Tropen Drilling

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#1
Haben einige von euch Information über alte Deutsche Tropen Drillinge von der kolonial zeit .( Kamerun ,Togo und Südwest Africa ).

Es gab vor einigen Jahren ein Artikkel in Hatari Times von Harald Wolf, die ich leider nicht mehr finden kann.

Wie ich weis war es ein Zwilling der ein so genante Tropen Drilling nutzte .

Wo bekomme ich Information über diese alte Gross kaliber Tropen Drillinge . Hat einigen von euch Bilder und Information.

Existiert einige noch ?
 
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#2
Waren das nicht nur einfach Drillinge in 9,3x74R und 12/70? Eine besondere Bauart als "Tropendrilling" ist mir nämlich nicht erinnerlich.
 
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#3
Bürgsmuller hatte ein Wotan Gross kaliber drilling. So ein Drilling ist was i suche
 
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#4
Es gab so was aber wahrscheinlich nur eine kurze Zeit während der deutschen Kolonial Ära.

Der Ton was Großwildjagd angeht wurde ja überwiegend im englischen und französischen Kolonialimperium angegeben und in diesen beiden Ländern waren Drillinge nicht in Gebrauch.

Ob Zwilling so was benutzt hat habe ich im einzigen Buch von ihm das ich besitze nicht gelesen.

Großkaliber Tropendrillinge wurden wahrscheinlich auf Kundenwunsch hergestellt , weil praktisch und vor allem geeignet ist so eine Waffe nicht für die Jagd auf gefährliches Großwild. Ausnahme vielleicht die Löwenjagd wobei sehr bedingt.

Vielleicht hat man Drillinge mit Kugelkaliber 9,3x74R so bezeichnet , aber es gab auch Büchsen viel größeren Kalibers.

Es sind sicher interessante Sammler Objekte , aber entsprechen nicht mehr dem gewünschten heutigen Standard für die Großwildjagd.
 
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#5
so was taucht nur selten auf, dürfte also nicht oft bestellt worden sein

auif lager hatte sowas keiner
 
G

Gelöschtes Mitglied 20525

Guest
#7
Luftwaffendrilling fiel mir auch spontan zur gestellten Frage ein. Danke hubät(y)! Das S&S nach dem Krieg wieder welche herstellte, wußte ich auch noch nicht. Ich habe vor kurzer Zeit mal einen Merkel-Drilling im eGun gesehen, Kal. 9,3x74R. Wäre bestimmt interessant zu erfahren, ob es ein Nachbau ist oder eine völlig neue Konstruktion. Weiß jemand näheres?
 
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#8
Hallo,

Tropendrillinge hatten nix mit dem Luftwaffendrilling zu tun. Tropendrillinge waren Drillinge, oft auch mit DBD-Wechsellauf in den Kalibern .450 und .500Exp., oder in einer Nitropatrone ab 10mm, z.B. 11,2x72R Schüler.

Da man zur damaligen Zeit (ca. 1890-1940) sich nur ´ne Tropenwaffe (Afrikawaffe) zulegte, wenn man auch dort jagte, und dortiges, dünnhäutiges Schalenwild meist auch mit dem erlegte, was man in Europa auf HW führte (8x57JR, 9x57R, 9,3x) sind diese Waffen natürlich nicht sehr häufig.

In England zeigte man der Waffe die kalte Schulter, da Jagd bei den Engländern als "Sport" angesehen wird und man dann für die Schalenwildjagd eine (Doppel)büchse und für die NW-Jagd eine Flinte führte.
Universalwaffen wie ein Drilling, also "eine für alles", brauchte man für diese Art der "Jagd" nicht.
Für den deutschen Siedler, der auch nicht mit Geld gesegnet war, oder den dt. Kolonialsoldaten, waren solche in kleiner Stückzahl gefertigten Sonderwaffen viel zu teuer, zumal die wenigen Soldaten dort auch nur eine begrenzte Zeit Dienst taten.
Die sehr brit. orientierte, deutsche "Upperclass", die zahlenmäßig noch weit weniger in den dt. Kolonien vertreten war, als Kolonialtruppen, sah die Jagd auch als "Sport" an, so daß auch eher Flinte oder Büchse geführt wurden.

Grüße
Sirius
 
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#9
So wird es gewesen sein.

Man hat seinen Repetierer und seine Doppelflinte von zu Hause eingepackt , was eigentlich gereicht hat da die Mehrheit nur das sogenannte Plain Game erlegt hat und dürfte. Die Großwildjagd war auch damals nicht preisgünstig und wer Geld hatte hat sich eine Großkaliber Doppelbüchse für diese Zwecke zugelegt. Einige von denen haben sich vielleicht einen Tropendrilling bauen lassen so das es sich bei diesem Waffentyp unter aller Wahrscheinlichkeit nur um Sonderanfertigungen handelt.
 
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#10
Hallo,

jepp, und die Dickhäuter auf Farmland wurden meist mit VM-Muni in den "normalen" Jagdkalibern .303, 7x57, 8x57J und 9x57 geschossen.
"Safaris" waren weit weniger als heute, da die Infrastruktur und die mediz. Versorgung noch lange nicht den heutigen Standards, oder denen der 1950er/60er Jahre entsprachen. Durch viele 100.000de Quadratkilomter großen Kolonien ging nur eine (einspurige) Bahnstrecke, meist von der küstennnahen Hauptstadt (Gouverneurssitz) zu den im Inland befindl. Militärposten, den sog. "Bomas".
Der meiste Waren- und Personenverkehr fand auf den Wasserwegen statt, die aber die meiste Zeit des Jahres (Regenzeit, Trockenzeit) nicht zu 100% befahrbar waren, zudem noch von Fibersümpfen flankiert wurden.
Der alte Siedlerspruch: "Der ersten Generation den Tod, der zweiten die Not und der dritten das Brot" stimmte wirklich.

Grüße
Sirius
 
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