Tödlicher Jagdunfall in Dalberg

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#61
Darüber hinaus sind Schütze und/oder Jagdleiter dran, selbst wenn da tausend Schilder stehen. Die spielen zwar noch bei der Frage einer Mitschuld eine Rolle, mehr aber auch nicht.
Also sofort Jagd einstellen wenn sich nicht abklärbare Personen im Gefährdungsbereich aufhalten!

Gibt doch gar keine andere Möglichkeit für einen Jagdleiter. Tut er das nicht ist er im Fall der Fälle immer mit dran.
Bei uneinsichtigen Personen die sich nicht an Sperrungen halten wollen, Personalien feststellen und die entstandenen Kosten für eine abgebrochene Jagd einfordern. Könnte sehr, sehr teuer werden der Spziergang.
 
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#62
Ich bin Jurist, leider. Und man kann einen Weg nicht einfach sperren. Jedenfalls nicht auf eigene Initiative mit Flatterband und laminiertem Pappschild. Dafür braucht es eine behördliche Anordnung (ggf. mit ortsüblicher Bekanntmachung und offizieller Beschilderung). Vorher ist das Betreten des Waldes nicht unbefugt, sondern alleine der Versuch der Sperrung selbst. Alles andere ist eine Frage für den Gesetzgeber.
 
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#64
Moin,

tja, wenn das so ist, würde ich die Drückjagden als verantwortlicher Jagdleiter sein lassen, denn man befindet sich ja schon mit mehr als einem Beim im Knast. Aber mal wieder typisch für Deutshcland alles so kompliziert zu gestalten.
Noch eine Frage an den Juristen: Wie sieht es denn aus, die Leute, die trotz Beschilderung sich im Wald aufhalten, wegen eventueller Jagdstörung zu belangen? Ist eine ernstgemeinte Frage!

WmH
Schorse
 
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#66
Ich finde Schilder, die auf eine Lebensgefahr hinweisen ziemlich daneben. Genau wie die überzogene Hysterie in einem öffentlichen Forum. Das Jagen ist nicht risikolos. Jeder Unfall ist einer zu viel. Aber: jedes Jahr werden in Deutschland Millionen scharfer Schüsse abgegeben. Das zeigt, dass es kein grundsätzliches Sicherheitsproblem gibt. Schilder, die auf Lebensgefahr hindeuten und hysterische Postings suggerieren etwas anderes. Hoffentlich nimmt’s niemand mit politischem Gestaltungswillen ernst.



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Merkste was? Den Beruf des Forstwirts verbieten, die Förster gleich dazu? Dein "Hoffentlich nimmt’s niemand mit politischem Gestaltungswillen ernst." ist mMn schon wieder das reflexartige Schwanzeinziehen gegenüber der verstädterten und naturentfremdeten Teilgesellschaft. Es gibt auf DJ , genauso wie beim Bäume fällen eine reale Gefahrenlage - also sollte man auch drauf hinweisen. Punkt!

Gruss Wisent
 
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#67
Betrachtet man das Gesamtrisiko bei einer Drückjagd für z.B. den Verkehr, die Hunde, die Treiber, die unbeteiligten Waldnutzer und die Jäger kann man eigentlich so eine Veranstaltung gar nicht mehr besuchen. Ganz abgesehen von der Gefahr fürs Wild und für die Tiere die dem Jagdrecht nicht unterliegen.:eek:

Eisenbahnfahren wird demnächst übrigends auch verboten. Es liegen wöchentlich Selbstmörder auf den Geleisen rum und die sind nicht Co2 neutral zu entsorgen
 
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#68
Ich liebe den freundlichen Unterton hier im Forum. Was unterscheidet einen Pächter, von einer Forstbehörde, was einen öffentlichen Landwirtschaftsweg von einer privaten Forststrasse? Merkste was? Außerdem: wo habe ich bitte irgendein Verbot gefordert?

Es geht hier nicht ums Schwanzeinziehen. Es geht darum, dass fälschlicherweise mit Selbstzerfleischungstendenzen Bewegungsjagden als kriegsähnliches Geschehen dargestellt werden.

Diese Panikmache hat keine Grundlage.
 
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#69
Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Das kann man weder totschweigen noch relativieren. Ändern wohl auch nicht.

Wer nicht drüber reden will, der lässt es. Wer drüber reden will der tut es.

Beides hat keinerlei Einfluss auf Berichterstattung und Meinungsbildung außerhalb der Jagd.
 
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#70
Betrachtet man das Gesamtrisiko bei einer Drückjagd für z.B. den Verkehr, die Hunde, die Treiber, die unbeteiligten Waldnutzer und die Jäger kann man eigentlich so eine Veranstaltung gar nicht mehr besuchen. Ganz abgesehen von der Gefahr fürs Wild und für die Tiere die dem Jagdrecht nicht unterliegen.:eek:
Richtig! In der heutigen Zeit und nahe von Ortschaften oder größerem Publikumsverkehr sollte man sich so etwas sehr genau überlegen! Es ist nicht mehr Zeigemäß, ob man es nun möchte oder nicht!
Jeder Unfall ist einer zu viel und bringt uns näher an Verbote
 
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#71
Moin,

tja, wenn das so ist, würde ich die Drückjagden als verantwortlicher Jagdleiter sein lassen, denn man befindet sich ja schon mit mehr als einem Beim im Knast. Aber mal wieder typisch für Deutshcland alles so kompliziert zu gestalten.


WmH
Schorse
Take it easy... Ich richte seit 15 Jahren unsere Drückjagd aus. Davor mein Vater. Von den +/- 35 Schützen richten 20 auch eigene Drück- oder Treibjagden aus. Auch seit zig Jahren.

Keine Schussverletzungen - weder bei Schützen, Treibern noch Spaziergängern. Auch keine Auseinandersetzungen mit der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht.

Wie schon zuvor gesagt, es gibt Gegenden in der Welt, in denen man durchaus mal in einen Schusswechsel geraten kann. Deutsche Wälder zählen sicher nicht dazu.
 
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#73
Muss man sogar, sonst kommt man seiner Sorgfaltspflicht nicht nach.
Hatten wir aber aber alles schon geschrieben.
Sperren ist nur möglich wenn es das LWaldG für die dort festgeschriebenen Personen ermöglicht.



Es gibt auf DJ , genauso wie beim Bäume fällen eine reale Gefahrenlage - also sollte man auch drauf hinweisen. Punkt!

Gruss Wisent
 
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#74
Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Das kann man weder totschweigen noch relativieren. Ändern wohl auch nicht.

Wer nicht drüber reden will, der lässt es. Wer drüber reden will der tut es.

Beides hat keinerlei Einfluss auf Berichterstattung und Meinungsbildung außerhalb der Jagd.
Man sollte im Forum schon helfend eingreifen, wenn eine Seite absolute Betretungsverbote durchsetzen will und die andere die Jagd sofort abbrechen wollen, weil sich jemand auf den Wegen aufhält.
Es ist wie immer auf der Jagd: Die JAgd genießen und Aufpassen! ;)
 
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