mir erzählen, ich vertreibe das Wild , wo ich alle 3-5 Tage mal ruhig aufn Ansitz bin ?....
Mein Nachbarjäger hat auch keine Ahnung , wo die präzisen Einstände sind und läuft nur ständig seine Waldwege mit WBK und Pirschstock Wege auf und ab.... hatr dabei aber Glück, dass bei ihm die Böcke rumlaufen am Weg...bei mir nicht.
(In meinem Revier ist ein Wildcamper Parkplatz und ein Firnessparcours....wo bleibt da Platz für Rehe vor lauter Joggern und Wildcampern aktuell ?...)

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Ich habe in Springe am Jagdschloss ein Lockjagdseminar bei einem renomierten Lockjäger belegt und der hat mir genau das geraten, was ich nun mache:
Alle paar Tage ansitzen, 2-3x locken versuchen...Ansitz wechseln bei Nichtanblick, Abstand dann min. 300m (so weit reicht ein Kitzfiep, Piäähh noch mehr).
Und nach seiner Aussage aus 40 Jahre Erfahrung gibt es keine "typischen" guten Monatszeiten (Anfang, Mitte, Ende Juli, Anfang August...alles geht.)
Morgens hat man laut Dozent die besten Chancen, abends min. 4h vor Sonnenuntergang beginnen, da Bock nicht in die Dunkelheit vermeindliche Ricken jagen will)
Letzteres fällt hier weg, wegen der dutzenden Menschen im Wald, did sich aktuell da so noch um 18h rumtreiben (auch aus Schuss-Sicherheitsgründen)

10 Jäger, 10 Meinungen...offensichtlich....

Es ist halt nur frustrierend, dass andere mit "rumrennen" in Ihrem Revier und einfach mehr Glücks-Erfolg haben, als ich mit ruhigem Warten und ein paar Kitzfiep Tönchen wie angeraten (ja ich mach nicht nur wie ein Bekloppter Piääähh) ...


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Wildkameras sind im Staats Revier verboten ... das erwähnte ich glaube ich schon mal irgendwo.

Salzlecken (Stammsulze) in Ansitznähe habe ich neu zwei aufgestellt, Stamm war vorhanden.
So wie ich die Spuren interpretiere, werden die aber nur wenig genutzt (wenig Spuren am Stamm, wenig bis gar keien Abdrücke drumherum im Boden oder durch abgetretenes Gras / Buschwerk drumrum)

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Ich vermute mal fast, dass mein Revier als "Abkassieren" Revier für dumme JJ dient.
Der Förster weiß genau, dass da wenig zu holen ist, zumindest bocktechnisch von Mai-August
(Zu viel Menschenverkehr, wenig Bockbestand)
Danach gibts vileleicht insgesamtz mehr Schuss Gelegenheiten (Ricke/Kitze erlaubt), aber ggf. keine Trophäen mehr (ab Oktober Geweih abgeworfen)

Ab Herbst geht dann zusätzlich wieder die Frage für JJ los :
(Schmal)Ricke ohne Kitz ? oder doch ne Ricke mit Kitz ? Und wo ist das Kitz ?...Warten oder schiessen ? (s. Bock, der einwandfrei nicht waidegerecht stand)...Ich baller nicht drauflos.

Wenn wenigstens Schwarzwild da wäre...gibt´s aber nicht.

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Fazit bislang:

Besserwisserkommentare der "Elitejäger" hier aus dem Forum in Ihren Premium Privatrevieren ist für mich kontraproduktiv und nützt mir gar nichts (kenne ich aber hier in allen Fachthemen nicht anders)
So macht Jagd keinen Spass und ist irgendwie vertane Lebenszeit und Geldausgabe mit Rumsitzen im Wald.

Ich vergleiche das mal wie folgt:
Ein Fahranfänger bekommt einen klapprigen 35 Jahre alten Polo zugewiesen, der nur 100 fährt und ständig Pannen hat ... und die reichen Porsche Fahrer im Autofahrer Forum lachen sich tot über ihn, wenn er fragt, wie er das Ding zum zuverlässigen 120 Km/h Laufen bringen kann...
Wie soll der Fahranfänger da Spass am Autofahren bekommen ?....

In 2021 werde ich eher zwei Wochenenden pro Jahr in nem 1800 Ha Revier in Brandenburg buchen (wo ich im Juni einen kombinierten Jagd/Survival Wochehend Kurs belegt habe) als hier auf dem Camper/Jogger Rummelplatz weiter machen.
Dort in BB gibt es fast alle Wildarten.
Anfang Juni war da in BB zwar natürlich keine Hochsaison (weder Brunftzeit der Böcke noch Maijagd für Schmalrehe, noch Rotwildsaison etc., )
In drei Ansitzen hatte ich aber dennoch mehr Anblick (Ricke + Kitze !, Fuchs, Schwarzwild (letzteres war mir aber preislich zu teuer, wollte ich nicht schiessen) als in 8-10 Ansitzen bei mir...und es war dort ein herrliches Wald/Feld Revier mit dutzenden schönen Ansitzmöglichkeiten.

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P.
Ich bin nah dran, mit Dir mitzuweinen. :p
 
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Ich frage mich ernsthaft, was manche neuen Jagdscheininhaber erwarten? Vor 30 Jahren durfte ich einen Knopfbock und einen Fuchs schießen.
Das hat sich doch etwas verändert. Die Erwartungshaltung wird in der Ausbildung befördert.
Videos über immer erfolgreiche Jäger tun ihr übriges. Geld ist meist ausreichend vorhanden.
Da kann man sich einiges leisten. Mobil ist man natürlich auch. Nur mit dem selber pachten gibt es, ich möchte es mal cool down phase nennen, eine Wartezeit. Hat man die jagdlich hinter sich gebracht, hat man sicher die Erkenntnisse gewonnen, das man sich mit einer Pacht im besten Fall viel Arbeit kauft. Im schlechten Fall hat man auch Dramen miterlebt, die einen doch nachdenklich werden lassen.
PB ist eine kostengünstige, risikoarme Möglichkeit erste Erfahrungen zu sammeln. Da gibt es sogar jemand hier im Forum, der viel postet und über seine bescheidenen jahrzehntelangen Freuden in einem winzigen staatl. Waldgebiet berichtet. Er gehört irgendwie zu den Erfindern
des Waidwerkes und der private Jagdherr braucht solche Leute, die ihm das Jagen beibringen wollen, natürlich nicht.
 
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