TTSX 150gr Cal .30 unterschiedlich lang?!

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#1
Hallo Zusammen,
nach meinem Wiederladekurs möchte ich jetzt dann anfangen meine 308 Munition mit den TTSX Geschossen zu laden.
Aktuell schieße ich die Fabrikmunition Barnes TTSX 150gr im Kaliber .308.

Heute habe ich die Barnes Geschosse bekommen und direkt mal probeweise eine gesetzt:
TTSX_Groeßenunterschied.jpg
Links ist die Fabrikmunition und recht die identische Hülse mit den neuen TTSX Geschossen!
Haben sich hier die Geschosse geändert vom Aufbau? Kann das erste Führungsband ohne Probleme frei bleiben?
 
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#2
sind unterschiedlich bzw. andere Charge, die linke ist auch um einiges spitzer bzw. steiler, dass sieht man mit dem freien Auge, ansonsten kann ich da leider nicht weiter helfen, zu wenig firm bei dem Thema :rolleyes:

lg Sepp
 
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#3
Ich kann wenig erhellendes beitragen.

Es gibt aber definitiv unterschiedliche Vortex-Fabrikmuni in Deutschland. Die orginaler Vor-TX und Vor-TX Euro. (Mit Cip Abnahme oder sowas)

Den Oxidationserscheinungen nach ist die Fabrikmuni auch schon ein paar Tage älter.

Wenn man bedenkt, wie viele Iterationen das Geschoß vom Barnes-X zum TSX/TTSX inzwischen durchlaufen hat, kann man wohl annehmen, dass es da je nach Alter unterschiedliche Geschosse gibt.
 
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#4
Ich kann wenig erhellendes beitragen.

Es gibt aber definitiv unterschiedliche Vortex-Fabrikmuni in Deutschland. Die orginaler Vor-TX und Vor-TX Euro. (Mit Cip Abnahme oder sowas)

Den Oxidationserscheinungen nach ist die Fabrikmuni auch schon ein paar Tage älter.

Wenn man bedenkt, wie viele Iterationen das Geschoß vom Barnes-X zum TSX/TTSX inzwischen durchlaufen hat, kann man wohl annehmen, dass es da je nach Alter unterschiedliche Geschosse gibt.
Naja die Fabrikmunition ist von Ende letzten Jahres... War dar einer der immer mit rumgetragenen Patronen, daher die Verfärbung ;)
 
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#5
@Sauwild:

Aus der Barnes FAQ:

How does Barnes determine ballistic coefficient values?
[...]
Barnes has made slight changes to the geometry of many of its bullets, most notably in the shape of the ogive. Some fairly pronounced secant ogives have been changed to provide more tangent ogives. While slightly reducing BC values, this has significantly improved accuracy. BC values are also affected by multiple rings cut into the shanks of TSX Bullets.


Was meinst du mit erstes Führungsband frei bleiben?
Entweder setze ich die normal aufs Führungsband oder crimpe die in die Rille.
 
Zuletzt bearbeitet:
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#7
@Sauwild:
Was meinst du mit erstes Führungsband frei bleiben?
Entweder setze ich die normal aufs Führungsband oder crimpe die in die Rille.
Hallo tar
Ich bin noch kein WL-Experte.
Kannst du mir obige Aussage erklären?
Bzw. was wären die zu erwartenden Folgen, wenn man deine Empfehlung nicht umsetzt (crimpen)?
Weidmannsdank
 
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#8
Zunächst: es sind keine Führbänder! Das TTSX, das ich seit gut 8 Jahren schieße, ist ein Geschoß mit Entlastungsrillen. Führbänder sind wesentlich schmäler gehalten. Die Einfräsungen im TTSX dienen lediglich der Reduzierung des Gasdrucks beim Geschoßdurchlauf im Lauf. Das TTSX bringt auch anerkanntermaßen eine vergleichsweise hohe Belastung beim Geschoßeintritt in den Lauf. Ich schieße es trotzdem noch, allerdings habe ich mich bereits um Alternativen bemüht, wie z.B. das Hasler Ariete, was ein echtes Führbandgeschoß ist und gerade im Test läuft. Die ersten Ergebnisse sind sehr gut.
Das Setzen des Geschosses und das Überprüfen der korrekten Setztiefe sollte nicht über die Geschoßspitze gemessen werden, da sich dort locker 3-4 ZEHNTEL Unterschied "messen" lassen.
Der Setzstempel des Geschoßsetzers greift auf eine bestimmte Stelle des Geschosses an, was an deinem Bild oben rechts zu sehen ist. Diese radial umlaufenden Spuren sind vom Setzstempel.
Die Ausformung der Geschosse variiert leicht, beeinflußt aber sehr die Setztiefe. Auch die Kunststoffspitzen haben durchaus Abweichungen, die das Gesamtergebnis verfälschen.
Die Setztiefe ermittelt man am Besten mit einem Meßaufsatz, der immer auf den gleichen Durchmesser(!) greift. Das ist das Referenzmaß. Zum grob einstellen sicherlich die Gesamtlänge normal messen, zur Kontrolle aber eben auf den Referenzpunkt. Von Hornady gibt es solch einen Meßaufsatz mit auswechselbaren Meßeinsätzen für alle gängigen Geschoßdurchmesser im Set.

Geschosse gleichen Typs werden von Herstellern aber hier und da unteschiedlich produziert. Z.B. beim Norma Vulcan. Die fabrikmäßig verbauten haben z.B. eine Crimprille, aber diese ist nicht immer an den im freien Handel erhältlichen Geschossen vorhanden. Die sind in der Regel "glatt". Hängt daran, dass die Fabrikmurmeln immer die Normlänge bekommen und sich daher crimpen lassen, der Wiederlader aber eher variiert.

Insgesamt kann man sagen, dass auf Drehmaschinen hergestellte Geschosse maßhaltiger sind als gepreßte in Bezug auf die Ausformung der Ogive und der Geschoßspitze. Mit Hilfe des Meßaufsatzes kann man sich den Spaß einmal machen und eine handvoll Geschosse vermessen. Man hat da schon Aha-Effekte.
Für Wettkamp-Scheibenmunition vermesse ich die Geschosse, um konstante Trefferleistung ohne diese berüchtigten "Flieger" zu haben.
Wer nur an der fertigen Patrone mißt, ist geneigt, an den Matritzeneinstellungen zu drehen, was nicht hilft.
Wmh,
K95fuxx
 
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