Tötungsstationen?

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#1
Man liest und hört immer wieder von diesen gruseligen Einrichtungen in Süd- und Osteuropa. Weichherzige Mitbürger adoptieren Hunde zur Rettung aus diesen Gulags. Sie bezahlen den Aktivisten für ihre Dienste den Preis eines Rassenhundewelpen und spenden an die so engagierten NGO.

Hat mal jemand so eine Tötungsstation gesehen oder gibt es Reportagen oder Presseartikel? Wäre doch ein dankbares Thema für Tierbefreier und Qualitätsjournalisten.

Oder sind diese Tötungsstationen in Wahrheit kommerzielle Zuchtbetriebe für den Exportmarkt?
 
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#2
Werter Sanchos Panza-

Ich kenne zwei solcher Hunde, jeweils aus Rumänien und Griechenland.
Beide Tiere sind nicht bestimmbare Mischlinge und haben enorme psychische Auffälligkeiten,
denen die "Retter" absolut nicht gewachsen sind.
Dazu gehört auch das Urinieren in die Wohnräume, wenn sie dort kurzzeitig allein gelassen werden. Dies geschieht trotz reichlichem Ausführen, das muß ich den Haltern zugestehen.
Generell zeigen beide ein extrem schlechtes Selbstbewußtsein, gespielte Unterwürfigkeit wechselt
schlagartig mit Drohungen, dazu viele andere "Macken".
Meine Bemühungen um Aufbau wenigstens des einen Hundes wurden dann von der Besitzerin unterbunden...

Die beiden genannten Hunde haben auf jeden Fall "Erlebnisse" gehabt, einer der beiden reagierte
auf das Geräusch von Ketten mit sofortiger, mehrtägiger Flucht, und ich könnte noch ein
gutes Dutzend solcher Eigenheiten einbringen.

Ich selbst habe keine Zweifel, daß Ihre beschriebenen Anstalten auch zur Verblendung von
Züchtern verwendet werden.
Aber die importierten Hunde sind doch wohl seltenst rasserein, und für einen Züchter wäre doch mit den von den "Rettern" bevorzugten exterieuren Merkmalen und normalem, rassebedingtem Verhalten wesentlich mehr Geld zu verdienen- von daher fällt mir die
Sache als Blendung doch als unnötig aufwendig auf.

Zwei Brüder betrieben einen Bauernhof, waren unzertrennlich, kein Weibsvolk am Hof.
Der Ältere verstarb, der Jüngere nahm eine Göre aus der Großstadt auf.
Tätowiert, orange gefärbte Haare, post-punk der 90er.
Da ich aufschnappte, daß sie am Hof auch Hunde züchtete, fragte ich bei
Gelegenheit nach der gezüchteten Rasse:
"Mei, so Mischling hoid...!"

Einige Jahre später hatte ich am Hof zu tun, und konnte die Tiere betrachten.
Tatsächlich habe ich nie -nicht ein einziges Mal- ein derartiges Tier im Gemeidegebiet oder
in den anliegenden Gemeinden gesehen, und ich bin viel unterwegs.
Bis ich die beiden zuvor erwähnten Tiere und ihre "Halter" kennen lernte.

Ich glaube, wir müssen gar nicht nach Rumänien oder Griechenland schielen.

edit

derTschud
 
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#3
Man liest und hört immer wieder von diesen gruseligen Einrichtungen in Süd- und Osteuropa. Weichherzige Mitbürger adoptieren Hunde zur Rettung aus diesen Gulags. Sie bezahlen den Aktivisten für ihre Dienste den Preis eines Rassenhundewelpen und spenden an die so engagierten NGO.

Hat mal jemand so eine Tötungsstation gesehen oder gibt es Reportagen oder Presseartikel? Wäre doch ein dankbares Thema für Tierbefreier und Qualitätsjournalisten.

Oder sind diese Tötungsstationen in Wahrheit kommerzielle Zuchtbetriebe für den Exportmarkt?
Wieso was hast du denn:unsure:;) von irgendwas muß man ja leben.
Drahtzieher sitzen in D. Das Modell ist eine Lizenz zum Gelddrucken alle verdienen und sind glücklich.

Hunde werden am Fließbad "gezüchtet" Produziert.
Dann werden die Bilder in D sozialen Netzwerken hochgeladen und Retter der armen Kreaturen vor den Tötungs Stationen gesucht.
Da tun sich dann 5 Harz4ler zusammen und retten den Hund für 1000,-€
Importiert wird dann über Tierheime da gibt es einige die Haben sich darauf spezialisiert.
 
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#4
So lange die Eigenschaft Naivität im deutschsprachigen und Benelux-Raum weit verbreitet ist und der gesunde Menschenverstand nicht in der Lage ist zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, werden es Organisationen welche Hunde aus Osteuropa "retten" immer leicht haben genügend Dumme zu finden um ihr Geschäftsmodel aufrecht zu erhalten.
Glücklicherweise sind dann aber manche dieser Organisationen so gierig dass sie gar nicht merken dass ihnen der übermäßige, gewerbliche Handel mit Hunden buchhalterisch über den Kopf wächst und Ihnen das Finanzamt den Status der Gemeinnützigkeit entzieht.
So passiert vor ein paar Tagen in der Nähe von Augsburg.
Tierheim wurde vom Finanzamt als Tierhändler eingestuft, es droht eine saftige Steuernachzahlung für mehrere Jahre.
Und wenn man die ein- oder andere Kleinanzeige in Jagdzeitungen anschaut, da kann man auch nur noch heulen, zwischen den Zeilen lässt sich fast immer die Herkunft der Hunde rauslesen.
Erwachsene Tiere aus Osteuropa zu sozialisieren (resozialisieren) gelingt vielleicht einer hundeerfahrenen Person, aber mit Sicherheit nicht Gretchen Müller im Öko-Vegan-Gutmenschenwahn!
 
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#5
Ein Bekannter hat einen Pferdetransportbetrieb und da läuft das ganz genauso, im Frühjahr werden die Fohlen geboren, über den Sommer als Streicheltier im Tourismus genutzt und im Herbst, wenn Mama längst wieder tragend ist, müssen die Fohlen weg. Und dann beginnt genau das Gleiche wie bei den Hunden, nur, dass hier nochmal Geld mit dem Transport verdient wird.

Ich selbst kenne zwei solcher "geretteten" Hunde und bei einem wäre die grosse Spritze wahrscheinlich, für alle Beteiligten, die bessere Wahl gewesen. Der andere ist sehr nett, aber er mag keine großen, dicken, bärtigen Männer. Ja, scheisse, rasieren und abnehmen wollte ich jetzt deswegen nicht.
 
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#6
natürlich gebt es tötungsstationen! die tierheime von p€ta z.b. die rücken allerdings keine hunde mehr heraus wenn die erst mal in ihren fängen sind.
 
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#9
Eine Freundin von meiner Gattin fühlte sich auch berufen so eine Töle zu retten. Alle Argumente, der Hinweis auf Geldmacherei und überfüllte deutsche Tierheime verklangen im Nirvana.

Einige Wochen später war diese bedauernswerte Kreatur da, hat aufgrund von Paratiten bis unter die Hutkrempe in einer Tour in die Bude geschissen. Der Tierarzt verbot aufgrund der multiplen endo-, Exo - und sonstwas von Besiedelung den Spaziergang.

Ende vom Lied nach einigen Wochen vollgekackter Hütte: Der Hund wurde quer durch eUropa gekachelt und wieder in die Obhut eines Tierheims gegeben. Hurra.
 
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#10
Man kann nur generell dazu raten, dass, wenn jemand mit dem Gedanken spielt, einen Hund zu übernehmen, der aus irgendeinem Tierheim (auch hierzulande) kommt, sich den Hund mehrfach in unterschiedlichen Situationen in Begleitung von jemandem, der sich auskennt, anzuschauen, sich jede Macke aufzuschreiben (jeder hat eine wie auch immer geartete) und dann ohne an die großen traurigen Augen zu denken zu eroieren, ob man das geschluckt kriegt, was man da abbeißen möchte.
 
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#12
Hallo,

eigentlich bin ich ja nur stiller Mitleser, aber in diesem Fall muß ich den Armen Kreaturen doch mal beistehen.

Neben mir liegt meine Schäferhündin.
Sie ist der 9te Tierheimhund in unserem Haushalt und ich möchte sie und keinen der anderen missen.

Ich glaube kaum dass in den genannten Ländern Hunde gezielt zur Vermittlung gezüchtet werden,
da laufen schon so genug davon rum.
Von Tierheimhunden abzuraten weil irgendwo ja ein Geschäft damit gemacht werden könnte hat fur mich so was von Aluhut......


Gruß Klaus
 
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#13
Du hast nicht ganz unrecht, den Aluhut kannst du aber stecken lassen, schafft nur Verstimmungen. Das damit Geschäfte gemacht werden ist nicht von der Hand zu weisen.
Ich denke auch dass es ein Unterschied ist ob ein Hund umständehalber aus einer vernünftigen Haltung ins TH muß (egal wo in Europa) oder ob das ein eingesammelter Streuner ist fernab jeder Sozialisierung.
Ich schätze mal, dass du deine Hunde nicht per Foto oder blind ausgesucht hast?


CdB
 
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#14
Hallo,.

Es waren immer Tiere aus Tierheimen der Umgebung.
2 mal mussten wir die Tiere während der Probezeit zurückgeben weil es einfach nicht passte.
Das ist schon mal ein Hauptgrund gegen die Direktvermittlung übers internet.

Der Schwierigste Kandidat kam übrigens aus Bochum.

Gruß Klaus
 
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#15
Vermehren kann man Hunde in diesen Ländern für sehr kleines Geld im ehemaligen Saustall. In der seriösen spanischen Jagdzeitschrift Trofeo kam mal ein Artikel über in Spanien gestohlenen Jagdhunde und Galgos, die Dank Chip in Deutschland als Tierrettungshunde auftauchten und zu ihren Besitzern zurückerstattet werden konnten. In diesem Dunkel der ausländischen Tierrettung aus "Tötungsstationen" hätte ich gerne mehr Licht. Es ist keine Kritik an hier im Tierschutz redlich engagierten, ehrenamtlich tätigen Menschen.
 
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